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	<title>Würtz-Wein &#187; Ärgernis der Woche</title>
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	<description>Alles über Wein und den Rest der Welt...</description>
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		<title>Ärgernis der Woche</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 11:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ärgernis der Woche]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Dr. Motz regt sich auf&#8230; über Benzinpreise. Allerdings ganz anders! Achtung: Nachfolgender Beitrag ist nichts für Fahrspaß-Meider, Verfechter von Mitfahr-Zentralen und Leuten, die ihr Auto einfach nur benutzen, um möglichst kostengünstig von A nach B zu kommen, weil der Weg mit dem Fahrrad einfach zu weit ist. Für alle anderen: Ich kaaaaannnnnn es einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Unser Dr. Motz regt sich auf&#8230; über Benzinpreise. Allerdings ganz anders!<span id="more-5015"></span></p>
<p>Achtung: Nachfolgender Beitrag ist nichts für Fahrspaß-Meider, Verfechter von Mitfahr-Zentralen und Leuten, die ihr Auto einfach nur benutzen, um möglichst kostengünstig von A nach B zu kommen, weil der Weg mit dem Fahrrad einfach zu weit ist. Für alle anderen: Ich kaaaaannnnnn es einfach nicht mehr hören, dieses ewige Gejammere über steigende Benzinpreise!<br />
 <br />
Kaum bin ich auf der Autobahn, da brettert auch schon der erste Kleintransporter mit Tempo 170 und klappernden Türen an mir vorbei, dicht gefolgt von einem aufgemotzten Audi A3 mit Hosenträger-Gurten und extra breiten Schlappen, der die A63 gerade mit der Nordschleife auf dem Nürburgring verwechselt. Sind wir wirklich nur noch ein Volk von Gehetzten? Kaum haben wir – wie auch immer &#8211; den letzten Termin gerade noch geschafft, da lockt die Versuchung, auch noch einen allerletzten hineinzupacken. Schließlich ist auch der morgige Tag längst hoffnungslos durchorganisiert. Und entsteht dann doch mal eine Pause, bekommen wir Stress damit, diese möglichst „sinnvoll“ zu nutzen.<br />
 <br />
Wenn ich Tempo 100 fahre, wie es in den meisten Ländern dieser Welt vorgeschrieben ist, mutiere ich zwar zum vermeintlichen Verkehrshindernis, senke aber den Spritverbrauch meines Fahrzeugs im Vergleich zur Bleifuß-Fahrt um bis zu 50 Prozent (!). Gemessen daran wirken die drei Cent Aufschlag an der Tanke nahezu lächerlich. Von damit einhergehenden deutlich verringerten Abgas-Emissionen und ökologischer Verantwortung kommender Generationen gegenüber soll hier gar nicht die Rede sein. Ebenso wenig wie von überfüllten Parkplätzen am Sonntagmorgen vor der Bäckerei. Gerade so, als würden die Brötchen – die tatsächlich immer teurer werden! &#8211; nicht für alle reichen.<br />
 <br />
Damit wir uns nicht missverstehen: Auch ich hätte nichts gegen die Erhöhung einer Kilometerpauschale für Pendler. Einen Großteil unserer Spritkosten aber bestimmen wir immer noch selbst.<br />
 <br />
Viel ärgerlicher als die ständig steigenden Benzinkosten ist die Tatsache, dass die alternative Fahrt mit der Bahn zumindest kostentechnisch keine Alternative ist. Für die rund 150 Euro Hin- und Rückfahrt 2. Klasse von Mainz nach München kann ich meinen Mini Clubman Diesel fast dreimal voll tanken und komme so auf eine Gesamtreichweite von fast 2500 Kilometern. Ich bin an keinen Fahrplan gebunden, muss keine überteuerten Parkgebühren vor dem Bahnhof bezahlen, habe garantiert einen Fensterplatz und wenn ich noch einen Beifahrer mitnehme, werden die Kosten halbiert. Da kann ich es mir dann sogar leisten, einmal nur zum Spaß so richtig Gas zu geben!</p>
