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	<title>Würtz-Wein &#187; Wein</title>
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	<description>Alles über Wein und den Rest der Welt...</description>
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		<title>Der &#8220;neue&#8221; Gault Millau&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 08:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern erschien er, der neue Gault Millau Weinguide 2012. Etwas früher als gewohnt, mit den üblichen &#8220;Überraschungen&#8221;&#8230; Die echte Überraschung ist sicherlich der Winzer des Jahres. Matthias Müller, vom gleichnamigen Weingut aus Spay am Mittelrhein, hat diesen Titel verliehen bekommen. Damit hat sicherlich niemand gerechnet. Mit dem &#8220;Aufsteiger des Jahres&#8221; wohl eher. Dass ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Gestern erschien er, der neue Gault Millau Weinguide 2012. Etwas früher als gewohnt, mit den üblichen &#8220;Überraschungen&#8221;&#8230;<span id="more-4604"></span></p>
<p>Die echte Überraschung ist sicherlich der Winzer des Jahres. Matthias Müller, vom gleichnamigen Weingut aus Spay am Mittelrhein, hat diesen Titel verliehen bekommen. Damit hat sicherlich niemand gerechnet. Mit dem &#8220;Aufsteiger des Jahres&#8221; wohl eher. Dass ist das Weingut &#8220;von Winning&#8221; mit Stephan Attmann an der Spitze. Ansonsten liest und sieht man die üblichen Verdächtigen. Genauso verhält es sich mit diversen Bewertungen. Einige finde ich sehr nachvollziehbar, bei anderen reibe ich mir verwundert die Augen. Letzteres ganz besonders bei der Abstufung des Weingutes Wagner-Stempel aus Siefersheim. Die Abstufung kann ich nicht einmal im Ansatz nachvollziehen. Vor zwei Jahren noch zum &#8220;Aufsteiger des Jahres&#8221; gemacht, bekommt das Weingut jetzt eine Traube abgenommen. Ich habe viele 2010er dieses Weingutes probiert und kann das in keiner Weise nachvollziehen. Gleiches gilt für den Text von &#8220;Kühling-Gillot&#8221;, in dem zu lesen ist:&#8221;Der Jahrgang 2010 indes lässt uns etwas ratlos zurück&#8221;. Was soll ich da sagen&#8230; ich kann es nicht im Ansatz nachvollziehen. Auch im Rheingau lässt mich die Abstufung des Weingutes von Stefan Breuer kopfschüttelnd zurück. Da wird gewünscht, dass er &#8220;seinen Weinen mehr Ausdruck verleiht&#8221;. Ich kenne die Weine sehr gut und habe selten etwas ausdrucksstärkeres im Glas gehabt. Die Weine sind von einer puren und fast schon schneidenden Mineralität durchzogen, wie man es kaum noch einmal findet. Wo der &#8220;Ausdruck&#8221; fehlen soll, erschließt sich mir nicht. Na ja, die Geschmäcker sind eben verschieden und darüber lässt sich bekanntlich nicht streiten. Es gibt noch weitere Beispiele, aber die muss ich ja nicht alle aufzählen.</p>
<p>Worüber sich trefflich streiten läßt, ist die Tatsache, dass die Weine offen und nicht blind probiert werden. Eine &#8220;Glaubensfrage&#8221;, ich weiss. Aber bei einigen Bewertungen werde ich leider das Gefühl nicht los, dass es für bestimmte Etiketten deutlich einfacher ist und die Basispunktzahl per se höher. Insbesondere bei solchenWeinen, die ich selbst mehrfach probiert habe. Auf das &#8220;Pro&#8221; und &#8220;Kontra&#8221; einer Blindverkostung geht der GM auf Seite 69 ein. GM-Autor Jürgen Mathäß hat dazu ein lesenswertes Essay verfasst.</p>
<p>Worauf der GM leider gar nicht eingeht, ist der &#8221;<a href="http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/05/26/serie-teil-3-der-gault-millau-und-die-interessenkonflikte/">Interessenkonflikt&#8221;</a> seiner Verkoster. Ich hätte mir wirklich gewünscht, darüber einige Zeilen zu lesen. Wenigstens bei der Vorstellung der Verkoster am Ende des Buches steht bei fast jedem Autor dabei, was er alles tut und für wen er arbeitet. Immerhin sind das ja mal einige wichtige Informationen. Wenngleich sie auch nicht vollständig sind. Beim Herausgeber und Chefredakteur Joel Payne fehlt die Information, dass er Inhaber der Firma &#8220;<a href="http://vinocultura.asia/Default.aspx">VINOCULTURA Asia</a>&#8221; ist. Eine Consulting Firma für Winzer, die auf den asiatischen Markt wollen. Einen neuen stellvertretenden Chefredakteur gibt es jetzt, ganz offiziell. Die Rede ist von Carsten Henn. Ich gebe zu, ich bin auch hier wieder etwas überrascht. Ich dachte eigentlich, dass es künftig zwei Stellvertreter für Joel Payne geben würde. Carsten Henn und Frank Kämmer.</p>
