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Raus aus Afghanistan!

Gestern sind schon wieder vier deutsche Soldaten gefallen.  Damit erhöht sich die Zahl auf 43 Tote seit Beginn der “Mission” im Jahr 2002.Kurz nachdem Verteidigungsminister Guttenberg Afghanistan besucht hatte um eine deutliche Aufrüstung zu versprechen gibt es schon wieder vier tote Soldaten. Mittlerweile sind über 5.000 deutsche Soldaten in diesem unsäglichen Kriegsgebiet und ich frage mich ernsthaft warum. Angeblich gibt es, laut Kanzlerin,  keine Alternative zu dieser Mission während die SPD vehement eine Abzug “irgendwann” fordert. Eben die Partei, die 2002 mit in der Regierungsverantwortung war.

Das Ganze ist für mich ein einziger Witz. Angefangen von der schlechten Ausrüstung der Bundeswehr bis hin zu Politbekenntnissen und Milliardenhilfen für dieses unregierbare  und nicht zu “befriedende” Land. Ich bin zwar kein Historiker, aber wenn ich mich richtig erinnere war außer Alexander dem Großen in dieser Region noch nie einer militärisch wirklich erfolgreich. Alexander auch nur, weil er sich dort nicht aufhielt, sondern bei jedem seiner Durchzüge schlicht und ergreifend alles dahinmetzelte was sich ihm in den Weg stellte, inklusive der Haustiere. Die Russen sind weiland ebenso grandios gescheitert wie die jetzige Mission am Scheitern ist.

Im ZDF war in dieser Woche ein interessanter Beitrag zu sehen. Die Bundeswehr stünde in Afghanistan vor für sie schwer zu lösenden und unbekannten Aufgaben. Als Beispiel hierfür wurde ein Geschützstand mitsamt den Soldaten gezeigt. Diese beklagten sich darüber, dass sich die Taliban in unmittelbarer Nachbarschaft in “Lehmhäuser” verschanzen und aus diesen Häusern auf die Soldaten schießen. Diese schießen zwar zurück, aber die Geschosse können die Lehmwände nicht durchdringen und bleiben somit wirkungslos… Neidisch verwiesen dabei die deutschen Soldaten auf ihre niederländischen Kollegen, die mit neuestem militärischem Utensil, wenigstens in der Lage sind sich selbst ausreichend zu schützen. Große Teile dieser Kriegsmaschinerie sind übrigens “made in Germany”. Was für ein unsäglicher Treppenwitz!!!

Ungeachtet der Multimillionen von Steuergeldern, die in diesem “Opiumparadies” verschleudert werden, frage ich mich wie viele Särge noch in Deutschland ankommen müssen, bis unsere Regierung endlich die Reißleine zieht. Wir, und insbesondere unsere Bundeswehsoldaten, haben da nichts verloren! Auch nicht, um afghanische Polizisten oder Soldaten auszubilden. Warum das so ist, sagt hier auf Spiegel online ein Bundeswehrangehöriger: “Wer dachte, das Training der Afghanen sei ein ungefährlicher Spaziergang hin zum Abzug aus Afghanistan, hat heute die Realität gesehen”, sagt ein Bundeswehr-Offizier. “Am Ende heißt ausbilden in Afghanistan, dass wir Seite an Seite mit den Afghanen kämpfen.” Internationale Solidarität ist gut und wichtig, keine Frage, aber sie muß schon irgendwie Sinn machen.

27 Kommentare zu “Raus aus Afghanistan!

  • Pasta

    Wenn die internationalen Truppen „irgendwann“ aus Afghanistan abziehen, wird dass passieren, was auch passieren wird wenn sie sofort abziehen. Also raus aus Afghanistan – sofort!

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  • Gerrit

    Wie heißt es so schön? “Da kommt der Idiot mit einem Messer zu einer Schießerei.” So ähnlich muss sich der Bundeswehrsoldat in Afghanistan fühlen.

    Dummerweise schicken wir die Jungs ja auch nicht in den Krieg, sondern zum Wiederaufbau. Da reichen Messer in der Regel aus. Hat halt keiner mit der Schießerei gerechnet. Und da wir Deutschen ja die Bundeswehr schon immer nicht für das einsetzen wollten, was sie eigentlich ist (ein militärischer Kampfverband), haben wir irgendwann begonnen sie zu dem auszubilden, was sie jetzt nicht mehr sein wollen. Sie wissen, wie man gebrochene Dämme flickt und Erdbebenopfer versorgt, aber Krieg … ?

    Übrigens nicht unser Krieg. Aber wer in der NATO etwas zu sagen haben will, musste wohl doch in dieser Schießerei mit eingreifen. Blöd nur, dass es mit dem Messer war … jetzt ist es wohl zu spät zum zurück schwenken. Zumindest für die 43 Toten und Familien.

