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Geld oder kein Geld?

Nach den zahlreichen Reaktionen auf meinen “Falstaff” Beitrag – wie in solchen Fällen üblich überwiegend “off records”, drängt sich mir die Frage auf, welches Selbstverständnis kritischer Weinjournalismus in Deutschland hat und wie selbiger auszusehen hat.

 

Der “Falstaff” verlangt für die Teilnahme an seinem Weinführer Geld – 500 Euro von jedem Weingut. Was für mich eine logische wirtschaftliche Konsequenz ist, ist für andere das Ende des kritischen Weinjournalismus. Bewertungen würden quasi erkauft, eine “über-90-Punkte-Garantie” für jeden Wein wäre automatisch gegeben. So oder so ähnlich lauten die Botschaften, die ich in den vergangenen Tagen empfangen habe. Bisher gab es keinen Weinführer in Deutschland, der für eine Teilnahme automatisch Geld verlangt. Was bei diversen Weinwettbewerben üblich ist, ist hier in der Tat Neuland. Die Frage die sich nun stellt ist, ob das Ganze damit überhaupt kritisch und objektiv sein kann, oder ob die guten Bewertungen tatsächlich bereits feststehen… Letzteres ist das, was landläufig jetzt unterstellt wird.

Ich für meinen Teil kann diese Frage nicht beantworten, da ich kein Weinkritiker bin. Ich weiß nicht, ob das Wissen um das Zahlen einer Teilnahmegebühr automatisch milde stimmt. Im Grunde gehe ich davon aus, dass ein professioneller Verkoster sich von solchen Gedanken frei macht, sie erst gar nicht hat. Täusche ich mich da? Am Ende ist es aber vielleicht gar nicht der Verkoster, sondern die Redaktion, die justiert und vergebene Urteile unter Umständen an eine erhobene Teilnahmegebühr anpasst? Ich weiß es nicht, ehrlich gesagt. Die “Stiftung Warentest” ist relativ unabhängig  - nehme ich jetzt einfach mal an – und verlangt meines Wissens nach keinerlei Gebühr. Diverse “Special Interest” Magazine auch nicht. Mir ist von keinem Automagazin bekannt, dass für Autotests Geld verlangt. Die Industrie kann Werbung schalten, aber das war es dann wohl auch.

Ein Weinguide ist allem Anschein nach schwer zu finanzieren, dass ist hinlänglich bekannt. “Weinplus” hat jede Menge Abonnenten, das Heftchen vom “FEINSCHMECKER” dürfte in der Herstellung nicht sehr aufwendig sein, der Gault Millau verkauft nach Erstellung des Buches Werbepakete und im Buch ist Werbung – was der Eichelmann macht weiß ich nicht, den habe ich nicht. Mit Weinführern ist kein großes Geld zu verdienen, der Aufwand ist gigantisch – wenigstens dann, wenn man relativ komplett sein will. Die Zielgruppe ist sehr überschaubar und am Ende winkt der Weihnachtskrabbeltisch zum zwei Drittel reduzierten Preis.  Eine Teilnahmegebühr bietet sich da tatsächlich an. Aber, und dass wird mir langsam immer klarer,  sie macht das Ganze enorm angreifbar. Einerseits ist das verständlich, andererseits auch nicht. Anstandslos bezahlen Kollegen Teilnahmegebühren bei diversen Weinwettbewerben. Theoretisch setzen auch die sich “kritisch” mit einem Wein auseinander um ihn zu bewerten. Unterstellt man hier die reine Lehre, wären dann auch alle diese Bewertungen am Ende irgendwie gekauft… Wer aber führt einen Weinwettbewerb für “umme” durch? Außer wir hier früher mit den “Twitter Wine Awards”… Zum einen ist ein Weinwettbewerb sehr aufwendig und mit viel Arbeit verbunden, zum anderen ist er mittlerweile für einige zu einer sehr wichtigen Einnahmequelle geworden. Alles gar nicht so einfach…

Jetzt könnte man ja einfach sagen, wenn das mit dem Verkauf des Weinführers nicht klappt, dann lasst es doch sein. Das wäre die logische Konsequenz. Wie bei jedem Produkt, dass keinen Markt hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube für ein wirklich unabhängiges journalistisches Medium kann so etwas nicht zutreffen. Hier geht es am Ende ja auch um ein Stück Verantwortung. Oder täusche ich mich da? Für manche, wenn auch nicht für die Allgemeinheit, ist Wein ein sehr wichtiges Produkt. Und das was damit zusammenhängt auch. Dazu gehört es, dass der Verbraucher Hinweise bekommt, Tipps und Empfehlungen. Denen muss man vertrauen können. Es muss erkennbar sein, was gekaufte PR ist und was das Ergebnis einer kritischen Auseinandersetzung ist. Ich glaube, dass ist nicht zu viel verlangt. Der Grad zwischen beiden ist allem Anschein nach sehr schmal. Erschwerend hinzu kommt die  Tatsache, dass objektiver und kritischer Journalismus weniger gefragt denn je ist. Nebenbei ist er teurer, als die PR.

