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Noch mehr Windräder?

Der Atomausstieg ist beschlossene Sache, Deutschland ist auf dem Weg zur alternativen Energie – aber auch die hat ihren Preis! Natürlich bin ich GEGEN Atomkraft und FÜR alternative Energien. Natürlich halte ich Windkraft für eine sinnvolle Sache. Aber bitte nicht IMMER und ÜBERALL. Ich lebe in einem Ort, der umzingelt ist von Windkraftanlagen. Ich muss damit leben, Biblis ist Luftlinie keine zehn Kilometer entfernt. Das ist der einzige Trost an der Sache.. Aber Windräder jetzt auch noch im Rheingau, in einer der schönsten Kulturlandschaften Deutschlands? Das kann nicht sein!

130930_OestrichEs ist immer leicht, für oder gegen etwas zu sein, wenn man entweder gar nicht oder eben ganz extrem betroffen ist. Windkrafträder sind nützlich, keine Frage, aber leider auch potthässlich! Es ist vollkommen klar und nachvollziehbar – menschlich quasi –  dass ich mich aufregen müsste, wenn mir eines vor die Nase gesetzt wird. In meinem Heimatort Gau-Odernheim sind wir umzingelt von Dutzenden dieser Dinge und ich habe mich daran gewöhnt  - leider. Ich frage mich zwar immer wieder, warum das so exzessiv sein muss und warum die Dinger nicht da stehen können, wo sie keiner sieht. Windräder dominieren eine Landschaft, sie verschandeln sie sogar nachhaltig. Ganz besonders ärgere ich mich übrigens, wenn es windig ist und die Teile nicht laufen, weil keiner weiß wohin mit dem vielen Strom. Das Ganze ist wohl noch nicht so ganz ausgereift. Ich wiederhole mich zur Sicherheit noch einmal – alles besser als AKWs! Rheinhessen ist längst  Windenergieregion. Ob einem das gefällt oder nicht! Ob das wirklich zuträglich für den Tourismus ist, wage ich einmal zu bezweifeln. Erste Stimmen sind zu hören, die meinen, dass das so oder so egal sei. Tourismus sei in diesen Teilen Rheinhessen eh kein Thema. Ich sehe das anders und empfinde solche Aussagen als grenzwertig. Wo Wein wächst, ist Tourismus IMMER ein Thema. Aber bitte, jedem seine eigene Meinung.

Im Rheingau sind jetzt auch Windräder geplant. Oben, im Wald, auf den Taunuskämmen, weithin sichtbar für jeden. Es  tut mir leid, aber für mich ist das ein Horrorszenario. Wie, um Himmels Willen, kann man an diesen Stellen auch nur im Ansatz ernsthaft an Windräder denken? Wie kann man eine der schönsten und ältesten Weinkulturlandschaften Deutschlands freiwillig und ohne Not dermaßen verschandeln wollen? Hektarweise müsste Wald gerodet werden, um diese Dinger an einer Stelle aufzustellen, wo sie definitiv nicht hingehören. Und für was? Um Deutschland mit alternativer Energie zu versorgen? Ganz sicher nicht! Es geht um Geld. Es geht um Subventionen.

Es gibt übrigens, neben den emotionalen, auch jede Menge sachliche Argumente, die gegen die geplanten Windkrafträder sprechen:

130930_SchlossJohannisbergWindräder, wie sie im Rheingau geplant sind, benötigen pro Windrad ca. 6.000 m² Fläche. Demnach müssen große Flächen des Rheingaukammwaldes, welcher einen entscheidenden Einfluss auf das Mikroklima der Region hat, gerodet werden. Diese gerodeten Flächen unterbrechen das homogene Gebilde des Walds und bieten damit bei Stürmen Angriffspotenzial mit der Folge, dass der Wald an diesen Stellen weiter geschädigt wird, weil er dem Sturm nicht standhalten wird.