    Ich will mir nicht anmaßen zu sagen, ob die Bundeswehr jetzt das Messer in Afghanistan fallen lassen soll, um ihren Allerwertesten zu retten. Oder ob sie wirklich da unten bleiben soll, um eben dort zu retten, was zu retten ist … das steht mir nicht zu.

    Aber dass die Amis da runter gegangen sind und uns mitgeschleift haben, das war falsch.

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  • Peter Jakob

    Ich bin für den Verbleib der deutschen Streitkräfte in Afghanistan. Dieses Land muss von der internationalen Gemeinschaft im Aufbau eines funktionierenden Gemeinwesens unterstützt werden. Hierzu gehören auch militärische Kräfte. Niemand stellte 2001 den Einsatz in Afghanistan in Frage, zu tief war bei vielen der Schock über die Anschläge auf das WTC. Die Situation hat sich mittlerweile geändert, hängt aber direkt mit dem Einsatz seit 2001 zusammen. Die Taliban sind entmachtet worden, die Strukturen des Al-Quaida Netzwerkes zerstört. Dennoch haben diese beiden Gruppen noch viel Macht in der Region. Wenn man aus Afghanistan heute die Truppen abzieht, dann ist es eine Frage der Zeit, bis die Taliban wieder die Macht zurück erlangen. Die Gefährdung, die durch eine solche Situation entsteht, ist riesig. Da mittlerweile Taliban und dem Netzwerk Al-Quaida zugeordnete Kämpfer in vielen Regionen Pakistans faktisch die Macht übernommen haben, würden diese durch ein erneutes Taliban-Afghanistan massive Unterstützung erhalten. Ziel wird dann, wie bereits auch jetzt schon, die volle Übernahme der Macht in Pakistan sein. Konsequenz dessen wäre, dass ein völlig unberechenbares Regime in den Besitz von Nuklearwaffen gelangte. Welche Verwerfungen dies für die internationale Sicherheitsarchitektur bedeutet, kann sich wahrscheinlich jeder denken. Dies macht den Einsatz auch deutscher Soldaten notwendig.
    Richtig ist, dass dieser Einsatz in vielen Bereichen stümperhaft ist. Dies liegt maßgeblich an der Inkompetenz der deutschen Führung. Klare Einsatzgrundlagen, eine mehr als robustes Mandat und eine dem Einsatztyp angemessene Ausrüstung sind nötig. Es kann nicht sein, dass deutsche Soldaten eine Anklage durch die zivile Gerichtsbarkeit in diesem Konflikt fürchten müssen – hier müssen die juristischen Grundlagen geschaffen werden. Es kann ebenfalls nicht sein, dass bei der Ausrüstung gespart wird. Banken die Ärsche retten und Soldaten verrecken lassen, dass ist widerlich. Des Weiteren ist eine breitere Abstimmung notwendig. Einerseits müssen die Nationen, die in Afghanistan tätig sind, sich besser absprechen, andererseits müssen auch die verschiedenen mit dem Afghanistan-Einsatz befassten Ministerien sich besser koordinieren. Was der Mangel an Außenpolitik gepaart mit dem Einsatz von Streitkräften bedeuten kann, sieht man noch heute im ehemaligen Jugoslawien. Klare politische Konzepte müssen erarbeitet werden, die dann auf diplomatischer Ebene wie auch durch den eventuellen Einsatz militärischer Mittel durchgesetzt werden.
    Das letzte was in dieser Situation benötigt wird, sind die dekadenten postheroischen Gesellschaften, die nicht mal in der Lage ist zu ertragen, wenn in Kampfeinsätzen Menschen zu Tode kommen. Unsere Soldaten leisten großartige Arbeit und gehören dafür auch öffentlich honoriert. Sie sterben auch dabei – dies ist ein Risiko das zu ihrem Beruf gehört – und gehören dafür mit allen Ehren geehrt. Unterstützung ist, für die Rahmenbedingungen zu kämpfen, aber nicht ihr Tun durch Abzuggefordere zu delegitimieren.
    Aber das ist auch nur meine ganz persönliche Sicht.

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    • Dirk Würtz Post author

      @Peter Jakob
      Toller Kommentar, durchdacht und differenziert. Die Nummer mit der Bombe unterschreib ich. Allerdings können diese Freaks auch ganz einfach auf anderen Wegen an Atomwaffen kommen. Ein Ausflug nach Moldawien würde schon langen. Unterbezahlte und mit Dieselgutscheinen abgefertigte russische Soldaten in Transnistrien haben sicherlich gegen entsprechendes Entgelt ein passendes Köfferchen…

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  • martin

    Hallo,

    ich würde gerne eine Unterschriftenliste starten oder mich ihr anschließen (habe bis jetzt nichts dergleichen gefunden).
    “Raus aus Afghanistan: Jetzt!” oder “Abzug aus Afghanistan: Jetzt!”