Lasst uns diskutieren…

 

40 Kommentare zu “Geld oder kein Geld?

  • boris maskow

    zunächst: mir sind weinführer und weinwettbewerbe egal. abgebildet wird da nicht die wirklichkeit, sondern nur ein sehr kleiner teil der weinproduktion; allerdings einer, der sich im gegensatz zum direktvermarktenden betrieb, verbrauchermessenaussteller und kammerpreismünzensammler einer art peer-review unterzieht, sich also dem gutachten einer fachkommission stellt. über deren zusammensetzung kann zu streiten ginge an der sache vorbei, denn die bewusste präsenz in einem weinführer mit reputation ist nichts anderes als einer von vielen marketingkanälen. dass jeder dieser kanäle geld kostet, ist klar. dass diese kosten durch eine teilnahmegebühr transparent gemacht werden, ist sogar erfreulich, wenn alle wirklich gleichviel zahlen.

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  • charlie

    “Ich für meinen Teil kann diese Frage nicht beantworten, da ich kein Weinkritiker bin. Ich weiß nicht, ob das Wissen um das Zahlen einer Teilnahmegebühr automatisch milde stimmt. ” Wenn du einer wärst, wüsstest du es dann?

    Weiss jemand wie es im Ausland wirklich läuft?

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    • Dirk Würtz Post author

      @Charlie
      Wenn ich Weinkritiker wäre, würde ich mich versuchen das auszublenden

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  • A. Hofer

    Die Teilnahmegebühr verändert mit Sicherheit die Sicht der Winzer auf den Weinführer. Früher oder später wird sich jeder Winzer, der in seinen Augen schlecht bewertet wird, fragen, warum er die Gebühr weiterhin bezahlen soll. Er wird eine Gegenleistung erwarten. Auf der anderen Seite möchte der Weinführer möglichst alle relevanten Winzer beinhalten, also wird er versuchen müssen, der zahlenden Klientel, will er sie nicht verlieren, entgegen zu kommen. Meiner Meinung nach wird diese Konstellation zwangsweise zu einer aussagelosen Bewertungsinflation bis hin zur Lächerlichkeit (siehe Fallstaff Österreich) führen.

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  • MV

    Oooch, bester Dirk, soviele “ich weiss nicht” und Fragezeichen und “sowohl als auchs”… so schwer hin- und hergerissen habe ich Dich ja noch nie erlebt und fühle mich auch ein bisschen von Dir auf den Arm genommen, denn 1. ist es zu offensichtlich, dass Du versuchst, es allen Recht zu machen, um eine Diskussion anzuschieben (viele, viele Klicks; viele, viele Beiträge – ich spüre die Absicht und bin verstimmt) und 2. traue ich Dir eine derartige Unsicherheit in der Meinungsbildung wirklich nicht zu. Also, welcher Weinwettbewerb kostet denn EUR 500,00 Teilnahmegebühr (oder mehr) und hat eine relevante Qualitätsaussage? Eben, keiner! Denn ob Mundus Vini oder decanter, die darob verliehenen Preise sind alle das Papier nicht wert, auf dem der Falsatff versucht sein Image zu drucken. Kurzum: mit dieser horrenden Gebühr wird der Falstaff mit seinem Guide zur Lachnummer. Ich würde behaupten: nur die, die eine wohlwollende “Kritikerbewertung” wirklich BRAUCHEN, werden dort mitmachen. Den anderen würde es ihr Image versauen.

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    • Dirk Würtz Post author

      allerbester MV, ich versuche es keinem Recht zu machen, ich versuche mir eine Meinung zu bilden. Und ja, ich bin unsicher. Ich möchte gerne wissen, ob sich jemand für 500 Euro Gebühr zu besseren Beurteilungen verleiten lässt. Ich nehme Dich nicht auf den Arm und klicks muss ich auch nicht generieren. Davon habe ich genug :-) Was Du da interpretierst und unterstellst ist komplett falsch! ich gehe im Übrigen davon aus, dass von den Top-Betrieben in D kaum einer bis gar keiner da mitmachen wird.
      Wenn ich aber Deinen Kommentar richtig verstehe, gehst Du davon aus, dass man für die 500 Euro gute Bewertungen kauft.

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    • Ulrike Schandalik (Prim. Dr. Rudolf Schandalik) 5280 Braunau

      Ich muß Ihnen absolut zustimmen. Der Herr macht viel blablabla, worum gehts eigentlich, nein, nicht zahlen, wozu?
      Sind seit vielen Jahren Kunden bei einem Winzer unserer Wahl, klein aber gut. Einige 100 meter weiter ein überaus bekannter Weinbauer, dieselben Rieden nur um ein vielfaches größer Hotel etc und mit besten conections zu den Medien, Qualitätsunterschied? KEINER, nur die Preise.. Jaja da ist der Unterschied horrent.

