Alles über Wein und den Rest der Welt…

Autor: Rheingauer Weinschmecker

Aktuelle Artikel

Voll “Grenz-Wertig”! Seligmacher !

Hier endet der Rheingau und das Mittelrheintal fängt an. Hier endet Hessen, und die Grenze nach Rheinland-Pfalz ist nur einen Steinwurf weit weg. Hier liegt der Seligmacher. Ein Grenz-Wein sozusagen. Gar nicht grenzwertig, sondern eine ernst zu nehmende Lage. Vielleicht schon bald eine Große Lage (im Sinne des VDP). Klassifiziert gehört der Wingert allemal. Allerdings hat der vielversprechende Name der Lage so wenig mit Glückseligkeit zu tun wie die Johannisberger „Hölle“ oder der Assmannshäuser „Höllenberg“ mit ewiger Verdammnis. Der Name der renommierten Lorchhäuser Lage leitet sich vielmehr aus dem Mittelhochdeutschen ab und lässt sich auf Salweiden an Weinbergmauern zurückführen.

Solide Basis, gute Preise und ein Skandal

Sachsen ist zwar ein junges Bundesland, aber ein altes Weinland mit mehr als 800 Jahren Weinbautradition. Im Weinbau ist das Elbtal mit seinen 450 Hektar Weinbergen rund um Meißen und Radebeul daher auch längst kein Tal der Ahnungslosen mehr. Aber eine vinologische Wundertüte und für manche Überraschung ist Sachsen dennoch gut

Doping mit Riesling… und es funktioniert!

Hurra. Der Ball ist nicht mehr ihr größer Feind. Doch die Mission „Titelverteidigung“ ist für die Fußball-Nationalmannschaft der Winzer bei der Europameisterschaft im Rheingau und in Rheinhessen auch nach zwei Auftaktsiegen dennoch eine harte Nuss, und das obwohl Riesling nicht auf der Dopingliste steht. Die Ungarn aber scheinen stark.

Die Franzosen können es gut, die Amis noch besser…

Zum Jubiläum nach 40 Jahren schon wieder ein Demütigung für die “Grande Nation”, und das ausgerechnet im Rheingau. Beim 20. Gourmet und Wein Festival wurde an jene denkwürdige Blindverkostung im Frühjahr 1976 erinnert, deren sensationelles Ergebnis lautete: Die besten Chardonnay und Cabernet-Sauvignon kommen nicht aus Frankreich, sondern aus dem Napa Valley. Zeit für eine Bilanz und einen Bericht.

Where the fuck is „Auli” ?

Der Rheingau besteht aus zwei Dutzend Weindörfern, von A wie Assmannshausen bis W wie Winkel, oder von Lorchhausen im Westen bis Wicker im Osten. Alle haben ihre Weinberge, nur eines nicht: Aulhausen. Und dennoch ist das oberhalb von Assmannshausen gelegene, liebevoll „Auli“ abgekürzte „Nest“ mit seinen rund 1000 Einwohnern einen Besuch wert. Denn (mehr als) drei der 1000 Bürger sind Winzer mit Ambitionen: Strieth, Schön, Friesenhahn. Nie gehört?

Am Kap… dem Himmel so nah…

Südafrika 2015 – persönliche Eindrücke, ein aktueller Überblick und ein Statement: Kann es ein besseres Ziel als Südafrika geben, um zwischen November und Februar dem deutschen Winter zu entfliehen, um eine großartige Landschaft zu erleben, um sehr guten Wein und kreative Speisen in großer Harmonie zu genießen – und das alles zu unschlagbar günstigen Preisen und ganz ohne Zeitverschiebung und Jetlag? Ein klares Nein. Südafrika ist als Reiseziel unerreichbar. Natürlich bedeutet die außergewöhnliche Vielfalt des Landes („The whole world in one country“) auch bisweilen bedrückende Gegensätze, und die gravierenden Unterschiede zwischen Reich und Arm sind in unmittelbarer Nachbarschaft zu erleben. Der selbst…
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Herkunft oder Heimat? Zur “Hölle” mit dem Terroir!

von Oliver Bock Die Terroir-Diskussion ist nicht zu Ende. Sie steht erst am Anfang, und sie führt wohl niemals zu einem Konsens. Zu unterschiedlich sind die Positionen. Überlagert der Stil des Winzers das Terroir? Muss sich der Winzer also selbst zurücknehmen (Wilhelm Weil) – oder gerade nicht (Peter Jakob Kühn)? Fragen, die eine phänomenale GG-Probe mit gutem Diskussionsstoff befeuert haben.

„Erstes Gewächs“ Rheingau am Scheideweg

von Oliver Bock Nichts könnte den „Absturz“ des Ersten Gewächses Rheingau (EG) nach dem Ausscheren der VDP-Betriebe hin zum GG drastischer (grafisch) verdeutlichen als die Produktionsziffern: Statt mehr als 160.000 Liter wie noch beim Jahrgang 2012 werden in dieser (geschmacklich!) trockenen Spitzenweinkategorie jetzt nur noch knapp 31.000 Liter erzeugt. 26 Betriebe schaffen (mit 32 Weinen) damit zusammen noch nicht mal eine Menge, wie sie Schloss Johannisberg ganz alleine (als GG) erzeugt. Was sagt uns das für die Zukunft, 15 Jahre nach der Einführung?