<p>Alles in Allem ist der neue &#8220;Gault Millau&#8221; das übliche Nachschlagewerk. Es steht alles drin, was irgendwie wichtig ist. So gesehen ist das Buch wohl einer der umfassensten Überblicke über alles, was in Deutschland in Sachen Wein gut ist. Über die Bewertungen kann man, wie immer, streiten. Grundsätzlich bleibe ich bei dem, was ich schon seit geraumer Zeit sage. Ich glaube ein Weinführer dieser Art, egal wie er heißt, ist nicht mehr wirklich zeitgemäß. Da kann man durchaus anderer Ansicht sein, ich weiss. Der Gault Millau hat ganz sicherlich seinen Stellenwert und ist in einigen Bereichen wichtig. Das möchte ich diesem Buch nicht absprechen. Ich habe einfach nur ein eher ambivalentes Gefühl. Ich denke, es gäbe durchaus spannendere Arten, einen solchen Weinführer zu machen. Natürlich habe ich dafür nicht die finale, wahre und zündende Idee. Woher auch. Ich hinterfrage einfach nur mein eigenes Lese- und Konsumverhalten. Ich reagiere mittlerweile einfach ganz deutlich auf Wein-Empfehlungen, die ich beispielsweise auf Facebook lese. Da weiss ich, wer sie ausspricht und warum. In der Regel, weil der Wein gut schmeckt&#8230; <img src='http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Jahrgang 2011 &#8211; update 8</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/09/21/jahrgang-2011-update-8/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 08:22:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Lese läuft auf Hochtouren, die letzten Tage der vergangenen Woche waren dramatisch! Die Fäulnis galoppierte, anders kann man das nicht mehr ausdrücken. So sehr, dass ich ernsthaft Angst bekam Zustände wie 2006 zu erleben. Ein wenig ist es auch leider so geworden. Einige Weinberge im Rheingau riechen wie ein ganze Essigfabrik. Zum Glück drehte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Die Lese läuft auf Hochtouren, die letzten Tage der vergangenen Woche waren dramatisch!<span id="more-4497"></span></p>
<p>Die Fäulnis galoppierte, anders kann man das nicht mehr ausdrücken. So sehr, dass ich ernsthaft Angst bekam Zustände wie 2006 zu erleben. Ein wenig ist es auch leider so geworden. Einige Weinberge im Rheingau riechen wie ein ganze Essigfabrik. Zum Glück drehte am Montag das Wetter und es blieb trocken und ein wenig windig. Nicht zu warm, nachts recht kühl &#8211; ideal also. Die letzten Tage waren geprägt von der negativen Selektion und dem schnellen ernten mit dem Vollernter. Die Maschinen fahren quasi rund um die Uhr. In der Zeitung war dieser Tage zu lesen, dass ein großer Teil der Fläche im Rheingau mit der Maschine geerntet werden. Wenn ich mich so umschaue, kann ich das nur bestätigen. Das ist auch nicht wirklich schlimm, im Gegenteil. Erstens sind die Lesemaschinen heute lange nicht mehr so zerstörerisch wie sie das früher einmal waren. Zweitens geht das bei einem solchen Druck auch nicht anders. Was ich in diesem Zusammenhang mit großem Interesse verfolge ist, wer so alles mit der Maschine erntet und wie das Ganze dann nächstes Jahr &#8220;kommuniziert&#8221; wird. Ich bin mal gespannt&#8230;</p>
<p>Die Mostgewichte steigen nur noch langsam, die Säure bleibt doch relativ konstant. Für die kommenden Tage ist perfektes Wetter angesagt. So könnte es noch weitere drei oder vier Wochen bleiben, dann kann aus dem Jahrgang noch etwas wirklich großartiges gutes werden. Die Basis ist in jedem Fall eingefahren, momentan geht es um den Mittelbau. Was dann noch her muss sind die Spitzen. Für diese Weine wird man gute Nerven brauchen&#8230;</p>