    Ich habe nur leider keine Ahnung wie so etwas aufgezogen wird. Vielleicht gibt es ja jemand, der so was auf die Beine stellen kann – jetzt wäre sicher der optimale Zeitpunkt.

    Gruß, Martin

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  • Gerrit

    Ich stimme zu, dass der Kommentar sehr qualifiziert ist, den Peter Jakob da geschrieben hat. Aber ich bin nicht der Meinung, dass der Einsatz 2001 wirklich “richtig” war. Natürlich sind beim WTC viele Unschuldige zu Tode gekommen und der Schock war groß. Aber war dieser Anschlag nicht nur ein “kleines” Ereignis innerhalb der Jahrzehnte andauernden Konflikte zwischen den verschiedenen Staaten, Religionen und Ansichten? Wenn ich mir unsere neuere Geschichte anschaue, sehe ich einen Teufelskreis, oder besser noch: eine riesige Spirale sich immer extremer zuspitzender Konflikte zwischen den immer gleichen Parteien. Und mit jedem Einsatz, mit jeder Bombe, jedem Anschlag und jedem Toten hat sich exakt NICHTS andere geändert, außer dass die Parteien sich immer mehr im Recht fühlen und noch härter zuschlagen.

    Ist es da wirklich richtig gewesen, 2001 nach Afghanistan zu gehen, um den Gegner zu provozieren, sich noch besser zu rüsten? Fördern wir mit solchen Einsätzen nicht die Gründe für noch schlimmere Anschläge?

    Ich weiß, diese Frage ist so einfach nicht zu beantworten, aber ich bin eben nicht der Meinung, dass wir momentan dafür sorgen, diesen Konflikt zu beseitigen – im Gegenteil. Ich denke, dieser Konflikt ist nur durch Rückzug, Wunden lecken und viel Zeit zu lösen … Zeit die Greueltaten des Gegners zu vergessen und ihn wieder in Ruhe leben zu lassen. Und zwar ein Leben, das uns vielleicht nicht gefällt, aber das in dieser Region nunmal so ist. Keiner darf sich anmaßen, über die Zivilisation des anderen zu urteilen. Erst Recht nicht mit Waffengewalt.

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  • Peter Jakob

    @Dirk Würtz Sicherlich können Terroristen sich nukleares Material über dubiose Wege beschaffen. Doch handelt es sich um nicht im Ansatz vergleichbare Gefahren. Das radioaktive Material, dass sicherlich auf illegalen Wege zu beschaffen ist, taugt nur für eine sogenannte schmutzige Bombe. Hier haben wir es weder mit einer ungewöhnlichen Sprengkraft zu tun und nur mit der Strahlungsmenge, die das Material besaß. In einer Großstadt sicherlich eine extrem gefährliche Sache, taugt aber nur für einen terroristischen Akt. Pakistan ist eine offizielle Nuklearmacht. Hier haben wir es mit richtigen Nuklearwaffen zu tun, die eine verheerende Sprengkraft haben und extrem höhere Verstrahlungen zur Folge haben. Auch werden sie nicht in einem Kofferraum deponiert, sondern von Raketen abgeschossen. Lange Rede, kurzer Sinn: Nuklearwaffen im Besitz von unberechenbaren da extremistischen Regime sind eine der größten Bedrohungen für die internationale Sicherheitslage. Leider fehlen in den gegenwärtigen Diskussionen (auch bei anderen Themen wie Iran oder dem event. EU-Beitritt der Türkei) immer wieder Blicke über den direkten Konflikt hinaus, noch werden auch mal geostrategische Interessen der westlichen Welt mitdiskutiert.

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    • Dirk Würtz Post author

      @Peter Jakob
      Da bin ich ganz bei Dir. Ich finde die Tatsache, das unberechenbare Staaten mit noch unberechenbaren “Führern” definitiv keine Atombomben besitzen sollten. Egal ob das Pakistan, der Iran oder der Irre in Nordkorea ist.

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  • Peter Jakob

    @Gerrit Das Grundproblem in Deinem Ansatz ist, dass Du von dem Wissensstand der Gegenwart Rückschlüsse auf das Handeln der Protagonisten in der Vergangenheit ziehst. 2001 stand dieser Einsatz nicht zur Debatte. Die NATO (der NATO-Generalsekretär) hatte den Bündnisfall ausgerufen, der Einsatz wurde vom UN-Sicherheitsrat beschlossen. Dass in der Folgezeit es zu massiven Veränderungen der Rahmenbedingungen kam, ist unstrittig. Aber man kann nicht aus heutiger Sicht eine Entscheidung der Vergangenheit leichtfertig zum Fehler abstempeln. Hierfür ist es zu früh, dass muss schon die Geschichte erledigen.
    Ich denke auch, dass diese ganze Debatte aus einer kleinen Hysterie geführt wird. Ein paar tote Soldaten und “alle” rufen nach dem Abzug. Warum nicht nach einem ‘Jetzt erst recht’?

