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Weinfälscher verurteilt

Immer wieder tauchen in den letzten Jahren gefälschte Flaschen edelster und teuerster Spitzengewächse auf. Meistens handelt es sich hierbei um die üblichen “Bordeaux-Verdächtigen”. Selten, ganz selten gelingt es, den Fälschern auf die Spur zu kommen. Jetzt wurde in Österreich ein solcher Fälscher vor Gericht verurteilt.

Der Mann, um den es in diesem Fall ging, hat über Monate hinweg die “Weinwelt”  ,insbesondere auf “ebay”, in Atem gehalten. Unter zahlreichen Pseudonymen bot er Mouton, Petrus und diverse andere “blue chips” an. Alle gefälscht. In der Regel hat er minderwertige Jahrgänge einfach umetikettiert. Aus Mouton 1992 wurde “schwuppdiwupp” Mouton 1990. Die Etiketten hierfür hat er sich im Internet besorgt… Jetzt wurde er von einem Gericht in Österreich zu neun Monaten Haft verurteilt.

Maßgeblich verantwortlich für die Aufdeckung dieser Fälscherei war der Österreicher Werner Feldner, der übrigens auch die Seite “weinbetrug.org” betrieb, jetzt allerdings aktiv nur noch die Seite “Weincollect”. Dafür gebührt ihm höchsten Respekt, denn das Ganze ist alles andere als einfach. Ein Fall wie dieser des jetzt verurteilten ist nur ein “kleiner Fisch”. Ein “Amateur”, der grob und plump vorgegangen ist. Die großen Weinfälschungen sind ein ganz anderes, und vor Allem deutlich organisierteres Kaliber. Da sind Profis am Werk, denn da geht es um Multimillionen-Geschäfte. So wundert es auch nicht, dass Feldner mittlerweile sogar massiv bedroht wird.

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