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	<title>Würtz-Wein &#187; Merum</title>
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	<description>Alles über Wein und den Rest der Welt...</description>
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		<title>Lambrusco Sommer</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 15:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Merum]]></category>

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		<description><![CDATA[von Marco Giovanni Zanetti aka &#8220;Winepunk&#8221; Lambrusco&#8230; das Thema dieses Sommers. Wir haben es getan&#8230; wir haben einen Haufen Lambrusco verkostet.Tatort: Königsmühle zu Gau-Odernheim Zeugen: Weinmacher, Blogger &#38; Sommeliers Unterstützung: 3 Kg Rinderhack zu besten Burgern gegrillt von Würtz persönlich! Verdächtige: DER Underdog der roten Rebsorten Italiens überhaupt! DER Erzfeind eines jeden vermeintlichen Weinprofis oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>von Marco Giovanni Zanetti aka <a href="http://de-de.facebook.com/DerWinepunk?sk=wall">&#8220;Winepunk&#8221;</a></p>
<p>Lambrusco&#8230; das Thema dieses Sommers. Wir haben es getan&#8230; wir haben einen Haufen Lambrusco verkostet.<span id="more-4291"></span><img class="alignleft size-medium wp-image-4293" title="Foto-17" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Foto-179-460x343.jpg" alt="" width="460" height="343" />Tatort: Königsmühle zu Gau-Odernheim</p>
<p>Zeugen: Weinmacher, Blogger &amp; Sommeliers</p>
<p>Unterstützung: 3 Kg Rinderhack zu besten Burgern gegrillt von Würtz persönlich!</p>
<p>Verdächtige: DER Underdog der roten Rebsorten Italiens überhaupt! DER Erzfeind eines jeden vermeintlichen Weinprofis oder Weintrinkers. DER übliche Verdächtige! Für mich: der kleine rote Prinz der Emilia Romagna und der Gottvater des erfrischenden Trinkens aus Italien.</p>
<p>Ganz im Zeichen des Lambrusco Sommers 2011 haben wir uns an diesem lauen Freitagabend in der Königsmühle der Würtz Family zusammen gefunden, um einige Lambruschi (Lambrusco) genauer unter die Lupe zu nehmen. Vorab vielleicht eine kurze Fakten zum Thema Lambrusco.</p>
<p>Er stammt aus der Emilia Romagna und wird in drei Provinzen an- und ausgebaut. Parma, Moden und Reggio Emilia. Es gibt ca. 65 Varianten, respektive Klone dieser Rebsorte, wobei nur fünf oder sechs wirklich nennenswert sind, wie zum Beispiel: Lambrusco di Sorbara, Lambrusco Grasparossa, Lambrusco Salamino &amp; Lambrusco Montericco.</p>
<p><a href="http://merum.info/"><img class="alignleft size-medium wp-image-4294" title="Logo-Lambrusco-Sommer500px" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Logo-Lambrusco-Sommer500px1-460x254.jpg" alt="" width="460" height="254" /></a>Dass der Wein perlt, brauche ich nicht zu erwähnen und wen es wirklich interessiert, wie er erzeugt wird, bekommt gerne auf Anfrage eine ausführliche Berichterstattung von mir. Auf geht es zu den verkosteten Weinen:</p>
<p>Aufgeteilt in 3 Flights wurden folgende Weine verkostet:</p>
<p>Die komlpette Range von Cavicchioli vorneweg mit dem LAMBRUSCO DI SORBARA „TRE MEDAGLIE“ secco: helles Rot, fast Rosefarben mit feinen Bubbles, die pink schimmern. Die Nase kräftig nach Himbeeren duftend, was sehr typisch für diesen Klon ist, gepaart mit kräuterigen Nuancen. Frische Säure und ein zartes Tannin machen diesen Verdächtigen zu einem echten Apérotrinkspaß! 86 KP (Kingsmill Points)</p>
<p>Nr.2 war dann der Lambrusco Grasparossa di Castelvetro &#8220;Tre Medaglie&#8221; secco. Etwas kräftiger in der Farbe als sein Komplize und auch breitere Schultern, was das Gesamtbild betrifft. In der Nase Cassis, Lavendel und eine herbe Note, die auch an Rhabarber erinnert und etwas hefiges. Ein Aufseher kommentierte: „wie gedeckter Rhabarberkuchen“! 87 KP</p>
<p>Dritter Kumpane von Medici Ermete war der „Assolo“. Dunkelrot fast schwarz, ich nehme an mit etwas Ancelotta angereichert (Rossissimo) hat ganz feine Perlchen, die am Rand des Glases stehen wie eine 1! Brombeere und Holunder, Süßkirsche und auch hier wieder ein angenehm würziges Aroma, was ein wenig nach Tabak riecht. Der erste Schluck bestätigt den ersten Eindruck, Frucht und viiiel Saft! 89 KP.(dieser Lambrusco war einer der günstigsten der gesamten Probe und dafür gibt’s noch nen halben Punkt obendrauf). <strong>Würtz meint: Mein absoluter Favorit, und das für unter 5 Euro</strong></p>
<p>Als vierter wurde der Lambrusco rosso „Labrusca“ von LINI 910 vernommen. Lini, ein völlig eigener Stil, der etwas aus der Reihe fällt. Auch hier sehr dunkel, Ancelotta ist auch hier dafür verantwortlich, in der Nase allerdings eher wie eine Rinderhälfte, gespickt mit Nelken und Feigen. Sehr weiniger Charakter und sicher ein guter Wein, um gemeinsame Sache zu machen mit nem FFF (fetten Fetzen Fleisch). 88 KP</p>
<p>5. im Bunde war der Reggiano Lambrusco &#8220;Foglie Rosse&#8221; secco DOC von der Genossenschaft Albinea Canali. Der Wein hatte es etwas schwer neben seinen Freunden, aber er hielt stand. Merum schrieb folgendes darüber: Mittelintensives, purpurnes Rubin; intensive holundrige Noten, frisch und einladend; auch im Mund holunderig, sehr frisch, gute Säure, trinkig.&#8221; Merum  &#8211; wir sehen das ähnlich. Wir verteilten dafür 86 KP</p>
<p>Die zweite Vernehmung bestand ebenfalls aus fünf Verdächtigten:</p>
<p>1.war der Lambrusco di Sorbara Vecchia Modena &#8220;Premium&#8221; secco DOC  aus dem Traditionsbetrieb Chiarli. Bekannt für ihre große Produktion, überzeugen Chiarli trotzdem mit ihren beiden Prestige – Lambruschi (Lambrusco) hierzu ein Zitat eines Lambruscoliebhabers: &#8220;Blasses Erdbeerrosa; frische Nase, rotbeerige Noten; feiner Schaum, gute Säure, zartfruchtig, fein, feinherb, erfrischend und sehr angenehm.&#8221; Merum  von uns gabs dafür 88 KP.</p>
<p>2. Lambrusco Grasparossa di Castelvetro &#8220;Vigneto Enrico Cialdini&#8221; secco DOC Dunkles Rubin schimmert im Glas, Brombeerig hefig, stramme Säure aber in echt guter Balance mit der zarten Süße. (Fand ich persönlich sehr gut zu meinem Burger)Verleitet zu zügigem Trinken in größeren Schlucken 90 KP.</p>
<p>3.war der spärlich gekleidete   Lambrusco dell&#8217;Emilia &#8220;Chiaro de La Falconaia&#8221; secco IGT.  Etwas stumpf in der Farbe, die Nase sehr dropsig, fruchtig. Eher die einfachere Variante für ganz junge Trinker. Uns hat das unharmonische etwas gestört. 85 KP.</p>
<p>4. war der Hauptverdächtige der Aktion: Lambrusco Reggiano &#8220;Concerto&#8221; secco DOC aus dem Hause Medici Ermete. In gewohnter Bestform muss man neidlos anerkennen, dass er seinen Ruf nicht ohne Grund hat. Dazu ein Kommentar von einem anderen Lambrusco Verfallenem: „&#8217;Concerto&#8217; ist ein überaus eleganter, perfekt ausbalancierter Lambrusco. Klar und makellos sein fruchtiges Brombeeraroma, rund, frisch und animierend der trockene, würzige Geschmack“ (superiore.de) Ausgezeichnet mit den 3 Gläsern des Gambero Rosso, Man mag davon halten was man will, ich fand ihn trotzdem lecker und das Preis-Genuß-Verhältnis ist äußerst sexy! 91 KP. <strong>Anmerkung vom Würtz: Der absolute Hammer das Zeug. Und das für kleines Geld!!!</strong></p>
