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Jahrgang 2014 – Mosel

Wie auch im letzten Jahr wird Matthias Meierer wieder von der Mosel berichten. Und da geht es bereits los…

 

Die Mosel liest – aber nur für Federweißen

Ja in der Tat auch hoch im Weinbau-Norden haben wir schon mit der Lese begonnen, und das auch schon am 25. August zum ersten Mal. Der Grund hierfür, Federweißer – man könnte sagen mittlerweile ein Hobby meiner Eltern seit mehr als 20 Jahren. Hobby da es sich weder um große Mengen, noch um ein sich wirklich lohnendes Geschäft handelt. Aber es hat auch etwas Gutes, man hat ab September einen Überblick, wie sich die einzelnen frühen Sorten so entwickeln.

Das Fazit bis dato:

1.       Lesetag: 25. August, Ortega, 300qm, 350l mit 84°Oe und 7,5g/l Säure. 20% Wespen- und Bienenfrass. Nur 2011 war früher (23. August) bei ähnlichen Werten.

2.       Lesetag: 08. September, Reichensteiner 300qm, Ertrag: ich sag mal so knapp im Kontingent…, 70°Oe, 9°Säure, 100% Gesund. Für den Ertrag vollkommen in Ordnung.

ReichensteinerKommen wir zum wichtigsten überhaupt: RIESLING!

Am vergangen Sonntag standen auch die ersten Reifemessungen auf dem Plan, bzw. es war mehr eine optische Kontrolle der Weinberge mit gelegentlichem Messen der Oechsle. Heraus gekommen ist eigentlich ein relativ einheitliches Bild in den Flach- und Hanglagen (an der Mosel ist sowas bis ca. 35% Steigung) bewegen wir uns Momentan um die 58-62°Oe. In den Steillagen sind wir ca. 5-10°Oe höher – den Vogel hat der Paulinshofberg abgeschossen bei ca. 30 kreuz und quer gesammelten Beeren 72°Oe, für Anfang September schon sehr weit. Der Fäulniszustand ist noch in Ordnung aber wie so oft von den Winzern geäußert: Regen braucht jetzt kein Mensch mehr. Man sieht überall schon kleine Fäulnisnester, sei es durch Sauerwurm oder aufgeplatzte Beeren. Bis auf einen Problemweinberg der jedes Jahr zuerst gelesen wird, trotz herausschneiden der Botrytisnester in vorhinein ist aber noch alles im Rahmen.

Momentan rechnen wir immer noch mit dem richtigen Lesebeginn am 06. Oktober, aber nach der ersten Kontrolle am Wochenende denke ich es könnte durchaus auch früher werden. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun, es ist nach dem nassen August und jetzt warmen Tagen nochmal ordentlich gewachsen, sodass wir trotz 2maligem späten Laubschnitt bei einigen Weinbergen nochmal per Hand nachschneiden müssen. Zudem lassen wir seit Juli alles Gras und Saatmischungen wachsen um das Wasser aus dem Boden zu bekommen, d.h. nochmal fix mulchen vor dem Herbst und dann kann es losgehen.

ACHTUNG WERBUNG: Am kommenden Wochenende muss die Reifemessung aufgrund von „Mythos Mosel- eine Riesling Reise“ (www.mythos-mosel.de) verschoben werden, dafür gibt es dann Anfang der Woche eine genauere Rieslingmessung inkl. der Säuren die sich dieses Jahr mal wieder interessant entwickeln könnten.

 

PS: Das Bild anbei vom Reichensteiner, bei 2 normalen Halbbogen Anschnitt… ca. 16 Augen pro Stock.

 

 

3 Kommentare zu “Jahrgang 2014 – Mosel

  • Steven

    Gibt es an der Mosel auch schon die Kirschessigfliege?
    Riesling mag Sie ja offentsichlich nicht, aber Rote habt
    Ihr ja auch an der Mosel mittlerweile.

    Reply
  • Yquem

    Ja leider und es ist verdammt schade dass es total runtergespielt wird.
    Wir haben nur Pinot Noir und ich würde mir etwas mehr Vorsicht als Nachsicht wünschen.
    ….den Riesling wird sie mögen wenn die roten weg sind und es noch warm genug ist. Leider leider

    Reply

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