Der Captain ist von Bord!

Was ich heute morgen mehr oder minder gemutmaßt habe, ist tatsächlich eingetroffen. “Captain Cork” segelt künftig ohne Manfred Klimek.

Ich mache es kurz, nachfolgend das exklusive Gespräch, dass ich heute via Mail mit Manfred Klimek geführt habe:

Würtz-Wein:  Ist der Captain von Bord gegangen?

Manfred Klimek: Ich habe mein Kapitänspatent auf CaptainCork ruhend gestellt. Der hier ursprünglich nachfolgende Satz ist entfernt und Gegenstand dieser Gegendarstellung. Es findet keine reguläre Kommunikation mit mir statt. So gesehen ist eine Fortsetzung meiner Arbeit in der GmbH nicht mehr möglich, da ich nicht weiß, was in der Geschäftsführung vor sich geht. Es ist eine Spur irrational, und Irritation ist nicht mein Ding.

Würtz-Wein: Was heißt, es findet keine Kommunikation mit Dir  statt? Du bist doch Anteilseigner! Wurdest Du quasi entmachtet?

Manfred Klimek: Ich kann die Situation nicht einschätzen und nicht beurteilen. Ich warte auf ein brauchbares Statement

Würtz-Wein: Was sind die Gründe dafür? Gibt es wirtschaftliche oder persönliche Gründe?

Manfred Klimek: Persönliche Gründe kann ich ausschließen. Der hier ursprünglich nachfolgende Satz ist entfernt und  Gegenstand dieser Gegendarstellung.

Würtz-Wein: Dann bleiben ja nur noch wirtschaftliche Gründe…

Manfred Klimek: kein Kommentar

Würtz-Wein: Das klingt nach einer eher zerfahrenen und zertrittenen Lage? Wie kam es zu dieser Situation?

Manfred Klimek: Darüber kann ich nur spekulieren. Und das mache ich nicht.

Würtz-Wein: Wie ist Dein Verhältnis zu Deinem Kompagnon Marcus Johst?

Manfred Klimek: Zu persönlichen Dingen gebe ich keine Kommentare ab.

Würtz-Wein: Wie geht es mit CC weiter, wenn Du nicht mehr dabei bist? Gibt es einen Nachfolger? Kann es den überhaupt geben? Hat CC ohne Klimek als Gesicht überhaupt eine Zukunft?

Manfred Klimek: Das ist die Angelegenheit der Mehrheitseigentümer. Selbstredend gibt es genug verantwortungsvolle Weinjournalisten, die meine Arbeit übernehmen können. Jeder ist ersetzbar, ob der Ton und die Ausrichtung die gleichen bleiben, ob das Schiff einen anderen Kurs einschlägt, kann ich nicht sagen. Noch besitze ich auch Anteile am Unternehmen, kann also in Entscheidungen eingreifen.

Würtz-Wein: Wie soll das konkret funktionieren? Ich stelle mir das bei einer “nicht regulären” Kommunikation sehr schwierig vor…

Manfred Klimek: Ja. Eventuell müssen Rechtsanwälte eine Sprache finden. Nicht mein Ding, aber offenbar scheint es der Wille der Geschäftsführung zu sein.

Würtz-Wein: Wie fällt Deine Bilanz nach zwei Jahren CC aus? War CC erfolgreich?

Manfred Klimek: CC ist unter meiner Leitung innerhalb von 2 Jahren das führende journalistische Weinportal im deutschsprachigen Raum geworden. Mit enormen Zugriffszahlen. Wir haben Themen gesetzt und Menschen bewegt. Wir haben das größte Forum und die meisten Weintipps. Und wir haben Leute erreicht, die von keinem Weinblog und keiner Weinzeitschrift angesprochen wurden. Die Mehrheit der Matrosen sind solche Leute. Zudem hat die Plattform ausreichende Inseratenbuchungen, sich aus eigener Kraft zu finanzieren. Ohne Wettbewerbe, Einreichungen und ähnlichen Schmus. Wenn das kein Erfolg ist, was dann?

Würtz-Wein: Hast Du bereits ein neues Projekt?

Manfred Klimek: Ein Mensch wie ich hat immer Projekte. Täglich drei..