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  • Peter Jakob

    @Dirk Würtz Wobei ich denke, man müsste alle drei Länder getrennt betrachten. Pakistan ist ein Verbündeter des Westens und war als vom Militär dominierter Staat nie ein “Schurke”. Ihre Nuklearwaffen entwickelten sie im Wettkampf mit Indien – warum sollten die eigentlich welche besitzen? Iran ist ein weites Feld. Immerhin haben die Iraner die Atowmwaffensperrvertrag unterzeichnet. Und einer friedlichen Nutzung der Kernkraft steht m.E. nichts im Wege. Über Nordkorea brauchen wir kein Wort verlieren. Ein seltsames Land mit einer seltsamen Regierung.
    Ebenso gefährlich wie Nuklearwaffen in den Händen von aus unserer Sicht gefährlichen Staaten, finde ich eben solche Waffen in den Händen von Verbündeten. Indiens Nuklearwaffen bringen ein Ungleichgewicht in die Region. Außerdem halte ich dieses Land nicht für wirklich stabil. Israels Nuklearwaffen reizen u.a. auch den Iran, sich selber welche zu beschaffen. Geschähe dies, wäre Saudi-Arabien der nächste Staat des Nahen Osetns, der nuklear aufrüstete, um die Balance of Power zu erhalten. Die Bestrebungen Brasiliens, ebenfalls Nuklearmacht zu werden, wird die Sicherheitsarchitektur amerikanischen Hemisphäre durcheinanderbringen. Ebenso wird ja seit langem über Ambitionen Südafrikas gemunkelt. Die Proliferation muss gestoppt werden und es muss nuklear abgerüstet werden. Weitere Nuklearmächte kann sich die Welt nicht erlauben. Schon jetzt halte ich die Wahrscheinlichkeit eines Nuklearwaffeneinsatzes für höher, als während des Kalten Krieges. und damals hatten wir alle sehr recht, Angst vor diesem Zeug zu haben.

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  • Gerrit

    @Peter Jakob: Du hast Recht, aber das ist auch gar nicht das, was ich behaupte. Ich will keinen Schritt von 2001, früher, oder später verurteilen. Ich behaupte nur, dass jeder dieser Schritte dafür sorgt, dass sich diese Kriegs- und Terrorspirale weiter aufbaut. Aus Sicht der Amerikaner und dem WTC, ist ein Gegenschlag sicherlich nachvollziehbar. Auch der Schritt der Deutschen, sich nicht aus der Verantwortung der Staatengemeinschaft zu entziehen und endlich mal wieder zu zeigen, dass wir uns nicht mehr hinter den Weltkriegsnachwirkungen verstecken wollen, ist nachvollziehbar.

    Aber müssen wir nicht trotzdem mal zurück schauen und sehen, was wir falsch gemacht haben? Aus Fehlern können auch Staaten lernen und nicht nur Einzelpersonen. Und ich denke, dass ein Pushen dieser Gewaltspirale der letzten Jahre ein Fehler war, den man durchaus nicht ständig wiederholen muss.

    Zu Deinem letzten Absatz stimme ich Dir übrigens auch zu: es ist eine kleine Hysterie zu einem Thema, über das in vier Wochen keine Sau mehr spricht (außer den Betroffenen Familien …). Eigentlich sind die 43 toten Deutschen noch sehr wenig für so einen Krieg…sähnlichen Zustand.

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  • Pasta

    Nur mal so nebenbei, ich bin nicht erst seit gestern gegen den Krieg in Afghanistan. Ich habe von Anfang an die Kriege im Irak und Afghanistan abgelehnt, weil sie falsch und unwirksam waren und sind.
    Und der „Aufbau eines funktionierenden Gemeinwesens“ in unserem Sinne wird uns in Afghanistan mit Sicherheit nicht gelingen.

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  • Der Weinfreak

    Sehr, sehr kompliziertes Thema.

    Der Einsatz in Afghanistan wurde begonnen, weil eine Organisation namens Al-Qaida sich als verantwortlich für den Terrorakt gegen das WTC gezeigt hat und deren Führer und Ausbildungslager angeblich in Afghanistan befindlich waren. Also wurde von Seiten der NATO ein “Einsatz” (es war von Anfang an Krieg) initiiert, um die Terroristen zu jagen. Ist Krieg ein probates Mittel, um Terroristen zu jagen?
    Mit der Al-Qaida wurde gegen die Taliban vorgegangen und diese versucht, zu vertreiben. Jetzt sagt man, man müsse weiter bleiben (und Krieg führen), denn sonst kommt die Taliban zurück.