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		<title>Rheinhessen mon amour!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 06:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ja kein echter Rheinhesse, sondern Pfälzer &#8211; und das ist auch gut so, denn &#8220;mir Pälzer sin äfach ä ganz besonneri Rass&#8221; Jetzt lebe ich aber schon über 20 Jahre im rheinhessischen &#8220;Exil&#8221; und habe diese Region und ihre Menschen &#8220;lieb&#8221; gewonnen. Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Um die 26.000 Hektar Rebflächen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Ich bin ja kein echter Rheinhesse, sondern Pfälzer &#8211; und das ist auch gut so, denn &#8220;mir Pälzer sin äfach ä ganz besonneri Rass&#8221; <img src='http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> <span id="more-4480"></span></p>
<p>Jetzt lebe ich aber schon über 20 Jahre im rheinhessischen &#8220;Exil&#8221; und habe diese Region und ihre Menschen &#8220;lieb&#8221; gewonnen. Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Um die 26.000 Hektar Rebflächen gibt es hier. Natürlich ist nicht alles, was an Wein aus Rheinhessen kommt, ein Grand Cru und natürlich haben die Rheinhessen im vergangenen Jahrhundert versucht, ihren Ruf als Weinanbaugebiet nachhaltig zu ruinieren. Teilweise ist ihnen das, Liebfrauenmilch sei Dank, auch gelungen. Diesen kleinen Ausflug kann man allerdings getrost als kleinen historischen Ausrutscher betrachten.</p>
<p>Ich stelle nach wie vor regelmäßig fest, dass das Bild von Rheinhessen ein ziemlich schlechtes ist. Ganz oft höre und lese ich: &#8220;Da wurde aus jedem Rübenacker ein Weinberg gemacht&#8221;, &#8220;In Rheinhessen gibt es keine Weinbautradition&#8221;. Gerade kürzlich war das auf einem großen Weinportal im Internet wieder einmal ein Thema. Mir geht das langsam aber sicher ein wenig auf die Nerven, insbesondere, weil es so einfach nicht richtig ist.</p>
<p>In Rheinhessen wächst seit 2.000 Jahren Wein. In Rheinhessen wächst überhaupt fast alles. Die Region ist vielleicht keine &#8220;Kornkammer&#8221; im klassischen Sinn, aber weit davon entfernt ist sie auch nicht. Was in Rheinhessen fehlt, sind die Schlösser und Burgen der Adligen &#8211; die Art von Touristenmagneten, die sich wunderbar dafür eignen, eine Weinbautradition ganz besonders herauszustellen. Ein Kloster, wie das in Eberbach, gibt es leider auch nicht. Der Adel war zwar da, aber eben nur um zu ernten, nicht zu repräsentativen Zwecken. Das passt auch ganz gut, denn der Rheinhesse ist eher der &#8220;Schaffer&#8221;. Die Region ist seit Jahrhunderten landwirtschaftlich geprägt &#8211; eben auch durch den Wein. Der Wein ist hier nur keine Monokultur wie in anderen Regionen, sondern eine Kultur von vielen.</p>
<p>Es steht ausser Zweifel, dass es Rebflächen in Rheinhessen gibt, über deren weinbauliche Eignung man sicherlich nachdenken kann und wahrscheinlich auch sollte. Dass ist in anderen Regionen nicht viel anders. Uns aber dauerhaft in die Ecke der &#8220;Zuckerrüben-Winzer&#8221; zu stellen, die, egal wo, nur Masse  produzieren, ist weder richtig noch angebracht!</p>
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		<title>Der neue &#8220;Super Schoppen Shopper&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 05:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der neue &#8220;Super Schoppen Shopper&#8221; ist erschienen. Cordula Eich und ihre Kollegen haben sich wieder durch weit mehr als 1.400 Weine aus dem LEH und den Discountern verkostet. Ich kenne wenige Weinbücher, bei deren Lektüre ich so herzhaft lachen muss wie bei der dieses Buches. Weinbeschreibungen sind ja oftmals so eine Sache. Die Weinbeschreibungen im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Der neue &#8220;Super Schoppen Shopper&#8221; ist erschienen. Cordula Eich und ihre Kollegen haben sich wieder durch weit mehr als 1.400 Weine aus dem LEH und den Discountern verkostet.<span id="more-4464"></span></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4467" title="Foto3" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Foto31-460x343.jpg" alt="" width="460" height="343" />Ich kenne wenige Weinbücher, bei deren Lektüre ich so herzhaft lachen muss wie bei der dieses Buches. Weinbeschreibungen sind ja oftmals so eine Sache. Die Weinbeschreibungen im aktuellen Buch sind allerdings witzig, verständlich und manchmal wirklich bitterböse. Es wundert mich, dass nicht ganze Heerscharen von Anwälten bei den Machern dieses Buches auf dem Hof stehen. Am Sonntag hatte ich die Gelgenheit bei einer kleinen Lesung aus dem Buch vor einem größeren Publikum anwesend zu sein. Ich habe selten eine Lesung erlebt, bei der die Leute so guter Stimmung waren. Hier einige Kostproben:</p>
