Alles über Wein und den Rest der Welt…

Unterwasser ist es nasser…

Wir beginnen die ganze Sache mit einem platten Reim, aber der viel mir gerade ein und deswegen muss er auch direkt raus… :-) Immer wenn ich denke, ich kenne alles, kommt irgendwo etwas ganz anderes und neues um die Ecke. Die Rede ist vom “Underwater Wine”. Der kommt aus Südafrika, aus dem Swartland und der ist der Knaller!

Es ist schon wieder einige Monate her, dass ich hier auf dem Blog über die herausragenden und ganz anderen Weine aus dem Swartland berichtet habe. Ich konnte damals nicht alle Weine probieren, die ich probieren wollte, das habe ich jetzt nachgeholt – gemeinsam mit meinem  Blogmitschreiber, Oliver Bock alias der “Rheingauer Weinschmecker”. Letzterer ist ein ausgewiesener Südafrika Experte, war Dutzende Male im Land und kennt jeden Stock – oder so ähnlich. Und da wir beide den gleichen Favoriten hatten, fkümere ich mich heute um selbigen. Die übrigen Weine beschreibt dann die Tage der Kollege.

Downlordgzad2012 Cellarfoot, “THE UNDERWATER WINE”.

Wir haben den Wein zuerst verkostet, danach erst die Details recherchiert. Im Nachhinein bin ich froh darum, denn so war das Ganze ziemlich objektiv. Der Wein ist ein Cuvée  aus mehreren Rebsorten: hauptsächlich Pinotage (50 Prozent), etwas Grenache, Carignan und Mourvedre. Am Anfang also ziemlich viel Südafrika, hintenraus dann doch eher Rhône. Das erste, was auffällt, ist der Alkohol. Schlappe 12 Prozent! Kaum zu glauben für einen Pinotage, noch dazu  aus so einer Gegend. Natürlich, und wie sollte es auch anders sein, hilft das enorm. Der Wein hat einen gigantischen Trinkfluss. Er wirkt nicht leicht, oder gar dünn, er hat einafch einen gigantischen Trinkfluss. Die Farbe ist eher hell und erinnert mehr an Pinot, denn an Pinotage, er ist rotfruchtig, klar, elegant und hat eine tolle Säure. Wie immer, wenn man (also ich) Rotwein trinken soll, geht das nur in ordentlichen Mengen, wenn da auch Säure dabei ist. Der Wein ist extrem saftig, einfach nur genial. Und jetzt kommt die Geschichte dazu… Warum heißt der Wein “THE UNDERWATER WINE”?

 

Der Wein stammt vom Weingut Lammershoek im Swartland, einem Öko-Weingut und ist wie folgt gemacht:

Fermented occurred in large concrete tanks for 2 weeks with 50 % whole bunches. The juice was then racked off the skins directly into 8 x 225L barrels which were then submerged underwater in a large open concrete tank. The water was changed every 3 weeks to ensure fresh, clean water. Full malolactic fermentation took place underwater. After 11 months the wine was racked and blended and a touch of SO2 was added for the first time before being bottled un-fined and unfiltered.

Auf Deutsch: da waren acht Fässer, elf Monate lang unter Wasser… derartiges war mir neu! Flaschen versenken ist ja klar, gaaaaaanz alter Hut… ( ;-) ), aber ganze Fässer? Natürlich frage ich mich, was die da alle drei Wochen mit dem Wasser gemacht haben, insbesondere auch deshalb, weil auf der homepage des Weingutes steht, dass sie ihre Weinberge NICHT bewässern. Ich nehme an, ich hoffe, sie haben etwas ökologisch sinnvolles damit gemacht. Wasser ist, im doch sehr trockenen Südafrika, ein hohes Gut. Überhaupt wird Wasser, glaube ich zumindest, eines Tages zu DER Währung weltweit. Anderes Thema.

Fazit: Es geht alles immer noch einen Tacken anders, vielleicht auch verrückter, aber das Ergebnis kann sich nicht nur sehen lassen. Es ist schlichtweg großartig. Der Wein kostet 19,00 Euro und ist hier zu beziehen.

Ein Kommentar zu “Unterwasser ist es nasser…

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