<p>5. Wieder ein Underdog vom Microproduzent LINI910, der Lambrusco scuro Correggio. Intensives Kirschrot mit kleinen feinen Perlchen, himbeerige Nase mit dezentem Pfeffergeruch und Veilchen. Kräftiger Vertreter muss man sagen, aber das scheint der Stil des Hauses zu sein. Auch hier neigt man dazu, den Verdächtigen auszuquetschen. 90 KP.</p>
<p>Im letzten Flight hatten wir die süßen, bzw. halbtrockenen Lambruschi (Lambrusco). Um den Rahmen nicht ganz zu sprengen, hier unsere beiden Favoriten:</p>
<p>Lambrusco Salamino di Santa Croce semisecco DOC – In der Farbe eher helles Rubin, kräftige Perlen. Sehr beerige Nase, Brombeere und Himbeere, sehr typisch im Stile Cavicchioli. Ganz angenehmes Zusammenspiel von Süße, Säure und auch etwas Bitteres, aber ganz und gar nicht unangenehm. Zum süßen Abschluss durchaus vorstellbar. 89 KP.</p>
<p>Lambrusco Grasparossa &#8220;Bocciolo&#8221; dolce DOC  &#8211; Wie auch sein trockener Zellenkumpel (Assolo) sehr intensive in der Farbe und sehr markant in Geruch und Geschmack. Fette Maulbeere, Holunder und irgendwas erinnert an Hagebuttentee… Etwas zu kühl genossen kann es durchaus sein, dass dieser Wein durchaus zu schnell getrunken wird. Zum Hamburger extrem geil!! Kam sogar mit Ketchup klar <img src='http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  90 KP.</p>
<p><a href="http://www.superiore.de/index.php?sid=4eaa6d43953d26dd20208fbbca66b797&amp;cl=alist&amp;cnid=3e9131141359f">Alle oben genannten Tröpfchen gibt es bei superiore.de</a></p>
<p>Es gab natürlich auch einige weniger gute Lambruschi und einige Exoten. Erwähnenswert finde ich noch by the way den LINI910 Methode Champenoise, 36 Monate auf der Hefe und obwohl ich das Gebiet um den Lambrusco sehr gut kenne, habe ich etwas vergleichbares außer bei Francesco Bellei noch nicht gesoffen. Das wäre mal was interessantes für die jungen ambitionierten Sommeliers da draußen. Ich hätte mich in meiner aktiven Sommelierzeit über sowas abgefahrenes gefreut! Eventuell zum rare gerillten Hamburger vom Wagyu Rind, mit Gänsestopfleber an Stelle des Käses und Borettane Zwiebelchen (kleine Zwiebeln in altem Balsamico eingelegt) mit Chili Mayonnaise auf nem Briochebrötchen….oder so.</p>
<p><strong>Und noch eine Anmerkung vom Würtz: Was lernen wir? Lambrusco ist echt geniales Zeug, wenn es gut gemacht ist!</strong></p>
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		<title>Lambrusco Sommer 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 17:53:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Merum]]></category>

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		<description><![CDATA[Also, dann mal ran an den ersten Lambrusco. Ich stand gerade in der Küche, habe die Flasche aufgemacht und meiner Frau ein Glas eingeschenkt. Die muss natürlich mit probieren! Auf einmal hatte sie einen leicht entrückten Blick und erzählte etwas von einem &#8220;Capri&#8221; &#8211; das muss ein Restaurant sein &#8211; in Wiesbaden. Wahrscheinlich war das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Also, dann mal ran an den ersten Lambrusco.<span id="more-4094"></span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4095" title="LogoFBLambruscoSommerVI" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//LogoFBLambruscoSommerVI1.jpg" alt="" width="192" height="283" />Ich stand gerade in der Küche, habe die Flasche aufgemacht und meiner Frau ein Glas eingeschenkt. Die muss natürlich mit probieren! Auf einmal hatte sie einen leicht entrückten Blick und erzählte etwas von einem &#8220;Capri&#8221; &#8211; das muss ein Restaurant sein &#8211; in Wiesbaden. Wahrscheinlich war das mal ein Restaurant, schließlich war das vor mehr als 20 Jahren. Lambrusco löst also etwas aus, soviel steht wenigstens fest, und wenn es nur nostalgische Erinnerungen sind <img src='http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wir starten unsere Verkostung heute mit dem Reggiano Lambrusco &#8220;Foglie Rosse, secco, von Albinea Canali. Ein ziemlich dunkelrotes Getränk, dass gewaltig nach Kirschen und irgendeinem Gewürz, dass ich nicht einordnen kann, riecht. Sehr animierend jedenfalls. Frisch und trocken schmeckt er , mit angenehmen Tanninen. Aufmachen, trinken und Spaß haben. 11,5 Prozent Alkohol helfen da übrigens sehr dabei. Und je öfter ich an dem Glas nippe, umso spaßiger wird das Ganze. Der Wein kostet, Achtung, 4,49 Euro und ist direkt <a href="http://www.superiore.de/index.php?sid=d023f10601ce2c220606de84f2fcdac1&amp;cl=acatlist&amp;cnid=bad4db91a87c64157.68844486">hier bei superiore.de zu beziehen.</a></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4098" title="Foto-17" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Foto-178-373x500.jpg" alt="" width="373" height="500" />Dazu gibt es jetzt gleich die Reste vom Samstag-BBQ: Peri-Peri-Hühnerspieße.</p>
<p>Für acht Spieße braucht man zwei Hühnerbrüste.</p>
<p>Die Holzspieße, am Besten in einem Asia-Laden besorgen, über Nacht in Wasser einweichen. Die Hühnerbrüste waschen, mit Küchenkrepp trocken tupfen und der Länge nach in schmale Streifen schneiden. Die Fleischstreifen auf die gewässerten Spieße spießen.Peri-Peri-Sauce: 300ml Olivenöl, 50 g passierten Tomaten, 1 rote Zwiebel geschält und klein gewürfelt, 4 Knoblauchzehen geschält und fein gewürfelt, 25 g frischer Ingwer geschält und fein gewürfelt, 1 frische rote Chillischote entkernt und fein gewürfelt, 2 TL Paprikapulver, 2 TL Kreuzkümmel, 25 g Cardamom-Samen gehackt, 50 g frischer Koriander gezupft und gehackt, Salz und Pfeffer zum Abschmecken. Alle Zutaten in ein höheres Gefäß geben und mit einem Mixstab pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Hühnerspieße in der Peri-Peri-Sauce marinieren. Die Spieße auf den Grill packen. Man(n) kann sie direkt grillen, muss dabei aber aufpassen, dass sie nicht verbrennen. Am einfachsten ist es, sie kurz auf jeder Seite anzubräunen und sie dann indirekt, bei geschlossenem Grill &#8211; sofern man einen Kugelgrill hat &#8211; garen zu lassen.</p>
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		<title>Lambrusco Sommer 2011</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 15:50:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Merum]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab heute starten wir eine gemeinsame Aktion mit der &#8220;Merum&#8221; und dem Weinhändler &#8220;superiore.de&#8221; unter dem Titel &#8220;Lambrusco Sommer 2011&#8243; Die Idee zu dieser Aktion stammt von der Zeitschrift &#8220;Merum&#8221;, deren Beiträge wir hier regelmäßig veröffentlichen. Unter dem Motto „Lambrusco-Sommer 2011“ will die Merum-Redaktion dem Weinhandel behilflich sein, einen vor Jahrzehnten in Verruf geratenen, in Wirklichkeit aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Ab heute starten wir eine gemeinsame Aktion mit der <a href="http://merum.info/">&#8220;Merum&#8221;</a> und dem Weinhändler <a href="http://superiore.de/">&#8220;superiore.de&#8221;</a> unter dem Titel &#8220;Lambrusco Sommer 2011&#8243;<span id="more-4015"></span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4016" title="LogoFBLambruscoSommerVI" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//LogoFBLambruscoSommerVI.jpg" alt="" width="192" height="283" />Die Idee zu dieser Aktion stammt von der Zeitschrift &#8220;Merum&#8221;, deren Beiträge wir hier regelmäßig veröffentlichen. Unter dem Motto „Lambrusco-Sommer 2011“ will die Merum-Redaktion dem Weinhandel behilflich sein, einen vor Jahrzehnten in Verruf geratenen, in Wirklichkeit aber herrlichen Wein, bei ihrer Kundschaft salonfähig zu machen. Lambrusco kann vorzüglich sein! Merum-Leser wissen das, und seit sie das tun, leiden Sie darunter, dass der Handel ihnen diesen Wein nur sehr zögerlich zum Kauf anbietet. Merum möchte erreichen, dass diese absolut vermeidbare, lustfeindliche Lambrusco-Verknappung nördlich der Alpen endlich ein Ende findet!</p>
