Alles über Wein und den Rest der Welt…

VDP.GROSSE GEWÄCHSE 2014 – Teil 1

Es ist wieder soweit. Ende August präsentiert der VDP die Grossen Gewächse des Jahrgangs 2014 (bei den Rotweinen ist es der Jahrgang 2013) in Wiesbaden im Kurhaus. Mehrere Hundert “GGs” stehen auf dem Tisch, ich sitze davor und werde versuchen, so gut es geht, alles zu verkosten.

Natürlich ist es eine große Herausforderung so viele Weine in zwei Tagen zu verkosten, zu beschreiben oder zu bewerten. Es geht, es ist eine Frage der Übung. Aber es fühlt sich an wie zwei Marathon nacheinander zu laufen. Egal, es ist und bleibt eine der spannendsten Proben des Jahres.

2014 war ebenfalls eine Herausforderung. Es regnete von Ende Juli ab unaufhörlich. Das machte den Winzern enorm zu schaffen, zumal es auch noch ordentlich warm war. Fäulnis war das große Thema. Penibelste Selektion die Folge. Wer Glück hatte konnte in einem kleineren, trockenen Korridor im Oktober alles ernten. Wem dieses Glück nicht vergönnt war, der hat sich die Finger wund selektioniert bis zum Schluss. Schlecht ist der Jahrgang in keinem Fall. Heterogen trifft es eher. Der große Vorteil des 14ers ist, dass er deutlich reifer ist, als der Vorgängerjahrgang. Das hilft.

Es geht los mit der MOSEL und den Rieslingen

Ein geniales Pärchen eröffnet meinen Tag. Marienburg “Fahrlay” und “Falkenlay” von Clemens Busch. Die “Fahrlay” mit einem festen Kern, einer enormen Dichte und einem leichten salzigen Hauch. Enorm saftig und voller Spannung und ellenlang einerseits. Verschlossen und mit großem Potenzial andererseits. Die “Falkenlay” mit Anklängen von gelben Früchten und etwas “flintigem”, was dann doch an die steinige Herkunft erinnert. Beides für mich große und extrem charaktervolle Weine.

Der Gracher Josephshöfer von Reichsgraf von Kesselstatt nimmt mich direkt mit. Und das um diese frühe Uhrzeit. Ein komplexes dichtes, den ganzen Mund wässrig machendes Teil ist das. Ein total angenehmes ganz animierendes Bittertönchen, wie bei einer super reifen Grapefruit, rundet alles ab. Jetzt schon trinkfreudig, kann der Wein aber ganz sicher noch viele Jahre liegen.  Ähnlich offen zeigt sich Loosens Graacher Himmelreich. Der ist allerdings deutlich fruchtiger, was weder besser, noch schlechter, sondern schlichtweg anders ist. Das ist sicherlich ein toller Wein für diejenigen, die auf die ausgeprägten Primärfruchtaromen stehen. Ein sehr guter Wein.

Ich muss hier jetzt einen Absatz machen, der nächste Wein verdient das. Niederberg Helden von Schloss Lieser. Ein Traum, und das nicht nur am Montagmorgen. Ein Hauch von Kräutern, eine zupackende und genial reife Säure, eine innere Dichte, die sich im gesamten Mund festsetzt und nicht mehr weggehen will, und dazu noch der unbedingte Reflex alles sofort herunterschlucken zu wollen. Irre, groß, ein Gigant!

Die Juffer-Sonnenuhr von Fritz Haag reiht sich nahtlos an den Lieser Wein an. Unglaublich und packend, beinahe schon etwas cremig. Extrem animierend, zupackend und mit einer Eleganz, die fast schon atemberaubend ist. Groß!

Ebenfalls herausragend, mit einem Stachelbeer-Tönchen versehen, ist der Wintrich Ohligsberg von Reinhold Haart. Extrem präzise und ziemlich genau auf dem Punkt! Kühl und aristokratisch und aus dem gleichen Haus, das Piesporter Goldtröpfchen. Ein leichter – im besten Sinne – und beinahe schon vibrierender Wein. Auch den könnte ich jetzt schon direkt trinken, wohlwissend, dass das keine wirklich gute Idee ist. Der Wein ist ein Paradebeispiel dafür, dass groß nicht unbedingt fett sein muss. Was für eine herrliche Eleganz!

