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	<title>Würtz-Wein</title>
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	<description>Alles über Wein und den Rest der Welt...</description>
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		<title>Neu &#8211; Falstaff Weinguide</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jun 2013 09:03:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Hin und wieder wurde es auf den langen Gängen der Weinwelt gemunkelt, jetzt ist es amtlich: der &#8220;Falstaff&#8221; bringt in diesem Jahr seinen eigenen Weinguide für Deutschland auf den Markt. &#160; Noch ein Weinführer&#8230; kaum zu glauben, aber wahr. Neben dem Platzhirsch, wenigstens was die Wahrnehmung angeht, Gault Millau, dem Internetweinführer &#8220;weinplus&#8221;, dem &#8220;Eichelmann&#8221; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Hin und wieder wurde es auf den langen Gängen der Weinwelt gemunkelt, jetzt ist es amtlich: der &#8220;Falstaff&#8221; bringt in diesem Jahr seinen eigenen Weinguide für Deutschland auf den Markt.<span id="more-6079"></span><!--more--></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-6081" title="falstaffBig" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//falstaffBig.gif" alt="" width="202" height="63" />Noch ein Weinführer&#8230; kaum zu glauben, aber wahr. Neben dem Platzhirsch, wenigstens was die Wahrnehmung angeht, Gault Millau, dem Internetweinführer &#8220;weinplus&#8221;, dem &#8220;Eichelmann&#8221; und dem Büchlein vom &#8220;FEINSCHMECKER&#8221;, erscheint im Herbst ein fünfter Weinführer in Buchform. In einer dieser Tage verschickten Mail heißt es:</p>
<p><em>&#8220;Für den Falstaff, das führende deutschsprachige Weinmagazin, stand von Anfang an die heimische Weinproduktion im Mittelpunkt der Berichterstattung – dies fand viel Anklang s<span style="font-size: 13px;">&#8220;</span><span style="font-size: 13px;">owohl bei den Winzern als auch bei den Lesern. Nun bereiten wir den nächsten Schritt vor: Wir werden im Herbst einen Weinguide (Druckauflage 30.000 Stück) für ganz Deutschland auf den Markt bringen &#8211; und damit einen vielfach geäußerten Wunsch von Produzenten und Konsumenten erfüllen. &#8220;</span></em></p>
<p>Solange der &#8220;Falstaff&#8221; seine Heftauflage nicht prüfen lässt, ist das Wort &#8220;führend&#8221; natürlich eher als Marketinginstrument, denn als belegbare Aussage zu sehen. Fakt ist aber, dass das Magazin in der deutschen Weinszene durchaus an Bedeutung gewonnen hat. Im Übrigen habe ich mir neulich von einem Verlagsexperten erklären lassen, dass die Höhe der verkauften Auflage so oder so nicht relevant ist. An erster stelle steht natürlich die verkaufte Werbung. und die ist im &#8220;Falstaff&#8221; reichlich vorhanden und, zumindest was ich so sehe, auch sehr hochwertig.</p>
<p>Die Teilnahmegebühr, und da wird es interessant, beträgt 490,00 Euro zuzüglich Steuer pro Weingut. Damit geht der &#8220;Falstaff&#8221; also direkt einen anderes Weg als seine Mitbewerber. Wir erinnern uns zurück: Der Gault Millau hat vor einigen Jahren einen &#8220;freiwilligen Beitrag&#8221; in Form eines Marketingpaketes eingeführt. Das führte zum Aufschrei  unter einigen namhaften deutschen Spitzenwinzer. ein offener Brief war die Folge, Armin Diel trat zurück, am Ende war aber alles wieder wie vorher&#8230; Ich habe einmal hier im Blogarchiv gestöbert und die entscheidende Passage des damaligen Schreibens wiedergefunden:</p>
<p><em>&#8220;Die Publikation einer Bewertung von Weingütern und Weinen, die durch einen, wie Sie schreiben, “freiwilligen Beitrag” der am Wettbewerb teilnehmenden Weingüter mitfinanziert wird, halten wir für die positive Weiterentwicklung unserer Weinkultur abträglich. Die Unterzeichner werden Ihrem Wunsch nach finanzieller Unterstützung daher nicht entsprechen.  Sie sind sich der wein-politischen Brisanz dieser öffentlichen Aussage sehr wohl bewusst und erachten daher das Verhältnis zum Gault Millau als so gestört, dass sie von nun an keine Probeweine mehr einreichen werden. Gleichzeitig erwarten sie, dass in Zukunft auf einer Publikation von Verkostungsergebnissen ihrer Weine und einer Beschreibung ihrer Weingüter abgesehen wird.”</em></p>
<p>Ich finde die Tatsache, dass der &#8220;Falstaff&#8221; einen Teilnehmerbeitrag erhebt, übrigens völlig in Ordnung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man einen Weinführer anders nachhaltig finanzieren kann. Natürlich sind knapp 500 Euro aber nicht gerade ein Schnäppchen.</p>