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		<title>Ärgernis der Woche &#8211; Nervige Weinhändler</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 10:58:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ärgernis der Woche]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt da eine Sache, die mir seit einiger Zeit gewaltig auf die Nerven geht und die mich so ärgert, dass ich meinem Unmut jetzt eben mal schnell Luft machen muss.Die grossen deutschen Weinhändler sind gerade unterwegs und verkosten den Jahrgang 2011. Es liegt dabei  in der Natur der Sache, dass ein Händler seine &#8220;Schäfchen&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Es gibt da eine Sache, die mir seit einiger Zeit gewaltig auf die Nerven geht und die mich so ärgert, dass ich meinem Unmut jetzt eben mal schnell Luft machen muss.<span id="more-4956"></span>Die grossen deutschen Weinhändler sind gerade unterwegs und verkosten den Jahrgang 2011. Es liegt dabei  in der Natur der Sache, dass ein Händler seine &#8220;Schäfchen&#8221; lobt und toll findet. Alles andere wäre ja auch ziemlich daneben und unglaubwürdig. Leider sehe ich da seit einiger Zeitz eine Tendenz diese &#8220;Schäfchen&#8221; nicht einfach nur zu loben, sondern sie so darzustellen, als wären sie die einzigen im ganzen Land, die Wein machen könnten. Hier einmal zwei Beispiele aus den letzten Tagen:</p>
<p>Zunächst lobt und erwähnt der Händler seine Winzer und dann kommt dieser Satz: <em>&#8220;Und alle Winzer, die zu früh geerntet haben, haben, pardon, bullshit im Keller liegen.&#8221; </em>Dazu fällt mir kaum noch etwas ein, ausser vielleicht das Wort &#8220;bullshit&#8221;. So eine pauschale Aussage, noch dazu begründet auf oberflächliches Zweit-Wissen, ist fast schon eine Unverschämtheit.</p>
<p>Nächstes Beispiel:<em> &#8220;Die besten 20 bis 30 Winzer des Landes, allerdings nur die, brachten extrem rassige Tropfen uswuswusw auf die Flasche&#8221;. uswuswusw&#8221;.</em></p>
<p>Was lernen wir daraus? Es gibt in Deutschland, bis auf ungefähr drei Dutzend Ausnahmen nur Winzer, die Vollpfosten sind, ihren Job nicht können und Dreck auf die Flasche füllen? Ich habe da eine ganz andere Empfindung!</p>
<p>Ihr lieben Weinhändler, das nervt ganz fürchterlich und es ist extrem beleidigend. Ich weiss nicht, warum Ihr es nötig habt, Eure Produkte so zu promoten, indem Ihr alle anderen in die Ecke der ahnungslosen Pfuscher stellt. Das ist kein Alleinstellungsmerkmal sondern Humbug!  Ihr habt so etwas doch gar nicht nötig. Wieso preist Ihr Euer Produkt an, indem Ihr alle anderen schlecht macht? Das ist kein schöner Stil und, nebenbei bemerkt, stimmt es einfach nicht. Ich habe gerade einige &#8220;früh geernteten&#8221; 2011er probiert. Die waren sehr gut.Ich habe aber auch schon einige belanglose spät geerntete verkosten dürfen. Ausserdem fallen mir mindestens vier Dutzend Betriebe ein, deren Wein Ihr nicht in Eurem Portfolio habt und die ganz hervorragende Qualitäten erzeugen. Im Übrigen solltet Ihr nicht immer alles glauben, was Euch Eure Schäfchen so erzählen&#8230;</p>
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		<title>Ärgernis der Woche</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 10:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ärgernis der Woche]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Dr. Motz hat auch eine Meinung zum Bundespräsident und überhaupt&#8230;und wie war das gerade in einem Kommentar hier&#8230; &#8220;Schuster bleib bei Deinen Leisten&#8221;&#8230; Ich erkläre es gerne noch einmal, hier geht es SCHON IMMER um Wein und Politik und überhaupt! Um erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Hier soll keine Lanze für unseren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Unser Dr. Motz hat auch eine Meinung zum Bundespräsident und überhaupt&#8230;und wie war das gerade in einem Kommentar hier&#8230; &#8220;Schuster bleib bei Deinen Leisten&#8221;&#8230; Ich erkläre es gerne noch einmal, hier geht es SCHON IMMER um Wein und Politik und überhaupt!<span id="more-4828"></span></p>
