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	<title>Würtz-Wein &#187; Elsaß</title>
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	<description>Alles über Wein und den Rest der Welt...</description>
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		<title>Quo Vadis Elsaß&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 08:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Elsaß]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;hieß eine Session auf dem Vinocamp am vergangenen Samstag. Gehalten hat sie Rémy Gresser, Winzer und Weinbaupräsident des Elsaß. Leider gibt es davon kein Video, denn was Gresser zu sagen hatte, betrifft alle, nicht nur das Elsaß. Rémy Gresser ist  eine stattliche Erscheinung, ein Riese mit Händen, so groß wie Schaufeln. Er ist Winzer, ein sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>&#8230;hieß eine Session auf dem Vinocamp am vergangenen Samstag. Gehalten hat sie Rémy Gresser, Winzer und Weinbaupräsident des Elsaß. Leider gibt es davon kein Video, denn was Gresser zu sagen hatte, betrifft alle, nicht nur das Elsaß.<span id="more-5056"></span></p>
<p>Rémy Gresser ist  eine stattliche Erscheinung, ein Riese mit Händen, so groß wie Schaufeln. Er ist <a href="http://www.gresser.fr/">Winzer</a>, ein sehr guter Winzer, ich habe ihn schon einmal in seiner Heimat besucht. Er hat ganz klare Vorstellungen von seinen Weinen, von der Natur und eben auch vom Weinbau &#8220;en general&#8221;. Das Elsaß hat ein Problem, dass weiss jeder. Das Elsaß hat ein Stück seiner Identität verloren &#8211; leider. Gerade hier, auf dem deutschen Markt, spielen die Weine aus dieser traumhaften Gegend kaum noch eine Rolle. Da hilft auch kein Cremant. Gründe dafür gibt es viele. Einige hat Monsieur Gresser erläutert.</p>
<p>Der ehemalige Exportschlager Nummer eins, der Edelzwicker, ist quasi weg &#8211; real nicht mehr existent. So passiert es eben, wenn aus einem einfachen, ehrlichen und leichtenWein etwas gemacht wird, was es nie war, nie wird, nie sein kann. Selbst mein Vater, absolut kein Weintrinker, hat in den 70er Jahren Edelzwicker getrunken. Später nicht mehr, da war er ihm zu süss&#8230; &#8220;Zu süss&#8221; ist übrigens auch einer der Gründe, die Gresser anführte. Ich habe es ja kürzlich selbst erlebt. Pinot Gris, mit 13,5 Prozent Alkohol und irgendwas um die 40 Gramm Restzucker &#8211; null Säure &#8211; wer trinkt so etwas? Mit Freude und immer wieder? Ich nicht! Da hilft auch kein noch so eindringliches Wiederholen des Wortes &#8220;Gleichgewicht&#8221;, so schmeckt das einfach nicht. Interessanterweise gab es überhaupt keinen Grund, die Weine auf einmal süss zu machen. &#8220;Da standen die Winzer und meinten, dass ist jetzt der neue Stil&#8221;, echauffiert sich Präsident Gresser und kommt dabei vor lauter Erregung sichtlich ins Schwitzen. &#8220;Die gleichen behaupten jetzt übrigens, dass trockener Wein der einzig wahre Wein ist&#8230;&#8221;, so Gresser weiter. Dass sich Weinstilistiken im Laufe von Jahrzehnten ändern, ist ja keine Frage, aber so? &#8220;Da kommt der Marketingchef und sagt, wie der Wein schmecken soll. Das kann doch nicht sein&#8221;, lautete die deutliche Aussage des Elsässers. Da hat er natürlich Recht, zumindest für eine bestimmte Art von Wein &#8211; den &#8220;Heimatwein&#8221;. &#8220;Heimatwein&#8221; ist das Produkt, das für die Identität einer Region steht. So wie er eben wächst, abseits von Geschmackskorridoren &#8211; gerne von Funktionären definierter Unsinn &#8211; und sonstigem Schnickschnack. Das alleine ist allerdings noch nicht abendfüllend und auch nicht seligmachend. Neben dem &#8220;Heimatwein&#8221; gibt es aber auch noch andere Weine, die ebenfalls ihre Berechtigung haben. Sie müssen eben nur in das Gesamtkonzept passen.</p>