<p><em>&#8220;Unbestimmter Wein mit einem ordentlichen Löffel Zucker, der besser gegen Husten hilft, als gegen Durst&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Hier wurde der Jahrgang absichtlich weggelassen&#8230; Er stammt wahrscheinlich noch aus dem letzten Jahrhundert&#8230;&#8221;</em></p>
<p><em>&#8220;Es gibt Menschen, die gerne Morgenurin trinken&#8230;&#8221;</em></p>
<p>Wie auch immer, das Buch kommt an, was man nicht zuletzt an der immensen Auflage ablesen kann -um die 80.000 Bücher wurden vom nunmehr dritten Führer gedruckt. Damit ist der &#8220;Super Schoppen Shopper&#8221; wohl das aktuell erfolgreichste deutschsprachige Weinbuch. Das kritischste Buch ist es obendrein. Einige Weine, die im Buch besprochen werden kenne ich und bin da durchaus auch anderer Meinung. Aber so ist das eben mit dem Geschmack, darüber lässt sich bekanntlich nicht streiten, es sei denn, man hat die &#8220;Weinwahrheit&#8221; gepachtet&#8230;</p>
<p>In diesem Jahr gibt es eine besondere Aktion rund um dieses Buch. In der ersten Oktoberwoche kommt es, zusammen mit zwei Flaschen Wein im Paket, in den Handel. Cordula Eich hat Wein gemacht, zusammen mit mir&#8230; Dazu dann aber später mehr&#8230;</p>
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		<title>Jahrgang 2011 &#8211; update 5</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/08/30/jahrgang-2011-update-5/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 11:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzte Woche war eine Katastrophe! In einigen Gegenden Deutschlands hat es leider ganz fürchterlich gehagelt. Besonders hart hat es einige Gegenden in Rheinhessen, der Pfalz und der Mosel getroffen. Hagel zum jetzigen Zeitpunkt ist so ziemlich das Übelste was passieren konnte. Nach dem Maifrost ist das der zweite harte Schicksalsschlag in diesem Jahr. 2011 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Die letzte Woche war eine Katastrophe! In einigen Gegenden Deutschlands hat es leider ganz fürchterlich gehagelt.<span id="more-4449"></span></p>
<p>Besonders hart hat es einige Gegenden in Rheinhessen, der Pfalz und der Mosel getroffen. Hagel zum jetzigen Zeitpunkt ist so ziemlich das Übelste was passieren konnte. Nach dem Maifrost ist das der zweite harte Schicksalsschlag in diesem Jahr. 2011 meint es die Natur nicht wirklich gut mit uns. Am Freitag kamen in einigen Teilen der Mosel Hagelkörner von der Größe eines Tennisballs vom Himmel. Dieser Hagel ist dann direkt über den Hunsrück weiter Richtung Rheingau gezogen. In Rüdesheim waren die Hagelkörner zum Glück nur noch erbsengroß und haben auch keine Schäden angerichtet. Zum Glück ist kam mit dem Hagel auch ein deutlicher Temperaturrückgang, ansonsten wäre das Ganze noch schlimmer, als es so oder so schon ist. Bis zum Ende der Woche werden die Temperaturen allerdings wieder deutlich ansteigen und für den Sonntag ist bereits wieder schwül-warmes Wetter mit der Tendenz zu Gewittern vorhergesagt.</p>
<p>Für die Träubchen waren die letzten eher kühlen Tage ideal. Die vereinzelt bereits vorhandene Fäulnis hat sich nicht nennenswert weiter entwickelt. Die Mostgewichte steigen &#8211; an einigen Stellen hat der Riesling bereits 70 Oechsle erreicht. Die Säure fällt rapide. So rapide, dass bereits jetzt schon &#8211; zumindest im Rheingau &#8211; die Säuerung per Ausnahmegenehmigung erlaubt wird. Im Gegensatz zu 2010 rechnet man hier also mit einem eher säurearmen Jahr. Was auch extrem auffällt &#8211; zumindest im Vergleich zum Vorjahr &#8211; ist die Tatsache, dass in den Trauben wirklich wesentlich mehr Saft vorhanden ist. Das ist ein eher erfreulicher Umstand&#8230;</p>
<p>In der kommenden Woche wird es also dann doch langsam losgehen. Die Negativselektion startet und vereinzelt kann man sicherlich schon einmal über die Ernte von Trauben für einen knackigen Sektgrundwein nachdenken.</p>