<p>Auch ich hatte meinen vorletzten Kontakt mit Lambrusco im zarten Alter von 15 Jahren. Darüber hülle ich aber lieber den Mantel des Schweigens. Mein letzter Kontakt war auf der ProWein in Düsseldorf am Stand der &#8220;Merum&#8221; und ich war nachhaltig beeindruckt. Keines meiner Vorurteile konnte bestehen, im Gegenteil, ich war begeistert von diesen Weinen! Ganz gewaltig sogar. Das hatte alles nichts mit dem Zeug zu tun, dass es hier in der örtlichen Pizzeria gibt, wenn man einen gewissen Bestellwert überschritten hat.</p>
<p>Merum setzt sich seit seines Bestehens für guten Lambrusco ein. Nicht nur, weil die Merum-Redakteure ihn selbst sehr gerne trinken, sondern auch, weil wir immer wieder die Erfahrung machen, dass unsere Gäste aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich erstaunt sind, wie gut ein Sorbara, ein Grasparossa oder ein Reggiano schmecken kann.</p>
<p>Zu viele Weinfreunde wissen das aber noch nicht, sondern verlassen sich für ihre skeptische Haltung gegenüber dem frischfruchtigen Prickler aus der Emilia auf ihr mindestens dreißigjähriges Vorurteil.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4017" title="Logo-Lambrusco-Sommer500px" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Logo-Lambrusco-Sommer500px-460x254.jpg" alt="" width="460" height="254" />Abgesehen mal davon, dass heute selbst die Massenprodukte ungleich viel besser sind als zu Zeiten der Zweiliterpullen mit süß-oxidiertem, rotem Inhalt, sprechen wir in Merum immer nur von der qualitativen Spitze der Lambrusco-Produktion.</p>
<p>Diesen herrlich frischen Perlweinen aus der Heimat des Parmigiano und des Parmaschinkens, der Mortadella und der Tortellini kann kaum jemand widerstehen! Die Lambrusco sind unvergleichliche Sommerweine und passen viel besser als Bier, Prosecco oder Rosé zu den Vorgartenperformances der Grill-, Käse- und Würstchenszene.</p>
<p>Und damit das Ganze nicht einfach nur eine trockene Veranstaltung wird, habe ich während der ProWein Lutz Heimrich von &#8220;superiore.de&#8221; angesprochen, ob er das alles nicht mit den passenden Weinen begleiten will. Er hat gar nicht lange überlegt, sondern direkt zugesagt. Was passiert in der nächsten Zeit? Ganz einfach: wir bloggen Infos über die Weine, einzelne Erzeuger und die Region, und hoffen, so unseren Teil zu dieser Aktion beitragen zu können. Ich freu mich!!!</p>
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		<title>Alles über Olivenöl &#8211; Serie Teil 6</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2010/12/14/alles-uber-olivenol-serie-teil-6/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 16:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Merum]]></category>

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		<description><![CDATA[Stinkig und ranzig“ - Etikettenschwindel in gigantischem Stil Wer irrtümlich eine falsche Bezeichnung aufs Etikett setzt, ist noch lange kein Schwindler, selbst wenn er sich damit strafbar macht. Jemand, der sich über die Unrichtigkeit einer Bezeichnung im Klaren ist und die Falschdeklaration aus reiner Liebe zum Geschäft wiederholt, hingegen schon. Auch wenn die Falschbezeichnung beim Olivenöl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Stinkig und ranzig“ - Etikettenschwindel in gigantischem Stil</p>
<p>Wer irrtümlich eine falsche Bezeichnung aufs Etikett setzt, ist noch lange kein Schwindler, selbst wenn er sich damit strafbar macht. Jemand, der sich über die Unrichtigkeit einer Bezeichnung im Klaren ist und die Falschdeklaration aus reiner Liebe zum Geschäft wiederholt, hingegen schon.<span id="more-3339"></span></p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3340" title="_POR3458-1" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3458-1-460x308.jpg" alt="" width="460" height="308" />Auch wenn die Falschbezeichnung beim Olivenöl so verbreitet ist, dass sie bereits Normalität ist, ist dieser Etikettenschwindel eine Form von vorsätzlichem Betrug an Verbrauchern und Mitbewerbern. Denn bei dem Know-how, über das die Ölkonzerne verfügen, muss Vorsätzlichkeit vorausgesetzt werden.</p>
<p>Die Verantwortlichen der Ölindustrie sind sich sehr wohl bewusst, was sie einkaufen, was sie verkaufen und dass sie dem Gesetz damit zuwiderhandeln. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Fachleute nicht wissen, dass die Qualität der von ihnen für den Literpreis einer Tasse Cappuccino eingekauften Ölchargen nicht der Kategorie Extra Vergine gemäß EU-Verordnung 796/2002  entspricht. Sie wissen aber auch, dass sie sich nicht nur ungestört in einem Umfeld fehlender Ölkultur, sondern auch in der Grauzone des Schwerkontrollierbaren bewegen, in der jeder, der ihnen Falschdeklaration vorwirft, riskiert, sich juristisch selbst die Zähne auszubeißen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-3341" title="Titel2-1" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Titel2-1.tiff" alt="" />Als Andreas März 2004 gewisse Missstände in Merum anprangerte und die Ölkonzerne beschuldigte, sie brächten in großen Mengen stinkende und ranzige „Extra Vergine“ in Umlauf, hängte ihm der damals noch italienische Carapelli-Konzern (heute in spanischem Besitz) eine Straf- und Zivilklage an.</p>
<p>Erst im Sommer 2009 wurde der Merum-Redakteur vom Strafgericht Pistoia freigesprochen. Der Richter – gepriesen sei er! – konnte an des Journalisten Behauptung, die betreffenden Öle seien stinkend und ranzig, nichts Verleumderisches erkennen… (!)</p>
<p>Qualität hat ihren Preis. Verbraucher, die glauben, beim Discounter für wenige Euro ein wertvolles Extra Vergine zu erhalten, täuschen sich. Laut geltendem Recht sind diese Billigöle mit wenigen Ausnahmen einfache Vergine, wenn nicht sogar Lampant-Öle!</p>
<p>Chemische Untersuchungen bestärken jedoch immer wieder, dass die Lage noch weit schlimmer ist. Die schlechte Bezahlung der Oliven führt zusammen mit der Rückständigkeit der meisten Ölmühlen des Mittelmeerraums zu Ölen, die so schlecht sind, dass sie nicht in nativem Zustand (unbehandelt) auf den Markt gelangen können. Solche Öle müssen rektifiziert werden und gelangen als einfaches Olivenöl in den Verkauf.</p>
<p>Da sich Extra Vergine jedoch besser absetzen lässt als einfaches Olivenöl, verpassen die Konzerne diesen Ölen zwecks Desodorierung eine Wärmebehandlung und bringen sie widerrechtlich als Extra Vergine in Umlauf.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-3342" title="_POR3445" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3445-460x308.jpg" alt="" width="460" height="308" />Tiefe Umwälzungen im Ölmarkt</strong></p>