<p>Ganz wichtig, und das war ebenfalls eine Kernaussage in Gressers Vortrag &#8211; ist die Tatsache, dass es eben nicht nur &#8220;Spitzenweine&#8221; gibt. &#8220;Mikro-Vinifikationen&#8221;, überkonzentriert und amerikanisiert. Letzteres ist ihm ein Dorn im Auge, das war deutlich zu spüren. Er schlug einen Bogen zur Weinpublizistik, der ebenso spannend wie richtig war. Er meint, dass der europäische Weinjournalismus an Bedeutung verloren hat. Da hat er wohl Recht. Robert Parker regiert die Weinwelt und danach ist auch sonst kaum ein Europäer, ein deutschsprachiger Weinkritiker erst recht nicht, mit weltweitem Einfluß in Sicht. Diejenige, die das Sagen haben, haben einen anderen Geschmack. Für die ist das Elsaß allem Anschein nach &#8220;terra untrinkbar&#8221;. Schade eigentlich - aber ganz ehrlich &#8211; egal! Warum egal? Weil ich einen eigenen Geschmack habe. Ich schätze und achte Robert Parker, ich ziehe den Hut vor dieser Lebensleistung und ich lese auch, was er schreibt. Aber er hat einen anderen Geschmack als ich!</p>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn&#8230;</p>
<p>Das Elsaß ist im Aufbruch, keine Frage. Winzer, Menschen wie Rémy Gresser tragen dazu in hohem Maße bei. Ich hoffe, sie schaffen das, denn ich mag das Elsaß&#8230; ach was, <a href="http://wuertz-wein.de/wordpress/category/elsas/">ich LIEBE es.</a> Es ist ein kleines Paradies und es wachsen dort fantastische Weine. Gresser hatte einen seiner Weine dabei, einen Grand Cru. Wir tranken ihn zum Mitagessen &#8211; eine fade Suppe mit schlechten, billigen Würstchen &#8211; er war einfach nur gut und lecker!</p>
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		<title>Zwei neue Weinvideos</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2010/08/12/zwei-neue-weinvideos/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 09:53:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elsaß]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ja ein großer Freund der elsäßischen Weine und ein großer Freund von bewegten Bildern im Internet, sprich Videos. Letztere werden immer populärer, völlig zu Recht übrigens. Leider gibt es auch viele Videos, die mich persönlich eher ratlos zurück lassen. Die nachfolgenden beiden Videos gehören in diese Gruppe &#8220;Videos, die mich ratlos zurück lassen&#8221;. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Ich bin ja ein großer Freund der elsäßischen Weine und ein großer Freund von bewegten Bildern im Internet, sprich Videos. Letztere werden immer populärer, völlig zu Recht übrigens. Leider gibt es auch viele Videos, die mich persönlich eher ratlos zurück lassen.<span id="more-2961"></span></p>
<p>Die nachfolgenden beiden Videos gehören in diese Gruppe &#8220;Videos, die mich ratlos zurück lassen&#8221;. Was könnte man für geniale, informative und lustige Videos zum Thema Elsaß, Crémant und Gewürze machen. Insbesondere, wenn man eine neue Zielgruppe ansprechen möchte, und das hat das Elsaß ja leider dringend nötig. Hier werden Weißweine produziert, die zu den allerbesten gehören können, doch leider bekommt das kaum noch einer mit. Das Elsaß findet fast nur noch in einer eher aussterbenden Zielgruppe statt. Die wird mit solchen Videos bestimmt angeprochen. Ich nicht&#8230; und ich bin die neue Zielgruppe.</p>