    Was folgt daraus? Irgendwann einmal müssen die westlichen Mächte diesen Krieg beenden und dann werden auch die Taliban zurück kehren (bzw. tun dies schon längst). Was dann? Von Neuem beginnen oder dieses Mal ignorieren, dass vielen Afghanen die Taliban lieber ist als Machthaber aus dem Drogendealerlager oder vom Westen unterstützte Eliten? Oder glaubt jemand ernsthaft, die Tatsache, dass die Taliban wieder so viele Gebiete zurückgewinnen konnte, liegt daran, dass diese so exzellente Krieger und Strategen seien?
    Nein, es liegt daran, dass sie viel Unterstützung unter der normalen Bevölkerung haben. Sie sind ein Teil des Landes, ein Teil des religiösen und kulturellen Lebens und werden es wohl auf lange Sicht bleiben. Da kann noch so viel geschossen werden.

    “Einige sagen: OK, wenn es keinen Bin Laden gibt, dann müssen wir verhindern, dass die Taliban zurückkommen.

    Warum, um Gottes Willen? Was für eine Sache ist es, für die USA zu bestimmen, wer in Afghanistan herrscht? Man kann religiöse Fanatiker im allgemeinen verabscheuen und die Taliban im besonderen. Aber ist das ein Grund für einen unendlichen Krieg?” [Uri Avnery auf http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31852/1.html

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  • Peter Jakob

    @Gerrit Du hast natürlich in dem Punkt Recht, dass man den Einsatz kritisch hinterfragen und daraus Schlüsse für das weitere Vorgehen ziehen muss. Ich glaube auch, dass dies täglich passiert. Problematisch ist nur, dass m.E. konstant keine Konsequenzen folgen – dies ist ein politisches Versagen, da manche wichtige Entscheidungen potentiell Wählerstimmen kosten können. Eine Fortführung des gegenwärtigen Vorgehens wäre fatal. Meines Erachtens müssen stärker zivile Projekte gefördert werden. Daneben müssen die Soldaten wieder raus aus ihren Kasernen. Am Anfang patrouillierten deutsche Soldaten durch die Städte und Dörfer des nördlichen Afghanistan, sie knüpften Kontakte zur Bevölkerung, genossen ein gutes Ansehen. Als die Taliban die ersten Anschläge auf die Bundeswehr verübten, zog diese sich in die Stützpunkte zurück und fuhr nur noch Patrouille. Dies verändert die Wahrnehmung auf beiden Seiten. Gerade die Afghanen müssen nun die Truppen eher als Fremdkörper wahrnehmen. Wie fatal dies ist, kann man am Irakkrieg der USA ablesen. Den Kontakt wieder aufzunehmen heißt natürlich, mehr Tote in Kauf zu nehmen. Aber etwas polemisch gefragt: Für was braucht man eigentlich Armeen, wenn deren Angehörige auf keinen Fall sterben dürfen?
    Ein Abzug aus Afghanistan würde m.E. nichts an der Spirale von Terror und Gewalt ändern. Afghanistan ist sowieso nur ein Aufhänger unter vielen und ein Abzug böte Terrorgruppen primär eine gute Propaganda, nämlich, dass der Westen, da er schwach ist, mit Gewalt zu besiegen ist. Dies könnte den Terror sogar noch beflügeln.
    Du hast Recht, so wie der Einsatz momentan gefahren wird, kann es nicht weitergehen. Doch die Einsatzbedingungen können nur im Verbund mit den anderen Alliierten geändert werden. Hier müssen die europäischen Partner sich einig werden und Druck auf die USA ausüben. Denn deren militärische Leitsätze werden leider noch immer durch Kampfkraft und nicht durch die militärische Flankierung ziviler Aufbauarbeit definiert.