<p>Es scheint, dass die Spanier derzeit konsequent eine Politik verfolgen, die die Kontrolle des mondialen Ölmarktes zum Ziel hat, die bisher die Italiener innehatten. Ein erster Schritt ist bereits vollbracht, in den letzten Jahren haben sich die Spanier den Besitz aller wichtigen italienischen Marken gesichert.</p>
<p>Der zweite Schritt besteht darin, Produktionspotenzial aufzubauen. Auf der ganzen Welt werden von spanischen Firmen Olivenplantagen angelegt. Die Produktionskosten solcher Intensivanlagen liegen deutlich unter zwei Euro pro Liter Öl. Ein Preis, zu dem in Italien oder anderen traditionellen Anbaugebieten auch mit Schwarzarbeit und Selbstausbeutung nicht produziert werden kann.</p>
<p>Die klassischen, südeuropäischen Olivenregionen haben es bisher verpasst, sich mittels besonderer Qualität, geeigneten Gesetzen und intelligentem Marketing aus diesem Massenmarkt herauszunehmen und sich für die Marktnische der Premium-Öle fitzumachen. Die Olivenöle traditioneller Anbaugebiete mit hohen Produktionskosten haben sich noch nicht das Recht erworben, als etwas Besonderes betrachtet zu werden, sondern stehen mitten im Konkurrenzkampf mit den Massenprodukten.</p>
<p>Durch ihre eigene massive Produktion gestärkt, werden die multinationalen Ölkonzerne immer weniger auf ihre traditionellen europäischen Lieferanten (Ölmühlen, Kooperativen, Konsortien, Oliven-Großproduzenten) angewiesen sein. Die Ölpreise werden zum Schaden der nichtvermarktenden Ölbauern weiter fallen.</p>
<p>Die Ölproduzenten kostenintensiver Anbaugebiete werden nur überleben können, wenn es ihnen gelingt, sich in den zaghaft wachsenden Marktnischen für Olivenöl hoher Qualität einzunisten. Denn außer der Allianz Produzent-Konsument steht Ihnen solange nichts zur Verfügung, als der Gesetzgeber sich weigert, der maroden Klassifizierung für Olivenöl ein Ende zu bereiten.</p>
<p>Die Kundschaft von Spitzenölen ist bereit, für die Öle zu bezahlen, was sie wert sind. Allerdings sind diese noch unsicheren Konsumenten sehr sensibel auf Signale bezüglich Glaubwürdigkeit und Qualität. Ölproduzenten, die sich in dieser Nische eine Zukunft einrichten wollen, dürfen sich keine Kompromisse erlauben! Ihre Öle müssen qualitativ über jeden Vergleich mit den Massenölen erhaben sein.</p>
<p>Es ist deshalb niemandem geholfen, wenn Öl-Guides „nett“ mit den Produzenten sind und auch Öle prämieren, die eine Auszeichnung nicht verdienen. Am Ende bringt nur kompromissloses Ausscheiden von fehlerhaften Ölen und das Prämieren von perfekten Leistungen den Sektor aus der Gefahrenzone.</p>
<p>Auf das Risiko hin, sich unbeliebt zu machen, wird Merum aus den genannten Gründen die Produzenten der eliminerten Öle auf Anfrage über den negativen Verkostungsbefund detailliert in Kenntnis setzen.</p>
<p><strong>Auszug aus dem Olivenöl-Taschenführer von Merum, der Zeitschrift für Wein und Olivenöl aus Italien. Zu bestellen unter <a href="http://merum.info/" target="_blank">www.merum.info</a></strong></p>
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		<title>Alles über Olivenöl &#8211; Serie Teil 5</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Oct 2010 14:27:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Merum]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wird es in unserer kleinen Serie fast schon wissenschaftlich&#8230; Antioxidantien - Gute Olivenöle sind gesünder Gute Olivenöle schmecken nicht nur besser, sie sind auch gesünder als mittelmäßige. Die Aussage: „Olivenöl ist gesund!“ ist so nicht korrekt. Richtig ist: „Olivenöl ist gesund, wenn es bestimmte Qualitätskriterien erfüllt.“ Der gesundheitliche Nutzen eines Olivenöls hängt aber nicht nur von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Heute wird es in unserer kleinen Serie fast schon wissenschaftlich&#8230;<span id="more-3193"></span></p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-3194" title="_POR3134-1" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3134-1-460x308.jpg" alt="" width="460" height="308" />Antioxidantien - Gute Olivenöle sind gesünder</strong></p>
<p>Gute Olivenöle schmecken nicht nur besser, sie sind auch gesünder als mittelmäßige. Die Aussage: „Olivenöl ist gesund!“ ist so nicht korrekt. Richtig ist: „Olivenöl ist gesund, wenn es bestimmte Qualitätskriterien erfüllt.“ Der gesundheitliche Nutzen eines Olivenöls hängt aber nicht nur von der Menge der Polyphenole ab, sondern auch von deren Zusammensetzung. Ein gutes Extra Vergine enthält zwischen 300 und 500 Milligramm Polyphenole pro Liter. Bei industrieller Ware liegen die Werte weit tiefer. Der Anteil der wertvollen Polyphenole mittlerer bis hoher Dichte sollte bei einem Extra Vergine zudem nicht unter 70 bis 80 Prozent liegen (Oleuropein, Ligstrosid etc.).</p>
<p>Bei einem frischen Olivenöl mit reichem, reintönigem Fruchtgeschmack kann von einem hohen Gehalt an phenolischen Verbindungen ausgegangen werden. Der größte Teil der bekannten Handelsmarken hat tiefe Gehalte – nicht selten liegen diese Antioxidantien unter 100 Milligramm/Liter –, weil es sich in der Regel um oxidativ geschädigte Olivenöle handelt. Es sind oft müde Öle, die einer aufmerksamen sensorischen Prüfung nicht standhalten würden. Die Unterschiede im Gehalt an phenolischen Verbindungen liegen nicht im Nuancenbereich, sondern sind von handfester Dimension: Ihr Gehalt hängt vom Anbau und vom Reifegrad der Oliven bei der Ernte ab. So steigt der Gehalt an Polyphenolen geringer Dichte mit zunehmender Fruchtreife, während die Gesamtmenge an phenolischen Verbindungen wie auch des Tocopherols abnimmt. Das bedeutet auch, dass das Öl umso wertvoller ist, je früher die Oliven geerntet werden.</p>
<p>Aber auch beim Fettsäuremuster gibt es Unterschiede. Der Gehalt an der gesunden Ölsäure hängt von der Sorte, dem Reifegrad der Oliven und vom Zustand des Olivenöls ab. Ein frisches Öl aus halbreifen Oliven aus kühlen Gebieten weist in der Regel einen hohen Gehalt an Ölsäure auf: zwischen 77 und 82 Prozent. Ein Öl aus vollreifen Oliven heißer Gebiete bringt es oftmals kaum auf 70 Prozent. Verdorben riechende Olivenöle enthalten für den menschlichen Organismus schädliche Peroxide und deren Abbauprodukte. Peroxide entstehen durch die Oxidation der Fettsäuren. Diese wird beschleunigt durch den Einfluss von Sauerstoff, Licht und Wärme. Aus den Peroxiden und durch enzymatische Fermentationen entstehen Aldehyde, Ketone, Alkohole, die dem Öl den typischen Geruch der Ranzigkeit verleihen. Je frischer ein Öl, je schonender es hergestellt wurde, desto geringer der Anteil an solchen Abbausubstanzen. Neuere Untersuchungen lassen vermuten, dass oxidativ geschädigte Öle möglicherweise sogar leberschädigend sind.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-3195" title="_POR3584" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3584-335x500.jpg" alt="" width="335" height="500" />Wundermittel für jeden Tag</strong></p>
<p>- Koronare Herzkrankheit und Krebs: Oxidativer Stress spielt vermutlich eine zentrale Rolle bei der Entstehung verschiedener Erkrankungen wie etwa der koronaren Herzkrankheit und Krebs. In den letzten Jahren sprechen immer mehr wissenschaftliche Befunde dafür, dass Antioxidantien gegen oxidativen Stress und die Oxidation von LDL-Cholesterin schützen können.</p>