<p>Um erst gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Hier soll keine Lanze für unseren Bundespräsidenten gebrochen werden. Von mir aus hätte er längst zurücktreten können. Ich kann aber auch weiterhin mit ihm leben, er spielt eh keine wirklich wichtige Rolle. Aber das haben seine Vorgänger in der Regel auch nicht getan. Ja, irgendwie nötigt mir die Aussitz-Praxis fast sogar schon wieder so etwas wie Respekt ab.<br />
 <br />
Weitaus ärgerlicher als der Hauskredit und die ungleich schlimmere Mailbox-Affäre ist, wie die Springerpresse die Diskussion um Herrn W. immer mehr zur inszenierten PR-Aktion nutzt. Und die übrigen, ansonsten vergleichsweise seriösen Medien machen das Spiel nahezu geschlossen auch noch mit. 300 im Internet zur Teilnahme aufgerufene Demonstranten vor Schloss Bellevue werden plötzlich zum Aufreger des Tages!? Zu jeder Kindergeburtstag-Einladung via Facebook kommen deutlich mehr.<br />
 <br />
Daran wird deutlich, dass der Bürger auf der Straße das Thema längst leid ist. Stattdessen aber wird ein und dieselbe Geschichte Tag für Tag neu aufgewärmt. Anders als bei einem Eintopf wird sie damit jedoch nicht besser. Über die unsägliche Rolle der SPD, die – entschuldige bitte, Bloggggwart – am Rande ihr eigenes Süppchen zu kochen versucht, soll hier gar kein Wort verloren werden.<br />
 <br />
Tatsache ist: Wer erst einmal öffentlich zum Abschuss freigegeben ist, hat letztendlich doch gar keine Chance, schadlos aus der Nummer wieder raus zu kommen. Der Präsidentschafts-Kandidat, der diese Hatz ohne Angriffsfläche übersteht, muss erst noch geboren werden. „Bild“ schwingt sich zum Königsmacher auf und wir alle, die wir immer wieder betonen, dieses Blatt noch nie gelesen zu haben, schauen gebannt zu.</p>
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		<title>Ärgernis der Woche</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 06:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ärgernis der Woche]]></category>

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		<description><![CDATA[Das neue Jahr hat begonnen und unser Dr. Motz regt sich direkt auf&#8230; Es muss einfach einmal in aller Deutlichkeit gesagt worden: Es ist ein einziger Skandal, wie in diesem unseren Lande mit Strafgefangenen – allein schon der Name hat irgendwie etwas Diskriminierendes an sich – umgegangen wird. Jüngstes Beispiel: Im beschaulichen rheinhessischen Örtchen Wöllstein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Das neue Jahr hat begonnen und unser Dr. Motz regt sich direkt auf&#8230;<span id="more-4810"></span></p>
<p>Es muss einfach einmal in aller Deutlichkeit gesagt worden: Es ist ein einziger Skandal, wie in diesem unseren Lande mit Strafgefangenen – allein schon der Name hat irgendwie etwas Diskriminierendes an sich – umgegangen wird. Jüngstes Beispiel: Im beschaulichen rheinhessischen Örtchen Wöllstein soll doch allen Ernstes in weniger als 1000 Metern Abstand zur dortigen Justizvollzugsanstalt eine Windenergieanlage entstehen. Die Dinger sollen ja nicht nur Krach machen, sondern allein schon durch ihren bloßen Anblick psychosomatische Störungen