Der negative Einfluss der riesigen Fundamente auf das Grundwasser ist nicht untersucht. Pro Windkraftanlage kommen zwischen 2.000 und 2.400 l diverse Öle, wie insbesondere Getriebeöle, Hydrauliköle, Transformatorenöle, Kühlmittel u. a. zum Einsatz. Eine Kontaminierung des Grundwassers durch Tropfverluste und bei der Betankung und Pflege sind nicht zu vermeiden.

Der Tourismus ist ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor für den Rheingau. Der Rheingauer Wein, das Essen und besonders die einzigartige Landschaft bilden die Anziehungspunkte für Touristen. Da Windräder das Landschaftsbild in bedeutender Weise negativ beeinflussen, ist die touristische Anziehungskraft des Rheingaus erheblich gefährdet. Es ist belegt, dass jeder vierte Tourist von Windrädern abgeschreckt wird (Hofgeismar-Studie, Hess./Niedersächs. Allgemeine 20.10.2013). Ein Tourismusrückgang von 25% würde das Aus für viele Kleinbetriebe im Rheingau bedeuten.

Eine alte, über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft, wird beschädigt. Die zahlreichen historischen Gebäude, Denkmäler und Schlösser verlieren durch die technischen Bauwerke ihren Reiz. Tatsächlich ist der Status des Weltkulturerbes Mittelrheintal gefährdet, da die Sichtachsenstudie Mittelrheintal (vom Zweckverband Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal und Bildungsministerium Rheinland-Pfalz veranlasst) „sehr hohes Konfliktpotential“ aufweist.

Der Weinanbau ist das Herz des Rheingaus. Entscheidend für das besonders gute Gedeihen des Weins in dieser Region ist das Mikroklima. Dieses wird sowohl durch den Rhein als auch durch den Wald auf dem Rheingaukamm bedingt, da dieser kalte Fallwinde abhält. Durch die Rodung großer Teile des Walds würde dieser Effekt wesentlich vermindert, was eine größere Angriffsfläche für den Wind bedeuten würde. Dies könnte das Mikroklima des Rheingaus langfristig verändern.

Das waren jetzt nur einige, von zahlreichen Argumenten…

Man kann es drehen und wenden wie man will, das Ganze darf nicht passieren. Es kann und darf nicht sein, dass wir unsere Kulturlandschaften völlig ohne Not nachhaltig zerstören. Es kann nicht sein, dass wir an der Mosel ein Monster von einer Betonbrücke bauen, die am Ende kein Mensch braucht und es kann nicht sein, dass wir im Rheingau ohne Not Windräder aufstellen, die am Ende eben auch kein Mensch braucht! Windkrafträder gehören da hin, wo sie nicht stören und wo sie strukturell sinnvoll sind!

Mehr Infos und was man dagegen tun kann finden sich hier bei der Bürgerinitiative “Pro Kulturlandschaft Rheingau”

32 Kommentare zu “Noch mehr Windräder?

  • C

    Ich stimme dir zu Dirk, vollkommen.

    Es regt sich bei uns auch endlich Widerstand. Diese scheisse muss endlich aufhören.
    http://www.naturschutz-zellertal.de/Naturschutz-Zellertal/Willkommen.html

    Aber jetzt schaut euch das mal an:
    http://zellertal.blogspot.de/2014/03/abmahnung-von-der-gemeinde-gollheim.html

    Die Gemeinde Göllheim hat vom Widerstand “Wind” bekommen und versucht tatsächlich die Webseiten abzumahnen. Die abgef***ten Wi****r. So was lächerliches hab ich noch nie gesehn.

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  • Kerstin

    Energiewende ja, aber nicht vor meiner Haustür… Migranten, toll, aber bitte nicht meine Tochter heiraten usw. Es gibt immer “gute” Argumente, nur: Beharren wir drauf, sollten wir uns wieder zur Atomkraft bekennen…

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    • Dirk Würtz Post author

      Liebe Kerstin, genau das ist es eben nicht! Es geht hier um eine deutliche Differenzierung und eben nicht um schwarz oder weiß. Bin ganz klar für alternative Energien, aber ich bin eben auch ganz klar dafür nicht in blinden Aktionismus zu verfallen. Und schon gar nicht in Populismus!

