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Übersicht "Allgemein"

Über den Handel

LIDL verkauft Château d`Yquem, “real” rüstet die Weinabteilung auf, EDEKANER und inhabergeführte REWE-Märkte nehmen mehr und mehr Winzer in das Programm, “HIT” hat im Wiesbadener Markt eine Art Rheingau Vinothek aufgebaut. Es ist gewaltig was los in der Fläche – und das ist auch gut so!

Das Gewann kommt !

Wer außerhalb des Rheingaus kann schon einen „Steinmächer“ von einem „Baiken“ unterscheiden? Dass die Rauenthaler Einzellage „Baiken“ zu den angesehensten Herkünften von Rheingauer Weinen zählt, während unter dem Namen der Großlage „Steinmächer“ Weine aus fast 30 Einzellagen in sieben Weinorten des vorderen Rheingaus vermarktet werden dürfen, das ist eine Konsequenz des unseligen 1971er Weingesetzes. Nun wird es noch unübersichtlicher, denn die Gewanne kehren zurück. Wir müssen uns an Weine aus dem Baiken wie Obere Wieshell, Mittlere Wieshell, Untere Wieshell, Baikenkopf, Steinhaufen, Wagenkehr, Hühnerberg und Tries gewöhnen.

Roter Riesling – Klima-Riesling?

Allendorf hat ihn schon, aber auch G. H. von Mumm und Baron Knyphausen, Freimuth und Corvers-Kauter, und nicht zu vergessen der mit dieser Rebsorte führende Erzeuger weltweit: Die Bergsträßer Winzergenossenschaft. Der Rote Riesling kommt, und wenn Rheinland-Pfalz nicht so pingelig auf die formelle Zulassung des Bundessortenamtes warten würde, wären es noch mehr, denn mehr als 80 Rheinland-Pfälzer Winzer wollen auf zusammen 40 Hektar mit Rotem Riesling experimentieren… 

Michel Rolland

Es gibt Menschen in der Weinwelt, die wollte ich (und will ich immer noch) schon immer einmal kennenlernen. Einer davon ist Michel Rolland, der berühmteste Oenologe der Welt, DER “Flying Winemaker”. Ein Mann, der über 200 Weingüter auf allen Kontinenten berät und der reihenweise 100-Parker-Punkte-Wein zu verantworten hat. Da saß ich also neben ihm und war gespannt.

Der Guru im Rheingau

Nein, an Selbstbewusstsein mangelt es Michel Rolland wirklich nicht. „Ich werde Guru genannt… möglicherweise bin ich einer“, schreibt der weltweist einflussreichste Önologe, der sich selbst „Winzer, Berater und Assembleur“ nennt und mit der oben erwähnten Einschränkung „möglicherweise“ nur kokettiert.

Wahnsinn bei Weil

W(eil)ahnsinn! Es gab Zeiten in diesem Land, da nahm keiner mehr eine trockene Spätlese in die Hand, wenn sie schon länger als fünf Jahre gereift war. Das hatte bei manchen Weinen von manchen Erzeugern auch (bis heute) seine Berechtigung. Die Ersten und Großen Gewächse wollen aber an die großen trockenen Weine der Vergangenheit (Cabinet mit C!) anzuknüpfen. Den flüssigen Beleg, wie und dass das geht, traten jetzt Ralf Frenzel (FINE) und Wilhelm Weil mit ausschließlich trockenen Weinen aus dem Gräfenberg an. Ein emotionales Weinerlebnis! Und das Ergebnis? Der Mega-Oberhammer!