auslösen, deren in Langzeitforschungen noch zu untersuchenden Folgen gar nicht absehbar sind. „Die Menschen dort werden sich schön bedanken, wenn sie ein Windrad vor die Nase gesetzt bekommen“, moniert Ortsbürgermeisterin Lucia Müller völlig zu Recht. Zudem werde das dortige Biotop als Rückzugsgebiet für Tiere nachhaltig gestört. Und nicht nur das: Hier muss doch die Frage gestellt werden, ob durch den geplanten Windpark nicht auch die Nutzung als Rückzugsgebiet für JVA-Insassen beeinträchtigt wird? Nicht bestätigten Informationen zufolge, soll sich innerhalb der Justizvollzugsanstalt zudem bereits eine Interessensgemeinschaft gebildet haben, die sich nicht nur gegen den Blick auf Windräder, sondern in erster Linie gegen den auf die Gitterstäbe vor den Fenstern ausspricht.</p>
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		<title>Ärgernis der Woche</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/11/10/argernis-der-woche-37/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 06:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ärgernis der Woche]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie immer von unserem Dr. Motz, der sich heute um die Zukunft der Zirkusfamilien Gedanken macht&#8230; Der Zirkus kommt in die Stadt. Was uns als Kinder schon Wochen zuvor gepackt und fasziniert hat, droht bald der Vergangenheit anzugehören. Nicht nur, dass Dompteure und Artisten in kleinen, familienbetriebenen Wanderzirkusen seit Jahren ums Überleben kämpfen. Per Gesetz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wie immer von unserem Dr. Motz, der sich heute um die Zukunft der Zirkusfamilien Gedanken macht&#8230;<span id="more-4614"></span></p>
<p>Der Zirkus kommt in die Stadt. Was uns als Kinder schon Wochen zuvor gepackt und fasziniert hat, droht bald der Vergangenheit anzugehören. Nicht nur, dass Dompteure und Artisten in kleinen, familienbetriebenen Wanderzirkusen seit Jahren ums Überleben kämpfen. Per Gesetz soll ihnen jetzt der endgültige Garaus gemacht werden.</p>
<p>Geht es nach dem Hamburger Senat, dann gibt es schon bald ein bundesweites Verbot von Wildtieren im Zirkus. Ein aufgewärmtes Thema, auf das Politiker und Medien scheinbar nur gewartet haben. Kann doch endlich einmal am lebenden Objekt demonstriert werden, wie fraktionsübergreifend an einem Strang gezogen wird. Immer die gute Sache im Blick. Und um das Ganze zu bekräftigen, werden wir mit abschreckenden Bildern überschüttet, die zeigen, wie abgemagerte Elefanten, Bären und Affen &#8211; angekettet in winzigen Käfigen und Containern &#8211; alles andere als artengerecht gehalten werden. Hinzu kommen Bilder von Dickhäutern, die auf zwei Beinen balancieren, oder Raubkatzen, die durch brennende Reifen springen. Zitat: „Der Mensch spielt sich als Krone der Schöpfung auf und zwingt wilden Tieren seinen Willen auf.“</p>
<p>Geradezu zynisch wird es, wenn der imposante Auftritt einer Elefantenherde in der afrikanischen Savanne oder eines Tigers im indischen Dschungel gezeigt wird. Und wer sich gerade nicht den Abenteuerurlaub im Safari-Helikopter leisten kann, für den gibt es schließlich immer noch „wunderschöne DVDs und gute Dokumentationen, in denen das wahre Leben von Wildtieren auch Kindern nahe gebracht werden können“.</p>
<p>Selbsternannte Tierschützer prangern Verhaltensstörungen, die „nicht selten zum Tod führen“, und „Hospitalismus“ an, was auch immer darunter zu verstehen ist. Wann die ersten Nilpferde mit Burnout-Syndrom auftreten, ist nur noch eine Frage der Zeit. Dass der immer wieder gern eingeforderte Bewegungsdrang in freier Wildbahn nichts anderes als praktizierter Überlebenskampf ist, wird tunlichst verschwiegen.</p>