74 Kommentare »

  1. Der Direttore Juni 10, 2011 14:31

    Völlig neutral gesprochen… Das Schiff wird ohne Manfred Klimek untergehen…. Der Kapitän verlässt immer zuletzt das Schiff… In diesem Fall zuerst und somit ist das Schiff führerlos und wird kentern… Es wird niemals eine Trennung zwischen der Publikation und dem Publizierenden im Wein Bereich geben… Würtz Blog ohne Würtz? Eno Wordlwine ohne Supp? / Es waren zwei spannende Jahre, es waren zwei zutiefst polarsierende Jahre und egal, wie man zum Captain stand, es waren zwei Jahre wo sich die gesamte Diskussionskultur im Wein Web 2.0 sehr bereichert hat. Bei all euch meiner Kritik, wünsche ich dem Manfred alles Gute! Das Schiff Captain Cork ist soeben untergegangen…

  2. Mario Scheuermann Juni 10, 2011 14:32

    Na da sage ich doch Bravo! Nicht zum Abgang von Manfred Klimek sondern zur investigativen Arbeit des Blogggwart: sauber recherchiert, knapp und sachlich formuliert. Gute Arbeit!

  3. [...] Spürnase zum Thema hatte jedenfalls Dirk Würtz, und dorthin verweise ich auch, denn dort steht all das, was es an spärlichen Informationen bisher [...]

  4. Leutnant zur See Juni 10, 2011 14:49

    Ich bin dann auch weg. Ohne den Captain kann man ja gleich Scheuermann lesen.

  5. christoph Juni 10, 2011 15:11

    täglich 3 … ja!

  6. Thorsten Wießner Juni 10, 2011 15:14

    Meiner Meinung nach ist so etwas People-Bizz- da kann man niemeanden so leicht ersetzen… Das nehmen die Leser krumm…

  7. Dirk Würtz Juni 10, 2011 15:20

    @Christoph
    ???

  8. Junger Jahrgang Juni 10, 2011 15:22

    ich bin somit auch dann mal weg

  9. Thomas N. Burg Juni 10, 2011 15:39

    Schade, das Schiff hat gut Fahrt aufgenommen.

  10. Dirk Würtz Juni 10, 2011 16:02

    @alle
    ich hatte noch eine Frage vergessen, die ist jetzt noch drin. Im oberen Teil, da geht es um die wirtschaftlichen Gründe

  11. Gilli Vanilli Juni 10, 2011 16:22

    der alte mann ohne das meer freut sich sicher
    - ändert nichts an seinem staubigen image

    zum thema: sehr schade!!!!!!

  12. Irk Juni 10, 2011 20:38

    Ganz ehrlich gesagt, mich stört das nicht. Cc war immer total neben der Spur, völlig unsachlich, inkompetent und für meinen Anspruch einfach minderwertig. Nur damit man(n) auf sich aufmerksam macht stories erfinden, Jahrgänge Scheidig oder Weine gut machen die es nicht sind.. Nur ein Haufen Blabla mit viel schmääh (so heist des glaub auf at)..

  13. Irk Juni 10, 2011 20:39

    Reload: Jahrgänge “schlecht” (sorry T9 Funktion)..

  14. knalli Juni 11, 2011 02:44

    was derzeit in der verlagsszene abgeht, ist nur mehr irrational. man kann über klimek und die inhalte von cc denken was immer man will. eines steht fest. er hat in kurzer zeit geschafft, was andere in 10 jahren nicht geschafft haben. an leserzahlen und einnahmen. werr das nicht sieht, hat keine ahnung vom business. basta.

  15. Manfred Klimek Juni 11, 2011 05:58

    Sehr geehrter Herr “Irk”,
    Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass der Begriff “stories erfinden” eine zivilrechtliche Klage nach sich ziehen kann. Sollten Sie diesen Begriff nicht zurücknehmen, werde ich meine Anwälte bemühen, Namen und Adresse zu ermitteln um Sie zur Verantwortung zu ziehen. Das hier mag zwar anonym und Internet sein, aber es schützt Sie nicht, wenn Sie mit Unterstellungen arbeiten. Fragen Sie Ihren Anwalt.

  16. syl Juni 11, 2011 06:17

    sehr schade. wir verlieren ein kontroversielles weinmedium, das die branche bereichert hat. sehr schade.

  17. Gerald Juni 11, 2011 08:37

    Du meine Güte, jetzt geht das wieder mit den Anwaltsdrohungen los. Habe sicherheitshalber ein paar Beiträge auf CC mit Fäkalworten gesichert. Nicht dass die Wörter plötzlich verschwunden sind und ich auch Post vom Anwalt bekomme …
    Stellt sich die Frage, ob der Grund für das “Aus” vielleicht ist, dass die Anwaltskosten zu hoch geworden sind ?