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  • Thvims

    Lieber Dirk,

    ich bin da in vielen Punkten bei dir, man darf bezweifeln, wieviel wirklich nötig ist und ab wannn es einfach überdimensioniert ist. Bei der Frage nach dem Wo ja, wo nein wird es jedoch differenziert.

    Windkraftanlagen stören immer – denjenigen, der in ihrer Umgebung lebt / leben muss / gern dort leben will. Jeder sagt, baut sie doch besser woanders hin, wo sie mich nicht stören… und jeder hat am Ende auch dieselben Argumente zu begründen, dass sie grad vor der eigenen Haustür stören. In Bernburg hatte ich sie vor der Nase, gut, das war kein “schützenswertes Land”, in dem sie standen, das bisschen Tourismus, der störende Blick eher vom Schloß als beim Blick auf das Schloß. Gestört haben sie dort genau so viele…

    Heute wohne ich in einer “sensibleren Umgebung”, da ist der Naturpark Hoher Fläming, da ist das Unesco Biosphärenreservat Mittlere Elbe. Und überall sind Windräder, überall stören sie den Blick und den Touristen wie den Anwohner. Jeder hätte sie gern woanders.

    Und doch bekommen wir sie alle vor die Nase – und was das Schlimme ist, sie kosten ungefragt unser Geld. Denn da hast du wieder Recht – es geht dabei nur ums Geld…

    Seit Fukushima ist Mutti giftgrün und schwarz-gelb hat uns alle links überholt. Wir machen das – jetzt muss ganz schnell gehandelt werden! Nicht überlegt, nicht mit massvollem Plan wie rot-grün das wollte, sondern mit blindem Aktionismus. Fukushima kann plötzlich überall sein, nicht auszudenken… – und das müssen wir ganz schnell verhindern. Dass Polen neue AKW´s plant, ist ein anderes Ding, Mutti legt in Deutschland still – ganz schnell, nicht so zögerlich wie die Grünen. Die Strahlung der polnischen AKW´s oder der französischen machen an der deutschen Staatsgrenze eh halt – das war bei Tschernobyl ja auch so – Mutti weiß das noch… aus den Zeiten, wo vieles an den Mauern Halt machen sollte…

    Gleichzeitig lassen wir den Bürger die Zeche zahlen, der hat eh zu viel Geld. Zumindest, wenn er einen Euro mehr als Hartz IV hat. Wenn der Bürger sich darüber aufregt, zucken wir mit den Schultern – er hat es doch so gewollt. Genau so… Noch ein paar Windräder gefällig, bitte – kein Thema, wir bauen gerne subventioniert und der Bürger zahlt etwas mehr an Umlage.

    Noch eine überdimensionierte Abwasseranlage gefällig, gern noch eine überdimensionierte Müllentsorgungsanlage dazu – kein Thema, der Bürger zahlt auch das noch. Nicht, dass er sich von seinem Geld noch etwas leisten kann – der kauft eh nur Wein oder Burger für oder fährt all inc. in die Türkei… – schon besser, wenn wir ihm das Geld vorher aus der Tasche ziehen… PKW-Maut gefällig, aber klar doch, was – der will nicht fernsehen gucken, will nicht für unsere Agitation und Propaganda zahlen? Früher war so was Nötigung, aber nicht doch heute, wir leben im 21. Jahrhundert, da ist jeder froh, dass er Staatsfernsehen bezahlen darf. Wir verringern sogar den Beitrag, merkt keiner, dass das eine Farce ist, alle werden klatschen.

    Auch wenn er nicht will, er muss, wir machen halt ein Gesetz dafür, wir zeigen dem Bürger schon noch, was Kommunismus heißt… Hartz IV für alle! So jubeln auch die Linken noch mit uns. 97, 849% Zustimmung bei der nächsten Wahl…. – wir decken alle Lager ab. Wozu Farben, wieso bunte Republik, schwarz übertüncht eh alles.
    Am Besten, es gibt nur noch eine Kandidatin – dann kann auch niemand mehr gegen sie sein.