<p>Aus dem Mail geht leider nicht hervor, wie das Ganze beim &#8220;Falstaff&#8221; genau ablaufen wird. Wer die Weine probiert, wie die Weine probiert werden, wer die Redaktion des Buches macht. Ich persönlich gehe einmal davon aus, dass das die bewährten Autoren des deutschen Magazins, ergänzt durch einige professionelle Weinexperten, übernehmen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vinocamp 2013 &#8211; letzte Infos</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 09:28:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In zehn Tagen ist es soweit, das &#8220;Vinocamp Deutschland 2013&#8243; geht los. Zeit also, für die letzten wesentlichen Informationen. &#160; Die Anmeldung zum Camp ist noch offen. Wer noch teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden. Wer zur Vinocamp-Party am Samstag Abend einen Platz sicher haben möchte, muss sich jetzt beeilen. Bis kommenden Montag ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>In zehn Tagen ist es soweit, das &#8220;Vinocamp Deutschland 2013&#8243; geht los. Zeit also, für die letzten wesentlichen Informationen.<span id="more-6075"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-6077" title="Header" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Header2-460x119.png" alt="" width="460" height="119" />Die Anmeldung zum Camp ist noch offen. Wer noch teilnehmen möchte, <a href="http://vinocamp-deutschland.mixxt.eu/networks/events/show_event.79672">kann sich hier anmelden</a>.</p>
<p>Wer zur Vinocamp-Party am Samstag Abend einen Platz sicher haben möchte, muss sich jetzt beeilen. Bis kommenden Montag ist es noch möglich sich anzumelden. Danach schließen wir diesen Anmeldungsbereich. Leider können wir danach keine spontanen Zusagen mehr berücksichtigen, auch nicht für kurzentschlossene am Samstag. Bis Montag muss sich jeder der teilnehmen will angemeldet haben. <a href="http://vinocamp-deutschland.mixxt.eu/networks/events/show_event.79985">Zur Anmeldung geht es hier.</a> An der Samstagabend Veranstaltung kann auch nur teilnehmen, wer auch am Vinocamp teilnimmt.</p>
<p>Noch bis kommenden Freitag habt Ihr die Möglichkeit Eure Vorschläge für den &#8220;Wein Online Award&#8221; in den beiden Kategorien einzureichen. Dem Sieger winken jeweils 500 Euro, gestiftet von &#8220;sopexa&#8221;. <a href="http://vinocamp-deutschland.net/wein-online-award-2013/">Wie alles funktioniert, seht Ihr hier.</a></p>
<p>Freitag Abend gibt es wie immer ein kleines <a href="http://vinocamp-deutschland.mixxt.eu/networks/events/show_event.79588">&#8220;Come Togehter&#8221; am Abend im &#8220;Alten Rathaus&#8221; in Oestrich.</a> Vorher können wir da Wein- und Sektgut Barth in Hattenheim besuchen. Inklusive einer kleinen Probe versteht sich. Zeit- und Treffpunkt folgen</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Schraubkork</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jun 2013 06:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal sind es die kleinen Nachrichten, die wichtig und interessant sind&#8230; &#160; Da gab es gestern bei &#8220;Meinigers Weinsuche&#8221; eine kurze Meldung über einen neuen Verschluss für Weinflaschen. &#8220;Helix&#8221; heißt das Teil und beinahe hätte ich es überlesen. Entwickelt hat das Ganze ein Flaschenproduzent und die Firma Amorim. Letztere ist ein Korkhersteller. Angekündigt wird dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Manchmal sind es die kleinen Nachrichten, die wichtig und interessant sind&#8230;<span id="more-6070"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da gab es gestern bei<a href="https://www.meiningers-weinsuche.com/de/weinblog/das-ende-der-korkenzieher#.Ub8jkIzfbVM.facebook"> &#8220;Meinigers Weinsuche&#8221; </a>eine kurze Meldung über einen neuen Verschluss für Weinflaschen. &#8220;Helix&#8221; heißt das Teil und beinahe hätte ich es überlesen. Entwickelt hat das Ganze ein Flaschenproduzent und die Firma Amorim. Letztere ist ein Korkhersteller. Angekündigt wird dieser Verschluss als Innovation. Warum? Weil es ein Korken ist, den man aus der Flasche herausdreht und ihn natürlich auch wieder hineindrehen kann. Man braucht also keinen Korkenzieher mehr und: <em>&#8220;Der Einsatz von Kork soll jene Kunden, die beim Kauf von Wein auf Kork und das Plopp-Erlebnis nicht verzichten wollen, anlocken.&#8221;</em></p>
<p>Ich musste den Text mehrfach lesen. Einen Verschluss aus Kork zum drehen&#8230;  Klingt für mich wie ein Scherz, ehrlich gesagt. Allem Anschein nach, nimmt die Korkindustrie jetzt Rücksicht auf das deutlich veränderte Verhalten der Abfüller und der Konsumenten. Schraubverschlüsse sind auf dem Vormasch, unaufhaltsam! Ein Schraubverschluss aus Kork ist eine schöne Idee, alleine das Material bleibt das gleiche &#8211; Kork! Ich frage mich, ob das Verzweiflung ist oder ein erster Schritt in die richtige Richtung &#8211; so ein ganz kleiner&#8230; In jedem Fall habe ich herzhaft gelacht.</p>
<p>Für mich sind Korken mittlerweile weitestgehend Geschichte. Zu groß ist einfach die Unsicherheit über die Beschaffenheit dieses Produktes. Allerdings stelle ich in der letzten Zeit fest, dass sich die Korkindustrie erhebliche Mühe gibt. Nicht wegen den Kampagnen &#8211; wobei die Geschichte mit dem Korkbotschafter für mich gründlich misslungen war. Sondern tatsächlich ist festzustellen, dass sie versuchen an der Qualität arbeiten. Ich denke, dass liegt insbesondere daran, dass ihnen in Deutschland der Wind doch gewaltig ins Gesicht bläst. Für mich ist allerdings der Schraubverschluss aktuell völlig alternativlos.</p>
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		<title>Unwort des Jahres: &#8220;Überbewertet&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 12:28:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die nachfolgenden Zeilen sind in einem hoch emotionalisierten Zustand geschrieben &#8211; nur mal so vorab zur Erklärung Gestern Abend lief mir via Facebook wieder einmal der Begriff &#8220;überbewerteter Wein&#8221; über den Weg und da fiel mir wieder einmal ein, dass ich mich mit diesem Begriff schon immer dringend beschäftigen wollte&#8230; Eines direkt vorweg; ich finde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Die nachfolgenden Zeilen sind in einem hoch emotionalisierten Zustand geschrieben &#8211; nur mal so vorab zur Erklärung<span id="more-6060"></span></p>