  18. Manfred Klimek Juni 11, 2011 08:48

    Hallo Gerald Schuster, Du bist doch der, der mit dem geklauten Patent seine Firma aufgebaut hat. Oder? Verstanden?

  19. Gerald Juni 11, 2011 09:14

    Prinzipiell natürlich Zustimmung. Wenn allerdings in einer kontroversiellen Debatte jemand nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt, ist es meiner Meinung nach schon übertrieben, gleich mit dem Anwalt zu drohen. Sonst macht das jedenfalls hier niemand…
    Wenn umgekehrt jeder, der geschäftlich durch Artikel auf CC geschädigt wurde (z.B. Winzer durch den “A…jahrgang” oder Gummi arabicum etc. – ist natürlich konkret nicht einfach nachzuweisen), auch gleich seine Anwälte aufmarschieren lassen würde…

  20. Manfred Klimek Juni 11, 2011 09:32

    Falsch. Wäre auch nur ein Wort in meinen Artikeln klagbar gewesen, dann wäre geklagt worden. Das Presserecht kennt viele Verfahren, beispielsweise jenes der Richtigstellung und Entgegnung, das schon für manche Tatsachenverdrehung missbraucht wurde (was in der zweiten Instanz aber nie hält). “Arschjahr” und Gummi Arabicum sind aber keine Unterstellungen, sondern entweder Polemiken, die auf Tatsachen beruhen oder Tatsachen selbst. “stories erfinden” aber ist eine Unterstellung. Und solche pflege ich zu klagen.

  21. Manfred Klimek Juni 11, 2011 09:35

    Und wenn ein Winzer konkret angesprochen worden wäre, dann hätte er auch auf Geschäftsschädigung klagen können. Mit geringer Chance auf Erfolg übrigens, denn Demokratien kennen das Prinzip der freien Presse, die eben auch Meinungen haben kann. Diese müssen aber mit Tatsachen übereinstimmen. Sie haben ein paar Winzerfreunde in Österreich, die sich darüber aufgeregt haben. Stimmts?

  22. Gerald Juni 11, 2011 10:29

    Mir ist schon klar, dass die Aussagen auf CC rechtlich abgesichert waren. Nur gibt es – in der allgemeinen Auffassung – manchmal Unterschiede zwischen “rechtlich korrekt” und “fair”, siehe z.B. die Tätigkeit der Abmahn-Anwälte. Und es ist meiner Meinung nach dem Web 2.0 nicht förderlich, wenn jemand das derart ausnützt und man vor dem Schreiben eines Kommentars am besten ein Rechtsgutachten einholt :-(
    Im übrigen habe ich keine “Winzerfreunde” i.e.S., da mich eigentlich immer nur der Wein interessiert, nicht die Person, die ihn produziert (wenn mich ein technisches Gerät der Fa. XYZ fasziniert, muss ich auch kein philosophisches Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Firma führen). Bei Gesprächen mit Winzern war der A…jahrgang übrigens nie ein Thema, so wichtig werden Ihre Artikel zum Glück auch nicht genommen …

  23. BerlinKitchen Juni 11, 2011 10:38

    Ich kann mich Markus Vahlefeld bei “dasweinforum.de” nur anschließen! Ich werde ihn echt vermissen!! Ich hab mit Manfred ein paar Mal Weine verkostet und dabei großen Spaß gehabt. Legendär die Szene, wo er dem Besitzer von Ch. Angelus ein Glas Rotwein auf die Hose gekippt hat.

    Und Manfred kann tolle Geschichten erzählen. JA, seine Art ist nicht everbody´s cup of tea, aber er hat die Weinszene echt bereichert mit seinem Esprit. Seine Fehleinschätzungen sind auch ja legendär, wie z.B. “A….jahrgang”. Auf der anderen Seite haben sich die dt. Winzer danach mächtig angestrengt, um es dem Manfred zu zeigen. Also hatte es auch was Gutes!

