Vernatsch: Bald eine Rarität?
Noch vor 20 Jahren bestand der Südtiroler Weinberg zu 65 Prozent aus Vernatsch. Heute sind von den 5118 Hektar Gesamtanbaufläche nur noch rund 1500 Hektar mit dieser Sorte bestockt. Fast 1600 Hektar Vernatsch sind entweder Apfelanlagen oder anderen Traubensorten gewichen. Christof Tiefenbrunner: „Vor 30, 40 Jahren erzeugten wir eine Million Liter, 90 Prozent davon waren Vernatsch, heute sind wir bei etwa der Hälfte der damaligen Weinmenge, und der Vernatsch-Anteil liegt gerade noch bei 10 Prozent.“ Die Vernatsch-Antipathie der Produzenten mag den Liebhaber dieser Sorte erschrecken, aber der Rückgang war und ist gerade in seinem Interesse notwendig. Noch heute werden rund zwei Drittel der Südtiroler Rotweine aus dieser Sorte gekeltert (vor zehn Jahren waren es über 80 Prozent). Positiv ist doch, dass heute – dies bestätigen alle Kellermeister – der Vernatsch nur noch in guten Lagen steht. Wo es für ihn zu tief ist, wurde er durch Chardonnay, Pinot grigio und Lagrein ersetzt, in der Höhe verdrängten ihn Weißburgunder und Sauvignon. kompletten Beitrag lesen…