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  • Michl

    Der Kommentar von Karl Storchmann auf Haralds Seite sagt tatsächlich viel. Auch die Interessenverschränkung von J. Payne und Weingütern, die er in Asien vertritt, halte ich nach wie vor – v.a. wegen der mangelnden Transparenz im GM – für problematisch. Der Falsstaff selbst interessiert mich nicht, er hat sich mit seinen Bewertungen bereits selbst diskreditiert. Ich werde ihn nicht kaufen. Aber die grundsätzliche Frage bleibt, ob ein Tester, der sich vom Getesteten bezahlen lässt, kritisch gegenüber dem Getesteten sein kann. Vielleicht schon, sofern er Gefallen daran findet, am Ast zu sägen, auf dem er sitzt…

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  • PeterW

    Ich Frage mich wer die Zielgruppe für diese Art der Weinführer ist? Der kleinste Teil sind wohl tatsächlich interessierte Kunden für die erwähnten Weingüter. In der Masse vermute ich Brancheninterne Leser, also dienen solche Führer eher der Selbstbefriedigung.

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  • MV

    Nein, ich gehe nicht davon aus, dass man für EUR 500,00 gute Bewertungen “kauft”. Ich frage mich eher: wie soll es praktisch ablaufen? Die wirklich guten Weingüter brauchen den Falstaff Guide für EUR 500,00 nicht. Also dürfen die kostenlos mitmachen? Und die schlechten bräuchten den Guide und sollen EUR 500,00 zahlen? Oder zahlen alle, aber die guten Weingüter machen nicht mit und der Guide ist löchriger als ein Schweizer Käse und wertlos?

    Die erste Pflicht eines validen Guide ist der Überblick über ALLE relevanten Weingüter. Eben das wird der Falstaff mit EUR 500,00 zumindest in den ersten Jahren nicht schaffen. Und welche Halbwertszeit hat ein solcher Guide, bevor er relevant sein MUSS?

    Die Tendenz zum kostenpflichtigen “Weinjournalismus” nimmt zu. Ich persönlich halte sie für geschmacklos und würde jedem Weingut mit Ruf dringend davon abraten. Nehmen wir den Fall Parker und stellen usn mal vor, er würde von jedem Weingut $ 500,00 verlangen, um mitmachen zu dürfen. Welchen Ruf hätte Parker dann? Gar keinen. Und in dieser Liga wird dann auch der Falstaff-Guide spielen.

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    • Dirk Würtz Post author

      @MV
      Der Falstaff hat, so ist mein aktueller Kenntnisstand, zunächst tatsächlich nur besondere Weingüter angeschrieben und da steht nix von kostenlos, da steht 500 Euro. Insofern gehe ich davon aus, dass alle zahlen müssen. Wäre dies nicht so und käme dies raus, wäre das der nächste Kommunikationsgau.

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  • Gottfried

    Schwierig; natürlich!

    Klar ist eine vollkommene Unabhängigkeit erstrebenswert.

    Andererseits wird für den Geldeinsatz eine Leistung in Form einer (hoffentlich) unabhängigen Bewertung und einer Publikation erbracht. Idealerweise mit vertrieblichem Zusatznutzen. Wobei auch eine (zutreffende) schlechte Bewertung einen Wert haben kann.

    Aber es ist eine Frage der Durchdringung; bei den Brennern zum Beispiel wird hinter vorgehaltener Hand gerne mal über Kollegen gelästert, die nicht bei der Destillata“ anstellen: „Traut sich nicht und geht lieber auf eine Operettenverkostung“. Mit so einem Stand kommt keiner auf die Idee wegen der Einreichgebühr von € 205,00 für die erste Probe eine Unabhängigkeit zu bezweifeln.

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  • Markus

    Das ganze Thema geht mir schon so auf die Nieren, besonders wenn man sich Jahr für Jahr abrackert und die Bewertungen eigentlich wie hingewürfelt wirken. Ja, einen Wein über 90 Euro, aber weil du ein kleines Weingut bist, ohne Agentur und Public Relations bist halt nicht wichtig. Warum auch einen Nobody hoch bewerten – wo liegt denn die Möglichkeit Gewinn zu erwirtschaften?

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  • Markus

    Das ganze Thema geht mir schon so auf die Nieren, besonders wenn man sich Jahr für Jahr abrackert und die Bewertungen eigentlich wie hingewürfelt wirken. Ja, einen Wein über 90 Punkte, aber weil du ein kleines Weingut bist, ohne Agentur und Public Relations bist halt nicht wichtig. Warum auch einen Nobody hoch bewerten – wo liegt denn die Möglichkeit Gewinn zu erwirtschaften? — edit Euro in Punkte

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  • Tom

    Ich mache einfach mal einen konkreten Vorschlag der Reform der Weinprämierung, der durch die Einbeziehung der Spitzenweingüter (VDP u. a.) auch journalistischer und kommerzieller Weinbewertung zuarbeitet und diese mit einbezieht. Die Gebühren für die Kosten nähme der Verband ein, die Jury wäre sehr heterogen und vom Verband unabhängig.

    Ziel der Weinprämierung sind:

    -Qualitätsmanagement
    -Information des Verbrauchers
    -Umfassende Information und Teilhabe des Handels sowie des unabhängigen Journalismus

    Marketing ist ausdrücklich kein Ziel. Gleichwohl wird und soll mit den Ergebnissen natürlich geworben werden. Daher ist eine bestmögliche Transparenz auf allen Ebenen notwendige Voraussetzung, damit nicht einzelne Eigeninteressen bestimmte Bereiche dominieren.