    Ich wünsche Dir viel Glück Manfred und ich hoffe wir trinken mal wieder ein Glas Wein zusammen………

    Martin “BerlinKitchen”

  24. Gerald Juni 11, 2011 10:44

    Im übrigen frage ich mich langsam, ob der hier diskutierte Ausstieg nicht überhaupt nur eine (mehr oder weniger aufwändig) inszenierte Show ist …

  25. Dirk Würtz Juni 11, 2011 10:47

    @alle
    meine Herren… was da wieder los ist. Kaum bin ich mal drei Stunden unterwegs… Ich wiederhole mal das, was ich schon immer sage: CC war/ist/bleibt Entertainment in Sachen Wein. Ziemlich anarcho, laut und povo. Da können derartige Reaktionen nicht ausbleiben. Alles andere wäre Kokolores. In zwei Jahren hat es diese Seite so geschafft, sehr deutlich wahrgenommen zu werden. Damit ist fast alles gesagt. Keiner war oder ist gezwungen es zu lesen und die Auseinandersetzung mit diesem Stil bleibt jedem selbst überlassen. Ebenso Äußerungen zu und über diese Seite jeglicher Art. Das muss man einfach abkönnen, so ist das nun einmal in der wwwWelt. Ich blogge jetzt bald seit drei Jahren, davon knapp über zwei Jahre selbst gehostet. Und ich kann nur eines sagen: Ich habe Spaß, bereue keine Sekunde, kein Wort, kein Video. Und allem Anschein nach gibt es einige, die dass, was meine Jungens und ich da so produzieren goutieren. Und genau dieser Umstand ist es, der soviel Spaß macht. Selbst wenn nicht immer alle meiner – unserer -Meinung sind. Mir persönlich ist es völlig egal, wer, warum und weshalb einer ein Leitmedium ist, gerne wäre oder werden will. Dafür habe ich in diesen drei Jahren schon viel zu viele kommen und wieder gehen gesehen. Es vergeht kaum eine Woche, in der mir nicht einer die nächste eierlegende Wollmilchsau vorstellt. Das Konzept in Sachen Wein im Netz, dass gigantische Summen an Geld bringt. Alles Blödsinn! Solange unser Thema nicht in die Breite kommt, ist das alles reine Makulatur! Was will ich damit sagen: Immer locker bleiben, den Spaß nicht vergessen, sich und alles andere nicht immer zu Ernst nehmen und Schritt für Schritt weitermachen in Sachen Professionalisierung.

  26. Der Doc Juni 11, 2011 13:00

    Es entbehrt nicht einer gewissen Skurrilität (wahrscheinlich auch Morbidität) wenn die gleiche Person auf die freie Presse pocht, und gleichzeitig mit dem Anwalt droht… So kann man sich auch selbst demontieren…

  27. Manfred Klimek Juni 11, 2011 13:15

    Ich weiß nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat? Unterstellungen kann man zivilrechtlich verfolgen. Wenn ich behaupte, Sie sind ein Kurpfuscher, der den Beruf gar nicht erlernt hat, dann werden Sie wohl gegen mich vorgehen, oder?
    Wenn eine Zeitung behauptet, sie sind in einen Medikamentenskandal verwickelt, dann können sie bei dieser Zeitung (egal ob wahr oder unwahr) eine Richtigstellung einstellen lassen. Die Zeitung wird sie dann, wenn die Recherchen stimmen, ein Zweiturteil anstreben, das Sie dann verlieren. Also wo sehen Sie eine Demontage (außer in Ihrer Schadenfreude)..

  28. Manfred Klimek Juni 11, 2011 13:17

    etwas zu schnell gedacht beim schreiben, aber man kann es hoffentlich verstehen..

  29. Der Doc Juni 11, 2011 13:21

    1. Das dürfen Sie gerne behaupten, ich wäre da erst mal ziemlich entspannt. Könnte ihnen dann meine Approbations- und Promotionsurkunde vorhalten. Und wenn Sie dann behaupten würde ich hätte abgeschrieben, dann würde ich Ihnen den Link zur Online-Veröffentlichung geben. Da bevorzuge ich (nicht nur auf der Ebene eines Internetblogs!) gerne den kurzen Dienstweg. Ist meistens deutlich einfacher.
    Die Demontage ist eine subjektive Empfindung, die nicht zuletzt dadurch entsteht dass der Hintergrund nicht bekannt ist. Und letztlich einfach auch in der großen Differenz zu “meiner Art” verhaftet.

  30. Der Doc Juni 11, 2011 13:22

    2. Und schadenfreude empfinde ich nicht. Ich finde es ehrlich gesagt eher traurig.

  31. Manfred Klimek Juni 11, 2011 13:30

    Ich bin selber vom Schiff gegangen. Auch das mit gutem Grund. Demontiert wurde ich zwischenzeitlich und hinterher. Aber Sie haben das Ding mit der Klage – glaube ich – falsch verstanden: Sie würden mich sicher klagen, wenn ich Sie in einem relevanten Arztforum der Kurpfuscherei beschuldige. Unvorstellbar, dass Sie das nicht verfolgen würden.