<p>Noch zynischer wird es, wenn auf das alternative Erfolgsmodell á la Roncalli verwiesen wird. Ein Zirkus, der ganz ohne Tiere auskommt, und dessen dreistelliger Eintrittspreis auch noch ein Fünf-Gänge-Menü beinhaltet. Und wenn schon Wanderzirkus, dann eben mit dressierten Zwerghasen und bellenden Hausschweinen. Darauf hätten wir uns als Kinder  sicherlich „tierisch“ gefreut.</p>
<p>Statt massentauglichem Aktionismus wäre es sinnvoller, die letzten verbliebenen Zirkusfamilien zu erhalten und finanziell zu unterstützen, um ihren Tieren ein „menschenwürdiges“ Leben ermöglichen zu können.</p>
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		<title>Ärgernis der Woche</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/11/02/argernis-der-woche-36/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 06:11:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ärgernis der Woche]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie immer von unserem Dr. Motz. Der wollte unbedingt einmal ein Paklet versenden&#8230; Badeurlaub in der Wüste Gobi oder Rucksackwandern im Süden Afghanistans war gestern. Das wahre Abenteuer unser Zeit ist: Ein Paket mit der Post zu verschicken! Die Aufgabe: Versenden Sie einen 10 kg schweren Verstärker innerhalb Deutschlands. Schritt 1: Die Suche nach einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wie immer von unserem Dr. Motz. Der wollte unbedingt einmal ein Paklet versenden&#8230;<span id="more-4593"></span></p>
<p>Badeurlaub in der Wüste Gobi oder Rucksackwandern im Süden Afghanistans war gestern. Das wahre Abenteuer unser Zeit ist: Ein Paket mit der Post zu verschicken! Die Aufgabe: Versenden Sie einen 10 kg schweren Verstärker innerhalb Deutschlands.</p>
<p>Schritt 1: Die Suche nach einem geeigneten Karton.</p>
<p>Jegliche von der Post für viel Geld angebotenen Pack-Sets erweisen sich als zu klein. Selbst ein nach langer Suche im Baumarkt entdeckter Bücher-Karton, der zumindest einen recht stabilen Eindruck macht, ist letztendlich nicht breit genug. Schließlich hilft ein im Branchenverzeichnis gefundener Kartonagen-Hersteller – wenn auch ein wenig unwillig („Eigentlich verkaufen wir erst ab 20 Stück“) – weiter. Die gute Nachricht: Alle Seiten sind lang genug. Die Schlechte: Übereinander gestapelt passen auch 5 Verstärker hinein. Kostenpunkt: 3,50 Euro. PS: Auf die Idee, im Media-Markt nach einem passenden leeren Karton zu fragen, kam ich natürlich auch. Versuch 1 (Sa.-Morgen): „Versuchen Sie es am Montag noch mal, da bekommen wir neue Ware“. Versuch 2 (Mo.-Nachmittag): „Da müssen Sie schon morgens kommen, die sind jetzt alle geschreddert“.</p>
<p>Schritt 2: Die Suche nach geeignetem Füll-Material.</p>
<p>Nach reiflicher Überlegung entscheide ich mich für die kostenneutrale, dafür aber mühsame Methode: Berge von zerknülltem Zeitungspapier. Um das Gerät selbst zu schützen, muss dann aber zumindest noch eine Rolle Luftpolster-Folie wiederum aus dem Baumarkt her: Kostenpunkt: 4,90 Euro.</p>
<p>Schritt 3: Das Verschließen des gepackten Kartons.</p>
<p>Ich probiere es mit Pack-Klebeband, das ich klugerweise beim letzten Baumarkt-Besuch gleich mitgenommen habe. Kostenpunkt: 2,90 Euro. Wirklich überzeugend ist das Ergebnis allerdings nicht. Als designierte „Wurfsendung“ würde ich meinem Paket nur wenig Überlebenschancen einräumen. Die Lösung: Straffe Kunststoffbänder, wie sie heutzutage um nahezu jedes Päckchen geschnürt sind. Aber woher nehmen? Baumärkte winken auf telefonische Anfrage durchweg ab. Schließlich finde ich einen Großhändler, der mir weiterhelfen kann. Kostenpunkt: ab 400 Euro aufwärts. Das lasse ich dann doch besser und entschließe mich alternativ dazu, auf ein altbewährtes Mittel zurückzugreifen: Bindfaden. Ich entscheide mich – wieder im Baumarkt angekommen &#8211; für die Recycle-Version. Allerdings weniger aus ökologischen, denn aus finanziellen Gründen. Kostenpunkt: 4,90 Euro.</p>
