Alles über Wein und den Rest der Welt…

Was ist ein Weinblog…

..fragt Bernhard Fiedler hier auf seinem Blog. Er liefert auch gleich einige Erklärungen und anschauliche Beispiele. Wie eigentlich alles, was auf dem Fiedlerschen Blog steht ist auch dies wieder ein sehr gelungener Beitrag. Außerdem ist das eine wirklich interessante Frage. Was ist eigentlich ein Weinblog und wer ist eigentlich ein Weinblogger?Um es gleich zu Anfang zu sagen, ich glaube wir hier sind keine richtigen Weinblogger. Dafür gibt es bei uns zu viele andere Themen. Angeregt durch Bernhard Fiedlers Blogbeitrag habe ich mir auch einmal Gedanken über die Weinbloggerszene gemacht. Gar nicht so einfach. Es gibt Winzer, Weinmacher, Händler, Privatpersonen, Freaks, Journalisten. Alle bloggen sie über Wein und sind damit auch irgendwie Weinblogger. Die Intentionen könnten unterschiedlicher nicht sein. Manche erklären ihre Arbeit (echte Weinblogger), manche wollen etwas verkaufen, manche wollen unterhalten (wir manchmal), manche wollen alles besser wissen, manche wollen ihr großes Wissen mitteilen und geben Tipps und manche wollen ihre Leser einfach nur am Genuß teilhaben lassen. Eine riesengroße Vielfalt also, die diese Weinbloggerszene zu bieten hat. Und gerade das ist der Reiz. Es ist für jeden etwas dabei. Man stelle sich vor, man wollte so etwas komplexes auf die Beine stellen. Annähernd unmöglich. Besonders spannend sind die unterschiedlichen Charaktere und die manchmal daraus entstehenden Reibungen. Ich nenne das jetzt absichtlich “Reibung” und nicht “Streit”. Reibung erzeugt Wärme. Solche Reibungen sind manchmal auch ganz hilfreich. Sicherlich übertreiben es manche doch sehr damit, aber die kann man dann ja ignorieren.

Fakt ist jedenfalls, dass die Weinblogs doch langsam aber sicher ernst genommen werden. Darüber kann man sich doch freuen! Das sieht man ja nicht zuletzt daran, dass man als Weinblogger mittlerweile fast überall hin eingeladen wird, zitiert wird (wenn auch nicht immer mit Quellenangabe) und die Zugriffszahlen stetig steigen – wenn man sich nicht selbst betrügt und den ganzen Tag auf F5 drückt bis der Finger blutet.

In jedem Fall sollte man aber unterscheiden zwischen den Bloggern und den bloggenden Journalisten. Letztere sind eine eigene “Spezies”. Hier ist das Betreiben eines journalistischen Portals ein Geschäftsmodell und nichts anderes als ein Umzug von Print ins web 2.0. Dadurch sind sie keine Blogger, sondern sie bleiben Journalisten. Im Übrigen bezeichnen sich die meisten dieser Journalisten ja auch selbst nicht als Blogger.

Schwierig wird es nur dann, wenn das Ganze nicht klar definiert ist. Wenn sich das Bloggen, der Journalismus und ein wie auch immer geartetes Geschäftsmodell überschneidet. Das gibt es ja auch, wie einige Diskussionen zur Zeit deutlich zeigen.

Ein Kommentar zu “Was ist ein Weinblog…

  • multikulinaria

    Muss ja nicht immer alles in Schubladen passen ;o) Ich finde die Vielfalt in der Weinblogger-Szene jedenfalls spannend, entdecke immer wieder Neue und Neues, auch wenn ich zugegebenermaßen kein regelmäßiger Leser bin. Ich schaffe es ja noch nicht mal bei der Fülle Foodblogs kontinuierlich am Ball zu bleiben…
    Weiter so!

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