<p>Es tut mir leid, wenn ich das so deutlich sagen muss, aber selten habe ich mich beim Anschauen eines Videos so gelangweilt. Alleine schon die gruselige Hintergrundmusik ist sowas von nervig und wenig animierend. Über Geschmack läßt sich streiten. Unsere Videos sind sicherlich auch nicht immer das &#8220;Gelbe von Ei&#8221;, aber sowas Ihr lieben geschätzten Elsässer geht gar nicht! Wenn es wenigstens so &#8220;trashig&#8221; wäre, dass es Potenzial zum Kult hätte, ginge es ja noch&#8230;</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/LCfYqlCLPJg?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/LCfYqlCLPJg?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/5RfmlB9uqOk?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/5RfmlB9uqOk?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
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		<title>&#8220;Baden trifft Elsaß&#8221;&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 11:13:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elsaß]]></category>

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		<description><![CDATA[heißt es auf dem Titel der neuesten Ausgabe der Weinzeitschrift &#8220;VINUM&#8221;. Damit startet das Magazin eine neue Artikelreihe, die sich &#8220;Grenzgeschichten&#8221; nennt. Im vorliegenden Artikel geht es um die Rebsorte Grauburgunder und das Elsass kommt dabei nicht wirklich gut weg. Nicht nur was den Grauburgunder anbelangt, sondern ganz grundsätzlich. Geschrieben wurde der Artikel von Rudi [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>heißt es auf dem Titel der neuesten Ausgabe der Weinzeitschrift <a href="http://www.vinum.info/ch/index.php?coed=D">&#8220;VINUM&#8221;</a>. Damit startet das Magazin eine neue Artikelreihe, die sich &#8220;Grenzgeschichten&#8221; nennt. Im vorliegenden Artikel geht es um die Rebsorte Grauburgunder und das Elsass kommt dabei nicht wirklich gut weg. Nicht nur was den Grauburgunder anbelangt, sondern ganz grundsätzlich.<span id="more-1871"></span></p>
<p><a href="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Foto-10.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1872" title="Foto (10)" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Foto-10-459x345.jpg" alt="Foto (10)" width="459" height="345" /></a>Geschrieben wurde der Artikel von Rudi Knoll, der sich an einer Stelle fragt, ob er <em>&#8220;ohne es zu merken in einer Zeitmaschine geraten ist, die mich hier im Elsass zu den badischen Weinen der 70er Jahre zurückversetzt hat&#8221;</em>. Weiter schreibt er: <em>&#8220;Denn es sind schon, mit Verlaub, sehr merkwürdige Weine, die wir hier aus verhüllten Flaschen probieren: alkoholisch, mit aufgesetzter Süße, klotig und fett, ganz so, wie es früher die Ruländer am Kaiserstuhl waren, ehe die Erzeuger auf derartigen Weinen sitzenblieben&#8230;&#8221;</em>. Überschrieben ist dieser Beitrag mit den Worten: &#8220;Krise im Elsass &#8211; Baden im Aufwind&#8221;. Knoll beschreibt hier eine Probe in Colmar im Probierraum des Winzerverbandes (CIVA).</p>
<p>Wie es der Teufel will, war ich bei dieser Probe dabei. Dieser Umstand war übrigens  ein Zufall, denn ich war zur gleichen Zeit im Elsass unterwegs um für ein neues Projekt zu &#8220;recherchieren&#8221;. Ich wurde durch den Winzerverband während dieser Reise betreut, &#8220;VINUM&#8221; hatte natürlich nichts gegen meine Teilnahme, da hat sich diese gemeinsame Probe einfach ergeben.</p>