    -Teilnahme sowohl der Spitzenweingüter als auch der normalen, bisherigen Weingüter
    -mehrstufige Blindverkostung für Prämierung
    auch namhafte, unabhängige Weinjournalisten und -experten in der Jury
    -interne, kritische Diskussion der Ergebnisse der Verkostung
    -offene Verkostung anschließend als Service für Journalisten und Händler, Weinführer.

    Die Organisation der Veranstaltung wird darauf ausgerichtet, hier einen umfassenden Überblick über das Weinbaugebiet in dem Jahr bieten zu können.

    Für die bisherigen Teilnehmer werden aller Voraussicht nach weniger Spitzenbewertungen übrig bleiben, normal gute Bewertung werden jedoch für den Kunden durchschaubarer und dadurch aufgewertet. Die verbleibenden Spitzenbewertungen werden jedoch durch den attraktiveren Wettbewerb und die teilnehmenden Journalisten und Händler deutlich aufgewertet. Journalisten können kostensparend einen Gesamtüberblick gewinnen, müssen die Verkostung des Weinbaugebietes nicht selbst organisieren. Spitzenweingüter können sich in einem ernsthaften weil offenem, transparentem und umfassendem Wettbewerb positionieren.

    Medaillen werden abgeschafft. 100-Punkte-Schema hat sich durchgesetzt. Vereinfacht kann dies als Stufenmodell wie “gute Basisqualität – Gehobene Qualität – Spitzenwein – Ausnahmewein” dargestellt werden. … in dem Sinne, dass gute Basisqualität für einen Wein um die 5,- € schon eine Auszeichnung darstellt.

    Das z. B. für den Rheingau in Kombination mit der Weinwoche in Wiesbaden … was für ein Event!

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  • Jean-Pierre Ritler

    Als Geschäftsführer der Weinzeitschrift Merum kann ich die wirtschaftlichen Probleme sehr gut beurteilen. Seit fast 20 Jahren kämpfen auch wir um die Frage, wie man ein unabhängiges Magazin finanzieren kann – eine echte Herausforderung, die ständig schwieriger wird. Aus unserer Sicht ist aber kristallklar, dass für Verkostungen kein Geld genommen werden darf! Wir haben uns auch ein striktes und für alle öffentliches Redaktionsstatut gegeben, in dem geregelt ist, wie die Journalisten mit “Geschenken” von Weingütern umzugehen haben (es ist verboten, solche anzunehmen).

    Dass wir bei den Verkostungen so strikt sind, hat seinen Grund: Es darf auch nicht der geringste Zweifel daran bestehen, dass diese absolut unabhängig sind! Die vielen Fragezeichen im Post von Dirk zeigen es: Die Erhebung einer Gebühr sät immer Zweifel. Und diese sind von vornherein auszuschliessen. Selbst bei einem Hauch von Zweifel ist die Verkostungsmeinung (auch wenn sie noch so professionell erstellt wurde) aus meiner Sicht nichts mehr wert.

    Zudem: Was passiert, wenn ein Weingut Geld bezahlt und dann schlecht beurteilt wird? Er wird sich das nicht mehr antun wollen und künftig auf die Teilnahme verzichten. Was langfristig wiederum dazu führt, dass in einem Weinführer logischerweise nur noch die “guten” erwähnt werden. Was weder im Interesse der Leser noch den Herausgeber sein kann. Aus meiner Sicht führt dieser Weg in eine Sackgasse.

    Doch woher soll denn das Geld kommen? Das habe ich an dieser Stelle in einem Gastkommentar schon mal dargelegt (http://wuertz-wein.de/wordpress/2009/07/03/gastkommentar-von-jean-pierre-ritler-geschaftsfuhrer-der-zeitschrift-merum/). Das war vor vier Jahren, und an meiner Meinung hat sich bis heute nichts geändert.

    Noch ein Wort zu Dirks Abschnitt: “Jetzt könnte man ja einfach sagen, wenn das mit dem Verkauf des Weinführers nicht klappt, dann lasst es doch sein. Das wäre die logische Konsequenz. Wie bei jedem Produkt, dass keinen Markt hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube für ein wirklich unabhängiges journalistisches Medium kann so etwas nicht zutreffen. Hier geht es am Ende ja auch um ein Stück Verantwortung. Oder täusche ich mich da?”

    Ja, ich glaube, da täuscht Du Dich. Welche “Verantwortung” haben wir denn als Weinjournalisten? Wenn der Markt – also die Leser! – nicht bereit ist, für unabhängigen Journalismus zu bezahlen, dann bekommt er den eben auch nicht. Punkt. Ich habe keine “Verantwortung” der Welt gegenüber, dass ich mich in Selbstausbeutung übe und praktisch gratis über die Weinwelt schreiben muss.