<p>- Cholesterin, Herzinfarkt und Thrombose: Eine Diät mit Olivenöl als überwiegende Fettquelle beugt dem Anstieg des Cholesterinspiegels im Blut und dem Bluthochdruck vor und schützt vor Herz-Kreislauf-Problemen, vornehmlich Herzinfarkt und Thrombose, sowie anderen Zivilisationskrankheiten.</p>
<p>- Alterung: Der hohe Gehalt an Vitamin E und an Antioxidantien des Extra Vergine sorgt zusammen mit der einfach ungesättigten Fettsäure für eine Verzögerung der Alterung der menschlichen Zellen.</p>
<p>- Übergewicht: Dank seines kräftigen Geschmacks kann Extra Vergine in geringeren Mengen eingesetzt werden als andere Öle, was für Menschen mit Gewichtsproblemen wichtig ist.</p>
<p>- Diabetes: Studien haben gezeigt, dass der regelmäßige Genuss von Olivenöl bei Diabetikern zu einem günstigeren Blutzuckerprofil führt.</p>
<p>- Krebs und Gallensteine: Die bisherigen Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Nahrungsfettaufnahme und Krankheiten des Gastrointestinaltrakts sprechen dafür, dass sich eine erhöhte Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren bei Erkrankungen wie Magen- und Darmgeschwüren sowie Gallensteinen günstig auswirkt; die Magensäuresekretion wird verringert und der Gallensteinbildung wird vorgebeugt. Des weiteren deuten wissenschaftliche Studien darauf hin, dass hoher Olivenölkonsum das Risiko für Brustkrebs bei Frauen und für Pankreaskrebs senkt.</p>
<p>- Hautkrebs: Extra Vergine, unmittelbar nach dem Sonnenbad aufgetragen, verlangsamte in Versuchen japanischer Forscher das Wachstum von Hautkrebs bei Mäusen.</p>
<p>- Verstopfung: Ein Esslöffel gutes Extra Vergine am Morgen auf nüchternen Magen sorgt für Wohlbefinden und geschmeidigen Stuhl.</p>
<p>- Ölziehkur: Es gibt Leute, die schwören darauf. Die regelmäßig morgendliche, 10- bis 15-minütige Mundspülung mit Öl soll den Körper entgiften.</p>
<p><strong>Auszug aus dem Olivenöl-Taschenführer von Merum, der Zeitschrift für Wein und Olivenöl aus Italien. Zu bestellen unter <a href="http://merum.info/">www.merum.info</a></strong></p>
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		<title>Alles über Olivenöl &#8211; Serie Teil 4</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 07:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Merum]]></category>

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		<description><![CDATA[Im heutigen Teil unserer kleinen Serie über Olivenöl, wird es technisch&#8230; Das kleine Einmaleins - Wie Qualität entsteht Es ist nicht sehr kompliziert, die Grundregeln der Qualitätsproduktion zu verstehen. Etwas schwieriger ist es, sie auch zu befolgen. Die Ursachen dafür, weshalb dieses kleine Einmaleins ignoriert wird, sind in erster Linie falsche Traditionen, die Weigerung der Produzenten, sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Im heutigen Teil unserer kleinen Serie über Olivenöl, wird es technisch&#8230;<span id="more-3155"></span></p>
<p><strong><img class="size-medium wp-image-3156 alignleft" title="_POR3435" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR34351-460x308.jpg" alt="" width="460" height="308" />Das kleine Einmaleins - Wie Qualität entsteht</strong></p>
<p>Es ist nicht sehr kompliziert, die Grundregeln der Qualitätsproduktion zu verstehen. Etwas schwieriger ist es, sie auch zu befolgen. Die Ursachen dafür, weshalb dieses kleine Einmaleins ignoriert wird, sind in erster Linie falsche Traditionen, die Weigerung der Produzenten, sich gegenüber neuen Erkenntnissen zu öffnen und die dadurch entstehenden Mehrkosten.</p>
<p><strong>Bewahrt die Qualität des Öls</strong>:</p>
<p>- Schonende Erntemethode, bei der die Oliven nicht verletzt werden.</p>
<p>- Ernte von gesunden, nicht zu reifen Oliven.</p>
<p>- Nur vom Baum geerntete Oliven (am Boden oder mehrere Tage im Netz liegende Oliven sind tabu).</p>
<p>- Pressen in kurzen Abständen. Ideal ist die Pressung wenige Stunden, mindestens aber am selben Tag nach der Ernte.</p>
<p>- Transport der Oliven in gut durchlüfteten Erntekisten.</p>
<p>- Verarbeitung der Oliven in modernen Ölmühlen (Knetmaschinen ohne Luftkontakt, Decanter aus Edelstahl, Vermeidung von Wasserzusatz während der Verarbeitung, tiefe Verarbeitungstemperatur (unter 27°C bei unverletzten Oliven im optimalen Reifezustand, unter 20°C bei verletzten, unreifen oder überreifen Oliven), absolute Hygiene).</p>
<p>‰ 	Sofortiges Filtern des frischen Öls, um die an Wasser, Zucker und Enzymen reiche Trübung abzutrennen.</p>
<p>‰ 	Aufbewahrung des Olivenöls in Edelstahlbehältern unter Luftabschluss und in absoluter Dunkelheit.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-3157" title="_POR3380-1" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3380-1-460x308.jpg" alt="" width="460" height="308" />Schadet der Qualität:</strong></p>
<p>- Befall der Oliven durch die Olivenfliege.</p>
<p>- Späte Lese vollreifer Oliven.</p>
<p>- Verwertung von tage- oder wochenlang in Erntenetzen liegenden Oliven.</p>
<p>- Verwertung von am Boden liegenden Oliven.</p>
<p>- Verwertung verletzter Oliven.</p>
<p>-  Verwertung frostgeschädigter Oliven.</p>
<p>- Ernte mit Stangen und mechanische Ernte mit schlagenden Elementen (Ausnahme: Wo innerhalb weniger Stunden nach der Ernte gepresst werden kann).</p>
<p>- Pressung der Oliven nach mehr als zwölf Stunden.</p>
<p>- Transport und Aufbewahrung der Oliven in Jutesäcken, noch verheerender: Aufbewahrung der Oliven in Kunststoffsäcken.</p>
<p>- Verarbeitung der Oliven mit traditionellen Methoden (Mühlsteine, hydraulische Pressung mit Pressmatten).</p>
<p>- Verarbeitung des Olivenbreis in Knetwerken unter Luftkontakt.</p>
<p>- Verarbeitung des Olivenbreis bei Temperaturen über 27°C.</p>
<p>- Mangel an Hygiene in der Ölmühle.</p>
<p>- Belastet möglicherweise nicht die Qualität des Olivenöls, aber zweifellos die Umwelt: Verwendung von Kunstdüngern, Insektiziden und Herbiziden.</p>
<p>- Aufbewahrung des Olivenöls in Terracotta- oder anderen unhygienischen Behältern.</p>
<p>- Aufbewahrung des Olivenöls auf seinem natürlichen Bodensatz.</p>
<p>-  Starker Luftkontakt des Olivenöls.</p>
<p>- Jede Art von Lichtkontakt (natürliches wie künstliches Licht).</p>
<p>- Wärme und Kälte (Öl darf nicht ausflocken!).</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-3158" title="_POR3584-1" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3584-1-335x500.jpg" alt="" width="335" height="500" />Fettsäuren: Wenn Öl ausflockt</strong></p>
<p>Olivenöl besteht aus verschiedenen Fettsäuren: 55-84 Prozent Ölsäure, 3-21% Linolsäure, 7-20 Prozent Palmitinsäure, des weiteren geringe Mengen von Eicosensäure, Delta-9-cis-Eicosensäure, Palmitoleinsäure, Linolensäure, Stearinsäure sowie Spuren weiterer Fettsäuren. Sie alle sind Bestandteile der Triglyzeride (so nennen Chemiker Fett) des Olivenöls.</p>
<p>Olivenöl wird flockig zwischen vier und sieben Grad. Diese Temperaturen sind abhängig vom unterschiedlichen Schmelzpunkt der verschiedenen Fettsäuren. Gesättige Fettsäuren haben einen hohen Schmelzpunkt (Palmitinsäure: 65°C), die einfach ungesättigten Fettsäuren liegen bei mittleren Temperaturen (Ölsäure: 13°C), doppelt ungesättigte (Linolsäure: -5°C) und dreifach ungesättigte Fettsäuren (Linolensäure: -11°C) sind noch bei tiefen Temperaturen flüssig. Gefrorenes und wieder aufgetautes Öl sollte aufgrund der Entmischung rasch verbraucht werden.</p>
