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ProWein öffnet sich

Nach der ProWein ist vor der ProWein. Wie beinahe immer, war auch die diesjährige ProWein rappelvoll und ein großer Erfolg. Im kommenden Jahr dürfte das alles noch viel größer werden, denn die ProWein öffnet sich.

55.000 Fachbesucher waren in diesem Jahr während der drei Messetage zu Gast in Düsseldorf. Damit ist die ProWein ganz sicher die wichtigste Weinmesse der Welt.Im kommenden Jahr dürfte sich das ganze locker vervielfachen. Messe Düsseldorf Geschäftsführer Hans Werner Reinhard stellte gestern Mittag vor einem kleinen und erlesenen Publikum die Pläne der Messe für das kommende Jahr vor. Wichtigste Neuerung dürfte ganz sicher die Verlängerung und Öffnung der Messe sein. “Auf vielfachen Wunsch – auch der Aussteller – wird die Messe künftig fünf Tage dauern”, erklärt Reinhard, “wobei die beiden zusätzlichen Tage ausnahmslos den privaten Verbrauchern gewidmet sein werden”. “Der Druck, auch den Privatleuten den Zugang zur Messe zu ermöglichen wurde immer größer. Im Übrigen ist Wein ein fester Bestandteil des gehobenen Lifestyles. Passender geht es nicht”, so Reinhard weiter.

Steffen Christmann, Präsident des angesehenen VDP begrüßt diesen Schritt der Messe ausdrücklich. “Unsere Kunden sollen allesamt die Möglichkeit haben, unsere Weine bereits in diesem frühen Stadium trinken zu können”, so seine spontane Reaktion. Der VDP werde eine eigene Halle auf dem Messegelände anmieten um dem Ansturm gerecht werden zu können. “Bei dem, was in den letzten Jahren bei uns los war, ist eine VDP.HALLE nur die logische Konsequenz”, erklärt der Präsident. Die Bundesgeschäftsstelle bereite bereits ein passendes Rahmenprogramm vor. Ganz besonders groß sei die Herausforderung in Sachen Logistik. Hunderttausende Klassifikationsbroschüren müssen gedruckt, zehntausende Gläser herbeigeschafft werden. Aus der Bundesgeschäftsstelle des VDP in Mainz ist zu erfahren, dass aufgrund des enormen und nicht zu stemmenden Aufwandes in Sachen Gläser, ein eigener, zu einhundert Prozent recyclefähiger und essbarer VDP.BECHER produziert werden soll.

Auch was das gastronomische Angebot anginge, seien bereits erste Gespräche geführt worden. Der langjährige Partner OTTO Gourmet arbeitet bereits am Angebot. Angedacht seien einfache, wie zugleich sättigende Gerichte wie beispielsweise eine VDP.SUPPE und ein VDP.SANDWICH. “Sobald eindeutig geregelt ist, in welcher Reihenfolge das Sandwich zu belegen ist, geht es an die ersten Testproduktionen”, erklärt Christmann.

Messe Geschäftsführer Reinhard ist zuversichtlich im kommenden Jahr mehrere Hunderttausend Weinfreunde begrüßen zu dürfen: “Wir haben uns die Vinitaly zum Vorbild genommen. Endverbraucher bereichern hier schon immer die Messe”. “Von der Vinitaly lernen, heißt siegen lernen”, ergänzt VDP.PRÄSIDENT Christmann spontan die Einschätzung des Messe Verantwortlichen.

6 Kommentare zu “ProWein öffnet sich

  • Götz A. Primke

    Moin, eine grossartige Idee, die unbedingt unterstützt werden sollte. Die Endverbraucher sollten kostenfrei an allen Ständen auch die Möglichkeit erhalten, umfangreich und intensiv alle vorhandenen Weine auszuprobieren. Denn sie haben ja schon einen Eintrittspreis bezahlt, warum nochmal am Stand irgendeinen Obolus hinterlassen… Und am letzten Messetag dürfen die Besucher ungefragt noch herumstehende Sachen mitnehmen. Denn der Aussteller ist ja schliesslich froh, wenn er das Zeug (Weinflaschen, Laptops, Monitore etc) nicht mehr mitschleppen muss.

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  • Thomas Günther

    So etwas war ja mal diskutiert. Aber mal auf das heutige Datum geschaut. Die Geschichte mit dem Rosenmontag in diesem Jahr war ja schon – wenn auch realer – Scherz genug.

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  • Ralf Kaiser

    Überfällige Entscheidung. Ich persönlich finds ja auch Klasse von Steffen Christmann und seinen Vorstandskollegen, dass der VDP seine GGs nun auch für die neu eingeführten all-you-can-drink Abende im Rahmen von Prowein-goes-City zu Verfügung stellt….

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  • Andreas Mayrhuber

    Ich finde auch, dass die Endverbraucher die Vin Italy bereichern! Es ist die einzige große Weinmesse, bei der man zu Mittag schon über leicht illuminierte Endverbraucher steigen darf!

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  • Thomas Riedl

    Klasse Ansatz! Da kann der VDP gleich EDEKA ins Boot holen und die essbaren Becher für Weißweine mit einer Prise Fleur de Sel würzen. Damit garantiert jedes weiße GG auch salzige Mineralität bietet!
    Und bei den Rotweinbechern mischt RASTING mit, in Form pulverisierten Specks, damit es mit den rauchig-speckigen Noten klappt.
    Die ersten Testbecher knusperten beim Aufessen übrigens so schön, dass der Vorsitzendes des VDP künftig Crispmann genannt werden möchte.

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