  32. Der Doc Juni 11, 2011 13:33

    @ M. Klimek: Das stimmt wohl.

  33. Der Doc Juni 11, 2011 13:35

    @ M. Klimek: Aber auch hier würde ich einfach mit der Wahrheit gegensteuern. Aber das ist einfach eine Frage des Stils (nicht wertend gemeint).

  34. Manfred Klimek Juni 11, 2011 13:39

    Gut. Ist angekommen.

  35. Irk Juni 12, 2011 12:31

    ? @ klimek, ganz davon abgesehen, dass das Sprichwort ja sagt ” getroffene Hunde bellen” war meine Äußerung ‘Stories erfinden’ nicht darauf bezogen, dass diese nicht vielleicht sogar der Wahrheit entsprechen… Aber wie schon diskutiert läuft das unter “Presse, Meinungs und überhaupt Freiheit” Da hätte ich etwas konstruktiveres erwartet… aber na ja, ihnen trotzdem weiterhin alles Gute!

  36. pfholm Juni 13, 2011 16:43

    Schade. Man muss Klimek nicht mögen oder den lauten Auftritt, aber eine Bereicherung für das Web war es IMHO auf jeden Fall. Teils skurril und durchgeknallt, auf jeden Fall polarisierend, aber das Thema Wein wurde weiter publik gemacht.
    Nun stellt sich nur die Frage, woran es lag. Diese Frage wurde nicht beantwortet worden. Persönliche Gründe wurden ausgeschlossen. Also wirtschaftliche. Hat sich die Nummer doch nicht selber getragen, oder hat sich jemand selber bedient ?!?
    Oder waren es Interessenkonflikte mit anderen Projekten ???

  37. Chris Juni 13, 2011 17:02

    Irgendwie ziemlich dünnhäutig der Captain. Einerseits bei CC mächtig austeilen und hier sofort mit dem Anwalt drohen. Sorry, korrigiere: nicht mit einem Anwalt sondern sogar “meinen Anwälten”.

    Aber wie heisst es so schön: Hunde die bellen beissen nicht.

  38. Oliver Hess Juni 13, 2011 20:43

    Was mich mal wieder daran erinnert das es doch nicht um Wein geht…

  39. Magnus Heinz Juni 13, 2011 22:11

    Herrn Klimek werden hier mehrfach journalistische Fähigkeiten bescheinigt. Gehört dazu nicht ein kompetenter Umgang mit der Sprache? Was seine Stilistik angeht, fällt mir auf, dass weder die Varianz des Vokabulars noch stilistische und grammatikalische Sicherheit, auch nicht Klarheit und eine dem Thema angemessene Ausdrucksebne zu seinen Stärken gehören. Über einen besseren Nachfolger könnte ich mich durchaus freuen.

    M.H.

    P.S. Die Drohung mit “meinen” Anwälten ist naiv, peinlich und decouvrierend.

  40. Manfred Klimek Juni 13, 2011 22:42

    Was ich liebe:
    1.) Sprichwörter zitieren. Das habe ich schon bei meiner Großmutter gemocht. Wer Sprichwörter zitiert, noch dazu die ewig gleichen langweiligen, der reiht sich unter die Spießer.
    2.) Dünnhäutig. Ich werde mir keinen Lügenjournalismus nachsagen lassen. Kritik ja, Diffamierung nein. Ganz einfache Regel. Hat mit dünnhäutig nichts zu tun..

  41. Manfred Klimek Juni 14, 2011 12:53

    @Magnus Heinz: Hier spricht der Bildungsbürger, der trotz Anstrengung und Fleiß, nie mit dem Schreiben Karriere machen durfte. Das hört man leider nur zu deutlich..

  42. Irk Juni 14, 2011 16:05

    Noch ein Sprichwort für alle “Spiesser”
    “die RATTEN verlassen das sinkende Schiff” – diesmal aber bitte mit Humor nehmen und ich bestelle gerne: “einmal ohne Anwälte bitte” ;-) ))

  43. Magnus Heinz Juni 14, 2011 16:19

    @Klimek: Gottlob muss man das ja auch nicht mit dem Schreiben machen, es gibt noch weitere Kulturtechniken…. Noch ein kleines Rätsel: Ihre Zeichensetzung wird richtig, wenn Sie entweder ein Komma mehr oder eines weniger setzen.
    Nur Mut!
    M(it).H(umor).