<p><strong>Vitamine und Antioxidantien</strong></p>
<p>Olivenöl besteht zu 98 bis 99 Prozent aus Fetten. Daneben enthält vor allem Extra Vegine auch wertvolle „nicht-fette“ Substanzen. Ihr Anteil liegt bei ein bis zwei Prozent und setzt sich aus über zweihundert verschiedenen Stoffen zusammen. Einige davon spielen eine Rolle für die Ernährung und die Gesundheit, andere sind für den Geruch und den Geschmack des Olivenöls verantwortlich.</p>
<p>Neben der Ölsäure – sie findet sich nicht nur in Nativen, sondern auch in raffinierten Olivenölen – sind auf Grund ihrer antioxidativen Eigenschaften die im Olivenöl enthaltenen phenolischen Verbindungen und Vitamine von gesundheitlicher Bedeutung.</p>
<p>Diese Stoffe sind allerdings nur in naturbelassenen, also unrektifizierten Vergine-Ölen reichlich enthalten. Je frischer und hochwertiger das Öl, desto höher der Gehalt an Antioxidantien. Der Gehalt an Vitaminen und phenolischen Substanzen in Extra Vergine hängt nicht allein von der Qualität der Oliven, sondern vor allem auch von der Sorgfalt bei der Pressung und der Lagerung ab.</p>
<p>Neben den Vitaminen – vor allem Alpha-Tocopherol (Vitamin E) und Karotin (Provitamin A) – und den Polyphenolen gehören zum „nicht-fetten“ Anteil auch Paraffine, Terpene, Squalen, Polyterpene, Sterine, Chlorophyll, höhere Alkohole und andere. Einige dieser Substanzen scheinen auf die menschliche Gesundheit außerordentlich positive Wirkung zu haben.</p>
<p><strong>Auszug aus dem Olivenöl-Taschenführer von Merum, der Zeitschrift für Wein und Olivenöl aus Italien. Zu bestellen unter </strong><strong><a href="http://merum.info/">www.merum.info</a></strong></p>
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		<title>Alles über Olivenöl &#8211; Serie Teil 3</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 12:44:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Merum]]></category>

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		<description><![CDATA[Im heutigen Dritten Teil unserer kleinen Reihe über Olivenöl geht es darum, wie man als Verbraucher zu einem guten Öl kommt. Verkosten, verkosten, verkosten… Die einzige Methode, mit der Konsumenten sich vor schlechten Ölen schützen und zu guten Ölen finden können, ist die eigene Erfahrung! Also: verkosten, verkosten und nochmals verkosten… und sich gleichzeitig informieren. Solange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Im heutigen Dritten Teil unserer kleinen Reihe über Olivenöl geht es darum, wie man als Verbraucher zu einem guten Öl kommt.<span id="more-3116"></span></p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-3117" title="_POR3549-1" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3549-1-460x308.jpg" alt="" width="460" height="308" />Verkosten, verkosten, verkosten…</strong></p>
<p>Die einzige Methode, mit der Konsumenten sich vor schlechten Ölen schützen und zu guten Ölen finden können, ist die eigene Erfahrung! Also: verkosten, verkosten und nochmals verkosten… und sich gleichzeitig informieren. Solange der Konsument den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Öl nicht erkennt, gibt es auch keinen Grund, weshalb er das teurere Öl kaufen soll. Wer mit Discount-Extra-Vergine glücklich ist, spart viel Geld.</p>
<p>Olivenöl-Guides wie der des <a href="http://www.olivenoeltest.de/">Feinschmeckers</a>, von <a href="http://www.slowfood.de/">Slow Food</a> oder Merum sind für mehr Verständnis hilfreich, eigene Erfahrung aber können sie nicht ersetzen. Wer lediglich die Öle mit der höchsten Punktzahl kauft, macht es nicht besser als die Etikettentrinker. Wäre der Gesetzgeber auf der Seite des Verbrauchers, dann würde er verbindliche Erkennungsmerkmale festlegen, anhand derer einfach festzustellen ist, was ein Öl taugt. Denn was jetzt vom Gesetz geregelt wird – die Freien Fettsäuren zum Beispiel oder die Peroxide und andere 21 Inhaltsstoffe des Olivenöls –, taugt höchstens dazu, einem Öl minimale Verkehrsfähigkeit zu bescheinigen, sicher aber nicht dazu, hohe Qualität zu garantieren. Wer sich also für diesen magischen Saft der Olive wirklich interessiert, kommt nicht umhin, sich um ihn zu bemühen. Und: Fragen zu stellen!</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3118" title="_POR3380" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3380-460x308.jpg" alt="" width="460" height="308" />Da die Kontrollbehörden nicht garantieren können, dass in der Extra-Vergine-Flasche wirklich auch ist, was draufsteht, muss der Verbraucher sich seine eigenen Qualitätsparameter zulegen. Vergessen sollte er die häufig genannten freien Fettsäuren, selbst tiefste Werte unter 0,2 Prozent bedeuten nicht, dass ein Öl nicht störende Qualitätsmängel aufweist. Auch die Verkaufsargumente „kaltgepresst“ oder „erste Pressung“ sind nichtssagend, da heute weder Heißpressungen noch zweite oder dritte Pressungen mehr stattfinden.</p>
<p>Es gibt andere Werte, die aussagekräftiger sind: der Gehalt an Antioxidantien zum Beispiel. Man mag diese bitteren und scharfen Noten eines frischen Olivenöls nun lieben oder nicht, auf jeden Fall sind sie ein sicherer Indikator für den Gesundheitszustand eines Öls! Nach einer einfachen Faustregel sollte die Summe der Polyphenole und der Tocopherole beim frischgepressten Öl  mindestens 500 mg/kg betragen (Spitzenwerte liegen bei 800 mg/kg und höher). Fragen Sie nach diesen Werten! Denn soviel Information ist dem Käufer eines in der Regel kostspieligen Öls geschuldet. Je mehr von diesen Stoffen ein Öl enthält, desto haltbarer ist es, desto besser schmeckt es, desto wertvoller ist es für unsere Gesundheit und desto mehr ist es seinen Preis wert. Fragen Sie nach dem Jahrgang! Denn leider ist dessen Angabe auf dem Etikett nicht Vorschrift. Und fragen Sie nach dem Abfülldatum, die Mindesthaltbarkeit sagt nämlich gar nichts aus, liegt deren Festlegung doch ganz im Ermessen des Abfüllers.</p>
<p><strong>Auszug aus dem Olivenöl-Taschenführer von Merum, der Zeitschrift für Wein und Olivenöl aus Italien. Zu bestellen unter <a href="http://merum.info/">www.merum.info</a></strong></p>
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		<item>
		<title>Alles über Olivenöl &#8211; Serie Teil 2</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2010/09/24/alles-uber-olivenol-serie-teil-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 13:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Merum]]></category>

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		<description><![CDATA[Weiter geht es mit unserer kleinen Serie über Olivenöle. Grüne Aromen - Wie ein gutes Extra Vergine schmeckt Ein perfektes Olivenöl zeichnet sich durch extreme Frische aus, in der Farbe, in der Nase, im Gaumen. Olivenöl sollte nicht dickflüssig, sondern eher dünnflüssig sein. Olivenöl kann tiefgrün sein, hellgrün, grüngelb oder goldgelb mit feinem Grünschimmer, wichtig ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Weiter geht es mit unserer kleinen Serie über Olivenöle.<span id="more-3106"></span></p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-3107" title="_POR3390" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3390-460x308.jpg" alt="" width="460" height="308" />Grüne Aromen - Wie ein gutes Extra Vergine schmeckt</strong></p>
