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Vinocamp 2015

Es verging wie im Flug, das Vinocamp Deutschland 2015. Hier ein kleiner Rück. und Ausblick.

BannerWuertz_RzW_Wien_280x230Ich gebe es gerne zu, ich war skeptisch. Ich dachte eigentlich, dass sich das Format Barcamp in Sachen Wein überholt hat. Schließlich war es das fünfte Vinocamp Deutschland und in den letzten fünf Jahren ist doch enorm viel passiert. Beim ersten Vinocamp hatten wir es teilweise mit noch ganz grundsätzlichen Dingen zu tun: wie baue ich einen Blog auf, wie läuft das mit den sozialen Netzwerken… Basics eben. Alles Schnee von gestern und soziale Netzwerke sind mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Andere Themen stehen im Vordergrund, aber auch da gibt es eigentlich wenig Neues. Dabei stellt sich natürlich die grundsätzliche Frage, ob es denn überhaupt notwendig ist, permanent Neues zu entdecken, zu erfinden oder sich auszudenken. Der Vinocamp-Samstag hat mir gezeigt, dass es genug Bestehendes gibt über das es sich lohnt zu sprechen.Wir hatten eine Dynamik am Samstag, die ich so noch nicht vom Vinocamp kannte. Das hat mich enorm begeistert.Es wurde vorgetragen, hart diskutiert, genetzwerkt und natürlich auch viel probiert. Es ist eben dann doch ein ganz besonderer “Spirit”, der da in Geisenheim über den Campus wabbert. Das Vinocamp ist etwas besonders.

Ich konnte natürlich nicht in alle sessions, das geht nicht, aber die ich besucht habe, waren grandios. “Leichtwein” war ein Thema. Informativ und kontrovers. “Mythos und Wahrheit im Weinbau” war die wohl kontroverseste aber zugleich auch spannendste Diskussion für mich. Die “Craft-Bier-Session” von Torsten Goffin war eine Art Offenbarung und die sozialen Weinproben, wie immer, spannend und lehrreich. Letzteres ist überhaupt eine der genialsten Sachend es Vinocamps.

Banner-280x230_Heft4Der Sonntag ist mittlerweile ein grandioser Höhepunkt. Was haben wir da nicht alles schon erleben und probieren dürfen. Dieses Mal hat uns Caro Maurer, Master of Wine, eine Blindprobe mit elf Pinots aus aller Welt vorgesetzt. Es war gigantisch und extrem lehrreich. Die wichtigste Erkenntnis war Demut. Von elf Weinen habe ich lediglich zwei einem Land korrekt zuordnen können. Deutschland und Moldawien. Ansonsten flog ich blind über den Globus, war mal meilenweit entfernt und hin und wieder näher dran.  Es ist schwer heutzutage und die Grenzen zwischen “Neue Welt” und “Alte Welt” sind quasi nicht mehr existent. Deutscher Pinot schmeckt moderner denn je, der aus Neuseeland eher klassisch, die Ösis sind charmant und trinkig, der Chilene schmeckt, wie ich es vom Neuseeländer erwartet habe, der Südafrikaner war europäisch kühl und präzise und so ging mir das in einer Tour. Ich war zum Glück nicht alleine. Eines hat mir die Probe noch gezeigt: Man muss Respekt vor den Master of Wine haben. Die müssen das nämlich alles von Haus aus wissen und erkennen…

Wie geht es weiter mit dem Vinocamp?

Als wir vor fünf Jahren begannen, war unser Ziel, dass sich das Vinocamp regionalisiert, dass regionale Vinocamps enstehen und alle zwei Jahre dann das Vinocamp Deutschland stattfindet. So wird es jetzt auch kommen. Das Vinocamp Mosel fand bereits statt, das Vinocamp Rheinhessen wird wohl 2016 stattfinden, Baden und die Pfalz sind in der Denkfabrik und die Mosel macht natürlich weiter. Das Vinocamp Deutschland gibt es dann wieder 2017. Wie gewohnt an der Hochschule Geisenheim. 2016 wird es im Juni zum eigentlich Vinocamp Deutschland Termin auch wieder etwas geben. Etwas ganz Neues. Was genau, wird dann demnächst verraten…

update Blogbeiträge:

Der Schnutentunker

Ein Kommentar zu “Vinocamp 2015

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