    Nehmt euch die Bürgermeisterwahl in meiner Heimatstadt zum Vorbild, eine Kandidatin und von den 30 %, die dann noch wählen gegangen sind, waren weit über 90% dafür. Dagegen war mal gar nicht vorgesehen. Wer dagegen ist, produziert einfach eine ungültige Stimme. Und wessen Bürgerstimme will schon ungültig sein?

    Dann doch besser dafür… Hoch leben die Windräder! Aber am Besten vor der Haustür des anderen!

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    • witwe

      “Agitation & Propaganda” ? Ehrlich gesagt, ein etwas unverständlicher Kommentar… Vermutlich aus Verdrossenheit.
      Empfehlung bei deiner nächsten Bürgermeisterwahl: sich selber engagieren, statt beschweren!

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  • Thomas

    Dirk, nicht nur der Rheingau ist schön, auch andere fantastische Landschaften mußten sich bereits dem Windkraftdruck beugen. Ich war am Wochenende wandern im Schwarzwald, dort begegnen dir Windmühlen mittlerweile auf sehr vielen Anhöhen. Wahrlich für ein touristisches Gebiet kein schöner Anblick, ganz im Gegenteil!
    Was mich aber trotzdem positiv stimmt, wenn wir in einer Generation etwas besseres haben als Windenergie können wir diese Windmühlen einfach und problemlos abbauen, verschrotten oder nach China verkaufen und es bleibt nix davon übrig.
    Ich glaube, das ist der Preis den wir bezahlen müssen, da hilft auch nix das du den Rheingau schöner findest als andere Regionen, mit diesem Argument wirst du verlieren wie du schon an Deutschlands Touristregion Nr.1 dem Schwarzwald sehen kannst.

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  • Werner

    So sehr ich einzelne Leute aus der BI schätze, was im Rheingau abläuft, hat mit sachlicher Diskussion nichts, aber auch gar nichts zu tun. Allein das von die verwendete Bild ist sowas von unrealistisch und wird trotzdem ständig und unkritisiert weiterverbreitet. Die Dinger auf diesem Bild wären, wenn man das in die Realität umrechnet, 400 m hoch. Ähnlich ist es mit den Flächenangaben – hier reden wir über einen halben Hektar, rund ein halbes Fußballfeld, im günstigsten Fall über 3.000 qm, kolportiert werden aber 6.000 oder gar ein ganzer Hektar pro Anlage. Und die Leute nehmen es hin, weil sie so ein schlechtes Bauchgefühl haben und alles glauben wollen, was gegen diese “Monster” spricht. Gestern hat sich der Stadtbildverein Eltville dahingehend geäußert, dass der Schein der Abendsonne geschreddert wird – wie soll das bei Standorten im Nordosten gehen? Mich stört die Überlandleitung durch die Weinberge mehr als ein paar vereinzelte Windräder hinter dem Kamm.
    Ich habe gerade mal nachgerechnet: für 12 Windräder in unserer Gemarkung bräuchten wir 6 ha – das entspricht 1 Promille der Gesamtfläche. Vor zwei Jahren haben wir einen Hang mit 27 ha abgeholzt – als Naturschutzmaßnahme im Ausgleich für eine Felsbefestigung im Wispertal.
    Wir haben mal eine Wanderung zu den potentiellen Standorten in unserer Gemarkung angeboten, außer dem Jagdpächter und einem Anlieger hat das keinen interessiert. Aber wenns ums streiten geht, weiß jeder was beizutragen.
    Im Übrigen ist das Thema für sich allein nicht zu diskutieren, sondern muss im Gesamtzusammenhang gesehen werden. Das ist eine komplexe Materie, die diskutieren wir hier nicht aus.