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		<title>Grosse Gewächse &#8211; Teil 3</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/08/25/grosse-gewachse-teil-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 11:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Im dritten und letzten Teil kommt was? Natürlich ein launiges Fazit&#8230; Bevor ich mein persönliches Fazit ziehe, gilt es allerdings noch einige Weine besonders hervorzuheben. Ich bin ja ein grosser Freund ganz trockener Rieslinge, staubtrocken mag ich am meisten. Dennoch eignet sich fast keine Rebsorte so sehr für eine dezente oder dienliche Süße wie der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Im dritten und letzten Teil kommt was? Natürlich ein launiges Fazit&#8230;<span id="more-4440"></span></p>
<p>Bevor ich mein persönliches Fazit ziehe, gilt es allerdings noch einige Weine besonders hervorzuheben. Ich bin ja ein grosser Freund ganz trockener Rieslinge, staubtrocken mag ich am meisten. Dennoch eignet sich fast keine Rebsorte so sehr für eine dezente oder dienliche Süße wie der Riesling, insbesondere dann, wenn er von der Mosel kommt. Immer vorausgesetzt, da steht nicht &#8220;trocken&#8221; auf dem Etikett. Solche Vertreter hatte ich von <strong>Clemens Busch</strong> und <strong>Heymann-Löwenstein </strong>im Glas. Ganz herausragend waren die beiden von Busch &#8211; &#8220;Falkenlay&#8221; und &#8220;Falkenlay-Terassen&#8221;. Der &#8220;Röttgen&#8221; und der &#8220;Uhlen Blaufüsser-Lay&#8221; von Heymann-Löwenstein sind absolut grandios und werden in einigen Jahren ganz sicher zu den besten Weinen aus 2010 gehören. Der &#8220;Uhlen Laubach&#8221; war mir dann allerdings wirklich zu süß.</p>
<p>Zu erwähnen sind auch noch die GGs von <strong>Schnaitmann </strong>aus Württemberg, die in diesem Gebiet wirklich herausstachen. In Franken gab es einen Wein, den ich wirklich gut fand. Der &#8220;Pfülben&#8221; von <strong>Schmitt´s Kinder.</strong></p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Die Veranstaltung in Wiesbaden ist grandios, meiner Meinung aber viel zu früh. Ich bin der festen Überzeugung, dass wirklich &#8220;Grosse Gewächse&#8221; (Rieslinge) wenigstens 18 Monate brauchen, wenn nicht sogar zwei Jahre. Das muss eigentlich auch der Anspruch solcher Weine sein. Ich merke selbst, dass ich einigen Weinen in der aktuellen Verfassung unter Umständen Unrecht tue. Andere sind relativ frisch gefüllt und noch so heftig mit Schwefel zu betoniert, dass man sie ernsthaft nicht bewerten kann. Das ist übrigens eine Sache, die mir extrem aufgefallen ist &#8211; viel zu viel Schwefel in den Weinen. Das grenzte teilweise an einem Anschlag auf meine Geschmacksnerven und ist für mich auch so nicht nachvollziehbar Ich gebe zu, ich bin da sehr empfindlich, anderen ging es aber wohl auch so.</p>
<p>Grundsätzlich hat mir die Verkostung in Wiesbaden gezeigt, dass die vom VDP geplante &#8220;Feinjustierung&#8221; der Klassifizierung wirklich wichtig und notwendig ist. Das standen zwar kaum schlechte Weine auf dem Tisch, aber nicht überall wo &#8220;Grosses Gewächs&#8221; drauf steht, ist auch ein solches drin. Ich glaube die Marke GG kann auf Dauer nur überleben und wirklich erfolgreich sein, wenn sie noch viel strenger und stringenter interpretiert wird. Auch auf die Gefahr hin, dass das &#8220;ungerecht&#8221; wirken oder werden können. Eine Klassifizierung in &#8220;gut &#8211; besser &#8211; am besten&#8221; ist per se nicht gerecht. Alles andere wäre &#8220;Weinsozialismus&#8221;</p>
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		<title>Jahrgang 2011 &#8211; update 4</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/08/24/jahrgang-2011-update-4/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 09:40:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz Deutschland stöhnt wegen der Hitze der vergangenen Tage&#8230; vorher haben alle gejammert, es gäbe keinen Sommer! Was denn nun? Tatsächlich war es in den letzten Tagen extrem heiß, ist es eigentlich auch immer noch. Das Problem daran ist aber die hohe Luftfeuchtigkeit. Schwüles Wetter können wir so gar nicht gebrauchen. Das erhöht den Druck [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Ganz Deutschland stöhnt wegen der Hitze der vergangenen Tage&#8230; vorher haben alle gejammert, es gäbe keinen Sommer! Was denn nun?<span id="more-4437"></span></p>