<p>Ein perfektes Olivenöl zeichnet sich durch extreme Frische aus, in der Farbe, in der Nase, im Gaumen. Olivenöl sollte nicht dickflüssig, sondern eher dünnflüssig sein. Olivenöl kann tiefgrün sein, hellgrün, grüngelb oder goldgelb mit feinem Grünschimmer, wichtig ist lediglich, dass es leuchtet. Wird es auf den weißen Teller oder auf eine Brotscheibe gegossen, soll es verführen, nicht abstoßen. Dunkelgelbe Farbe weist auf fortgeschrittene Oxidation hin. Die Farbe des Olivenöls ist für die offizielle Klassifizierung jedoch unbedeutend und wird nicht berücksichtigt. Für den Verbraucher spielt das Aussehen eines Öls hingegen dieselbe Rolle wie beim Wein. Man kann davon ausgehen, dass Olivenöle mit grünen Reflexen olivenfruchtiger schmecken als gelbe Öle.</p>
<p>Die Behauptung jedoch, dass die grüne Farbe mancher Qualitätsöle vom Mitmahlen der Olivenblätter herrühre, zeugt von mangelnder Sachkenntnis. Die grüne Farbe von Olivenölen stammt – wo nicht Fälscher am Werk waren – von der Verarbeitung grüner, noch unreifer Früchte. Schwarze, überreife oder gar in ausgelegte Netze oder zu Boden gefallene Oliven ergeben gelbe, süßliche Öle ohne ausgeprägte Frucht.</p>
<p>Frische in der Nase ist erstes Qualitätskriterium. Grüne Aromen wie frisch geschnittenes Gras, unreife Oliven, Artischocken, und – bei gewissen Sorten – grüne Tomaten deuten auf gesunde Oliven hin, die im richtigen Moment geerntet wurden, nicht zu unreif und nicht zu reif. Überreife Oliven, oxidative Behandlung in der Ölmühle und zu wenig rasche Verarbeitung haben Aromen zur Folge, die an alte Mandeln oder Haselnüsse und Butter erinnern.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-3108" title="_POR3435" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3435-460x308.jpg" alt="" width="460" height="308" />Verletzte, faule, von Schädlingen befallene, mehrere Tage herumliegende Oliven sowie die unsachgemäße Behandlung des Olivenbreis in der Ölmühle ergeben Öle mit unangenehmen Fermentationsnoten.</p>
<p>Im Gaumen muss die Aromenfrische Bestätigung erhalten. Nicht alle Fruchtaromen sind willkommen, so weisen beispielsweise süße Aromen von reifer Banane oder Apfel sowie gekochtem Gemüse auf eine unsachgemäße Behandlung der Oliven oder des Olivenbreis hin.</p>
<p>Geschmackliche Harmonie ist bei einem guten Olivenöl willkommen, ein Extra Vergine jedoch, das nicht über eine gewisse Bitterkeit verfügt und nicht deutlich scharf schmeckt, erhält vom Verkoster Abzüge.</p>
<p>Aufgrund der kapillaren Verbreitung der Billigöle und der Seltenheit von Qualitätsölen, haben sich breite Verbraucherschichten statt an den Duft von frischen Oliven sowie die charakteristische Bitterkeit und Schärfe des echten Extra Vergine an falsche Aromen gewöhnt. Manche Verbraucher haben sich einen Geschmack als „typisch“ eingeprägt, der auf fortgeschrittene Verderbnis der Oliven und Ranzigkeit zurückzuführen ist: Die Fruchtigkeit der Olive ist ihnen fremd, Bitterkeit und Schärfe lehnen sie ab.</p>
<p><strong>Auszug aus dem Olivenöl-Taschenführer von Merum, der Zeitschrift für Wein und Olivenöl aus Italien. Zu bestellen unter <a href="http://shop.merum.info/pagine/de/prodotti.lasso?idp=7&amp;-session=merum_shop:4FD3A30F1676a2EF2FhLq3C2FEBC&amp;-session=merum_moduli:4FD3A30F1676a2EF2Fsnv3C2FEBE">www.merum.info</a></strong></p>
<div><strong><br />
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<div class="shr-publisher-3106"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Alles über Olivenöl &#8211; neue Serie</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2010/09/20/alles-uber-olivenol-neue-serie/</link>
		<comments>http://wuertz-wein.de/wordpress/2010/09/20/alles-uber-olivenol-neue-serie/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Sep 2010 17:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Merum]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://wuertz-wein.de/wordpress/?p=3089</guid>
		<description><![CDATA[Ab heute starten wir hier im Blog eine neue Serie, die siech ausschließlich um Olivenöl dreht. Quasi das kleine Einmaleins des italienischen Olivenöls. Das Ganze natürlich in Zusammenarbeit mit unseren Freunden von der &#8220;MERUM&#8221;. Der Duft frischer Oliven - Woran der Fachmann ein gutes Öl erkennt Die vom Gesetz vorgesehenen 23 chemischen Grenzwerte für Substanzen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Ab heute starten wir hier im Blog eine neue Serie, die siech ausschließlich um Olivenöl dreht. Quasi das kleine Einmaleins des italienischen Olivenöls. Das Ganze natürlich in Zusammenarbeit mit unseren Freunden von der &#8220;MERUM&#8221;.<span id="more-3089"></span></p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-3090" title="_POR3442" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3442-335x500.jpg" alt="" width="335" height="500" />Der Duft frischer Oliven - Woran der Fachmann ein gutes Öl erkennt</strong></p>
<p>Die vom Gesetz vorgesehenen 23 chemischen Grenzwerte für Substanzen, die im Olivenöl vorkommen, helfen leider nicht, gute von schlechten Ölen zu unterscheiden. Denn auch sensorisch deutlich fehlerhafte Öle überspringen diese niedrigen analytischen Hürden mit Leichtigkeit. Am Ende ist die sensorische Analyse die einzige taugliche Methode der Klassifizierung in Extra Vergine, Vergine und Lampant (nicht verkehrsfähig). Nase und Gaumen ausgebildeter Ölverkoster bestimmen in Gruppen (Panel), in welche Kategorie ein Olivenöl gehört. Diese Panels sind vom Gesetz zwar bis ins Detail reglementiert, aber eine Vorschrift, wonach ein Extra Vergine eine chemische oder sensorische Prüfung bestehen muss, bevor es in den Handel kommen darf, besteht nicht.</p>
<p>Eigentlich ist es für den Fachmann sehr einfach festzustellen, ob ein Öl der obersten Qualitätsstufe Extra Vergine angehört oder nicht. Riecht es nach frischen Oliven, ist es ein Extra Vergine, sind hingegen auch Aromen wahrzunehmen, die nicht der frischen Olivenfrucht zuzuordnen sind, handelt es sich um ein einfaches Vergine oder in schwerwiegenderen Fällen gar um ein Lampantöl. Neuen Möglichkeiten, Qualitätsöle von Zweitklassigem und Verdorbenem zu unterscheiden, ist die Forschung auf der Spur. Es geht dabei darum, für Verderbnis und somit für Fehlaromen charakteristische Substanzen zu identifizieren. Seit drei Jahren wird in Florenz nach diesen aromatischen Markerstoffen geforscht. Mit ihrer Hilfe könnten sensorisch fehlerhafte Olivenöle bereits im Analyselabor verbindlich erkannt und deklassiert werden.</p>