<p><span style="font-size: 13px;">Gestern Abend lief mir via Facebook wieder einmal der Begriff &#8220;überbewerteter Wein&#8221; über den Weg und da fiel mir wieder einmal ein, dass ich mich mit diesem Begriff schon immer dringend beschäftigen wollte&#8230;</span></p>
<p><span style="font-size: 13px;"><img title="Weiterlesen …" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Eines direkt vorweg; ich finde diesen Begriff sinnlos, ja geradezu dämlich. Insbesondere weil er gerne von denen, die schon immer den Durchblick haben, instrumentalisiert wird. Wie kann ein Wein überbewertet sein? Wer bewertet einen Wein über? Der Konsument, der Kritiker, der Blogger, der Journalist, der Händler? </span></p>
<p>Wenn mir ein Wein schmeckt, und ich ihn in irgendeiner Art und Weise bewerte, dann tue ich das, gerade weil er mir schmeckt. Weil er meinen Nerv trifft, mein Empfinden, meinen Geschmack. Ähnlich geht es, davon gehe ich einmal aus, den professionellen Kritikern und natürlich auch den Händlern. Jetzt gibt es in den letzten Jahren immer mal wieder Weingüter, insbesondere deutsche Weingüter, die etwas mehr als andere im Licht der Öffentlichkeit stehen. Da entsteht dann etwas, das man landläufig als &#8220;Hype&#8221; bezeichnet. Alle reden und schreiben über die Weine und getrunken werden sie auch. Das geht in der Regel ein, zwei Jahre gut, dann kommt früher oder später reflexartig die &#8220;das Weingut/der Wein-ist-überbewertet-Keule&#8221;. Man kann beinahe die Uhr danach stellen. Das ist ein echter Klassiker. Und das Ganze kommt so sicher, wie das Amen in der Kirche. Ganz ehrlich, mich nervt das ganz gewaltig!</p>
<p>Aus dem Denken, es darf nicht sein, was nicht sein kann, aus Neid und Missgunst oder einfach nur, um auch einmal etwas zu sagen zu haben, kommt dieser Unsinn &#8211; &#8220;völlig überbewertet&#8221;.  Was mich am meisten daran stört ist die Tatsache, dass derjenige, der das absondert, damit automatisch erklärt, dass er den wahren Wert des Weines oder des Weingutes kennt. Ansonsten könnte er/sie ja auch nicht feststellen, das etwas &#8220;überbewertet&#8221; ist. Da frage ich mich ernsthaft, wie so etwas funktionieren kann. Ich masse mir nicht an, den Wert einer solchen Arbeit richtig bewerten zu können. Ich kann sagen, ob es mir schmeckt, ob der Wein einen objektiv feststellbaren Fehler hat, oder ob er fehlerfrei ist. Von letzterem ist in solchen Fällen ganz sicher auszugehen. Ich kann sagen, ob mich der Wein packt und begeistert, aber ich kann eben nicht sagen, dass er &#8220;über- oder unterbewertet&#8221; ist.  Ich glaube, nein ich bin überzeugt, niemand kann das. Wie soll ich den tatsächlichen Wert eines so emotionalen Produktes, wie Wein das nun einmal ist, feststellen? Bei anderen Produkten mag das funktionieren, bei Wein nicht.</p>
<p>Bei dieser Art von &#8220;Bewertung&#8221; glaube ich beinahe immer niedere Beweggründe. &#8220;Die holen wir jetzt mal runter&#8221;, &#8220;das Zeug ist gehypt, dass kann ja nichts sein&#8221;, &#8220;alles Ahnungslose, die das trinken, es gibt viel besseres, natürlich auch viel billiger&#8221;. Ich habe das unzählige Male gehört und gelesen und das Einzige, was mir dazu einfällt, ist: Laaaaangweilig! Sagt oder schreibt doch einfach, dass Euch der Wein nicht schmeckt und schon passt es. Hört doch einfach mit dieser Wichtigtuerei auf, die am Ende sogar für einige Menschen extrem verletzend sein kann. Wer lässt sich schon gerne sagen, er würde ein Produkt abliefern, dass sein Geld nicht wert ist, dass überbewertet ist.</p>
<p>Ich weiß, jeder muss und hat etwas zu sagen, es ist schwierig. Alle &#8220;Weinbundestrainer&#8221; werden sich beim Lesen dieser Zeilen ganz fürchterlich aufregen. Ebenso natürlich alle, die schon immer besser Wein probieren können als Parker und sämtliche Weinführer zusammen. Ist klar! Die haben allesamt den Durchblick in Sachen &#8220;Weinwertigkeit&#8221;. Ich dachte eigentlich, dass diese Denke, dieses Gehabe, mit dem Sterben der Weinforen ebenfalls beerdigt wurde.  Ich werde gerade, leider, eines Besseren belehrt. Schade eigentlich! Das moderne Internetz schafft es irgendwie auch nicht, diese Zeigefingermentalität nachhaltig loszuwerden. Da wachsen immer wieder welche nach, die genau wissen, wie das ist, mit der Wertigkeit eines Weines.</p>