<p>Tatsächlich war es in den letzten Tagen extrem heiß, ist es eigentlich auch immer noch. Das Problem daran ist aber die hohe Luftfeuchtigkeit. Schwüles Wetter können wir so gar nicht gebrauchen. Das erhöht den Druck auf die Trauben gewaltig. Ich war gerade hier im Rheingau in den Weinbergen und dieser Druck ist deutlich zu spüren. Ebenso wie eine wahrhaftige Wespenplage. Die Biester sind überall, vorzugsweise da, wo die Trauben schon recht süß sind. Leider fehlen dieses Jahr die natürlichen Feinde der Wespen, die Hornissen. Das ist natürlich alles andere als vorteilhaft, aber auch kein Grund panisch zu werden. Jetzt ist einfach nur erhöhte Aufmerksamkeit angesagt. Was jetzt passieren muss, wenn es nicht schon längst geschehen ist, ist Luft in die ganze Sache hineinzubringen &#8211; weg mit den Blättern in der Traubenzone</p>
<p>Die Mostgewichte des Rieslings sind mittlerweile sehr fortgeschritten, in manchen Weinbergen liegen sie schon bei über 70 Grad Oechsle. Die Säure nimmt kontinuierlich ab &#8211; im Rüdesheimer Schlossberg liegt sie aktuell bei knapp 11 ‰. So wie es im Moment aussieht, beginnt die Lese wahrscheinlich doch etwas früher &#8211; um den 5. September. Das wird selbstverständlich keine &#8220;richtige&#8221; Weinlese sein, sondern eine negative Vorlese.</p>
<p>Alles in Allem bin ich immer noch sehr zuversichtlich, wenngleich mich die Temperaturen und die Niederschläge schon ein wenig nervös machen&#8230;</p>
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		<title>Grosse Gewächse 2011 -Teil 2</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 06:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiter geht es mit meinen Eindrücken von der großen Vorpremiere der &#8220;Grossen Gewächse&#8221; (GG) in Wiesbaden. Die Nahe ist kein wirklich grosses Anbaugebiet, aber ein sehr feines&#8230; In den letzten Jahren kamen für mich einige der besten &#8220;GG&#8221; aus diesem Anbaugebiet. So ist es auch in diesem Jahr. Ganz besonders gut gefällt mir die Entwicklung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Weiter geht es mit meinen Eindrücken von der großen Vorpremiere der &#8220;Grossen Gewächse&#8221; (GG) in Wiesbaden.<span id="more-4433"></span></p>
<p>Die Nahe ist kein wirklich grosses Anbaugebiet, aber ein sehr feines&#8230; In den letzten Jahren kamen für mich einige der besten &#8220;GG&#8221; aus diesem Anbaugebiet. So ist es auch in diesem Jahr. Ganz besonders gut gefällt mir die Entwicklung des <strong>Gut Hermannsberg</strong>. Sie präsentierten drei Weine von wirklich sehr guter Qualität. Allen voran der Riesling aus der &#8220;Bastei&#8221;, ein sehr eleganter und animierender Wein. In diesem Jahr gab es für mich eine Premiere: zum erste Mal gefiel mir das &#8220;Pittermännchen&#8221; vom <strong>Schlossgut Diel</strong> besser als die übrigen Weine. Dieser Wein ist annähernd perfekt, dicht gefolgt vom &#8220;Goldloch&#8221;. Wahrlich monumental sind die Weine von <strong>Schäfer-Fröhlich</strong>. Sicherlich polarisieren sie, alleine schon wegen dem &#8220;kleinen&#8221; Sponti-Stinker, aber der &#8220;Felseneck&#8221; ist perfekt, der &#8220;Halenberg&#8221; groß, elegant und umwerfend. &#8220;Felsenberg&#8221; und &#8220;Kupfergrube&#8221; machen einfach nur Spaß. Mit den Weinen von <strong>Dönnhoff </strong>konnte ich nur wenig anfangen. Sie sind zweifelsohne sehr gut, berühren mich aber nicht. <strong>Emrich-Schönleber</strong> war solide, aber nicht ganz auf Vorjahresniveau. Was im Vergleich zu vielen anderen Weinen aus anderen Anbaugebieten allerdings bedeutet, dass sie von ganz ausserordentlicher Qualität sind.</p>