<p>Die Antioxidantien gehören zu den wichtigsten positiven Gesundheitsmerkmalen von Olivenöl. Die gesetzliche Einführung eines Mindestgehaltes dieser Substanzen wäre eine nützliche Methode, die Kategorie Extra Vergine von mittelmäßigen Ölen freizuhalten. Seit 20 Jahren fordern Kräfte, denen an einer glaubwürdigen Klassifizierung gelegen ist, eine von der EU anerkannte Methode zur Bestimmung des Polyphenolgehaltes. Stünde jedoch eine solche Standardmethode zur Verfügung, würde der Olivenölmarkt komplett neu aufgemischt. Denn von einem Tag auf den anderen könnte mit diesem Instrument die Qualität und damit der Wert eines Öls objektiv festgestellt werden, was sehr zum Nachteil mancher Massen-Extra-Vergine wäre. Dass dies nicht im Sinne der industriellen Anbieter ist, liegt nahe und erklärt, weshalb die EU eine solche offizielle Standardmethode bis heute nicht zur Verfügung gestellt hat.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-3091" title="_POR3556" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//POR3556-460x308.jpg" alt="" width="460" height="308" />Das große Problem der Verkoster</strong></p>
<p>Olivenöl soll riechen wie eine frische, unverletzte Olive, die man zwischen den Fingern zerdrückt. Je nach Sorte können florale Noten mit dabei sein, aber auch Noten von frischen Mandeln, Artischocken, grüne, frische Gemüsesorten, medizinale Kräuter, frisches Gras, bei gewissen Sorten Tomatenblätter oder sogar grüne Tomaten und eine Spur Bittermandeln. Sobald der geübte Verkoster jedoch Gras riecht, das bereits vor Stunden geschnitten wurde, Noten von Heu, reifen Mandeln, gekochtem Gemüse, gekochten Bohnen, Käse, Wein, Essig, Ovomaltine, Kakao, eingelegten Oliven oder Butter… dann weiß er, dass etwas nicht stimmt, und es bleibt ihm nur die Entscheidung, ob er das Öl als einfaches Vergine oder gar als Lampantöl einstufen will. So verlangt es das Gesetz von ihm.</p>
<p>Vor 30, 40 Jahren akzeptierten Weinverkoster gewisse Stinkerchen, die von mangelnder Hygiene oder Unkenntnis gewisser biologischer Prozesse herrührten, als Typizität. Heute lehnen sie solche Aromen entschieden ab und werten sie als Weinfehler. Die Ölkultur befindet sich heute dort, wo die Önologie damals war. Das die Qualitätskriterien von Olivenöl regelnde Gesetz hingegen wird diesem epochalen Rückstand in keinster Weise gerecht. Zwar gab es bis vor kurzem Verkoster, die bestimmte Fehlaromen als Sortentypizität missverstanden: Bekanntestes Beispiel sind die in Discounterölen häufigen Cassis- oder Katzenpissenoten von Oliven der spanischen Sorte Picual. Die Tatsache jedoch, dass mit modernen Extraktionsmethoden aus derselben Sorte völlig andere, grüne, frische Fruchtnoten entstehen, zeigt, dass es sich beim penetranten Cassisgeruch um Fermentationserscheinungen, also um Zeichen von Verderbnis handelt. Mittlerweile besteht unter den Panels heute Einigkeit über solche eher gravierende Missverständnisse.</p>
<p>Je besser ein Verkoster ausgebildet ist, desto größer seine Sensibilität gegenüber Fehlaromen alle Art. Er erkennt Fehler auch bei Ölen, an denen Nichtsensorikern nichts Negatives auffällt. Ein guter Verkoster stellt bei sehr vielen Olivenölen Spuren von Oxidationen und/oder Fermentationen fest. Dies drängt vor allem gute Ölverkoster in eine unangenehm einsame Position. Ohne eine vom Gesetz vorgesehene Fehlertoleranz darf der Verkoster trotz der noch verbreiteten, qualitativen Rückständigkeit kein Auge zudrücken. Vielmehr wird er zu einer extremistisch anmutenden Strenge gezwungen und muss den größten Teil der verkosteten Öle deklassieren. Die ursprüngliche Verordnung aus dem Jahr 1991 sah diese Toleranz vor. Im Laufe der Jahre wurde diese Toleranz sogar noch vergrößert und erlaubte den Verkostern kaum mehr, wirklich schlechte Öle auszuscheiden. Mit einem Schlag kehrte der Gesetzgeber 2002 die Situation um und führte mit der Verordnung 796 eine Strenge ein, die absolut unverhältnismäßig und verwirrend ist.</p>
<p><strong>Auszug aus dem Olivenöl-Taschenführer von Merum, der Zeitschrift für Wein und Olivenöl aus Italien. Zu bestellen unter <a href="http://shop.merum.info/pagine/de/prodotti.lasso?idp=7&amp;-session=merum_shop:4FD3A30F1676a2EF2FhLq3C2FEBC&amp;-session=merum_moduli:4FD3A30F1676a2EF2Fsnv3C2FEBE">www.merum.info</a></strong></p>
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		<title>Fälscherlaune im Chianti</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 09:36:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Merum]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie könnens einfach nicht lassen… Ein Bericht von unseren Freunden der MERUM Dieses Mal gings ohne Presseskandal. Immerhin! Schon mal ein Fortschritt gegenüber dem Brunello-Eklat von 2008. Und um Gesundheitsgefährdung gehts Gott sei Dank auch diesmal nicht! Aber damit ist die Liste der positiven Aspekte auch bereits schon komplett. Denn die Fakten, die jetzt langsam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Sie könnens einfach nicht lassen… Ein Bericht von unseren Freunden der <a href="http://www.merum.info/">MERUM</a><span id="more-2663"></span><br />
<img class="alignleft size-full wp-image-2664" title="Titelbild-Merum-3_2010" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Titelbild-Merum-3_2010.jpg" alt="" width="225" height="317" />Dieses Mal gings ohne Presseskandal. Immerhin! Schon mal ein Fortschritt gegenüber dem Brunello-Eklat von 2008. Und um Gesundheitsgefährdung gehts Gott sei Dank auch diesmal nicht! Aber damit ist die Liste der positiven Aspekte auch bereits schon komplett. Denn die Fakten, die jetzt langsam an die Oberfläche gespült werden, lassen auf unmissverständliche Betrugsabsichten und weitaus größere Mengen als in Montalcino schließen.<br />
Im November 2009 beschlagnahmte die Finanzpolizei im Auftrag der Staatsanwalt Siena große Mengen Wein in toskanischen Kellern, zehn Millionen Liter gemäß Ex-Landwirtschaftsminister Zaia. Laut dem Beschlagnahmungs-Dekret der Staatsanwaltschaft Siena soll toskanischer Wein übelster Qualität in die Abruzzen geschafft, dort durch Montepulciano d’Abruzzo ersetzt und dieser wieder in die Toskana zurückverfrachtet worden sein. In diesem Dokument ist auch von Lieferungen aus Spanien die Rede und von „Nutella“, so nennen die Insider den Färberwein Rossissimo aus der Emilia. Das wäre alles kein Grund zur Aufregung, wäre dieser Wein in den Kellern toskanischer Winzer und Weinhäuser nicht als Toscana IGT und sogar als Chianti DOCG aufgetaucht. 17 Personen und 42 Betrieben wird „kriminelle Vereinigung“ und „schwerwiegender Handelsbetrug“ zur Last gelegt. Peinlich ist dabei, dass im Mittelpunkt der Fälschungsgeschichte ein erfolgreicher toskanischer Önologe und neben ein paar dubiosen Firmen eine Reihe renommierter Weinhäuser und hochbewerteter Weingüter stehen.<br />
Wir werden unsere Leser über die weiteren Vorgänge auf dem Laufenden halten. Aber wir sind gegen die Veröffentlichung der Namen der Beschuldigten, solange keine handfesten Beweise gegen sie vorliegen. Merum-Leser können beruhigt sein: Die Weine der beteiligen Betriebe gehören nicht zu unseren Favoriten und blieben in der Merum Selezione in der Vergangenheit dementsprechend ohne Wertung. Allerdings gehören einige Produzenten solcher Abruzzen-Toskaner zu den „Best of“ in den aktuellen Ausgaben des Wine Spectators und des Gambero Rosso Weinführers.<br />
Detailliertere Informationen vermischt mit viel Blogmüll finden Interessierte in italienischen Blogs wie dem des sehr aktiven, gut informierten und stets polemischen Franco Ziliani: <a href="http://vinoalvino.org./">vinoalvino.org.</a><br />
mb/am</p>
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