    Wenn der Leser mich jedoch bezahlt, dann habe ich ich ihm gegenüber eine Verantwortung: Dass ich mir meine Meinung unabhängig bilde und keinerlei Einfluss von den Weinproduzenten ausgesetzt bin. Dazu braucht es viel Rückgrat, klare Regeln und absolute Transparenz. Hat man das, wird das auch entsprechend honoriert. Merum zumindest wird seinen 20. Geburtstag nächstes Jahr kerngesund antreten.

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  • blabla

    schon mal überlegt das ein weingut 500 € hinlegt um mit den prestige weingütern in einem buch erwähnt zu sein das es beim ö falstaff jahre dauert in denene man positiv auffallen muss um überhaupt eingeladen zu werden, und das man eine schlechte bewertung als ansporn nimmt um besser zu werden, oder das schlechte bewertungen nie relevant sind weil niemand damit wirbt, oder das der ö-falstaff genau richtig bewertet weil österreichische weine den deutschen mindest 10 jahre voraus sind frage über fragen

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  • blabla

    und zu toms weinwettbewerbsidee, der meiner meinung nach “deutschland sucht den super wein” kurz dsdsw heisen sollte einige verbesserungsvorschläge, stiftung warentest sollte die geschmacksrezeptoren der verkoster messen und über tabellen und computerprogramme schlüssel entwerfen die die punkte entsprechend revidieren, die zeit des schwenkens, riechens und schmeckens wird genau reglementiert um allen weinen die gleichen voraussetzungen zu geben, die testverkostern werden auf strenge diäten gesetzt um beeinflussung der zuvor zusichgenommen nahrung grundsätzlich ausschliesen zu können, (nur einige vorschläge) und am ende all dieser bemühungen gibt dann endlich eine din-norm wein zur 100% objektiven allumfassende weinbewertung, worauf sich dann jeder deutsche konsument verlassen kann, aber jetzt mal im ernst werdet wein gegenüber etwas lockerer, nehmt nich immer alles so ernst, und lernt zu verstehen das ihr nicht immer alles verstehen müsst

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  • Armin Diel

    Wundere mich, wieso sich bislang noch kein Winzer zum Thema geäußert hat. Das dürfte daran liegen, dass mancher wie das Kaninchen vor der Schlange sitzt und sich leidvolle Fragen stellt: Was nutzt es mir Jahr für Jahr 583,10 Euro zu zahlen oder ist der Schaden möglicherweise größer, wenn ich es nicht tue? Und, vor allem, wie reagiert mein Kollege aus dem Nachbarort? Falls es Falstaff tatsächlich gelingen sollte, diesen Coup erfolgreich zu landen, würde es geradezu verwundern, wenn man in Hamburg (Feinschmecker), München (Gault Millau), Heidelberg (Eichelmann) und Erlangen (WeinPlus) noch nicht an der Formulierung neuer Teilnahmebedingungen für das nächste Jahr feilt. Dann hätten wir endlich österreichische und italienische Verhältnisse, wo solche Zahlungen gang und gäbe sind. So weit ist es im Moment aber noch nicht, denn etliche Player aus der Ersten Liga sollen ihre Absagen bereits signalisiert haben. Und wer nicht zahlt, der werde dem Vernehmen nach im Falstaff-Guide “definitiv nicht berücksichtigt”. Ob ein solch lückenhaftes Werk, welches im Oktober – also noch vor der etablierten Konkurrenz – auf den Markt kommen soll, dann ein Renner werden wird, bleibt allerdings abzuwarten.

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  • Gernot Kollmann

    Seien wir doch nicht naiv – wer zahlt erwartet eine Gegenleistung – wer nimmt weiß das eine Gegenleistung erwartet wird. Von dieser Abhängigkeit kann sich doch niemand frei machen.

    Rechnen wir mal ganz praktisch – ein Weinführer Deutschland macht erst mit 500 Winzern Sinn. Sind also 245.000 € netto Umsatz, damit ist das Dingen dann auch im Kasten.

    Es gibt damit dann auch keinerlei Verkaufsdruck mehr, darf es auch nicht, denn es gibt auch keinen Markt! Auch die Auflagen der anderen gedruckten Weinführer sind sehr gering, verschwindend gering die Anzahl der Führer die das Branchenumfeld verlassen – alles kocht im eigenen Saft.

    Wir können alle ein bisschen zur Pressehygiene beitragen in dem wir nichts zahlen. Gibt es ein paar Tastings und Führer weniger, verändert sich nix! Presseerzeugnisse müssen vom Leser bezahlt werden, wenn dieser nicht will, gibt es auch keine Existenzberechtigung.