<p>Zum Rheingau kann ich wenig schreiben &#8211; Interessenkonflikt! Einzig vielleicht der Fakt, dass es mehr als 80(!) &#8220;Erste Gwächse&#8221; gibt. Das &#8220;Kirchenstück&#8221; von <strong>Künstler</strong> ist hervorragend, ebenso wie die Weine von<strong> Spreitzer</strong>. Extrem überrascht hat mich das &#8220;Lenchen&#8221; von <strong>August Eser</strong>. Das ist ein Wein, der Spaß macht und tatsächlich auch den Begriff &#8220;Erstes Gewächs&#8221; verdient!</p>
<p>An der Ahr ist für mich der unbestrittene Primus in 2009 das Weingut <strong>J.J. Adeneuer</strong>. Sowohl der &#8220;Kräuterberg&#8221; als auch die &#8220;Gärkammer&#8221; sind Pinots in Perfektion. Genau so muss Pinot schmecken. Einfach nur gigantisch! In der Pfalz ist in Sachen Pinot Noir das Weingut <strong>Knipser </strong>meiner Meinung nach nicht zu übertreffen. Alle drei &#8220;GGs&#8221; sind einfach nur perfekt und werden sicherlich irgendwann einmal zu den allerbesten Weinen dieses Jahrganges gehören. Sehr gut auch der &#8220;Idig&#8221; von <strong>Christmann</strong> und über die Pinots von <strong>Philipp Kuhn</strong> habe ich mich ja bereits ausgelassen. Da stimmt einfach alles! Ganz besonders berührt hat mich der 2006 &#8220;Im Sonnenschein&#8221; von <strong>Rebholz</strong>. Das ist ein Wein für Puristen, der auf dem Weg ist, einer der würdevollsten Vertreter seiner Art zu werden.</p>
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		<title>Grosse Gewächse 2010- Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 16:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade komme ich von der großen Präsentation des VDP in Wiesbaden zurück. Präsentiert wurden erstmalig alle Grossen Gewächse aus dem Jahrgang 2010 und die Rotweine aus 2009. Ich muss es ehrlich zugeben, ich habe noch nie eine so perfekt organisierte Probe erlebt, wie diese heute. Professioneller kann man eine Weinprobe kaum noch auf die Beine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Gerade komme ich von der großen Präsentation des VDP in Wiesbaden zurück. Präsentiert wurden erstmalig alle Grossen Gewächse aus dem Jahrgang 2010 und die Rotweine aus 2009.<span id="more-4430"></span></p>
<p>Ich muss es ehrlich zugeben, ich habe noch nie eine so perfekt organisierte Probe erlebt, wie diese heute. Professioneller kann man eine Weinprobe kaum noch auf die Beine stellen. Dafür gebührt allen Beteiligten ein dickes Lob. Das Lob für die Organisatoren fällt aber leider deutlich größer aus, als selbiges für die Weine. 2010 war kein einfacher Jahrgang, das ist klar. Dementsprechend heterogen ist auch das Niveau der gezeigten Weine. Ich habe zahlreiche Weine verkostet, die einem &#8220;Grand Cru&#8221;nicht einmal im Ansatz nahe kommen. Das wir uns nicht falsch verstehen, dass sind alles ordentliche Weine, aber eben keine &#8220;Grand Crus&#8221;. In Jahrgängen wie 2010 muss man sich ganz deutlich selbstkritisch hinterfragen, ob man denn auf &#8220;Teufel komm raus&#8221; unbedingt ein GG oder EG produzieren muss. Da standen heute deutlich über 300 Weine. Das ist eine wahrhaft stattliche Anzahl. In dem Kontext macht es wirklich Sinn, dass der <a href="http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/06/07/vdp-lagenklassifikation-eine-kleine-revolution/">VDP eine &#8220;Feinjustierung&#8221; seiner Klassifikation angekündigt hat</a>.</p>
<p>Alle Weine konnte ich natürlich nicht probieren. Ich habe Rheinhessen, die Nahe, den Rheingau, die Mosel, die Pfalz, Franken, Baden und Württemberg probiert. Alle Rieslinge und natürlich die Pinots. Der große Gewinner ist für mich die Pfalz.</p>
<p>Herausragende grosse Gewächse von <strong>&#8220;von Winning&#8221;</strong>. Ich habe in meinem Leben noch niemals vergleichbares verkostet. Doch, einmal, das war Coche-Dury, ein Kult-Burgunder. Die Weine von &#8220;von Winning&#8221; sind so eigenständig und so anders, ich kann es kaum beschreiben. Sie erinnern in ihrer ganzen Art an die wirklich grossen Weine aus dem Burgund. Das muss man selbst probiert haben. Ganz besonders herausragend sind auch die Weine von <strong>Philipp Kuhn</strong>. Sowohl die Rieslinge als auch die Pinots. Mein persönlicher Favorit ist der 2010 Kirschgarten aus Laumersheim. Ganz besonders beeindruckt hat mich auch die Kollektion von <strong>Bassermann-Jordan</strong>, die an Homogenität kaum zu überbieten ist. Ebenfalls sehr gut sind die Weine von <strong>Mosbacher</strong>, wenngleich die erst in vielen Jahren wirklich Spaß machen werden. <strong>Knipser</strong> ist in Sachen Pinot nicht zu überbieten und Acham-Magin hat ganz exzellente Rieslinge in die Flasche gebracht &#8211; insbesondere den &#8220;Pechstein&#8221; aus Forst. Gewohnt gut auch der &#8220;Idig&#8221; von <strong>Christmann</strong>. Mein Wein des Jahres aus der Pfalz ist allerdings der<strong> 2010 Kirchenstück von &#8220;von Winning&#8221;</strong>. Das ist das charaktervollste, was ich seit Jahren probieren durfte.</p>
