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Was ist los bei Captain Cork?

Ich weiss, ich höre manchmal die Flöhe husten… aber da ist etwas, was mich seit Tagen doch ein wenig nachdenklich macht.

Capatin Cork (CC) war hier bei uns schon öfter mal ein Thema. In der Reihe “…im Gespräch” hatten wir die Macher der Plattform und über den einen oder anderen Beitrag auf “CC” haben wir schon hier heftig diskutiert und gestritten. “CC” war von Anfang an ein lautes und sehr präsentes Medium. In den letzten Tagen wurde es allerdings merkwürdig still. Es gibt nur noch einmal am Tag einen Beitrag, ich lese nichts mehr vom Maat Eschenauer und vorhin sehe ich auf Facebook eine Statusmeldung vom Manfred Klimek, die lautet: “Was für ein Tag! Und befreit lege ich die Uniform ab…” Das klingt nach “der Captain geht von Bord”.

Natürlich habe ich direkt nachgefragt. Die Antwort von Manfred Klimek war: “Ich rede nicht über interne Dinge”. Wären wir in der Fußballbundesliga, würde ich jetzt sagen: “das war der Trainerrauswurf”. Schade, dass ich keine näheren Infos bekomme, aber ich bleibe dran. in jedem Fall sagt mir mein Gefühl, dass bei “CC” größere Veränderungen anstehen. Spannend…

update: Die oben erwähnte Statusmeldung auf Facebook ist mittlerweile wieder verschwunden…

14 Kommentare zu “Was ist los bei Captain Cork?

  • Weinschreiber

    Ich fände es – trotz häufig überzogenem Stil – schade, wenn CC allgemein und Klimek im Speziellen als “Enfant terrible” der Szene die Beißer verlieren würden.

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    • Dirk Würtz Post author

      @Weinschreiber
      Das sehe ich auch so. Ich bin gespannt, was passiert, ob was passiert und überhaupt

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  • Gerald

    Sehe ich auch so ähnlich. Frei nach dem Motto “Niemand ist unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen” ;-)

    Nein, im Ernst. Trotz Fäkalsprache, Angstmache und – sagen wir – schwer nachvollziehbaren Aussagen (z.B. zum Jg 2010) ist (war?) CC doch ein Kontrapunkt zu den langweiligen, romantisch-verklärten Winzerportraits der etablierten Weinmedien, bedacht jedes nur kleine kritische Wort zu vermeiden.

    Schön wäre es eben, wenn es auch irgendetwas in der Mitte gäbe. Realistisch und lobend wie auch kritisch.

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  • felix eschenauer

    von maat eschenauer gab es zuletzt weniger beiträge, weil er sich intensiv auf seine abschlussprüfungen vorbereiten muss, die sehr bald anstehen. zu allem anderen will ich nicht mehr sagen, das kann nur manfred klimek klären. @gerald: ich finde, dein letzter satz trifft die arbeit von cc doch recht gut. wer die 2010er diskussion genauer verfolgt und die artikel aufmerksam gelesen hat, wird viele meinungen finden, nicht eine allein gültige. “fäkalsprache”, “angstmache”? ersteres in einem gesunden maß, wie ich finde. cc ist eben kein weinfeuilleton und auch dort dürfte man es als stilmittel benutzen. und für die angstmache hätte ich gerne auch ein, zwei belege.

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  • Thorsten Kogge

    CC ist eine stärker an experimentelle/neugierige Verbraucher adressierte Plattform, die primär Weinmarken und Winzer präsentiert, die bisher noch nicht im Rampenlicht stehen. Schon alleine deswegen ist CC sicher eine Bereicherung, provokativer Stil hin oder her. Und: auch die unflätige Bezeichung eines Jahrgangs hatte wohl letztlich den Effekt, dass eher mehr Menschen wissen wollten, ob das denn auch stimmt – um dann positiv überrascht zu sein. Von daher kann man die Wirkungsweise solcher “schlechtredner” Gar nicht so 1:1 moralisch bewerten. Sicher ein Verlust, wenn er weg wäre.

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  • Gerald

    @Felix: vielleicht bin ich ja etwas zart besaitet, aber wenn ich über Wein lese, möchte ich nicht im gleichen Satz mit diversen Ausscheidungen konfrontiert werden, da vergeht mir einfach der Appetit. Ich glaube, du würdest es im Restaurant auch nicht so schön finden, wenn sich am Nebentisch jemand übergibt, oder?

    Und bei der Angstmache fällt mir zuallererst die Sache mit dem Gummi arabicum ein. Jemand, der mit der Materie nicht so vertraut ist, könnte nach dem Lesen des Artikels zur Überzeugung kommen, dass die allermeisten Winzer nur auf ihr Geschäft aus sind, und zur Wahrung ihrer Umsätze ohne mit der Wimper zu zucken ihre Kunden vergiften oder zumindest zu betrügen.

    Offen gesagt hat mich ohnehin immer gewundert, dass du als hochseriöser Rieslingspezialist bei der Truppe an Bord gegangen bist. Aber vielleicht läuft ja das eines Tages unter der Kategorie “Jugendsünden” ;-)

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  • Marc Herold

    Hallo,

    ich finde CC mittlerweile wirklich gut. Die Beiträge schwanken qualitativ ziemlich, das ist aber bei der Schlagzahl auch OK. Auch die Herangehensweise, sehr unterschiedliche Autoren zu vereinen ist wirklich gut aufgegangen. Klimek hat den online-Weinjournalismus damit auf ein anderes Level gehoben. Wäre schade, wenn er sich zurückziehen würde.

    Grüße

    Marc

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    • Dirk Würtz Post author

      @alle
      Ich werde heute definitiv noch einen weiteren Beitrag zu dem Thema bringen… Da gibt es dann Antworten…

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  • Thorsten Kogge

    @ Dirk: Es ist gerade wirklich viel los in der Weinwelt, hm? Wann heuerst Du an wie der Captain? ;-)

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  • Thorsten Kogge

    @ Dirk: War nur scherzhaft. Ich meinte andere anheuern, da irgendwann der Zustand eintreten kann, dass viel zu viele wichitge Dinge in der Weinwelt passieren und der Blog zuviel Aufmerksamkeit frisst.

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  • fragender

    Vielleicht sollte man es als chance sehen dass viele weitere weinblogs wieder mehr aufmerksamkeit bekommen. Es gibt ne menge gute und doch hat eine recht radikale schreibform die massen bewegt.

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