<p>Es steht natürlich außer Frage, dass gerade auch Weinhändler sich häufiger nicht von ihrem eigenen Geschmack, sondern von der Mode oder eben einem &#8220;Hype&#8221; leiten lassen. Geschenkt! So ist das bei jedem Produkt, mit dem sich Geld verdienen lässt. Aber ist es deshalb gleich überbewertet? Wenn jemand für eine Flasche Bordeaux 1.000 Euro zahlen kann und will, dann ist das so. Wenn das Weingut dafür 1.000 Euro anstandslos bekommt, dann kann man ihm nur dazu gratulieren. Wenn es in der Nachbarschaft einen gibt, der die gleiche Qualität für 12,50 Euro abliefert, ist das Wunderbar und ein Fest für jeden Weinfreund, der nicht russischer Oligarch ist. Und wenn einer in der Pfalz ausgezogen ist &#8211; in diesem Fall das Weingut &#8220;Von Winning&#8221;, einen neuen und ganz eigenen Rieslingstil zu kreieren und dabei zufällig &#8220;gehypt&#8221; wird, dann kann ich nur sagen: Hut ab und weiter so!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Grosses Kino bei Kühn</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jun 2013 09:09:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich über Wein in meinem Blog schreibe, dann meist über kleinere oder unbekanntere. Manchmal müssen es aber auch die bekannten sein. &#160; Wenn mir ein Wein schmeckt, wirklich richtig gut schmeckt, dann werde ich schnell und gerne euphorisch. Wenn mich etwas packt, dann kann ich gar nicht anders. Ich bin eben ein hoch emotionaler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wenn ich über Wein in meinem Blog schreibe, dann meist über kleinere oder unbekanntere. Manchmal müssen es aber auch die bekannten sein.<span id="more-6053"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-6054" title="FKühn" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//FKühn-375x500.jpg" alt="" width="375" height="500" />Wenn mir ein Wein schmeckt, wirklich richtig gut schmeckt, dann werde ich schnell und gerne euphorisch. Wenn mich etwas packt, dann kann ich gar nicht anders. Ich bin eben ein hoch emotionaler Mensch. Das nüchterne und sachliche Sezieren eines Weines überlasse ich den professionellen Weinkritikern. Das ist deren Job und auch deren Recht. Für mich muss es vibrieren, ich muss Gänsehaut bekommen, ich muss reflexartig die Musik aufdrehen &#8211; möglichst laut &#8211; und ich will das dann auch bitte trinken. Das Ganze dann in Worten ausdrücken zu dürfen ist der große Reiz des Bloggens. Die Tage war ich im <a href="http://www.weingutpjkuehn.de/">Weingut Peter Jakob Kühn</a> in Oestrich und hatte alle diese Gefühle. Die Musik hat gefehlt, aber ansonsten war es ziemlich perfekt.</p>
<p>Ich kenne die Kühns schon sehr lange. Seit den späten 90iger Jahren, als die damalige Tochter Sandra bei uns ihre Ausbildung zur Winzerin machte. Damals gehörte das Weingut Kühn bereits zu den besten Weingütern des Rheingaus. Der Weinstil war typisch für die Region und typisch für die damalige Zeit. Alles ziemlich klar und fruchtig. Es war ein Stil, der deutlich an der Weinmode der damaligen Zeit angelehnt war. Irgendwann gab es aber einen, meiner Meinung nach dramatischen Wechsel der Stilistik. Vielleicht sogar der dramatischste und gründlichste, den ich persönlich jemals in einem Weingut  erlebt habe. Die Weine wurde ganz anders, völlig anders. Durchgegoren, knalltrocken, teilweise experimentell, sehr eigen, sehr authentisch. Die Kühns wurden zu Biodynamikern und der ganze Laden wurde auf den Kopf gestellt. Ich erinnere mich noch an, freundlich ausgedrückt, rege Diskussionen in einigen Foren im Internet. Auch einige Journalisten und Weinkritiker waren &#8220;verwirrt&#8221;. Es hat seine Zeit gedauert, bis diese neue Stilistik bei allen angekommen war. Bis alle verstanden hatten, um was es da eigentlich ging. Es ging um die Herkunft. Es ging darum möglichst natürlich Weine zu produzieren, die exakt das Stückchen Land widerspiegeln, auf dem sie gewachsen sind.</p>
<p>Ich gebe zu, ich habe die Weine in der Anfangszeit nicht verstanden. Nicht einmal im Ansatz. Mein Weinweltbild, insbesondere was die Herstellung betrifft, war früher ein ganz anderes. Mittlerweile habe ich es verstanden und so verinnerlicht, dass es auch zu meinem geworden ist. Die Weine von Kühns sind für mich mithin die spannendsten, die es in Deutschland überhaupt gibt. Für den privaten Würtz gehören diese Weine in den Olymp &#8211; wie Battenfeld-Spanier, wie Wittmann. Um nur mal einige zu nennen. Diese Woche fühlte ich mich in dieser Annahme wieder einmal bestätigt. Wir tranken, einen 2006 &#8220;Schlehdorn&#8221;. Wohlgemerkt habe ich ihn getrunken, nicht verkostet. 2006 war eines der schwierigsten Jahre in der jüngeren Vergangenheit. Enorme, schlechte, widerliche Fäulnis machte uns allen zu schaffen. Ganz vielen Weinen schmeckt man das auch an, leider. Nicht diesem Wein. Der 2006 &#8220;Schlehdorn&#8221;, ist ein Beispiel besten Winzerhandwerks. Vielleicht sogar ein Beispiel dafür, was passiert, wenn aus Handwerk Kunst wird. Ein perfekt gereifter Wein, ein tiefes und vielschichtiges Kunstwerk, ausgestattet mit höchster Trinkfreude. Kanlltrocken, versteht sich. Wie oft höre ich, dass man über Kühns Weine diskutieren muss, dass man sie verstehen muss, dass sie einen fordern, dass sie intellektuelle Salonweine seien. Das mag vielleicht für den einen oder anderen so sein, für mich nicht. Natürlich sind das keine belanglosen Alltagsweine, dass ist auch nicht der Anspruch. Aber es sind eben Weine zum trinken. Von mir aus darf man dabei auch diskutieren&#8230; aber bitte beim trinken!</p>
<p>Wenn ich mich mit den Kühns unterhalte, dann wird eines schnell klar: da arbeiten nur Menschen, die konsequent sind. Alles ist konsequent zu Ende gebracht. Keine Kompromisse! In den Weinbergen angefangen &#8211; die übrigens zu den gepflegtesten und gesündesten im Rheingau gehören &#8211; bis hin zu den Weinen. Alles ist in sich schlüssig und rund. Kreislaufwirtschaft eben. Ich ziehe den Hut, vor so viel Konsequenz!</p>