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    • Dirk Würtz Post author

      @Werner
      Vielen Dank für diesen sachlichen Kommentar. Aber es geht ja dann doch um einiges mehr. Naturschutz, Wasserschutz, Kleinklima usw. Selbst der Vogelschutz ist ein Thema. Und dazu mal ein kleines Beispiel: Du darfst aktuell, wenn Du einen Weinberg anlegen willst, keine Erdauffüllungen in bestimmten Größenordnungen in bestimmten Gebieten machen. Du KÖNNTEST geschützte Vögel bei der Brut stören. Klingt extrem sinnvoll, eigentlich. Schalten wir dann auch von März bis Juli die Windkrafträder aus? Das ist jetzt nur einmal eine kleines – zart polemisch angehauchtes – Beispiel für das Messen mit verschiedenen Maßstäben. Aber zurück zum eigentlichen Thema: Erklär mir bitte die Notwendigkeit von Windrädern in unserer Kulturregion.

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      • Werner

        Die genannten Konfliktpotentiale spielen im Genehmigungsverfahren ebenfalls eine Rolle – wir diskutieren ja gerade den Regionalplan zu dem Thema Eneuerbare Energien. Ich geb Dir das gern mal, wenn Dir an einem Wochenende langweilig ist – zu finden aber auch hier: http://www.rp-darmstadt.hessen.de/irj/RPDA_Internet?cid=1c4943bccc8fdbc3c1823cc15739953b .
        Das zeigt, dass hier nicht leichtfertig mit der Welt umgegangen wird.
        Zur Frage, warum gerade im Rheingau: weil hier das mit Abstand größte Potential in der weiteren Umgebung ist und der Eingriff in die Landschaft durch die hohe Effizienz halbwegs ausgeglichen wird – jedenfalls nach meinem subjektiven Geschmack. Im Übrigen – und das finde ich sehr demokratisch – sollen das alle Bürger entscheiden können. Wir haben einen entsprechenden Antrag in der Stadtverordnetenversammlung eingebracht, der auch die 16jährigen in die Entscheidung einbezieht, denn die werden spätetstens als 40jährige (hoffentlich) erleben, wie die Windräder zugunsten einer besseren Technologie abgebaut werden. Bis dahin müssen sie aber evtl. mit dem Anblick leben und sollen deshalb mitentscheiden können.
        Leider sind viele Diskutanten noch zu sehr in ihren überkommenen Vorstellungen gefangen. Das Thema “power to gas” z.B. ist weitgehend unbekannt (Herstellung von Wasserstoff bzw. Methan durch Elektrolyse), man denkt auch viel zu wenig über weitere Nutzungsbereiche von Strom nach und kommt deshalb zum Ergebnis, man habe doch schon genug Potential installiert, um den heutigen Bedarf zu decken. Wir reden aber über die Zukunft, dahin muss der Blick gehen. Und unter dem Aspekt muss auch die Subventionspolitik sich neu aufstellen. Das Ziel muss sein, nicht nur von Atomkraft, sondern auch von fossilen Brennstoffen wegzukommen. Derzeit kann man mit teils importierter Kohle noch rentabel Strom erzeugen. Das muss aufhören, genau wie die horrenden Summen, die wir an die Ölexporteure dafür zahlen, dass wir das Zeug verbrennen, wo es doch für andere Anwendungen viel nützlicher wäre.

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        • Christian

          Die Flächenangaben sind nicht übertrieben, das ist alles bei den Herstellen nachzulesen. Es werden mindestens 5.000 m² pro Windkraftanlage gerodet und das nur für den Standort, dann kommt noch die Stromtrasse hinzu. Die Zuwege müssen meist komplett neu gebaut werden, da die bestehenden Feld- und Waldwege zu schmal und nicht ausreichend ausgebaut sind um ein Bauteil von 50 m zu transportieren. Die Räder sind 200 m hoch, 140 m Nabenhöhe, Rotordurchmesser 120 m.