<p>Um eines gleich zu sagen: Knoll hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Es ist ja hinlänglich bekannt, dass ich ein großer Freund dieser Region und der Weine bin. Bei dieser Probe war ich allerdings reichlich irritiert. Die Weine waren nicht wirklich animierend. Überreif, teilweise sehr muffig, eher einfach und plump und meistens viel zu süß. Ich frage mich ernsthaft, wer an einem Pinot Gris mit 14,5 Prozent Alkohol und 50 Gramm Restzucker Spaß hat. Wann und wozu soll man das trinken? Es ist nicht so, dass ich es nicht versucht hätte. Mehrfach sogar, aber das Ergebnis fiel immer gleich aus. Weine in dieser anachronistischen Machart sind nicht wirklich spannend und trinkfreudig. Ich weiss gar nicht, ob sie es überhaupt jemals waren. Dementsprechen schleppend ist übrigens auch der Absatz dieser Weine. Sie spielen eigentlich kaum noch eine Rolle. Produziert werden sie dennoch und man muss sich ernsthaft fragen warum dies so ist. Eine zufriedenstellende Antwort bekommt man leider nicht auf diese Frage. Das ist schon ein wenig schade, zumal es auch ganz anders gehen könnte und auch geht.</p>
<p>Ich habe außerhalb dieser Verkostung auch einen völlig anderen Typus Pinot Gris verkosten können. Frisch, klar, moderat im Alkohol und nicht so pappsüß. Tolle Weine eben, die animieren und zeigen was diese wunderschöne Region eigentlich kann. Dazu gibt es demnächst auf diesem Blog eine Geschichte über die Weine und auf dem Foto und die Menschen die dahinter stecken&#8230;</p>
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		<title>So nah und doch so fern – Eine Reise ins das Elsaß &#8211; Teil 1</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 09:43:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elsaß]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl es unsere unmittelbaren Nachbarn sind, obwohl die Region so reizvoll ist und obwohl die natürlichen Voraussetzungen für die Weine einfach nur traumhaft sind, das Elsaß und dessen Weine spielen bei uns in Deutschland kaum noch eine Rolle. Das ist sehr schade und das gilt es zu ändern. Die Situation „Die Elsässer wissen nicht wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Obwohl es unsere unmittelbaren Nachbarn sind, obwohl die Region so reizvoll ist und obwohl die natürlichen Voraussetzungen für die Weine einfach nur traumhaft sind, das Elsaß und dessen Weine spielen bei uns in Deutschland kaum noch eine Rolle. Das ist sehr schade und das gilt es zu ändern.<span id="more-1648"></span><br />
<strong><a href="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Foto-6.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1649" title="Foto (6)" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Foto-6-459x345.jpg" alt="Foto (6)" width="459" height="345" /></a>Die Situation</strong></p>
<p>„Die Elsässer wissen nicht wer sie sind“. Diesen Satz habe ich mir gemerkt. Gehört habe ich ihn von einem sehr charismatischen und klar denkenden Winzer aus Andlau. Rémy Gresser. Seine Weine sind einer Wohltat. Fein, klar, mineralisch und nicht zu hoch im Alkohol. Was das Wichtigste ist, man kann auf dem Etikett erkennen was man trinkt, trocken oder eben nicht trocken. (dazu mehr im nächsten Beitrag). In den achtziger Jahren haben die Elsässer ganz hervorragende Weine gemacht und sehr erfolgreich exportiert. Insbesondere nach Deutschland. Zu Spitzenzeiten annähernd 200.000 Hektoliter. Danach fingen sie an, warum auch immer, einiges zu verändern. Der Export sank auf aktuell knapp 25.000 Hektoliter (!). Zwar boomt der Crémant, der mittlerweile fast 25 Prozent der Produktion ausmacht, aber es fehlt doch ganz schön was. Woher kommt das? Zum einen ist einer der Hauptexportschlager des Elsass weg gebrochen, der Edelzwicker. Zum anderen gibt es kein wirklich einheitliches Bild des Weines. Nehmen wir mal das Beispiel „Pinot Gris“. 