Der Karthäuserhofberg vom Karthäuserhof ist ein wahrhaftiges Grosses Gewächs. Einen wunderbaren, so typischen kleinen Stinker in der Nase, wahnsinnig elegant, fein, eine restlos überzeugende Säure und tiefe mineralische Momente. Großes Kompliment für einen herausragenden Wein!

Ein brilliantes Trio hat das Weingut Peter Lauer im Jahrgang 2014 auf die Flasche gebracht. Die Kupp aus Ayl packt mit ihrem festen mineralischen Kern sofort zu. Dazu kommen feinste Zitrusfrüchte und eine moderate, aber spannende Säure. Macht sofort Lust auf mehr! Der Schonfels ist der dunklere und noch dichtere Wein. Beide wirken absolut trocken und dabei extrem harmonisch. Ich sehe die goldgelben, kerngesunden und hochreifen Trauben förmlich vor mit. Der Saarfeilser sticht mit seiner beinahe schon vibrierenden Art heraus. Ein sensationell saftiger und animierender Wein. Allesamt groß und herausragend!

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Pittermännchen vom Schlossgut Diel… ein dichter und konzentrierter Wein und dabei doch so unglaublich elegant. Wahnsinn! Das Goldloch mit einem wunderbaren Geruch von Feuerstein, schwarzen Johannisbeeren und einer perfekten Phenolik, die sich samtig auf die Zähne legt und einer schier unendlichen Länge und Saftigkeit. Ein großer Wein, ein ganz großer! Bestes Goldloch aller Zeiten – zumindest für mich.

Einmal in das Felseneck von Schäfer-Fröhlich reinriechen und schon ist es um mich geschehen. Natürlich sind die Weine dieses Weinguts einmalig. Niemand sonst in Deutschland hat diesen einen speziellen Ton. Ich finde allerdings, dass sich das Ganze im Laufe der letzten Jahre evolutionär entwickelt hat. Vom grandiosen, alles überdeckenden Ton, hin zum Tönchen. Ich mag das. Sehr sogar! Und hier packt es mich auch direkt. Überhaupt reißt mich der Wein mit, weil er eine enorme Spannung hat. Da stört mich nicht einmal die deutlich schmeckbare Süße. Alles ist in der Balance und alles ist gut. Großartig! Der Stromberg hat zu dem Tönchen noch einen Hauch von Heu und etwas Holz. Ich finde das extrem, man verzeihe es mir, sexy! Beide Weine haben Spannung und Trinkfluß. Gerade letzteres ist ja auch nicht so schlecht…
Das Frühlingsplätzchen ist geruchlich geradezu zurückhaltend. Ein leichter und filligran wirkender Wein. Ein stiller Vertreter. Sehr gut! Der Halenberg ist der festeste von allen. Tief und dunkel, zupackend und groß. Kaufen, alle!

Emrich-Schönleber ist der Meister der stillen Töne. Das Frühlingsplätzchen zeigt warum. Ein leiser Wein, ganz ruhig und tief. Sehr präzise und völlig frei von unnötigem Schnörkel. Ähnlich der Halenberg, wenngleich der im ersten Moment zupackender ist. Ein großer, dunkler und tiefer Wein, der minutenlang im Mund stehen bleibt.

 

RHEINHESSEN

Der Scharlachberg, eine meiner absoluten  Lieblingslagen, macht richtig Spaß. Kruger-Rumpf hat hier einen animierenden und trinkfreudigen Wein produziert. Ich glaube ja an das große Potenzial dieser Lage und bin mir sicher, dass wir da in den kommenden Jahren noch einiges erwarten können. Der Anfang ist in jedem Fall gelungen!

Völlig kompromisslos, trocken, beinahe schon herb ist der Rothenberg von Gunderloch. Da geht einer unbeirrt seinen Weg und das verdient allerhöchsten Respekt. Ich bin auf dem Weg zu einem großen Fan dieses Weinguts zu werden. Ach was, ich bin es schon!  Der Wein ist schlicht eine Sensation! Anders kann ich es nicht ausdrücken. Perfekte Balance zwischen Kraft, Präzision, Tiefe, Spiel und Eleganz. Geht nicht besser, geht nur anders! Und selbst das kann ich mir kaum vorstellen…

Das Pettenthal von St. Antony ist die Ausgeburt an tropischen Aromen, etwas Mandarine und einen Hauch von Holz. Trocken, straff und mit viel Zug. Ein genialer Wein.