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  • Der Direttore

    Wenn die Mudschaheddin eines haben dann ist es Zeit!
    Deswegen war dieser Einsatz schon von Anfang an völlig ziellos und vor allem planlos!
    Eine simple Reaktion auf den tiefsitzenden Stachel des Angriffs auf die Zwillingstürme. Dass dieses Ereignis der Bush Regierung zu 100% in die Karten gespielt hatte, war damals schon transparent, aber wir haben die Augen wissentlich verschlossen. Krieg ist Wirtschaft. Wirtschaft ist Krieg. Gibt es Gewinner in Kriegen? Ja, selbstverständlich. Wer war also der größte Gewinner dieser beiden Kriege in Afghanistan und Irak? Die Firma des ehemaligen US Vizepräsidenten Dick Cheney, nämlich Halliburton! Welch Jobmotor, die alten Bomben weg und die Rüstungsindustrie boomt. Neue Jobs und neues Geld den alten Feldzug des Bush Clans zu finanzieren. Besser hätte es für diese Leute gar nicht kommen können. Wer immer noch naiv glaubt, Krieg sei eine emotionale Sache oder eine Verteidigungshaltung gegen irgendetwas, der hat sich verdammt nochmal geschnitten. Unsere armen Soldaten in Afghanistan sind dort auch nicht nur wegen einem ausgezeichneten Ideal. Nein! Thyssen Krupp, Krauss Maffay, Höchst und hunderte anderer deutsche Firmen machen Millionen im Irak, sowie in Afghanistan. Bloss, dass Leute nicht mit Jobverlust, sondern in Form der Soldaten mit dem Leben bezahlen. Das ist der eigentliche Skandal dieser Wirtschaftskriege! Und dies sollte auch Grundlage jeder Diskussion sein, dass wir nämlich Menschenleben verlieren, aber unser Staat Millionen einnimmt und durch Kriege auch Arbeitsplätze in Deutschland erhalten bleiben. Das ist nunmal die Realität! Traurig, aber wahr! Also bitte realisitisch werden, diese reaktionären Afghanistan Raus Rufe sind daneben. Wir hätten erst gar nicht da runter gedurft!

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  • Peter Jakob

    @Pasta Der Afghanistan-Krieg und der Irak-Krieg sollten nicht in einen Topf geworfen werden. Letzterer war eine Vendetta republikanischer Kreise und das ist der besch…. Grund, einen Krieg zu führen.
    Ob der “Aufbau eines funktionierenden Gemeinwesens“ gelingen kann, hängt doch erstmal davon ab, wie man dieses definiert. Ein Staatsgebilde nach westlichem Vorbild geht natürlich nicht. Ein dem Gemeinwohl verpflichteter Staat, ohne Korruption und friedfertig nach innen und außen ist m.E. schon möglich. Hierfür benötigt man eine funktionierende Verwaltung, Polizei und Militär, einen Aufbau von ökonomischen Strukturen und besonders den Aufbau von Schulen und Universitäten. Denn Bildung schützt vor Torheit. Jetzt Afghanistan den Rücken zu kehren hieße, alles zerstört zu haben und nun das Land in seinem schlechten Zustand dem mächtigsten Warlord zu hinterlassen. Ob das dann Drogenbarone oder Taliban sind, ist gleich, für die afghanische Bevölkerung und die Weltgemeinschaft wäre es fatal.

    P.S. Ich war bereits bei der Sprengung der Buddha-Statuen durch die Taliban für eine militärische Intervention, den Irakkrieg hielt ich von Anfang an für ein Verbrechen.

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  • Peter Jakob

    @Dirretore Wow! Von Dir solche linken Verschwörungen lesen zu dürfen. :)
    Dass 9/11 den USA in die Karten gespielt hätte, ist sicherlich nicht richtig. Die Regierung Bush hatte im Jahre 2001 weder ein außenpolitisches Profil noch außenpolitische Ambitionen. Die Bush-Administration war vollkommen mit der Situation überfordert.
    Deine Argumente bezüglich der Verquickung der Administration Bush mit einflussreichen Konzernen sind ausschließlich für den Irak-Krieg gültig. Und auch hier ist dies eine viel zu monokausale Erklärung.
    Außerdem nehmen Staaten durch diese Kriege kein Geld ein – unter Clinton war der US-Haushalt saniert, nach zwei Kriegen sind die USA verschuldet wie nie zuvor in ihrer Geschichte. Und dass Firmen von Kriegen profitieren ist 1. völlig klar und 2. völlig normal. Andere profitieren vom Frieden. Das nennt man Marktwirtschaft. :)
    Und ein “Wir hätten erst gar nicht da runter gedurft!” bringt leider die Sache kein Stück voran. Damals war es aus menschlichen und politischen Gründen richtig (ist ja immerhin ein “UN-Krieg”), wenn der Krieg sich mittlerweile als Problem darstellt, dann muss festgestellt werden, was sich inzwischen geändert hat und daraus müssen Konsequenzen gezogen werden.

    P.S. Definier mir doch bitte Mudschaheddin. Meinst Du die Taliban? Meinst Du die anderen Warlords, die teilweise auf Seiten der Alliierten kämpften? Meinst Du die, die davon profitieren, dass die Taliban weg sind und nun wieder im großen Stil Drogen anbauen können?