<p>Schritt 4: Ab damit zur Post.</p>
<p>Hier kommt es schließlich fast zum Eklat. Auf den mehr oder weniger freundlichen Hinweis, dass derartiges „Geschnür“ nicht erlaubt sei (Zitat: „Wir haben auch unsere Vorschriften“), stehe ich kurz vor einem  Nervenzusammenbruch. Allein mein irrer Blick muss es sein, der die Dame zur eigenen Sicherheit dann doch veranlasst, das Paket entgegen zu nehmen. Allerdings nicht ohne den Hinweis, dass ich das Risiko &#8211; für was auch immer – selber trage. Kostenpunkt: 11,90 Euro.</p>
<p>Fazit: Ich löse beim nächsten Mal für mich und mein Paket jeweils eine Fahrkarte und nehme als persönlicher Überbringer die Bahn. Alternativ dazu stelle ich das Paket samt Sch…-Verstärker heimlich irgendwo ab und tue so, als würde es mir nicht gehören.</p>
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		<title>Ärgernis der Woche</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 09:52:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie immer von unserem Dr. Motz. Mein Gott, kann man sich denn wirklich auf gar nichts mehr verlassen? Heute Morgen gehe ich wie gewohnt an den Briefkasten und was finde ich darin – eine Zeitung von anno Tobak! Die Werfer retten den deutschen Leichtathleten bei der Weltmeisterschaft die ansonsten verhagelte Bilanz, Uli Hoeneß wettert gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wie immer von unserem Dr. Motz.<span id="more-4461"></span></p>
<p>Mein Gott, kann man sich denn wirklich auf gar nichts mehr verlassen? Heute Morgen gehe ich wie gewohnt an den Briefkasten und was finde ich darin – eine Zeitung von anno Tobak! Die Werfer retten den deutschen Leichtathleten bei der Weltmeisterschaft die ansonsten verhagelte Bilanz, Uli Hoeneß wettert gegen Gott, den Papst und die Welt und die Bahn warnt bei sommerlichen Temperaturen schon mal vorsorglich vor dem anstehenden Winter-Chaos. Der größte Knaller aber erwartet mich gleich auf der Aufschlagseite: Die SPD gewinnt mit deutlichem Vorsprung eine Landtagswahl! Wer von uns kann sich denn daran noch erinnern?</p>
<p>Derart fasziniert bin ich dann doch neugierig geworden. Wie haben die alten Genossen das damals eigentlich hinbekommen? Die Antwort auf meine Frage finde ich noch auf der gleichen Seite: Die SPD kündigt an, den Spitzensteuersatz zu Gunsten der Werktätigen zu erhöhen! Das muss die Zeit gewesen sein, von der der Bloggggwart immer erzählt, wenn er zu vorgerückter Stunde und nach dem einen oder anderen Schoppen von seiner Jugendzeit in Ludwigshafen-Oggersheim erzählt und virtuell sein altes Parteibuch aus der Hosentasche nesteltJ</p>
<p>Daneben auf dem Foto, das muss wohl der junge Oskar Lafontaine sein, auch wenn der Bildtext nicht stimmen kann: Ich habe den Namen „Erwin Sellering“ noch nie gehört. Was mich ein wenig irritiert, ist lediglich das Wahlergebnis der FDP: 2,8 Prozent. Früher war eben doch alles besser!</p>
<div class="shr-publisher-4461"></div><!-- Start Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetBottom Automatic -->]]></content:encoded>