Das Pettenthal von Gunderloch wirkt auch wieder sehr kompromisslos. Ganz tief, mit einer packenden Säure und einer Phenolik, die beinahe schon an Rotwein erinnert. Ewig lang!

Der Hipping von St. Antony erinnert in der Nase etwas an das Schäfer-Fröhlich Tönchen. Sehr angenehm. Wenn man ihn in den Mund nimmt, erlebt man einen unglaublich pointierten, perfekt in der Säure balancierten Wein. Sehr gut!

Ich habe Gänsehaut. Vom Hipping von Gunderloch. Ich zeige die gerade meinen Tischnachbarn. Da müssen sie durch. Was ein Wein! Steinig, kühl, fest, zupackend, grandiose Säure, ellenlang. Ganz nahe dran an der Perfektion! Unglaublich, was Johannes Hasselbach auf die Flasche gebracht hat. Der absolute Überflieger an der Rheinfront!!!

Ebenfalls sehr gut ist der Hipping von Kühling-Gillot. Ein Aristokat, ein saftiger, mit einem Hauch von Holz, allerdings perfekt eingebunden.

Es hat den Anschein, als ob 2014 das Jahr der Kompromislosigkeit sei… Kellers Hubacker ist es. Und wie. Gerbstoffe, die jedem Rotwein stehen würden, trocken, lang, dicht und tief. groß! Und im Glas wird er mit jedem Moment subtiler.

Wittmans Kirchspiel hat, ähnlich wie Kellers Wein, präsente Gerbstoffe, die sich im Mund festtackern. Dazu kommt eine ungeheure Saftigkeit. Ein Monument.

Wagner-Stempel hat den besten Heerkretz aller Zeiten in die Flasche gefüllt. Blitzsauber und präzise, Grip und Länge und dabei unendlich viel Trinkspaß. Extrem seriös ist der Höllberg! Fruchtiger in seiner Art – mit wunderbaren gelben Früchten – und einer extrem feinen und beinahe schon virbierenden Säure. Zwei ganz große Weine!

“Am schwarzen Herrgott” von Battenfeld-Spanier ist eine Bank! Abgrundtief! Im Geruch an Weber-Grillbriketts zuerst erinnernd, kommt eine tiefe und dunkle Würzigkeit, begleitet von einer wunderbaren Säure und einer feinsten Phenolik. Ewig viel Zug und herrlich trocken. Perfekt! Richtigehend salzig ist der Frauenberg. Ein fordernder und herber Zeitgenosse mit einem enormen Potenzial! Das Kirchenstück ist der feinste der Spanier Weine. Saftig, beinahe schon Durst machend ist jeder Moment ein purer und eleganter Genuss.

 

FRANKEN- Riesling

Über Franken wird diskutiert. Im Saal. Zumindest in meiner näheren Umgebung und auch ein wenig außerhalb. Die einen meinen es wäre toll, die anderen meinen das Gegenteil. Ich bin gespannt…

Der Stein von Ludwig Knoll ist das, was ich “Dicke-Backen-Musik” nennen. Viel Druck, viel Kraft und überhaupt viel viel. Aber gar nicht unangenehm. Im Gegenteil sogar. Läuft! Schmitts Kinder kommen da mehr aus der leichteren und beschwingteren Ecke. Sehr saftig und spielerisch. Läuft auch gut!

“Küchenmeister-Hohenleite” von Weltner ist ein Riesling mit viel Kontur. Griffig, fest in der Säure, viel Potenzial.

Wirschings Luius-Echter-Berg ist ein saftiger, straffe und animierender Geselle. Viele reife Zitrusaromen, eine sehr vornehme Phenolik und eine positiv zupackende Säure. Kein dickes Ding, eher eine Ballerina. Etwas dicker auf den Hüften ist der Kronsberg von Wirsching. Er wirkt etwas süßer und voluminöser. Gar nicht unangenehm, im Gegenteil!

Traditionell bekomme ich bei wirklich großen Weinen Gänsehaut. Einmal bis jetzt heute. Mindestens ebenso traditionell kommt die Gänsehaut, wenn ich Rheinhessen oder die Naheprobiere. Im Moment erlebe ich meien erste Gänsehaut in Franken. Am Lumpen 1655 von Horst Sauer. Was ein Wein! Was eine Ausgeburt an Finesse, Zug, Mineralität und Reife. Durch und durch elegant, klar wie ein Gebirgsbach und lang wie die Schlange vor dem Apple Store bei Neuerscheinung irgendeines Gerätes. Ein Hammer! Ein Wahnsinn. Ein perfekter Riesling!

