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Vinocamp 2012 – Rückblick

Das war es also, das Vinocamp 2012, es war gut und es ging schnell vorbei.

130 Teilnehmer hatten den Weg nach Geisenheim zum “Vinocamp 2012″ gefunden.  Die Teilnehmer waren extrem unterschiedlich: Blogger, Facebooker, Wein-Nerds, Journalisten, Händler, Sommeliers, Agenturen, Studenten – ein echter Branchentreff eben. War die Stimmung letztes Jahr noch geprägt von Euphorie, so empfand ich sie in diesem Jahr ganz anders – ruhig, konzentriert und gespannt. Ich finde, es ist deutlich zu spüren, dass im Moment so keiner genau weiss, wohin der “online-Zug fahren wird. Es gibt viele Ideen und Projekte, ob diese allerdings gelingen und sich letztendlich auszahlen bleibt abzuwarten. So erklärt sich wohl auch die Anwesenheit zahlreicher grosser Agenturen.

Ich persönlich hatte die Gegelgenheit einige sessions zu besuchen, die mich auch schwer beeindruckt haben. Ganz besonders gilt dies für den Vortrag von Remy Gresser, Weinbaupräsident im Elsaß. Kompetent, sympathisch und schonungslos ehrlich. Seine Analyse der Situation im Elsaß und des Weinbaus in Europa sollten sich seine Kollegen einmal anhören. Ein weitere Höhepunkt war für mich die session des “Schnutentunkers”zum Thema Zugriffszahlen und Möglichkeiten der Vermarktung. Ihm hätte ich noch eine Stunde zuhören können. Faszinierend, wie das in der “großen online Welt ” so abläuft und ernüchternd wie hoffnungslos die Situation dahingegen in unserem “special interest” ist. Eine Aussage von ihm habe ich mir direkt notiert, denn sie hat mich doch ziemlich beeindruckt: “Relevanz ist kein Leistungswert, sondern Romantik”. Der Höhepunkt schlechthin war ganz sicher die “soziale Weinprobe” am Samstag Nachmittag. Völlig unterschiedliche Themen, Unmengen an Weinen – spannend. Ich nahm an der Exoten Probe teil. Da gab es beispielsweise Wein aus Tansania… mehr Anschlag als Vergnügen, obgleich natürlich die Geschichte dazu sehr spannend war. Es gab einen Wein aus Indien. So etwa muss ich auch nie wieder haben, so ähnlich wie der Wein muss läufiger Elefant riechen… könnte ich mir vorstellen… Schwer beeindruckt hingegen hat mich ein Pinot Noir, der aus Jordanien kam. Toller Stoff!!! Ganz herausragend war für mich auch am Sonntag morgen die “Fehlerwein Probe” mit Prof. Dr. Jung. Ich bin überzeugt, dass da einige der Teilnehmer einen echten “Aha-Effekt” erlebten. Immerhin waren wir am Sonntag noch mehr als 90 Teilnehmer, was nach der Party am Samstag Abend auch nicht selbstverständlich war.

Alles in Allem habe ich ein hochspannendes und Erkenntnisreiches Wochenende erlebt. Ich habe alte Bekannte getroffen und neue Bekanntschaften geschlossen. Es war leider zu wenig Zeit für einige Gespräche, die ich gerne geführt hätte, aber das kann ich ja noch nachholen. Die Selbstkritik und Reflexion kam übrigens auch nicht zu kurz. Ich glaube, die “online-Wein-Szene” ist eine lebendige, wenn auch überschaubare in der Größe. Es gibt viele Ideen und eine grosse Inspiration – der Weg stimmt in jedem Fall, das Ziel werden wir sicherlich auch noch finden.

Ach ja… ich freue mich auf das Vinocamp 2013 und ein ganz dickes DANKESCHÖN un alle unsere Sponsoren!

14 Kommentare zu “Vinocamp 2012 – Rückblick

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