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  • Der Weinfreak

    @Peter: Weshalb hätte man militärisch in Afghanistan intervenieren sollen, als die Taliban die Buddha-Statuen sprengten? Keine Frage, ein Kutlurverbrechen, ich bin weit davon entfernt, das als unerheblich zu bezeichnen.
    Aber “wir” können doch nicht ein jedes Mal Bomben schmeißen, wenn irgendwo auf der Welt eine (religiös-fanatische) Gruppierung Verbrechen begeht? Mit dieser Intention wäre die halbe Welt unter Bombenteppichen. Und mit dieser Reaktion müssten wir auch im Bible Belt in den USA Bomben werfen, um die weiteren Schäden zu vermeiden, die dort die christlich-fanatischen Kreationisten anrichten.

    Ich fürchte, dass “wir im Westen” gerne mit zweierlei Maß messen, wenn es um die “arabisch” und muslimische Welt geht.
    Und ich fürchte, dass wir mit wehenden Fahnen der Demokratie nur dort eingreifen, wo es unseren wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen berührt. Um es salopp zu sagen, “Mei, in Dafour oder Ruanda hausen eh bloß d’Neger”, da schickt man dann Hilfsgüter, wenn die Straßen mit Leichen gepflastert sind.

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  • Peter Jakob

    @DerWeinfreak Nimm das mit den Statuen nicht so ernst. Ich finde kulturelle Verbrechen grauenhaft, da diese direkt auf das Gedächtnis der Menschheit zielen und ein Ausdruck von Dummheit und Ignoranz sind – aber natürlich war dies gerade von etwas pointiert, um zu zeigen, dass ich Kriege per se nicht ablehne.
    Wann Staaten militärisch aktiv werden, liegt, da hast Du völlig Recht,in der Abwägung von ökonomischen und geostrategischen Vorteilen. Aber es kommt doch auch immer eine moralische Verantwortung hinzu. Leider ist diese schwerwiegend unterentwickelt. Und manchmal hindern geostrategische Argumente einen humanitären Einsatz. Beispiel Darfur: Hätte nur über die UN geklappt, da der Sudan einer wichtigsten Öl-Lieferanten Chinas ist, hätten die das blockiert. Ein militärisches Eingreifen hätte China provoziert und niemand möchte im Augenblick unnötige Spannungen erzeugen. Und so unterliegt die Moral den handfesten Interessen (das war jetzt auch etwas plump von mir verkürzt). Und das Hauptproblem ist, dass man den eigenen Bevölkerungen nur schwer erklären kann, warum die eigenen Soldaten sterben sollen, wenn wo anders in der Welt Massenmorde geschehen. Tja, die postheroische Welt…

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  • Der Direttore

    “@Dirretore Wow! Von Dir solche linken Verschwörungen lesen zu dürfen. “
    Du wirst hier keine linken Verschwörungen von mir finden. Ich sehe den Krieg und dessen Beginn nicht als Verschwörung, sondern als traurigen Glücksfall für die Wählerschaft der Republikaner. Und wenn du sagst, dass die Bush Administration kein außenpolitisches Profil hatte, dann wiederspreche ich vehement. Es glich sich in der Aufstellung mit Cheney und Rumsfeld haargenau an das des Vaters George W. Bushs an. Selbst der Beraterstab war zu 60% identisch. Es kamen nostalgische Gefühle auf, die im Golfkrieg 2 ihren Höhepunkt fanden!
    Dass Staaten durch Kriege kein Geld einnehmen ist wieder nicht um zwei Ecken gedacht. Wenn man, wie Halliburton eine Viertel Millionen Arbeitsplätze mit Zulieferern besetzt, wenn man sieht dass die Verschrottung nuklearer Atomsprengköpfe viel mehr kostet, als das bloße Abwerfen etc, dann weiß man, dass der Staat im Kreislauf sehr wohl Mehreinnahmen hat bzw. auch durch die Stärkung der Firmen, die ausländische Aufträge annehmen eine Bereicherung erfahren, bzw. Stabilisation.
    Und dass der Afghanistan Krieg Menschlich nötig gewesen ist…sei mir nicht böse, ich glaube dein Wein korkt. Wenn also ein Mitglied der ETA einmal in Amerika einen Anschlag begeht, dann sollte man auch am besten ganz menschlich ganz Spanien besetzen!