Aus der gleichen Lage, von Rainer Sauer kommt ebenfalls ein hervorragender Wein. Beinahe auf Augenhöhe. Tief, mineralisch und fest. Ebenfalls ein zweifellos ganz großer Wein.

Centgrafenberg von Fürst ist monumental. Was eine Säure! Super reif, zupackend, salzig wie ein Leckstein, ein monumentales Salzerlebnis. Ellenlang, unerhört charmant und monströs viel Potenzial!

In Sachen Riesling ist Franken in 2014 eine Wucht. Soviel steht fest, zumindest für mich. Und weil ich jetzt im Franken-Rausch bin, probiere ich direkt die Silvaner…

 

FRANKEN – Silvaner

Stein-Harfe vom Bürgerspital zum hl. Geist ist eine sehr feiner und so gar nicht fetter, annähernd entfetteter Silvaner. Sehr fein und präzise mit einem Hauch von cremiger Textur und fantatsischer Länge. Top Wein!

Küchenmeister-Hohenleite von Weltner… mir entfleucht ein leises “WOW”… Was ein Silvaner. Saftig, so saftig, das mir das Wasser im Mund zusammen läuft. Keinerlei plumpe oder gar überreife fette Töne. Alles ganz zart, aber mehr als deutlich. Eine Art des Silvaners, die mir extrem gut gefällt. Großes Kino!

Der Julius-Echter-Berg von Wirsching hat eine schier unendliche Kühle. Ich weiß nciht woher das kommt, aber es ist genial. Auch hier überwiegt die Eleganz und das spielerische Element. Das macht einfach nur Spaß! Der Kronsberg ist der dickere der beiden, wobei “dick” in diesem Zusammenhang irgendwie das falsche Wort ist. Für mich sind das die besten Wirsching Weine, die ich bisher probieren durfte! Dazu gehören auch die Rieslinge. Die beiden Kollegen vor mir sehen das zwar anders, aber das ist mir egal :-)

Ich gebe es unumwunden zu, bei Winzern, die ich gerne mag, bin ich von Haus aus euphorischer. Natürlich ist das nicht richtig, aber ich kann nicht anders. Um nicht komplett abzudriften habe ich schnell meinen Nachbarn gefragt (der olle Hofschuster), was er dazu meint. Dankenswerter Weise ist er meiner Meinung. Es geht um Rudolf May. Der hat die Silvaner seines Lebens in Flaschen gebracht. Ein Irrsinn! Der Rothlauf ist ein seelenvoller Wein mit viel Finesse, einer herben Schönheit und einer kaum zu beschreibenden Mineralität. Der Langenberg Himmelspfad hingegen ist so cremig und dicht, wie kaum ein anderer Silvaner. Dazu kommt eine wunderschöne Holzkomponente die, wenn man Holz mag, einen beinahe sprachlos zurücklässt. Da hat der Rudi, als NeuVDPist, eine Duftmarke gesetzt, die ist kaum zu überbieten!

Ludwig Knoll haut ebenfalls einen Silvaner raus, den ich so noch nicht im Glas hatte. Extrem fein und elegant, unglaublich animierend!

Und als ich dachte, es kommt nichts mehr, kam der Bickel-Stumpf daher! Was für eine grandiose Säure, was für eine Ausgeburt an Eleganz und Wildheit und dazu eine ganz feine Maracuja Note. Herrlich!

Am Lumpen 1655 von Horst Sauer hat erstmal so gar nichts mit Silvaner zu tun. Wenn man daran riecht. Feuerstein und etwas Melone. Im Mund eine kleine Explosion von roten Früchten. Super elegant, null breit. Ein Knaller! Und auch Rainer Sauer hat in der gleichen Herkunft etwas ganz geniales und eigenständiges geschaffen. Großes Kompliment für diesen feinen Wein.

Die Meinungen gehen auseinander, das ist legitim. Für mich ist Franken einer der aboluten Gewinner des Jahres. Was besonders auffällt: Es gibt einen Art neuen Silvaner. Von mir aus auch “anders”.  Etwas feines und so gar nicht breites. Das gefällt mir ausgesprochen gut! Und den Bock hat der May geschossen…

 

WÜRTTEMBERG

Ich werde ja langsam aber sicher zu einem großen Sympathisanten dieser, beinahe vergessenen, Region… :-) Schuld daran sind unter anderem so Weine wie der Stiftsberg von Drautz-Able. Ein Purist, ein echter “Steinwein”, wie man – also ich – ihn gar nicht in dieser Region verorten würde. Trocken, kompromislos, klar und ellenlang. Ausgestattet mit einer tollen Mineralität und Phenolen.