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		<title>Neues Video</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jun 2013 05:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit gester ist auf stern.de ein neues Wein Video online. Bevor wir uns auf stern.de demnächst, e n d l i c h mit deutschen Weinen beschäftigen werden, haben wir uns ein wenig Zeit für Griechenland genommen. Griechischer Wein hat es nicht leicht in Deutschland, leider. An der Qualität liegt das nicht. Die ist ziemlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Seit gester ist auf stern.de ein neues Wein Video online.<span id="more-6050"></span></p>
<p>Bevor wir uns auf stern.de demnächst, e n d l i c h mit deutschen Weinen beschäftigen werden, haben wir uns ein wenig Zeit für Griechenland genommen. Griechischer Wein hat es nicht leicht in Deutschland, leider. An der Qualität liegt das nicht. Die ist ziemlich gut geworden, wie ich selbst seit Jahren feststellen kann. Das Problem ist, wenigstens im Moment, wohl eher ein emotionales. Abgesehen von der unglaublichen, sehr schwer zu überschauenden Vielfalt der griechischen Weine und den komplizierten Namen der Rebsorten&#8230;</p>
<p>Vielleicht können wir ja mit unserem Video ein wenig dazu beitragen, dass griechischer Wein etwas &#8220;ankommt&#8221;. Hier geht es zum Video auf <a href="http://www.stern.de/lifestyle/lebensart/sternde-weinschule-die-schoene-seite-von-griechenland-2024378.html">stern.de</a></p>
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		<title>Wenn es nur das Hochwasser wäre&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 10:26:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum ersten Mal in meinem Leben, und das obwohl ich in einer Stadt am Rhein aufgewachsen bin, habe ich mit Hochwasser zu tun. Es war ein einschneidendes Erlebnis, das ich ganz sicher nicht vergessen werde und das ich so nicht noch einmal erleben will. Aber es kommt wieder und nicht nur das&#8230; Was ging mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p align="LEFT">Zum ersten Mal in meinem Leben, und das obwohl ich in einer Stadt am Rhein aufgewachsen bin, habe ich mit Hochwasser zu tun. Es war ein einschneidendes Erlebnis, das ich ganz sicher nicht vergessen werde und das ich so nicht noch einmal erleben will. Aber es kommt wieder und nicht nur das&#8230;<span id="more-6045"></span></p>
<p align="LEFT">Was ging mir das Wetter in diesem Jahr auf die Nerven. Beinahe depressiv hat es mich gemacht. Seit Ende Oktober des letzten Jahres war es kalt und dunkel. Ganz fürchterlich dunkel. Und selbst der Mai war eine Katastrophe. Eiskalt, nass kurzum grauenvoll. Immer, wenn diese Gedanken in meinem Hirn tsunamigleich randalieren, versuche ich, mich selbst zu beruhigen: „2010 war der Mai genau so kalt und nass“ oder „seit 2003 wird jedes Jahr trockener und wärmer“. Das stimmt wohl tatsächlich, wenigstens wenn man den Wetterforschern glaubt. Aber es hilft mir nicht. Mein persönliches Empfinden ist ein anderes – und darauf kommt es nun einmal an. Das Wetter und seine Kapriolen kotzt mich an, ich finde leider keinen freundlicheren und gepflegteren Ausdruck. Und das ist alles nur der Anfang.</p>
<p align="LEFT">Das Klima verändert sich nachhaltig. Ja, jeder weiß das, immer die gleiche Leier. Ich bin mir gar nicht mehr sicher, ob das jeder weiß. Gehört hat zumindest jeder davon, angekommen ist es wohl eher nicht. Die Klimaerwärmung war ganz sicher in den letzten Monaten, gerade im Netz, eines der meist belächelten Phänomene. Von wegen „Erwärmung“, „so ein Quatsch, eiskalt und klatschnass ist es“. Wasser überall. Unwetter, sintflutartige Regenfälle und Hochwasser. Alles korrekt, aber alles „nur“ extreme Phänomene eben. Es wird alles eben extremer. Das ist nichts wirklich Neues. Den Klimawandel, mehrere Klimawandel gab es schon immer. Das, was wir jetzt haben, ist aber absolut neu, denn jetzt verursacht der Mensch diesen Klimawandel.</p>
<p align="LEFT">Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Methan sind Klimakiller. Daran kann und daran wird ernsthaft hoffentlich keiner mehr zweifeln. Die Erde heizt sich auf und der Mensch mit seinem aberwitzigen Ausstoß an Kohlendioxid ist Schuld daran. So einfach ist das. Klimaforscher sehen seit Jahren für Deutschland ganz bestimmte Szenarien kommen: Starkregenfälle im Westen und Süden der Republik. Hochwasser, Hitzewellen im Südwesten und Dürren im Osten. Klingt mittlerweile vertraut, finde ich&#8230;</p>
