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ProWein 2013

Drei Wochen vor der wichtigsten Messe des Jahres, der ProWein in Düsseldorf, herrscht ein großes Mail- und Postaufkommen. Einladungen, Präsentationen, Neuigkeiten. Jeder hat etwas vorzustellen. Das macht ja auch viel Sinn. Manches interessiert mich sehr, anderes gar nicht. 

Glaubt man den vielen Pressemails und Meldungen die den ganzen Tag ins Haus flattern haben wir eine Rekord ProWein vor uns. Die meisten Besucher, die besten Weine, die innovativsten Konzepte undsoweiterundsofort. Alles wie immer, also. Klappern gehört bekanntlich zum Handwerk. In den sozialen Netzwerken ist hier und da zu lesen, dass sich der eine oder andere an diesen Meldungen stört und sich durch selbige belästigt fühlt. Wehe, aber, wenn diese Personen einmal aus Versehen keine Einladung oder Mitteilung bekommen. Gar nicht auszudenken… Ich habe so langsam das Gefühl, dass sich einige, insbesondere in der Onlineszene hauptsächlich dem Destruktivismus hingeben. Egal wie, es ist immer alles schlecht und könnte viel besser sein und überhaupt hat keiner eine Ahnung wie man ALLES richtig macht. Außer den betreffenden Personen natürlich… Wie auch immer, ich bin extrem gespannt und ich freue mich sehr auf die ProWein.

Ganz besonders gespannt bin ich auf die ersten Reaktionen in Sachen VDP-Klassifikation. Zum einen wird es interessant sein zu sehen, wer was wie umgesetzt hat. Ich sehe jetzt bereits jede Menge sogenannter “Ausnahmeweine” die aufgrund des sogenannten Lagenverbrauchs und dem Wegfall trockener Prädikate in den klassifizierten Lagen entstehen und die alles noch unübersichtlicher machen. Zum anderen bin ich auf die Reaktion der Marktteilnehmer gespannt. Bis jetzt habe ich den Eindruck, dass kaum einer tatsächlich verstanden hat, wie das Ganze funktioniert und was es im Detail bedeutet. Da kommt die Messe gerade recht. Ich bin mir fast sicher, dass wird eines der Themen – zumindest in D – werden.

Ebenso gespannt bin ich auf die “Ökos” und die Naturweinabteilung. So sehr ich hoffe, dass die Nachfrage nach guten Öko-Weinen weiter hoch bleibt, so skeptisch gegenüber bin ich dieser Naturwein-Geschichte. Ich habe bisher leider fast nichts probiert, was mir geschmeckt hätte, geschweige denn etwas, dass ich mit großer Freude hätte trinken wollen. Vielleicht finde ich ja das Gegenteil auf der ProWein. Wobei mir dazu aber wahrscheinlich die Zeit fehlen wird.

Was mich naturgemäß auch sehr interessiert ist alles was mit den Weinmedien zu tun hat. Vielleicht finde ich ja die Zeit mich mit einigen der “Blattmachern” kurz zu unterhalten. Ganz besonders interessiert mich hier der “Falstaff”. So langsam aber sicher, müssten sie ja in der Lage sein ein erstes Fazit in Sachen deutscher Ausgabe zu ziehen. Ebenso bin ich natürlich auf das weitere Vorgehen der “VINUM” gespannt. Stephan Reinhardt ist seit zwei Ausgaben als neuer Captain an Bord. Vielleicht verrät er mir ganz offiziell, was den Leser demnächst alles erwartet. Zu Meininger gehe ich in jedem Fall. Da ist ja auch viel Bewegung, was man so hört. Von den professionellen Onlinern erwarte ich mir ehrlich gesagt nicht so viel. Außer das bereits oben erwähnte destruktive Gehabe, wie grauenvoll die ProWein wieder einmal ist und dass die ja alle keine Ahnung haben… Die rühmliche  Ausnahme wird sicherlich wieder Captain Cork sein. Die hatten im letzten Jahr schon eine sehr ansprechende ProWein Berichterstattung. Gleiches gilt natürlich auch für einige Blogger, allen voran Thomas Günther mit seinen “weinverkostungen.de”, der das ja immer ganz vorbildlich und beinahe live macht!

Schlussendlich freue ich mich natürlich auch auf die vielen Begegnungen mit den Menschen UND, und das ist beinahe der allerwichtigste Punkt, auf den Jahrgang 2012 aus Deutschland. Wenn mich mein Gefühl nicht täuscht, und ich werde versuchen das zu verifizieren, können sich die Konsumenten auf einen besonderen Jahrgang freuen.

4 Kommentare zu “ProWein 2013

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