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          • Werner

            Da lieg ich doch im Ergebnis richtig: 12 Anlagen = 6 ha = 1 Promille der Gesamtgemarkung.
            Für den Standort hinter der Kalten Herberge kann die Zufahrt über die Hohe Straße erfolgen, hier müsste lediglich ein einziger Kurvenradius vergrößert und die Tragkraft des Weges gegenüber den bisher schon dort verkehrenden Langholzfuhrwerken erhöht werden. Im weiteren Verlauf kann das Wegenetz auch in Richtung Eltville und Kiedrich genutzt werden, hier ist es zum Teil sogar asphaltiert.
            Reden wir wegen der Geräuschbelastung dann noch über die Siedlungsabstände: 1.000 Meter bzw. 600 Meter zu Bauten im Außenbereich.
            Es kann ja jeder pro oder contra sein, aber die Diskussionen sollten mit Fakten und nicht mit Unwahrheiten geführt werden. Zudem, wie schon geschrieben, ist das eine Frage, die ein Präzedenzfall für eine basisdemokratische Entscheidung ist.
            Absurd wird die Diskussion dort, wo diejenigen, die gegen die Aufnahme des Rheingaus in das Weltkulturerbe waren, jetzt die Nachbarschaft dazu als Vorwand nutzen, Sichtachsenstudien fordern und eine Sichtbarkeit von Windrädern bis zu 100 km ins Gespräch bringen (das sei etwa vom Rheingau bis zum Donnersberg).

  • Christian

    Wer auch der Meinung ist dass Windkrafträder im Rheingauer Wald nicht Sinnvoll sind hat hier die Möglichkeit dies dem Regierungspräsidium Darmstadt mitzuteilen.
    Jeder Bundesbürger, Verein, Firma kann eine Stellungnahme/Einwendung schriftlich oder in elektronischer Form verfassen und bis zu zwei Wochen nach Beendigung der Auslegung am 25.04.2014 dem Regierungspräsidium Darmstadt unter folgender Adresse übermitteln:

    Regierungspräsidium Darmstadt, Abt. III, 64278 Darmstadt (zum Regionalplan Südhessen)

    Per E-Mail: Stefan.Lilje@rpda.hessen.de

    Der Regionalplan Südhessen/Teilplan Erneuerbare Energien, welcher die Vorrangflächen für Windkraftanlagen im Rheingau beinhaltet, ist unter folgendem Link im Internet einsehbar:

    http://www.rp-darmstadt.hessen.de/irj/RPDA_Internet?cid=99f53294d4166a36cf4c4331c137306b

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  • Meister B.

    6 Prozent des deutschen Energiebedarfs kann max durch alternative Energie gedeckt werden. Der Ökostrom, der vom deutschen Verbraucher teuer subventioniert wird, wird an der Strombörse billigst angeboten. Durch Ökostrom werden CO2 Zertifikate frei, die von Polen und England gekauft werden , um konventionelle Kraftwerke zu bauen.Also, deutscher Ökostrom führt zum Bau von Kraftwerken rund um uns, die wir nicht wollen .Also das Gegenteil von dem was wir wollen , tritt ein. Deswegen: erst mal nachdenken, was Passieren kann, bevor ich durch Schnellschüsse die Menschen materiell und emotional belaste.

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  • Wine Nerd

    Sehr geehrter Herr Würtz,

    ich kann Ihre Argumentation nicht nachvollziehen. Wenn wir die Energiewenden durchziehen wollen, dann kann es nicht zu Lasten mancher gehen. Da müssen alle den Preis zahlen und die Dinger ertragen, egal in welcher Kulturlandschaft. Und btw: wenn Windräder überhaupt irgendwo im Landesinneren Sinn ergeben, dann auf Bergkämmen.

    Beste Grüße!
    Wine Nerd

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    • Dirk Würtz Post author

      Lieber Wine NErd, das mache ich doch. Ich lebe komplett umzingelt von den Dingern

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  • steven

    Alles ist mir lieber als die Atomkraft!
    Noch 100 Windräder sind besser als der Anblick von Biblis A und B.
    Die Kernenergie wird vom Menschenhand niemals sicher zu beherrscher sein.
    Sollte eigentlich jedem bereits aufgefallen sein!