<p align="LEFT">A propos Methan&#8230; Ich liebe Kühe, geniale Viecher. Aber gerade an der heißgeliebten Kuh wird das ganze Dilemma deutlich. Je mehr Kühe es gibt, umso mehr Gase werden produziert. Das ist natürlich früher oder später nicht gut für das Klima. Vor einigen Jahren wurde gar über die Einführung einer „Kuh-Abgas-Steuer“ nachgedacht. Einige, allen voran diverse Umweltschutzorganisationen, hatten die Kuh als Klimakiller ausgemacht. Methan, das furzt die Kuh aus, wirkt 20-mal stärker als Kohlendioxid. Oder anders ausgedrückt: Eine Kuh entspricht ungefähr 20.000 gefahrenen Kilometern in einem normalen Kleinwagen. Das ist sicherlich alles irgendwie richtig, aber es ist natürlich auch grandios einfach gedacht. Zwischen Schwarz und Weiß gibt es immer mehrere Graustufen. Will man solche Probleme lösen, dann kommt es aber genau auf diese Graustufen an. Warum gibt es so viele Kühe in Deutschland? Weil jeder Milch säuft und Fleisch frisst wie ein Derwisch. Die durchschnittliche Hochleistungsmilchkuh fällt nach zwei Jahren und jährlichen Tausenden Kilo Milch tot um. Die Kuh, eine lebende Kreatur, ist quasi industrialisiert. Ist das nicht krank? Bevor sie tot umfällt, stehen bereits drei Nachfolger im Stall. Der Bauer braucht eine hohe Produktivität, ansonsten verdient er kein Geld. Der Milchpreis ist, mal mehr und mal weniger, ein Witz. Die Molkereien zahlen schlecht. Sie bezahlen deswegen so schlecht, weil der Verbraucher einen billigen Joghurt will. Die Freude ist riesengroß, wenn der Joghurt mit aromatisierten Holzstückchen (die sind billiger als billige Früchtchen) eben nur 19 Cent kostet. Und überhaupt ist das nicht nur billig, sondern auch irgendwie gesund…</p>
<p align="LEFT">Wir nehmen das alles zur Kenntnis, wir reden, schimpfen und diskutieren – vornehmlich über das Wetter. Ganz sicher ist das sogar neben dem Fußball eines der Themen der Deutschen – aber wir tun nichts. Null, nada, niente! Im Gegenteil. Wer etwas auf sich hält, fährt einen SUV, wenigstens als Zweitwagen, auch wenn es bis zum Discounter, in dem man schnell ein Pfund peruanischen Spargel oder drei Joghurt für jeweils 19 Cent kauft, nur 100 Meter sind. Da fällt mir übrigens ein, dass der Aufruf zum Kauf regionaler Produkte langsam aber sicher auch lächerlich wird. Es geht nicht um die Regionalität der Produkte, sondern um deren Qualität, die Methode der Herstellung und um die allgegenwärtige Nachhaltigkeit. Dreck bleibt Dreck, auch wenn er vom Nachbarn kommt. Oder ist das Schweine-KZ auf dem Land, in dem die armen Viecher auf Betonspaltenböden vor sich hinvegetieren, neuerdings in Ordnung, weil es in der Nachbarschaft steht? Klar, immer die gleiche Leier. Traurig, aber wahr, denn es tut sich nichts. Gar nichts.</p>
<p align="LEFT">Aktuell versinken große Teile des Landes im Wasser. Omnipräsent in den Medien, live für jeden mitzuverfolgen. Große Betroffenheit, Dramen, zerstörte Existenzen. Vielleicht muss man wohl erst einmal selbst von einem Hochwasser betroffen sein, um sich vorstellen zu können, wie sich das Ganze – außerhalb des Fernsehsessels – anfühlt. Dieses bizarre Gefühl der Ohnmacht, wenn die Natur die Kontrolle übernimmt. Aber selbst im trockenen Dolby-Surround-Ambiente würde eine Millisekunde des Nachdenkens ausreichen. So kann es nicht mehr weitergehen! Wir sind schuld an diesem ganzen Desaster und wir müssen endlich etwas tun!</p>
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		<title>Vinocamp Deutschland 2013</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Jun 2013 12:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer anstrengenden und zermürbenden Hochwasserwoche kann ich mich endlich einmal wieder dem anstehenden Vinocamp widmen. &#160; Wie in jedem Jahr häufen sich die Beschwerden über die Anmeldefunktionen auf &#8220;mixxt&#8221;. Natürlich ist &#8220;mixxt&#8221; nicht der Renner, dass wissen wir alle. Aber es funktioniert meistens und alles wird genau erklärt. Wer es dennoch nicht schafft sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Nach einer anstrengenden und zermürbenden Hochwasserwoche kann ich mich endlich einmal wieder dem anstehenden Vinocamp widmen.<span id="more-6040"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-6042" title="vinocamp_de" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//vinocamp_de5-460x230.jpg" alt="" width="460" height="230" />Wie in jedem Jahr häufen sich die Beschwerden über die Anmeldefunktionen auf &#8220;mixxt&#8221;. Natürlich ist &#8220;mixxt&#8221; nicht der Renner, dass wissen wir alle. Aber es funktioniert meistens und alles wird genau erklärt. Wer es dennoch nicht schafft sich dort anzumelden, kann mir einfach eine Mail schicken und wir machen das auf dem &#8220;good old way&#8221;&#8230; <a href="http://vinocamp-deutschland.mixxt.eu/networks/events/index">Hier zur Sicherheit aber noch einmal der link zu mixxt</a>. Die Anmeldungen zum Vinocamp bewegen sich in den gleichen Dimensionen wie in den beiden Vorjahren &#8211; das ist schön. Ich denke wir werden wieder irgendwas um die 120 Leute in Geisenheim sein. Der Samstag Abend schleppt sich dahingegen ziemlich hin. Ich weiss im Moment nicht, ob die Vinocamper tatsächlich Lust auf diese Veranstaltung haben. Das ist allerdings auch nicht dramatisch, denn die Vinocamper sind diejenigen, die das Programm bestimmen. Und wenn die nicht  wollen, dann ist das eben so. Um einigen Unentschlossenen noch einmal eine Entscheidungshilfe zu geben, hier noch einmal einige Details zur Vinocamp-Party am Samstag Abend: Uns erwartet in <a href="http://www.georg-breuer.com/deutsch/startD.html">Breuers Kellerwelt</a> ein fulminantes Menü, zubereitet vom Rheingauer Spitzenkoch Matthias Böhler. Zu jedem Gang gibt es drei verschiedene Sekte und Champagner. Als keliner Höhepunkt des Abends verleihen wir den &#8220;Wine Online Award&#8221; in zwei Kategorien. Dieser Preis ist jeweils mit 500 Euro dotiert und wird von der &#8220;sopexa&#8221; unterstützt. Den &#8221;Wine Online Award&#8221;  werden wir künftig übrigens vom Vinocamp abkoppeln und davon unabhängig gestalten. <a href="http://vinocamp-deutschland.net/">Alles Wissenswerte und wie das Prozedere rund um diesen Preis funktioniert, findet man hier.</a> Jeder darf teilnehmen&#8230;</p>