Ebenfalls sehr gut, ganz außergewöhnlich gut, ist der Ruthe vom Grafen Neipperg. Erdig, salzig und viel Zug. Großes Potenzial!

Einen, den ich mehr oder minder noch nie auf dem Schirm hatte, flasht mich gerade. Wachtstetter mit seinem Hohenberg. Wie das riecht…toll! Es erinnert mich total an Weine mit extrem langen Hefelager. Ich mag das. Und wie! Dazu kommt eine wunderbar feine Säure und eine sehr schöne Dichte. Ganz großes Kompliment für diesen charaktervollen Wein!

Dautels Sonneberg ist auch ein charaktervoller. Ein fester und bestimmter. Sehr dicht, sehr verschlossen und sehr gut! Aldingers Gips ist ein Schmeichler. Eine Art everybodies darling. Schön!

Schnaitmanns Götzenberg ist ein ganz unaufgeregtes, kühles und sehr eigenes Ding. Sehr zupackend und konzentriert auf das Wesentliche. Klasse! Der Lämmler von ihm, ist auch eher kühl, als alles andere. Ganz am Ende ist etwas ganz besonderes. Etwas, dass emich sofort einen zweiten Schluck nehmen lassen will. Mehr Kompliment geht kaum.

Beurers Pulvermächer haut mich beinahe aus den Socken. Das ist der beste bis jetzt aus dieser Region. Ein Hauch von Kräutern, Brennnessel, etwas Holz und eine grenzgeniale Säure. Was ein Riesling!

Das war es für den ersten Tag. Ich habe 150 Weine probiert. Konzentriert versteht sich und alles brav ausgespuckt. Franken hat für mich heute den Tagessieg errungen. Morgen geht es weiter mit den Rieslingen aus der Pfalz und dem Rheingau. Und natürlich noch die Rotweine und den ein oder anderen Weissburgunder und Co. Das wird der zweite Teil und im dritten Teil kommt, wie immer, das Fazit.

 

Der Schnutentunker berichtet übrigens auch live

 

4 Kommentare zu “VDP.GROSSE GEWÄCHSE 2014 – Teil 1

  • Pingback: Wiesbadener GG-Vorpremiere, Tag 1 (live) – Der Schnutentunker

  • Sigbert Frisch

    Möchte fast wetten, dass ich die Würtz-Kommentare weit mitreißender finde als die Weine selbst. Denn wie soll das zusammenpassen: Ein so schwieriger Jahrgang und so viele große Weine? Aber vielleicht ist es genau das: Ein Jahrgang so ganz nach Würtz-Geschmack. Wer wollte es ihm verdenken? Und in einem wirklich großen, klimatisch perfektem Jahr? Da muss die Saal-Security dem Würtz in der Zwangsjacke heraustragen. Das möchte ich erleben. Und jede Wette: So toll die Weine dann sein mögen, mit seinen Kommentaren – ach was: es sind Liebeserklärungen an jeden einzelnen Wein – würde er auch das höchste Qualitätsniveau toppen. Noch wichtiger als Wein zu probieren, ist es, Wein zu aufrichtig lieben. Man lese nach bei Dirk Würtz.

    Reply
  • Berthold Willi

    Guten Morgen lieber Dirk,
    Ihre Aufsätze, Kommentare und Verkostungsnotizen lese ich sehr gerne. Zu dem 2014 er Rothlauf Silvaner GG von Rudolf May möchte ich ergänzend hinzufügen. Sponti, 8 Monate auf der Vollhefe und Vergärung + Reife 30 % Stahltank und 70% Betonei.
    Aktuell teste ich zusammen mit dem Weingut Schneider – Pfefferle in 79423 Heitersheim den Vergleich von einem 2015er Grauburgunder mit jeweils gleicher Mostcharge von 850 Liter im Edelstahltank und im Betonei. Bis jetzt sind wir erstaunt und erfreut über die unterschiedlichen Ergebnisse.
    liebe Grüsse aus dem Markgräflerland
    Berthold Willi

    Reply

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