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30 Jahre Charta – 25 mal Gala!

Was für eine geniale Idee! Mit einem einzigen Wort (Charta) eine umfassende und unverwechselbare Botschaft zu vermitteln: Charta = Rheingau = Riesling = von ambitionierten Qualitätswinzern = aus hervorragenden Weinbergen = nach klaren Standards erzeugt =  idealer Essensbegleiter = von einer Jury blind geprüft und zugelassen = erst im September des auf die Ernte folgenden Jahres verkäuflich = lecker!

IMG_1809Und all das ausgedrückt mit dem einzigen Wort  – Charta! Wow. Das hat noch kein anderes  deutsches Anbaugebiet so geschafft. Ein wenig Pech, dass das Gründungsjahr der Charta-Vereinigung 1984 ausgerechnet ein Katastrophenweinjahr war. Doch die Bewegung um Bernhard Breuer und seine Mitstreiter überstand es, und 1987 folgte der nächste (Qualitäts-) Schritt: Die erste Riesling-Gala in Kloster Eberbach. Ein Erfolg, der vor allem dem Engagement von Spitzenkoch Egbert Engelhardt (seinerzeit Graues Haus) zu verdanken ist. Ein deutschlandweit einzigartiges Ereignis an einer 83 Meter langen Tafel im längsten Profanbau nördlich der Alpen und zugleich Finale und Höhepunkt der Glorreichen Rheingau Tage. Weil die Gala unter anderem wegen der Sanierung im Kloster drei Mal ausfiel, steht im 28. Jahr jetzt die 25. Gala unmittelbar bevor. Ein Erlebnis für mehr als 500 Gäste, die das Kulturgut „Wein und Essen“ (noch) zu schätzen wissen. Im Vorfeld des Jubiläums griff der VDP jetzt tief in den „schwarzen Keller“, wo Schätze der Charta-Weingüter seit dem ersten Jahrgang 1983 lagern…. ein Aha-Erlebnis der besonderen Art! Zum Beispiel:

Johannishof: 1986 Goldatzel Kabinett Charta und 1988 Charta – Esers halten den Charta-Wein bis heute im Sortiment sehr hoch, und wer diese alten Kameraden trinkt, der weiß warum! Hier waren schon immer Charta-Könner am Werk!

Robert Weil: 1989 Charta und 1983 Gräfenberg Kabinett Charta – beide von nobler Reife und guter Frische, 89 spürbar botrytisgeprägt, 83 mit saftiger Säure und gutem Trinkfluss

Staatsweingüter: 1990 Charta Spätlese und 1983 Baiken Spätlese – recht ordentlich und gut gereift, aber mit einer leicht verstörenden süß-sauren Note.

Jakob Jung: 1993 Charta Kabinett – sehr gut dank strammer Säure als Lebenselixier, lebendige Frische, reißt aber schnell ab

Baron Knyphausen: 1984 Erbacher Marcobrunn – vielleicht der beste deutsche Riesling, den ich aus diesem Katastrophenjahr bislang getrunken habe. Marcobrunn sei Dank!

Schloss Vollrads: 1987 Grünsilber – der Hammer, was Vollrads aus diesem kleinen Jahr an Qualität gezaubert hat, der taufrische Wein des Tages!

Weingüter Wegeler: 1992 Rüdesheimer Schlossberg – eines der ersten „illegalen“ Ersten Gewächse – steht stramm wie eine „1“ im Glas.

….das wird am 9. November sicher nicht schlechter…. und es kochen mit Egbert Engelhardt gemeinsam Frank Buchholz, Nils Henkel, Andreas Krolik, Stefan Steinheuer, Ralf Zacherl… noch Fragen?

 

Anmerkung vom Würtz: Hier ist noch ein tolle Beitrag zum Thema Charta 

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