Alles über Wein und den Rest der Welt…

“STOP mining our Winelands”…

heißt die Gruppe die es auf facebook gibt. Der Hintergrund ist die bevorstehende Vernichtung von tausenden von Hektar Weinbergen in Stellenbosch, Südafrika. Die Mitgliederzahl der Gruppe ist seit gestern rapide angewachsen und das ist auch gut so.Cape PointAuch wir haben uns an dem Protestaufruf beteiligt und alle unsere facebook Kontakte eingeladen in diese Gruppe einzutreten. Natürlichist klar, dass wir aus der ferne relativ wenig ausrichten können. Dennoch zählt jede Stimme! Protest ist wichtig, gerade in Afrika.

Wenn man sich ein wenig mit den Hintergründen beschäftigt wird schnell klar, um was es in dieser Sache eigentlich geht. Natürlich um das große Geld, das ist klar. Aber es geht auch darum, und das ist wohl die Intention Zumas, alles was nur irgendwie geht zu verstaatlichen und dem Einfluß der weißen Bevölkerung zu entziehen. Klingt rassistisch? Ja, ist es auch! Nur in diesem Fall in die andere Richtung. Basis dafür ist das BEE – Black Economic Empowerment. Grundsätzlich ist das eine gute Idee, geht es doch um die wirtschaftliche Stärkung des Landes und die Bekämpfung der Armut in der schwarzen Bevölkerung. In der Praxis sieht das aber leider ganz anders aus. Wer schon einmal in Südafrika war, abseits der Golfplätze und Luxushotels, der weiß, dass dieses BEE teilweise mehr Probleme verursacht als verhindert. Die Förderung von Eigeninitiative und wirtschafliche Verantwortung ist gut gemeint, oft aber nicht mehr als eine schön klingende Worthülse.

Um manche der Hintergründe ein wenig deutlicher zu sehen, empfiehlt sich übrigens die Lektüre dieses Artikels der Zeitschrift “Mining weekly”. Da kann man dann schön nachlesen, was Jacob Zuma zur Verstaatlichung zu sagen hat. Der letzte Satz ist sehr spannend. Der Mann ist übrigens Marxist…

Einen weiteren Blogbeitrag zu diesem Thema gibt es hier beim drinktank

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