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  • Der Weinfreak

    @Peter: völlig d’accord. Ich wollte auch nicht den träumerischen alt-linken Utopisten mimen.
    Um aber zurückzukommen zum eigentlichen Thema beim Bloggwart: Du lieferst mir – sicherlich ungewollt :-) – ein Stichwort: “… den eigenen Bevölkerungen nur schwer erklären kann, warum die eigenen Soldaten sterben sollen”.
    Kann man es der deutschen Bevölkerung noch länger erklären, weshalb deutsche Soldaten weiterhin in Afghanistan sterben müssen? Nicht, dass es nicht richtig wäre, dass es zum “Berufsrisiko” eines Soldaten gehört, im Einsatz getötet zu werden. Aber für welche Ziele kämpfen die Soldaten noch? Und wenn die Ziele, für die sich noch kämpfen (Du hast das ja an vielen Stellen sehr klug dargestellt, welche das sind), gute Ziele sind, die auch im Sinne der deutschen Bevölkerung wären, warum kämpft man dann nicht für die selben guten Ziele an anderen Orten?
    Und genau da liegt für mich der Hase im Pfeffer. Es ist das Selektrive, dass mich an der ganzen Geschichte stört. Denn, seien wir einmal ehrlich: Hätten die A***löcher von der Al-Qaida nicht das WTC hochgejagt und wären deren Köppe nicht in Afghanistan verschanzt gewesen, würden heute keine deutschen Soldaten (oder Soldaten einer anderen Nation, spielt doch keine Rolle welcher Nationalität!) und Afghanen sterben.
    Natürlich ist alle “hätte” und “würde” Makulatur, jetzt gilt es nach vorne zu sehen. Doch was erwartet uns da vorne? Ein endloser Krieg, bei dem man gar nicht mehr weiß, um was es eigentlich noch ging, und erst Recht nicht weiß, wie man aus der schlimmen Nummer wieder herauskommt?
    Ratlose Grüße!

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  • Pasta

    @Peter Jacob „Ich war bereits bei der Sprengung der Buddha-Statuen durch die Taliban für eine militärische Intervention“ echt jetzt?? Krieg weil ein paar Volldeppen Steinfiguren in die Luft sprengen?.
    Wenn man schon Krieg aus „moralischen“ Gründen führen will, dann stände auf der Liste doch bestimmt Nordkorea ganz oben. Da gehen die USA aber nicht ran.

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  • wolfgang diel

    Raus aus Afghanistan!
    Diesen Satz kann man nur unterstreichen.
    Das was heute in Afghanistan geschieht hat mit dem Auftrag, den der Bundestag am 22.12.2001 erteilt hat, nichts mehr zu tun. Dieser offensichtliche Strategiewechsel (Luftangriff im September 2009 am Kundus-Fluss) ist vom Parlament nicht beschlossen.
    Altkanzler Schmidt hat in einer Diskussionsrunde an der Bundeswehr-Universität in Hamburg ausgeführt, dass, wenn ein Krieg nicht zu gewinnen ist, man in Verhandlungen eintreten muss.
    Und dieser Krieg ist nicht zu gewinnen. Im Gegenteil, er verschärft überflüssige Herausforderungen gegenüber dem Islam. Dieser politische und militärische Unsinn hat 43 jungen Männern das Leben gekostet. Wer will dieses Risiko künftig verantworten?

    Es gibt nur eine Entscheidung!

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  • Marco Rosso

    Ich teile uneingeschränkt die Meinung von Peter Jacob.Wir Deutschen sind eine Exportnation die auf den Handel mit der ganzen Welt angewiesen sind.
    Deswegen können wir uns nicht aus allem raushalten und so tuen als gehe uns der Rest der Welt nichts an.Wenn Menschen sterben ist das immer schlimm,aber immer nur den Weg des geringsten Widerstands nehmen hilft auch nicht.

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  • Peter Jakob

    @Direttore Zum Zeitpunkt des 11. September war die Regierung noch keine 8 Monate im Amt. Natürlich bestand das Personal aus altgedienten Falken, die schon seit Nixon politische Positionen einnahmen. Dennoch hatten diese keine Kriegsagenda. Bushs Politik konzentrierte sich vielmehr auf die Innenpolitik.
    Nach dem die USA sich unfreiwillig im Kriegszustand befanden, konnten die Falken gegen den Irak losschlagen. Man sollte aber diese beiden Kriege, nur weil sie zeitlich überlappen, nicht mit einander vermengen.
    Nur kurz zu dem finanziellen Aspekten. Der Staat hat die Taschen der Firmen gefüllt, sich selber aber ruiniert. Da kannst Du um viele Ecken denken, da wird doch nichts draus.
    Und zu dem Rest sag ich mal nichts, besonders zu dem ETA-Quatsch.

    Reply
  • Peter Jakob

    @pasta Die Figuren sollten nur verdeutlichen, dass ich 1. Krieg als Mittel nicht per se ablehne und 2. dem Taliban-Regime mehr als nur die Gastfreundschaft für Terroristen vorwerfe. Natürlich ist dies kein Kriegsgrund, auch wenn das mehr als Steinfiguren waren. Leider werden die kulturellen Schätze der Menschheit von Vielen nicht als das erkannt, was sie sind. Unser Gedächtnis, unsere Herkunft.
    Und Nordkorea würde ja angegriffen, wüsste man nicht, dass dieser Krieg mehr Schaden als Nutzen bringen würde. Die haben halt wirklich ABC-Waffen…

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