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Spiegel online über die EU Reform

Das Thema Weinmarktreform bekommt in den letzten Wochen wieder ein wenig mehr Schwung. Das ist eigentlich verwunderlich, denn das Ding ist durch und Zeit war die letzten Jahre genug. Immer mehr Zeitungen nehmen sich dem Thema an, oft im Schulterschluß mit einigen Politikern. Ist ja auch irgendwie klar, der Wahlkampf hat begonnen. Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz steht vor der Tür.

Spiegel online hat einen sehr interessanten Filmbeitrag zu der gesamten Thematik auf seiner Seite. Schade nur, dass hier nur wenig informiert wird. Panikmache ist angesagt. Die Reform bedeutet das Aus der Steillagen. So kann man den Beitrag kurz zusammenfassen. Ich finde diese Aussage nicht nur falsch, sondern auch eher schwierig. Das Aus der Steillage , siehe Mosel oder Mittelrhein, ist schon länger ein Thema und hat mit dieser Reform nichts zu tun. Die Reform dafür verantwortlich zu machen ist ein Witz. Das Problem der Steillage ist die aberwitzige Arbeit darin und die damit verbundenen Kosten. Und das nicht seit heute, sondern schon viel länger.

Sicherlich bedeutet der Wegfall der Pflanzrechte eine massive Veränderung der deutschen Weinwelt. Kritiker, hauptsächlich von Funktionärsseite, werden nicht müde, das Horrorszenario einer Weinschwemme zu konstruieren. Aber so blöd wird doch keiner sein. Im Gegenteil, das Ganze ist doch eher eine Chance, sich abzugrenzen gegenüber den “Massenproduzenten”. Eine klar definierte und kontrollierte Herkunft mit allgemein gültigen Parametern, abseits des Oechsle-Grades, ist doch das, was international seit Jahrzehnten erfolgreich ist. Das ist doch genau das, was der VDP seit Jahren versucht auf den Weg zu bringen und was von allen Seiten so gelobt wird.

Der deutsche Wein mit seinen zahlreichen Facetten ist wettbewerbsfähig. Auch nach der Reform, da bin ich mir sicher! Ich glaube langsam, dass es hier nur um die Angst einiger Lobbyisten und Funktionäre geht, künftig überflüssig zu sein.

3 Kommentare zu “Spiegel online über die EU Reform

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