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    • Kookie

      Mir ist die Atomkraft tausenmal lieber als diese Sch….Windräder.Hättest du Sie vor der Tür wie ich daß man keine Nacht mehr schlafen kann weil diese Mistdinger so laut sind würdest du anders reden.Ist in Deutschland mit der Atomkraft was passiert—-nein.Man spricht immer von neuen Arbeitsplätzen durch die Windräder,Was ist mit den Arbeitsplätzen bei den Atomkraftwerken die verloren gehen?????Das ganze Theater entsteht doch weil die Hohlköpfe von Bürgermeistern und Gemeinderäte sich darauf stürzen weil sie Geld in die Kassen bekommen,dafür verkaufen Sie unsere schöne Heimat die mal schön war.

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  • Padawan

    Lustig, dass gerade Rüdesheim für das Titelbild her musste.
    Die Stadt im Rheingau, die sich die letzten Jahrzehnte am wenigsten darum geschert hat, wie das Stadtbild sich negativ verändert. Zerfallene alte Gebäude, schmucke 70er Jahre billig Renovierungen, super schöne Autohäuser in der Innenstadt (die jetzt leer stehen) oder ein geteerter Parkplatz weil man zu faul war, das ganze zu Pflastern oder Flächen außerhalb des Stadtkerns dafür her zu nehmen
    Ach es gibt so viele Dinge in Rüdesheim wo man sagen muss, jedes noch so hässliche Windrad ist schöner als das Stadtbild in Rüdesheim. Selbst ein Kernkraftwerk würde dem Stadtbild nicht großartig schaden.

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  • Kornworm

    WKA sind *nicht* grundlastfähig und daher *kein* Ersatz für Kernkraftwerke oder andere “konventionelle” Kraftwerke. Wenn sie es wären, würde ich mich über ihren – zurückhaltend ausgedrückt – landschaftsüberformenden Charakter nicht so echauffieren. Die gebetsmühlenartig geäußerte Alternative “WKA oder AKW” ist ein nicht stichhaltiges Totschlagargument, um eine mittlerweile fest etablierte Pseudoreligion zu festigen. Sehr aufschlussreich ist ein Bericht über das zweifelhafte Geschäftsgebaren einer rheinhessischen Firma in der heutigen Ausgabe der WELT AM SONNTAG: http://www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article125844420/Pioniere-im-Zwielicht.html
    PS: Im übrigen gibt es im Bereich der Gemarkung Gau-Odernheim noch sehr viel Platz für WKA. Seltsam, dass die Gemarkung im Gegensatz zu fast allen Nachbargemeinden bisher verschont blieb, oder?

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    • Dirk Würtz Post author

      @Kornworm
      Interessanter Bericht. Danke für den Link. Auf der Gau-Odernheimer Gemarkung stehen keine, weil sich der Rat dagegen entschieden hat, wenn ich mich richtig erinnere

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  • Christian

    In der FAZ vom 15.03.2014 ist der Artikel mit der Überschrift „Autark erst mit 120 Rotoren“ erschienen. Der Artikel berichtet über den Masterplan Energie des Rheingau-Taunus-Kreises. Gemäß dem Masterplan Energie benötigt der Rheingau-Taunus-Kreis 118 Windräder um 90% des elektrischen Strombedarfs des RTK zu erzeugen und somit fast autark zu sein. Die derzeitige Vorgehensweise der Genehmigung von Windrädern verhindert eine Umweltverträglichkeitsprüfung, da stets weniger als 8 Windräder beantragt werden. Wenn es das Ziel ist so viele Windräder aufzubauen, dann ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung gesetzlich verpflichtend. Desweiteren muß eine Sichtachsenstudie durchgeführt werden, um die Bürger des Rheingaus über die Auswirkungen der Windräder auf ihre Heimat vorzubereiten.
    Warum werden diese Umweltverträglichkeitstudien nicht gemacht? Warum werden keine Windmessungen gemacht? Weil es um Geld und Subventionen geht und nicht um Ökostrom?