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		<title>Ärgernis der Woche</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/08/04/argernis-der-woche-34/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 09:49:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ärgernis der Woche]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser Dr. Motz regt sich über eine Umfrage auf. Es geht um den Bau der Beliner Mauer. Und er haut gewaltig auf den Putz&#8230; Es gibt Umfragen, die macht man besser nicht. Einfach deshalb, weil absehbar ist, dass dabei nur Schwachsinn heraus kommt. Eine davon ist die jüngste Forsa-Erhebung, wonach jeder dritte Berliner den Bau [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Unser Dr. Motz regt sich über eine Umfrage auf. Es geht um den Bau der Beliner Mauer. Und er haut gewaltig auf den Putz&#8230;<span id="more-4371"></span></p>
<p>Es gibt Umfragen, die macht man besser nicht. Einfach deshalb, weil absehbar ist, dass dabei nur Schwachsinn heraus kommt. Eine davon ist die jüngste Forsa-Erhebung, wonach jeder dritte Berliner den Bau der Mauer am 13. August 1961 im Nachhinein für richtig erklärt. Unter den früheren Ost-Berlinern sind es sogar 59 (!) Prozent. Ein deutliches Beispiel dafür, dass der „gemeine Ossi“ mit zunehmendem Alter an Gedächtnisschwund leidet. Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären. Nein, keine Sorge, ich will hier nicht die These von den „blühenden Landschaften“ propagieren, aber ist denn wirklich alles schon vergessen:</p>
<p>- 30 Minuten in der Schlange stehen, um am Morgen beim Bäcker seine Brötchen zu bekommen;</p>
<p>- ein vertrockneter Blumentopf als Schaufenster-Deko beim Metzger;</p>
<p>- Orangen aus Kuba, die es nur an Weihnachten gab und den Namen nicht verdient hatten;</p>
<p>- mindestens 10 Jahre Wartezeit auf einen neuen Trabi oder Polska Fiat;</p>
<p>- „stille Post“ am Morgen in der Straßenbahn, aus lauter Angst, der vermeintliche Stasi-Spitzel nebenan könnte mithören;</p>
<p>- Ausbildungs- und Studienplätze, die Parteimitgliedschaft und Linientreue voraussetzten;</p>
<p>- heimliches West-Fernsehen, um nicht ganz von der übrigen Welt abgeschnitten zu sein.</p>
<p>Abgesehen davon trägt ein solches Umfrage-Ergebnis nicht gerade dazu bei, die Bereitschaft zum Soli-Beitrag der „Wessis“ zu erhöhen. Es überrascht aber auch nicht, schließlich wählt die Mehrheit in weiten Teilen des Landes auch die Partei eines gewissen Oskar Lafontaine, der schon vor Jahren erklärte, es wäre das Beste, die Mauer wieder hochzuziehen! Wein konnte man zumindest als Privilegierter in der früheren DDR übrigens auch kaufen: Niersteiner Gutes Domtal zu überzogenen DM-Preisen im Intershop! Der im eigenen Land angebaute Wein ging ausschließlich in den Export in die sozialistischen Bruderstaaten oder verschwand in den Weinkellern der Partei-Bonzen.</p>
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		<title>Ärgernis der Woche</title>
		<link>http://wuertz-wein.de/wordpress/2011/07/28/argernis-der-woche-33/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 06:41:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wie immer von unserem Dr. Motz (nein, ich bin das wirklich nicht). Es geht um den Nürburgring&#8230; ein schwieriges Thema<span id="more-4340"></span></p>
<p>Bei der unendlichen Diskussion um die Zukunft der Formel 1 auf dem Nürburgring &#8211; und damit gleichzeitig auch um die Zukunft der Eifel-Rennstrecke selbst – gibt es jetzt den nächsten handfesten Skandal. Zahlreiche Ortsbürgermeister der umliegenden Gemeinden müssen sich dem Vorwurf der geldwerten Vorteilsnahme stellen. Der Grund: Sie hatten Freikarten für das PS-Spektakel am vergangenen Wochenende angenommen und damit gegen die rheinland-pfälzische Gemeindeordnung verstoßen. „Über die Annahme oder Vermittlung von Sponsoringleistungen, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen entscheidet der Gemeinderat. Ein entsprechendes Angebot ist unverzüglich der Aufsichtsbehörde anzeigen“, heißt es hier in Paragraf 94.</p>