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  • Marco Steinke

    Ich stimme Gernot Kollmann komplett zu – und das, obwohl ich in der totgesagten Printwelt arbeite. Genau so verhält sich nämlich der Markt – über Jahrzehnte wurden Produkte am Erfolg der Verleger orientiert – die Leser nebenher bedient – Ausnahmen bestätigen die Regel. Durch die neuen Medien hat sich dies komplett geändert – gibt es keine Leser, so gibt es für solche Produkte dann eben keine Existenzberechtigung, so einfach ist das! Sowohl betriebswirtschaftlich als auch inhaltlich braucht man diese Produkte dann eben nicht. Ob die Verkostungen der zahlenden Betriebe dann blind, offen oder wie auch immer stattfinden, wie neutral und seriös das auch immer abläuft – das Ergebnis bleibt für den Leser doch das Gleiche: Gibt es nur Informationen über die zahlenden Betriebe, braucht so ein Produkt kein Mensch und dem entsprechend wird auch die Beachtung sein. Wäre für den Verleger ja kein Problem, denn die Leser sind eh egal, so lange das Geld fließt…

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  • Constantin Richter

    Ich hatte mich ja schon auf Facebook in Hauptsache Weine (https://www.facebook.com/groups/hauptsachewein/permalink/466588296760681/) darüber “gewundert” das der Falstaff eine Teilnahmegebühr verlangt. Besonders interessant fand ich, dass im Anschreiben absolut kein Wort über eine Teilnahmegebühr fällt. Erst nachdem man im Netz seine obligatorischen Angaben zu Weingut, Rebsorten, Weinen etc. gemacht hat wird man gebeten, sich für 490€ + MwSt. anzumelden. Natürlich sehe ich es ein, dass man einen Weinführer nicht nur mit Luft und Liebe finanzieren kann und es für uns Produzenten natürlich auch ein Marketinginstrument ist. Für mich irritierend war nur, dass alle anderen “marktrelevanten” Weinführer (GM, Eichelmann, WeinPlus, Feinschmecker…)ohne diese Gebühr auszukommen scheinen. Nachdem ich mir dann auch einmal die öster. Ausgabe angeschaut hatte, stellte sich bei mir das Gefühl ein, dass man ja wirklich eine Art “Gegenleistung” erwarten kann, sprich sehr hohe Bewertungen. Hohe Bewertungen zu haben freut einen Winzer natürlich, schließlich gibt es immer noch einen nicht unerheblichen Prozentsatz an Kunden die sich nach diesen richten und wer sollte es Ihnen auch verdenken. Es gibt schließlich hunderte Produzenten in einer Region und da ist es schließlich so gut wie ausgeschlossen sich selber eine entsprechende Expertise “anzutrinken”. Allerdings was bringt mir die hohe Bewertung (gerechtfertigt oder nicht) wenn alle anderen Produzenten gleich hohe Bewertungen haben ? “Schlechte” Bewertungen wird es schließlich kaum geben, denn warum sollte ich knapp 600€ ausgeben wenn es mir keinen Nutzen bringt und schließlich soll es ja noch mehr Ausgaben geben.
    Der Kollege Gernot 20km die Mosel hinunter bringt es eigentlich in seinem Kommentar ziemlich präzise auf den Punkt. Und damit stimme ich mit Herrn Diel überein, es liegt an uns Produzenten ob sich diese Praxis in Deutschland durchsetzt – mit all Ihren Folgen – oder ob wir zur “Pressehygiene” (schönes Wort Gernot) auch etwas beitragen. Für uns war jedenfalls direkt klar, dass wir nicht mitmachen werden. Und ähnliche Meinungen haben ich auch von den Kollegen aus den Nachbarorten in den Tagen danach gehört – sollte dieser Weinführer wirklich erscheinen so wird das Kapitel über die Mittelmosel ausgesprochen dünn sein.

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  • Thorsten Kogge

    Vielleicht muss der Karren erst komplett gegen die Wand fahren, bevor die Imagination für ein neues Geschäftsmodell sich Bahnen brechen kann? Würde eine geringe Gebühr für die Erstellung des Fürers fällig, vielleicht 30 oder 50 €, die auch tatsächlich von allen bezahlt wird, wäre die Aufregung vielleicht nicht besonders groß und eine gewisse finanzielle Grundlage für den Führer gelegt, weil tatsächlich fast alle mitziehen…Qualität hat seinen Preis, das ist klar; gilt für den Wein ebenso wie für die Weinkritik. Aber scheinbar ist die Preisbereitschaft hochgradig unterschiedlich verteilt und das bedingt hier die ökonomischen Probleme. Der Fallstaff alleine ist nur ein Epi-Phänomen. Ich will nicht behaupten, die Lösung für die Probleme zu kennnen, das wäre natürlich ganz anmaßend. Aber Weingüter für die Erstellung eines Weinführers bezahlen zu lassen, bleibt im Grundsatz selbstverständlich problematisch. Dann sehr viel lieber über Werbung…

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  • Utz Graafmann

    Der Deutsche Presserat, also DAS Selbstkontrollorgan der deutschen Presse hat in seinem Pressekodex unter Punkt 7 eine “Veröffentlichung gegen Münzeinwurf” klar ausgeschlossen.

    Das Gebot der Trennung zwischen Werbung und Redaktion ist eine Grundfeste seriösen Journalismus. Mir ist es ein Rätsel, warum das im Weinbereich so wenig Selbstverständlich ist.

    Ein Weinführer, der sich als redaktionelles Medium begreift, DARF DAS NICHT. PUNKT.

