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ProWein “adelt” Weinblogger

Gerade lese ich hier bei der Berliner Weinakademie einen schönen Beitrag über ein Bloggertreffen auf der gerade zu Ende gegangenen ProWein in Düsseldorf. Michael Pleitgen berichtet über eine Zusammenkunft von mehreren Weinbloggern. Das Interessanteste ist die Tatsache, dass die Blogger von der Messe als “Presse” zugelassen wurden. Das hätte vor einigen Monaten niemand für möglich gehalten. Die Düsseldorfer Messeleitung ist eigentlich bekannt dafür, relativ strenge Zugangskriterien zu verfolgen. Umso schöner ist es, dass ausgerechnet die “Spinner mit ihren Blogs” quasi geadelt wurden. Hier hat wohl einer erkannt, dass unser Medium auf dem Vormarsch ist und wir immer mehr Menschen, die sich für das Weinthema interessieren, erreichen. Pikant an der ganzen Geschichte ist, dass das Treffen am Stand der Weinzeitschrift “Vinum” stattfand. Eben jener Zeitschrift, die kürzlich diese Diskussionen um Spinner und Nichtspinner ausgelöst hat…

8 Kommentare zu “ProWein “adelt” Weinblogger

  • pivu

    Ich bin mir da nicht so sicher, was die Zulassung von “Nur-Bloggern” als “Presse” seitens der Messeleitung betrifft. Am Stand hab’ ich jedenfalls noch genügend Blogger mit dem “normalen” Batch gesehen.

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  • Thomas Günther

    Ich würde das mit der Presseakkreditierung auch etwas differenzierter sehen. Aus meiner Sicht erkennt die Messe Düsseldorf, dass es zunehmend wichtiger wird. Soweit ich informiert bin ist man sich aber noch nicht sicher, wie das zukünftig gehandhabt wird. Es wird aber wahrscheinlich nicht darauf hinauslaufen, dass sich irgendjemand nur einen Blog bastelt und dann da rein kann. Ist ja schließlich eine Fachmesse und keine Endverbrauchermesse. Zugleich gab es auch schon in der Vergangenheit Blogger dort. Spannend fand ich eher die Ankündigung, dass eine verantwortliche Person aus der Presseabteilung zum Treffen kommt. Hat leider wegen Termingründen nicht funktioniert.

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    • Dirk Würtz Post author

      @pivu @thomas günther
      Ich habe das absichtlich etwas plakativer im BILD-Stil ausgelegt ;-)

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  • Charles

    Oh, ich wäre da auch sehr, sehr vorsichtig. Es ist das eine, wenn ein Aussteller sagt: “Ich hab da eine Veranstaltung, zu der ich gerne folgende (Fach-) Personen eingeladen habe und die dabei sein sollten.” Da wird sich wohl kein Messeveranstalter quer legen.
    Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir mal so was, wie in den Akkreditierungsrichtlinien der Messe in Hannover, auch in Düsseldorf finden:
    “6. Personen, die im Bereich des Internet nachweislich und nachvollziehbar journalistisch arbeiten oder so genannte Blogs betreiben. Voraussetzung ist, thematischer Zusammenhang zwischen den Internet-Beiträgen und der jeweiligen Messe.”
    Aber, ich lass mich gerne überraschen.

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  • Dr. Motz

    Sorry, dass ich mich da einmische. Aber einen x-beliebigen Blog betreiben ist das eine, journalistisch arbeiten das andere. Wollen wir das denn überhaupt? Wollen wir uns mit journalistischen Maßstäben messen lassen? Wollen wir uns den strengen Vorgaben eines Presserats unterwerfen? Einmal ganz abgesehen davon, dass die Fachmessen beziehungsweise Pressetage bei Endverbrauchermessen schon heute von jeder Menge Pappnasen unterwandert sind, die einfach nur auf Häppchen aus sind.

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  • Thomas Günther

    @ Dr.Motz:
    Erst dachte ich: Wieder mal jemand ohne echten Namen und es wird nur gepoltert. Aber eigentlich wirfst Du eine sehr berechtigte Frage auf: Was will man als Weinblogger auf einer Weinfachmesse? Ich kann das nicht für andere beantworten, aber für mich. Ich will von dort Artikel schreiben, neue Sachen kennen lernen und natürlich Leute treffen. Also genau die die auch dort sind. Bislang hab ich 17 Artikel über die ProWein geschrieben. Einige kommen noch. Da kann man auch jeden Artikel gerne mal durchgehen und überlegen, was es dort jeweils für Häppchen gab.

    Ich denke zudem, dass so mancher Weinblogger in seiner Berichterstattung von einer solchen Fachmesse eine Bereicherung sein kann. Denn wenn man schaut, was bislang im Print über die ProWein dieses Jahr erschienen ist, so sind das kaum mehr als leicht abgewandelte Presseerklärungen. Oder hat jemand auch schon recherchierte Beiträge gelesen?

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  • der Ultes

    Ich hatte mich entschlossen nicht über die ProWein selbst und direkt zu berichten, das Feld überlasse ich gerne anderen. Ich nahm vielmehr ein kurzes Resümee und kombinierte meine Aussage (viele Hallen, viele Stände, viele Weine, viele Menschen) mit einem kurzen Kommentar zum Bloggertreffen. Den Presseausweis musste ich ja dieses Jahr leider in Anspruch nehmen, da man mir seitens der Messe keinen “regulären Fachbesucherausweis” hat zukommen lassen.

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  • Goetz A. Primke

    Moin,

    ich schliesse mich der differenzierten Meinung von Thomas an.
    Ich selbst bin freier Journalist. Und ich war gern auf der ProWein – zum ersten Mal ueberhaupt. Doch ich hab bisher nur einen Artikel darueber geschrieben, und den auch nur ueber das Bloggertreffen am Sonntag:
    http://www.legourmand.de/?p=1287

    Das lag auch daran, dass ich nicht mit Laptop ueber die Messe gegangen bin, sondern einige Einzelgespraeche hatte, diverse Verkostungen und das Pressezentrum erst am letzten Tag entdeckt hatte. Fuer mich war die Messe ein wichtiger Kontaktmarkt. Die Ergebnisse fliessen in meine journalistische Arbeit rein, ebenso wie von InterNorga, ITB, Biofach und f.re.e.

    Thomas hingegen sass wohl taeglich im Pressezentrum, hat fleissig geschrieben – ist aber vom Beruf her kein Journalist. Doch er hat publiziert.
    Warum also sollte er fuer die Messe D’dorf und andere ein “schlechterer” sein, der keine Akkreditierung verdient?

    Ich finde die oben zitierten Akkreditierungsrichtlinien der Messe Hannover sehr gut und nachvollziehbar. So sollten Spaßblogger ausgeschlossen bleiben, Fachjournalisten, -redakteure, -blogger et alii aber gleichberechtigt Zugang haben.

    Servus,
    GAP

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