15,2 Prozent der Rebfläche waren 2008 mit Pinot Gris bepflanzt. Während einer großen Probe mit knapp 50 dieser Weine wurde eins schnell klar. Pinot Gris kann alles sein. Trocken, halbtrocken, süß, mit oder ohne Säure, leicht und fruchtig oder mächtig und massiv. Leider ist auf den Etiketten nichts zu erkennen. Selbst am Alkohol lässt sich nicht ablesen ob der Wein trocken oder süß ist. Bei 15 Prozent Alkohol sollte man annehmen, dass der Wein trocken ist. Weit gefehlt. Bis zu 50 Gramm Restzucker hatten wir da teilweise im Glas. So etwas ist schwer zu vermitteln und auch schwer zu verkaufen. Obwohl einige dieser Weine, wie die von Zind-Humbrecht, grandios sind. Hier gibt es einen Handlungsbedarf. Dringend! Es wäre schade, wenn diese Weine in der Welt nicht den ihnen gebührenden Rang einnehmen würden, denn was da teilweise produziert wird ist einfach nur gut. Insbesondere als Speisebegleiter kann der Pinot Gris ganz hervorragend sein.</p>
<p><strong>Sagenhafte Böden</strong></p>
<p>Das Elsaß verfügt über eine Klaviatur von Böden, wie man sie anderswo nur sehr selten vorfindet. Lehm, Kalk, Ton, Granit, Schiefer und sogar vulkanische Böden sind hier zu finden. Ein Paradies für die Reben, das für eine sagenhafte Aromenvielfalt in den Weinen sorgt. Auf wenigen Metern ändern sich die Bodenstrukturen derart, dass der Charakter des Weines völlig andere Dimensionen annimmt. Das ist natürlich nichts Neues und auch bei uns in Deutschland durchaus zu finden. Diejenigen aber, die ihre Böden „verstehen“ und sie zu bearbeiten wissen, werden hier wahrhaft beschenkt.</p>
<p><strong>„Ökoweine“</strong></p>
<p>Die Zahl der ökologisch und bio-dynamisch arbeitenden Betriebe steigt stetig und damit auch die Nachhaltigkeit der Bewirtschaftung der Böden. Das Elsaß ist eine wahres „Ökoparadies“. Die Umstellung auf ökologischen oder bio-dynamischen Weinbau erfolgt hier nicht aus pekunären Gründen oder weil es gerade „chic“ ist. Vielmehr stehen der Respekt vor der Natur, die Nachhaltigkeit und die „Balance“ im Vordergrund. „Balance“ war das Wort, das ich am häufigsten gehört habe. Die Winzer versuchen eine ökologische Balance herzustellen, die sich dann auch in ihren Weinen widerspiegelt.</p>
<p>Im nächsten Blogbeitrag über das Elsaß: „Charakterköpfe – Charakterweine“</p>
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		<title>Elsaß &#8211; eine Jugendliebe</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 12:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Elsaß]]></category>

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		<description><![CDATA[Um die Weine aus dem Elsaß war es in den vergangenen Jahren eher ruhig. Eigentlich ist das sehr schade. Ich gebe es ehrlich zu, ich bin ein großer Fan des Elsaß. Ich mag die Region, ich mag die Menschen, ich mag die Weine und das schon immer, seit meiner frühesten Jugend. In einer knappen Stunde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Um die Weine aus dem Elsaß war es in den vergangenen Jahren eher ruhig. Eigentlich ist das sehr schade.<span id="more-1352"></span></p>
<p><a href="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Foto-5.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1353" title="Foto (5)" src="http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-content//Foto-5-459x345.jpg" alt="Foto (5)" width="459" height="345" /></a>Ich gebe es ehrlich zu, ich bin ein großer Fan des Elsaß. Ich mag die Region, ich mag die Menschen, ich mag die Weine und das schon immer, seit meiner frühesten Jugend. In einer knappen Stunde bin ich mit dem Auto dort, und obwohl diese Region so nahe an der unsrigen liegt, ist es doch eine ganz andere Welt. Irgendwie ist man in Frankreich und irgendwie auch nicht. Die Historie dieser Region war stürmisch. Angefangen bei den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fburger_Eide">&#8220;Straßburger Eiden&#8221;</a> im Jahre 842 bis hin zur jüngeren Vergangenheit ist die elsäßische Geschichte ein ewiges Hin und Her.</p>