<p>Ganz grundsätzlich glaube ich übrigens, dass sich die Form des Barcamps überholt hat. Die letzten drei, vier Jahre haben die Entwicklung des Netzes und dessen Akzeptanz in völlig neue Dimensionen katapultiert. Vor zwei Jahren noch musste man einigen erklären was &#8220;social media&#8221; und &#8220;social network&#8221; überhaupt ist, heute ist das Ganze schlichtweg Alltag. Es gehört einfach zur Normalität. Das Netz mit all seinen Facetten und Möglichkeiten ist komplett im Bewusstsein angekommen. Aus diesem Grund stellen sich mittlerweile ganz andere Fragen, stehen mittlerweile ganz andere Szenarien an, die gelöst werden wollen. So etwa ist auf einem Barcamp nicht mehr zu leisten, schon gar nicht zu lösen. Wir denken deshalb für die Zukunft über ein ganz anderes Format nach, eine klassische &#8220;Denkfabrik&#8221; in Sachen &#8220;Wein im Web&#8221;. Dazu aber zu einem anderen Zeitpunkt mehr. In jedem Fall werde ich aber eine session zu diesem Thema auf dem Vinocamp machen &#8211; vielleicht auch zwei.</p>
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		<title>Hochwasser 2013</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2013/06/03/hochwasser-2013/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Jun 2013 08:50:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Während ich diese Zeilen schreibe, läuft das Wasser bereits in den Keller&#8230; Hochwasser ist hier am Rhein nichts besonderes &#8211; das Hochwasser, dass gerade auf dem Weg zu uns ist, allerdings schon. Stündlich steigt der Pegel um drei Zentimeter. Teile der B42 sind bereits gesperrt &#8211; der Rest wohl auch bald, die Tankstelle in Hattenheim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Während ich diese Zeilen schreibe, läuft das Wasser bereits in den Keller&#8230;<span id="more-6035"></span><!--more--></p>
<p><span style="font-size: 13px;"><img class="alignleft size-medium wp-image-6036" title="Hochwaser" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Hochwaser-460x345.jpg" alt="" width="460" height="345" />Hochwasser ist hier am Rhein nichts besonderes &#8211; das Hochwasser, dass gerade auf dem Weg zu uns ist, allerdings schon. Stündlich steigt der Pegel um drei Zentimeter. Teile der B42 sind bereits gesperrt &#8211; der Rest wohl auch bald, die Tankstelle in Hattenheim ist seit gestern Abend abgebaut, vom Sportplatz sieht man nur noch den oberen Teil der Tore und bei uns im Keller drückt das Wasser bereits rein. Das letzte Rekordhochwasser war hier im Jahr 1988 und mit einem ähnlichen Pegelstand wird gerade auch wieder gerechnet. Ich habe so etwas noch nie miterlebt und ganz ehrlich &#8211; das macht keinen Spaß.  Im Gegenteil, das Ganze hat etwas extrem bedrohliches. Die Situation ist leicht surreal: Strahlender Sonnenschein, die Temperaturen steigen endlich, alles sieht toll aus und keine 100 Meter von mir lauert das Wasser. </span></p>
<p>Seit heute morgen sind wir hier alle Mann dabei den gesamten Betrieb für das Hochwasser sicher zu machen. Die Kellerei hier in Hattenheim steht etwas erhöht, die Einheimischen nennen das auch &#8220;die Insel&#8221;. Der Name ist Programm. Beim letzten Hochwasser hat nur noch die Kellerei oben rausgeschaut. Auf dem Hof und in der Rheinal<span style="font-size: 13px;">lee konnte man mit dem Schlauchboot fahren. Ich hoffe, es kommt dieses Mal nicht so weit &#8211; aber ich bin skeptisch. Wir installieren überall Pumpen und Schläuche. C-Schläuche &#8211; großes Geschütz quasi. </span></p>
<p>Unser Weinberg am Rhein, ein Teil der Lage Schloß Reichartshausen ist &#8211; wie auf dem Foto zu sehen &#8211; bereits komplett im Rhein versunken. Ich bin gespannt, ob die Reben das überleben. Gerade haben wir hier hunderte junge Pflanzen nachgepflanzt&#8230; Unser frisch renovierter Weinstand unten am Rhein steht auch bereits unter Wasser und wird wohl bis morgen Nachmittag so ziemlich versinken. Das ist alles nicht wirklich schön.</p>
<p>Ich bin nicht panisch, aber ich fühle mich auch nicht wirklich wohl. Das ist ein Gefühl, auf das ich gerne verzichten könnte. Es wirkt alles irgendwie schon sehr bedrohlich.</p>