    Das schreibe ich so deutlich, obwohl und weil auch ich als Herausgeber von Wein-Plus immer wieder gezwungen bin abzuwägen, wo genau die Grenzlinie zu ziehen ist. Ich sitze also im berühmten Glaushaus, aus dem heraus man keine Steine werfen sollte.

    Ich bin sehr froh in Marcus Hofschuster einen Redaktionsverantwortlichen zu haben, der immer wieder völlig kompromisslos auf eine klare Trennung besteht. Aber ich erfahre eben auch, dass Mitarbeiter und Lieferanten natürlich genau so kompromisslos sind, wenn diese bezahlt werden wollen. Daher kann ich sehr gut verstehen, wie groß die Verlockung ist.

    Ja, auch wir bieten Winzern in Deutschland eine kostenpflichtige Mitgliedschaft an. Diese führt dazu, dass z.B. die Bewertungen im Weinführer nicht nur von Lesern mit Mitgliedschaft, sondern von allen Lesern gesehen werden können. Alle anderen erhalten einen entsprechenden Hinweis. Wir nennen es das Prinzip: “Einer muss Mitglied sein”. So wie z.B. eine Zeitschrift auch nur von denen gelesen werden kann, die dafür bezahlen, halte ich das noch für einen akzeptablen Kompromiss. Auch wenn auch wir damit wahrscheinlich die Grenzlinie schon berühren; bei einer Berücksichtigung nur gegen Zahlung wird sie nach meiner Einschätzung sehr eindeutig überschritten.

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  • Barrique-Haus

    Ich finde es im ersten Gedankengang ebenfalls gut. Wieso soll Werbung denn umsonst sein? Wenn dafür mehr Leistung im Vergleich zu den anderen Weinführern kommt (wunderbar bei CaptainCork erläutert) absolut legitim. Passt die Transparenz ein Gewinn für alle! Rein wirtschaftlich ist die Frage ja nicht, ob der Herausgeber seine Kosten rein durch den Verkauf decken kann (das soll existenzberechtigend sein?), sondern bekommt jedes Weingut durch interessierte Käufer die 500 Euro wieder rein – ich glaube das ist mehr als realistisch! Nur weil die Verlockung einer “Verschleierung der Transparenz” (gibt es bei Wein sowieso nicht!) besteht neue Modelle sofort zu erwürgen verstehe ich nicht. Letztendlich muss man auch mal anderen Vertrauen – wie oftmals im Leben.

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  • Matthias FM

    Wie mancher weiß, verkoste ich für den GM. Bekanntermaßen können sich Winzer beim Verlag PR-Pakete kaufen, um Logo etc. pp zu nutzen. Als Verkoster habe ich null und gar keine Ahnung, wer was gebucht hat. Wir probieren, bewerten, beschreiben – und das war´s. Unsere Bewertungen werden im Nachhinein NICHT vom Verlag oder von der Chefredaktion geändert. Insofern möchte ich das oben Gesagte von Utz deutlichst unterstützen. Ein Weinführer an sich sollte – bei aller Kritik – in hohem Maße Werbung sein. Aber eben durch die Weine an sich, nicht durch Geld.

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  • Der Captain

    Das wirklich Blamable ist die geringe Auflage der deutschen Weinführer. Das zeigt an, dass das Interesse der Konsumenten an solchen Büchern sehr gering ist..

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  • Patrick Johner

    Armin Diel spricht einen ganz wichtigen Punkt an… und vor ein paar Tagen hab ich ein Rundmail an Alle Kaiserstühler Kollegen erhalten mit der Frage… “Wenn wir da mitmachen, was passiert dann mit den anderen Führern? Werden die dann ebenfalls nur noch gegen Zahlung Weine verkosten?”

    Ehrlich gesagt werden die Betriebe mitmachen, die jetzt schon das Marketingpaket im GM buchen.

    Zum Thema Weinführer hätte ich einmal eine Frage an Alle beteiligten.

    Warum gibt es keine Weinführer ohne Punkte ?

    Ich selbst bin überglücklich, dass Menschen auch ohne Punktevergabe Weine verkaufen können. z.B. Finkus Bripp oder Bernd Kreis.

    Was noch viel wichtiger ist sind die Eigenschaften eines Weines. Was nützen mir als Verbraucher hohe Punktzahlen, wenn die Aromatik einem nicht gefällt?

    Für den Grauburgunderpreis wollte ich einen zusätzlichen Aspekt der Informationsvielfalt erreichen. Leider undurchführbar, weil es zu eingefahren war.

    Mal schauen was die Zukunft bringen wird…

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  • Steffen

    Um ein Ranking zu bekommen braucht es eben Punkte! Das ist beim
    Führerschein in Flensburg so wie bei einem Weinwettbewerb.Nur ob es
    ein 5 Punkte oder 100 Punkte oder ein 50 Punktemodell darüber könnt ihr noch 100 Jahre weiter diskutieren!