<p>Kulinarisch ist die Region eine der Schönsten und für mich immer noch Interessantesten. Angefangen bei so ruhmreichen Ikonen wie den Haeberlins und ihrer <a href="http://www.auberge-de-l-ill.com/V2/index.html">&#8220;Auberge de L´Ill&#8221;</a>, die seit 30 Jahren drei Michelin Sterne hat, über eines der schönsten Hotels und Restaurants, dem <a href="http://www.amifritz.com/SiteAmiFritz.html">L´Ami Fritz</a>, bis hin zu einfachen Weinstuben mit typisch regionalen Gerichten, wird für jeden Geschmack (und Geldbeutel) etwas geboten. Nach wie vor ist das Elsaß ein kulinarischer Anziehungspunkt.</p>
<p>Die Weine hatten es hingegen in den vergangenen Jahren etwas schwerer. Der &#8220;Edelzwicker&#8221; war in den siebziger und achtziger Jahre sicherlich einer der beliebtesten Weine aus dem Elsaß. Qualitativ nicht immer eine Offenbarung, wurde er getrunken was das Zeug hielt. Erst die weltweite Pinot Grigio Welle unterbrach doch nachhaltig die Nachfrage nach diesem Wein. Dabei hat das Elsaß viel mehr zu bieten als einfache Alltagsweine. Große Rieslinge wie die von Zind-Humbrecht gehören zu den besten Weissweinen der Welt &#8211; jedenfalls für mich. Die Weine der <a href="http://www.domaineweinbach.com/">Domaine Weinbach</a> begeistern mich seit Jahren und die Liste derer, die man unbedingt einmal getrunken haben sollte, könnte ellenlang werden. Allein die Aufmerksamkeit ist eher gering. Andere Weinbauregionen Frankreichs, insbesondere im Süden, stehen deutlicher im Focus als das Elsaß. Dabei liegt das Gute doch so nah. Aus diesem Grund werden wir uns jetzt intensiver mit den Weinen und dieser Region beschäftigen und eine ständige Rubrik einrichten.</p>
<p>Los geht es heute mit der Verkostung von zwei Weinen und einem Crémant (Sekt).</p>
<p><strong>Crémant d´Alsace, Brut, Chardonnay, Domaine Gérard Neumeyer, 67120 Molsheim</strong></p>
<p>Frischer und animierender Duft von Weinbergspfirsischen und Lychees. Hefig, leicht brotig. Kräftige und kleinperlige Kohlensäure. Der Pfirsisch findet seinen Weg auch in den Mund. Kein Grand Cru, aber schön zu trinken. In der Kategorie bis acht Euro absolut empfehlenswert!</p>
<p><strong>2006 Pinot Blanc, Rayon ded Lune, Dominque et Julien Frey, 67650 Dambach-la-Ville</strong></p>
<p>Leicht florale und zartfruchtige Nase. Unkompliziert und eher einfach gestrickt. Kann man so wegtrinken ohne großartig darüber nachzudenken.</p>
<p><strong>2007 Grand Cru Rosacker, Riesling, Cave Vinivole de Hunawihr, 68150 Hunawihr</strong></p>
<p>Noch sehr verschlossen und dicht. Leicht zitronig mit einem Hauch exotischer Früchte. Sehr mineralisch und fest, kräftig im Alkohol (13%), gute Säurestruktur, leicht phenolisch. Ein eher unnahbarer und dichter Wein, der sicherlich noch einige Zeit der Reife braucht. Gar nicht übel für einen Wein in dieser Preiskategorie (fünf bis acht Euro).</p>
<p>Fazit: Diese zwei Weine und der Crémant, allesamt aus dem unteren Preissegment, sind absolut typische Vertreter ihrer Gattung und bereiten Trinkspaß. Was will man (der Blogggwart) mehr&#8230;</p>
<div class="shr-publisher-1352"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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