    Reply
  • Alexander

    Für die Versorgung des Rheingau-Taunus Kreises werden gem. Masterplan Energie, der am 14.03.2014 vorgestellt wurde, 118 Windräder bei 2.000 Volllaststunden benötigt. Der Rheingau-Taunuskreis ist gem. des Regionalplans Südhessen eines der windhöffigsten Gebiete Hessens. Wenn es hier so viel Wind gibt, muß man wohl davon ausgehen, daß der Rheingau-Taunuskreis auch für andere Kreise und Städte den Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugen soll. Für dieses Ziel müssen im Rheingau-Taunuskreis wesentlich mehr als die 118 erwähnten Windräder installiert werden. Nach dem Regionalplan Südhessen passen 1.200 Windräder in den Rheingau-Taunuskreis. Wenn dies das Ziel ist, dann muß dies den Bürgern jetzt erläutert werden. Eine Sichtachsenstudie wäre die richtige Maßnahme, um die Bürger des Rheingau-Taunuskreises über die Auswirkungen der Windräder auf ihre Heimat vorzubereiten.

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    • Werner

      ach Leute, wenn ihr schon per copy & paste Eure Inhalte erstellt, gebt doch wenigstens an, woher sie stammen…

      Jetzt geht diese Panikmache auf der Basis von Annahmen und Vermutungen auch hier los. Glaubt denn irgendjemand, im Rheingau gäbe es auch nur einen einzigen Menschen, der den Wald mit 1.200 WKAs zuknallen will?

      Reply
      • Alexander

        Zuerst hat man von 4 oder 7 Windrädern auf der Hallgartner Zange gesprochen, dann wurden 7 Windräder für Stephanshausen genehmigt und dann wurde von 7 Windrädern für Eltville gesprochen. Und jetzt kommt der Masterplan Energie mit 118 Windrädern. Vor dem Masterplan hättest Du, Werner die 118 Windräder als Panikmache abgetan. Jetzt sind 1.200 Windräder Panikmache. Die Grenze verschiebt sich kontinuierlich nach oben.
        Für Wein und Tourismus ist jedes Windrad eines zu viel.

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        • Werner

          Um ein Mißverständnis auszuräumen: über die Hallgartner Zange ist nie geredet worden, es ging (und wird sicher irgendwann wieder gehen) um den Bereich hinter der Kalten Herberge.
          Es gab vor kurzem ein Konzept, wonach 25 Windräder für den Rheingau allein ausreichen würden, wenn sie an den richtigen Stellen stehen – aber nicht auf der Zange ;-) . Das hat sich wohl inzwischen zerschlagen, weil der Bereich in Lorch wegfallen dürfte.
          Es ist aber zu beobachten, dass die Gemeinden, die überproportional große Flächen als potentielle Vorranggebiete haben, auf eine Ausweitung der Suchräume drängen, um die Lasten besser zu verteilen.
          Und nach wie vor: es wird keine 1200 Windräder auf dem Kamm geben. Einfach mal verfolgen, wie sich die Städte zum Regionalplan positionieren.

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  • Kookie

    Diese scheiß Windräder gehören den Befürwortern alle vor die Tür gestellt.Man sollte sie einen Tag an den Flügeln festbinden damit Sie hören wie laut die sind.Fakt ist dass die Bürgermeister und Gemeinderäte darauf stürzen weil Sie von den Betreibern eine Menge Geld bekommen,also lassen sich unsere Politiker kaufen.Sie verschandeln unsere schöne Heimat und verkaufen Sie an die Windbetreiberfirmen,das ist eine Schande.Aber für Geld tun diese Hohlköpfe alle.

    Reply
  • Steven

    Kookie- Die Windräder müssen ja nicht unbedingt in Ortsnähe stehen!
    Eine Schande ist allein Atomkraft- weil von Menschenhand niemals sicher zu bereiben!!!!

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