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  • Thorsten Kogge

    Warum gibt es keine punktfreien Weinführer? Darüber habe ich vor einigen Jahren schon nachgedacht. Steffen kommt mit der richtigen Beobachtung/Antwort in Kurzform: für das Ranking – aber wofür braucht man das Ranking? Letztlich für die Preise…es ist anspruchsvoll, sprachliche Bewertungen verschiedener Weine zu vergleichen, aber Punkte können Preise sehr einfach abbilden. Wenn es um den Kauf von Wein geht, dann wollen wohl viele doch ein Argument haben, inwiefern sie mehr für Wein a als für Wein b ausgeben sollen. Punkte haben gegenüber der Sprache einen Vorteil: sie sind (fast) bildungs- und wissensunabhängig, deshalb sind sie einfach und intuitiv verstehbar und vor allem ermöglichen sie es, x-beliebig viele Weine direkt zu vergleichen. Ideal für einen Führer, der sehr viele Weine abbildet. Nun erzeugt allerdings die Inflationierung bei der Verwendung von Punkten mit verschiedenen Abstufungen/Trauben/Gläsern/Reben etc.pp. erste Abnutzungserscheinungen und meine Vermutung wäre, dass in diesem Bereich noch längst nicht alles auf ewig festgeschrieben ist. Klar, momentan ist noch alles auf die Punkteskalen fixiert, aber letztlich ist es noch immer ein Behelf in Ermangelung einer Alternative, die ebenso einfach und klar daherkommt.

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  • wine nerd

    Ich finde Weinführer werden generell überschätzt. Wer kauft denn ernsthaft Wein nach Punkten? Gerade in Deutschland haben wir die tolle Situation, dass man bei allen noch so renomierten Betrieben einfach vorbeifahren und verkosten kann. Warum sollte ich mich dann auf jemand anderen verlassen? Der einzige Sinn, ist, dass man ein Nachschlagewerk mit allen Adressen im Auto hat, wenn man mal wieder auf Einkaufstour geht.

    Schönes WE!

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  • Felix

    So ist es, Nerd! Und nebenbei macht es auch Spaß in verschiedenen Weinführern zu stöbern. Und wichtig werden sie dann, wenn Sie als Nachschlagewerk immer “kompletter” werden. Des halb ist ein Eichelmann oder GM auch von einer ganz anderen Relevanz als ein Feinschmecker Weinguide – und nochwas: Die Gestaltung des GM ist, wenn man ihn als Reisebegleiter oder Einkaufstourführer nutzen will, viel praktischer als die anderer Nachschlagewerke. Das macht, zumindest für mich, auch einen Teil der Relevanz aus. Ein nicht komplettes, nicht umfassendes und nicht praktisches Werk, in dem auch ausgesuchte Newcomer vorkommen wird einfach nie so wichtig werden.

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  • steffen

    Ich frage mich gerade, wie Weinführer kompletter und umfassender werden sollen, wenn sich wie zu erkennen einzelne Lager bilden?

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  • Habo

    Bei den vielen Weinwettbewerben frage ich mich immer – Wer liest die überhaupt?? Ja klar die Winzer die mit gemacht haben die lesen es und diverse Weinkritiker und Weinkenner lesen es auch. Aber die Weinkritiker und WEinkenner sind eine marginal kleine Menge der WEintrinker.
    Der Großteil der Weintrinker will einfach nur einen Wein haben, der ihm Spaß macht und zur Situation, in der er getrunken wird, passt. Und das ganze zu einem guten Preis.
    Ich behaupte ein Weingut kann wesentlich mehr Kunden gewinnen, durch eine Anzeige zur Straußwirtschaft in einer Tageszeitung als durch eine gute Bewertung im GM oder sonstigen elitären Zeitschriften.
    Letztlich ist es bei vielen auch das Kauferlebnis, was entscheidet ob er wieder kommt oder nicht. Wenn ich in ein Laden gehe und gut beraten werde und mir der Verkäufer vllt noch sympathisch ist, bin ich ohnehin schon viel positiver gestimmt.
    Der qualitative Unterschied der Weine ist vielen Verbrauchen sowieso nicht bewusst. Es gilt schmeckt oder schmeckt nicht. Und das ist auch das wichtigste.
    Ob der Preis vom Kunden als gerechtfertigt angesehen wird, hängt vom Verkäufer ab, der dem Kunden noch eine Geschichte drumherum erzählt.

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  • WineInspector

    Hallo liebe Community,
    einige Stimmen würden sich über einen Weinführer bzw. ein Weinmedium ohne Bewertungen freuen. Da ich derartige Wünsche schon öfter gelesen habe, möchte ich mich hiermit erkundigen, welche Informationen ihr euch denn dort wünschen würdet.
    - eine “klassische” Weinbeschreibung, nur einfach ohne Wertung
    - eine emotionale Beschreibung

    Und in welchem Stil:
    - Sätze
    - Stichworte

    Würdet ihr es begrüßen, wenn solch’ ein Medium ganz eigensrändig wäre oder könnte es parallel auch ein Zweitmedium mit Bewertungen geben (für die wertungsorietierten Weingüter)? Sollte das Interesse groß genug sein, dann würde ich versuchen, eure Wünsche im Rahmen unserer Homepage umzusetzen.

    Liebe Grüße, Thomas Meißner!

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  • Pingback: Falstaff-Weinführer update « Würtz-Wein

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