<p>Wäre ich ein Weinkritiker und würde ich eine &#8220;Kollektion des Jahres&#8221; vergeben, dann bekäme die das <strong>Weingut Wittmann aus Westhofen in Rheinhessen. </strong>Drei &#8220;Grosse Gewächse&#8221;, drei Monumente. Ich habe selten solche puristischen und in sich ruhenden &#8220;stille&#8221; Weine verkostet wie diese. Jeder für sich ein Meisterwerk in Sachen Harmonie und Balance. Das geht nicht mehr besser, das geht nur noch anders! Herausragend in Rheinhessen, in allen Anbaugebieten, ist auch der 2010 &#8220;Zellerweg am schwarzen Herrgott&#8221; von Battenfeld-Spanier. Das ist wahrlich ein ganz, ganz grosser&#8230; Sehr gelungen auch das &#8220;Pettenthal&#8221; von <strong>Kühling-Gillot</strong>, ebenso wie das &#8220;Pettenthal&#8221; von <strong>Gunderloch</strong>, wenngleich sich diese Weine doch völlig unterscheiden. In den 2009 &#8220;Brunnenhäuschen&#8221; Pinot Noir von <strong>Gutzler </strong>hätte ich mich reinsetzen können &#8211; ebenfalls ein Meisterwerk!</p>
<p>Soviel vorab zu meinen ersten Eindrücken, morgen geht es weiter&#8230;</p>
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		<title>Jahrgang 2011 &#8211; update 2</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 06:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder ist eine Woche vergangen, Zeit also, erneut den Blick auf die Trauben und in die Weinberge zu werfen. Es war ziemlich kühl und nass. Insbesondere letzteres war heftig. Alleine am vergangenen Wochenende hat es in zwei Tagen knapp 50 Liter pro Quadratmeter geregnet. Das ist natürlich alles andere als schön. Das Gejammer über den nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wieder ist eine Woche vergangen, Zeit also, erneut den Blick auf die Trauben und in die Weinberge zu werfen.<span id="more-4377"></span></p>
<p><img class="size-medium wp-image-4379 alignleft" title="Foto" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Foto3-460x343.jpg" alt="" width="460" height="343" />Es war ziemlich kühl und nass. Insbesondere letzteres war heftig. Alleine am vergangenen Wochenende hat es in zwei Tagen knapp 50 Liter pro Quadratmeter geregnet. Das ist natürlich alles andere als schön. Das Gejammer über den nicht existierenden Sommer ist groß, dabei wird allerdings gerne vergessen, dass wir ein grandios warmes und trockenes Frühjahr hatten. Der typische Hochsommer im August ist passé, damit muss man sich wohl abfinden.</p>
<p>Aufgrund der kühlen Witterung hat sich die Entwicklung der Trauben etwas abgebremst. Die Mostgewichtszunahme war nicht mehr ganz so rasant wie in der Vorwoche. Im Rheingau liegt der Riesling jetzt bei ungefähr 37 Oechsle (an den Referenzstandorten). Das macht aber gar nichts, im Gegenteil. Das ändert allerdings wenig an der bisherigen Erwartung eines frühen Leseanfangs. In Rheinhessen fiel gestern der Startschuss. In Westhofen wurde Ortega gelesen, um daraus den ersten Federweißen zu machen&#8230;</p>
<p>An einigen Standorten, solchen die eher zur frühen Reife tendieren, werden die Riesling-Trauben ganz langsam aber sicher weich. Und irgendwie habe ich jetzt schon das Gefühl, dass da mehr Saft rausläuft als letztes Jahr &#8211; was übrigens nicht schlecht wäre&#8230;</p>
<p>Für die kommenden Tage ist übrigens weiterhin eher wechselhaftes Wetter angesagt. Der allgemeine Zustand und das Aussehen der Riesling-Träubchen ist allerdings nach wie vor sehr, sehr schön &#8211; wie auf dem aktuellen Foto ja auch zu sehen ist.</p>
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