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		<title>Weinrallye 63 &#8211; Anbaustopp</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2013/05/31/weinrallye-63-anbaustopp/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 May 2013 06:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist wieder einmal Weinrallye-Tag und bei dem Thema MUSS ich mitmachen. Gastgeber ist der Blog von Sebastian Holey &#8220;Weinbau und Oenologie&#8221; &#160; Der Anbaustopp, die Pflanzrechte und alles was damit zu tun hat ist ja, wie hinlänglich bekannt, eines meiner Lieblingsthemen. Es geht darum, dass man nicht einfach Wein anpflanzen kann wo man will, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Heute ist wieder einmal Weinrallye-Tag und bei dem Thema MUSS ich mitmachen. Gastgeber ist der Blog von <a href="http://www.weinbau-oenologie.de/">Sebastian Holey &#8220;Weinbau und Oenologie&#8221;<span id="more-6024"></span></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-6025" title="Weinrallye-63-600x320" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Weinrallye-63-600x320-460x245.jpg" alt="" width="460" height="245" />Der Anbaustopp, die Pflanzrechte und alles was damit zu tun hat ist ja, wie hinlänglich bekannt, eines meiner Lieblingsthemen. Es geht darum, dass man nicht einfach Wein anpflanzen kann wo man will, sondern nur in ganz bestimmten Gegenden &#8211; und auch nur dann, wenn man sogenannte &#8220;Pflanzrechte&#8221; besitzt. Der europäische Weinbau ist also reguliert. Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, hält sich aber kaum einer daran. Außer wir hier in Deutschland&#8230; In Spanien sind ganze Anbaugebiete neu entstanden, in Italien wird munter erweitert und die Franzosen haben beinahe unendliche Reserven, die bei Bedarf abrufbar sind. Die EU hat, im Zuge der EU-Weinmarktreform, nun vor Jahren ein Ende des Anbaustopps, der Pflanzrechte und der Restriktionen beschlossen. In der deutschen Weinwelt will das allerdings kaum einer &#8211; insbesondere die Weinbaufunktionäre und Politiker machen gegen diese Reform Stimmung. Wahre Horroszenarien werden hier erfunden. Vom Ende des Steillagenweinbaus ist die Rede, von einer Schwemme von Billigweinen bis hin zur Zerstörung der Weinkulturlandschaft ist gar die Rede. Dabei, und das ist das groteske, sind diese Horrorszenarien längst Wirklichkeit.</p>
<p>Die Steillagen sterben seit Jahrzehnten. Eine Fahrt auf dem Schiff durch den Mittelrhein zeigt es ganz deutlich. Weinbau in Steillagen lohnt sich schon lange nur noch für die Freaks. Für diejenigen, die mit unglaublichen Einsatz, Liebe und einer gehörigen Portion Wahnsinn versuchen, dieses einzigartige Kulturgut am Leben zu erhalten. Andere, insbesondere diejenigen, die am lautesten schreien wie beispielsweise einige Genossenschaften, haben die Steillagen schon seit Jahren abgehakt. Unwirtschaftlich, weil zu arbeitsaufwendig und eben nicht &#8220;massenkompatibel&#8221;.</p>
<p>Die &#8220;Billigweinschwemme&#8221; ist längst dauerhaft über Deutschland gerauscht. Sie kommt aus dem Ausland, insbesondere aus den Ländern, die sich nämlich nicht an irgendeine Restriktion halten. In manchen Gegenden in Spanien bekommt man Wein beinahe geschenkt. Im Süden Italiens, in Apulien, werden so lächerliche Preise für Trauben bezahlt, dass man sich kaum vorstellen kann, wie davon irgendjemand leben kann. Dieser Wein überschwemmt uns, steht in dem LEH, im Discounter und sogar im Fachhandel. Bei letzterem fällt es nur nicht so auf. Es gibt große deutsche Importeure und Handelsagenturen, die ausschließlich den Fachhandel beliefern, und bei denen man für deutlich weniger als zwei Euro eine Flasche Wein kaufen kann. Kürzlich sah ich einen spanischen Wein für sage und schreibe 1,19 Euro&#8230; der steht dann für 4,95 im Fachhandel. Selbst wenn wir wollten, selbst dann wenn wir 100.000 Hektar mehr Fläche in Deutschland hätten, könnten wir so etwas nicht!</p>
<p>Seit vielen Jahren versuche ich, gerade hier in meinem Blog zu erklären, was die Konsequenzen dieser Restriktionen sein werden. Zahlreiche, beinahe endlose Diskussionen habe ich geführt und immer und wieder die gleichen Argumente gehört. Das häufigste ist zeitgleich das falscheste: Wir brauchen nicht mehr Billigwein für die Discounter! Als ob es darum ginge.</p>
<p>Wir können keine Billigweine produzieren. Wir sind nicht Spanien, wir sind nicht Italien oder wer auch immer. Bei der Erweiterung der Rebfläche geht es auch überhaupt nicht um diese Art von Wein. Es geht einzig und allein um handwerklich einwandfrei hergestellte Rebsortenweine. Also das, was deutsche Faßweinwinzer seit Jahren machen und was eine große Nachfrage hatte. Kellereien wollen Wein, Winzer wollen liefern und einige lassen das nicht zu. Was für eine absurde Situation. Die Konsequenzen sind seit einigen Monaten sichtbar, auch wenn es manche schlicht nicht sehen wollen &#8211; oder ganz anders deuten.</p>
<p>Der deutsche Wein wird großflächig ausgelistet. Das kann man ganz wunderbar am Faßweinmarkt sehen. Dornfelder kostet die Hälfte, wenn er überhaupt gekauft wird. Erstmalig wurde sogar der 11er Jahrgang über die 12er Ernte mitgenommen. Das gab es fast noch nie. Bestimmte Preise sinken ebenfalls. Der Rheingauer Riesling liegt aktuell bei 1,40 Euro pro Liter und es gibt jede Menge davon. Das sind alles Signale, die Frage ist nur, wie man diese deuten möchte. <span style="font-size: 13px;">Wenn ich mich mit bestimmten Marktteilnehmern unterhalte, dann gibt es allerdings nur wenig Spielraum, was die Deutungsmöglichkeiten anbelangt. Deutscher Wein ist nicht ausreichend verfügbar &#8211; und das, obwohl eigentlich alle Marktteilnehmer wollen. &#8220;Absurd&#8221; ist fast noch ein  zu freundliches Wort für diese Situation. Diese Situation gefährdet nachhaltig die Weinkulturlandschaft Deutschland. Früher oder später sind wir in bestimmten Marktsegmenten &#8220;weg vom Fenster&#8221; und dann liegen nicht nur die Steillagen brach&#8230;</span></p>
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