<p>Im Klartext: Selbst die Weitergabe der Karten an „verdiente Bürger“, wie es in einem Anschreiben der spendablen Nürburgring Automotive GmbH angeregt worden war, ist Amtsträgern untersagt. Ein Tatbestand, der laut „Rhein-Zeitung“ von dem Oberurseler Experten Wolfgang J. Schaupensteiner – einst bundesweit erster Korruptionsstaatsanwalt und heute selbstständiger Berater -  als „strafrechtlich kritisch“ bewertet wird. Die „Eifel-Zeitung“ fordert die „dummen“ Ortsbürgermeister, die hier ahnungslos in die „K-Falle“ getappt sind, gar indirekt zur Selbstanzeige auf und kündigt an, an dem „Fall“ weiter dranzubleiben.</p>
<p>Ja sind wir denn nun von allen guten Geistern verlassen oder haben wir tatsächlich keine anderen Probleme? Das Ärgernis ist mitnichten der aufdeckte „Korruptions-Skandal“. Das Ärgernis ist, wie hier ein „Fall“ erst konstruiert wird. Was ist eigentlich passiert? Der Veranstalter eines aller zwei Jahre mit Steuergeldern in zweistelliger Millionenhöhe subventionierten Mega-Events hat den legitimen Versuch unternommen, mit einer „großzügigen Geste“ die halbleeren Ränge wenigstens ein bisschen aufzufüllen. Mit Menschen, die seit Jahrzehnten mit allen „Risiken und Nebenwirkungen“ des Formel-1-Zirkuses vor der eigenen Haustür leben, ohne sich selbst die horrenden Eintrittspreise leisten zu können.  Ein Skandal <img src='http://wuertz-wein.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Ärgernis der Woche</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 07:59:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dirk Würtz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ärgernis der Woche]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie immer, von unserem Dr. Motz. Manchmal ist es schwerer, auf Dauer hinter schwedische Gardinen zu kommen, als man glauben sollte. In vorliegendem Fall liegt das eigentliche Ärgernis allerdings ausnahmsweise einmal nicht auf Seiten ehrbarer Bürger, die einen allzu bürokratischen Verwaltungsapparat in diesem unserem Land beklagen. Ganz im Gegenteil. Obwohl ein 21-Jähriger pünktlich vor den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- Start Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><!-- End Shareaholic LikeButtonSetTop Automatic --><p>Wie immer, von unserem Dr. Motz.<span id="more-4271"></span></p>
<p>Manchmal ist es schwerer, auf Dauer hinter schwedische Gardinen zu kommen, als man glauben sollte. In vorliegendem Fall liegt das eigentliche Ärgernis allerdings ausnahmsweise einmal nicht auf Seiten ehrbarer Bürger, die einen allzu bürokratischen Verwaltungsapparat in diesem unserem Land beklagen. Ganz im Gegenteil. Obwohl ein 21-Jähriger pünktlich vor den Toren der Justizvollzugsanstalt Wöllstein erschienen war, um seine Strafe wegen Körperverletzung abzusitzen, gestaltete sich der Haftantritt komplizierter als erwartet. Grund: Der rechtmäßig verurteilte Straftäter hatte seine Ausweispapiere daheim liegen lassen. Ohne Ausweis jedoch keine Identifizierung und ohne Identifizierung kein Einlass in der JVA, in der die Türen ansonsten eher von außen als von innen verriegelt und versperrt sind. Erst nach intensiver Befragung des um Einlass Nachsuchenden nach dessen zahlreichen früheren Wohnsitzen – insgesamt zehn in den letzten sechs Jahren – kam schließlich ein elfter hinzu. Und das auch noch bei freier Kost und Logis.</p>
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