  44. Manfred Klimek Juni 14, 2011 17:19

    Für die Zeichensetzung habe ich Assistenten. Ich kann mich bei den vielen Kulturtechniken nicht um jedes Detail kümmern. Schon gar nicht um den Dativ..

  45. Manfred Klimek Juni 14, 2011 18:35

    Und um noch einmal das Wichtigste zu sagen: Die Seite kann sich finanzieren, sie kann drei Leute ernähren. Wenn man das Geld richtig verwendet. Wenn..

  46. Anneli Dierks Juni 14, 2011 18:47

    @alle: meine Herren, was ist los? Zweieinhalb Stunden ohne Kommentar? Ohne Anmerkungen über Gepflogenheiten des Presserechts, Kommasetzung, grammatikalische (In-)Korrektheiten? Wars das schon?

  47. Friedrich Bolle Juni 14, 2011 18:50

    Nach diesen Kommentaren, weiß ich endlich warum die ” Szene ” nur schwer aus den Weinkellern, bzw, aus den Weinbergen herauskommt.

    Treffend ist diese Bemerung von Dirk:

    Solange unser Thema nicht in die Breite kommt, ist das alles reine Makulatur! Was will ich damit sagen: Immer locker bleiben, den Spaß nicht vergessen, sich und alles andere nicht immer zu Ernst nehmen und Schritt für Schritt weitermachen in Sachen Professionalisierung.

  48. Manfred Klimek Juni 14, 2011 19:12

    Das war es auch, weil ich mich jetzt für sechs Monate als interimistischer Chefredakteur eines Wirtschaftsmagazins (good old print) vertschüsse. Aber auch mit Wein wird kein Ende sein..

  49. Friedrich Bolle Juni 14, 2011 19:13

    Nachtrag :

    http://de.wikipedia.org/wiki/Marcus_Johst

    Wer auf der Ecole de Guerre Economique war….

    Manfred Klimek kann man in diesem Fall nur die 36 Stratgeme empfehlen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/36_Strategeme

    :-) :-) :-)

  50. Manfred Klimek Juni 14, 2011 19:16

    @Friedrich Bolle: Cork IST in der Breite. Cork wird zu 80% von solchen gelesen, die gar nicht wissen, dass es Würtz, Kaiser und die anderen gibt. Also ist das Ziel erreicht. Mir kommt es so vor, als wollen alle anderen gar nicht aus der Nische..

  51. Manfred Klimek Juni 14, 2011 19:37

    @Bolle: Diesen Krieg wird es mit mir nicht geben..

  52. Friedrich Bolle Juni 14, 2011 19:44

    @Manfred Klimek
    Innovationen brauche ihre Zeit, die i-cloud hat auch 10 Jahre gebraucht.
    Wir brauchen daher mehr CCs.
    Wann sticht der Kapitän wieder in See?

    http://www.youtube.com/watch?v=PLp93c1ddYI

    :-) :-) :-)

  53. Manfred Klimek Juni 14, 2011 19:51

    Ein Schiff wird kommen. Aber es wird ein anderes sein. Jetzt bin ich mal pleite. Und muss auf alten Tankern anheuern..

  54. Manfred Klimek Juni 14, 2011 19:51

    Oder wieder ein bisschen mehr fotografieren..

  55. Friedrich Bolle Juni 14, 2011 19:56

    @Manfred Klimek

    es gibt ja als Alternative Harvard Konfliktmanagement http://de.wikipedia.org/wiki/Harvard-Konzept

  56. Manfred Klimek Juni 14, 2011 20:01

    Ich bin schon so weit vom Schiff abgetrieben, dass ich alles klar und sachlich sehe. Und ich fürchte, dass mir nur bleibt, den Rücken zuzukehren. Und zu gehen..

  57. Friedrich Bolle Juni 14, 2011 20:22

    @Manfred Klimek
    Na dann Mast und Schotbruch und volle Kraft voraus :

    http://www.youtube.com/watch?v=AbYHF6ymAO4

  58. Friedrich Bolle Juni 14, 2011 20:25

    @Manfred Klimek

    Nicht zittern und zagen sondern gewinnen und wagen!!

    Spontispruch aus Berlin

  59. wasa69 Juni 15, 2011 10:29

    Captain Cork ohne Manfred Klimek ist wie Schimanski ohne Götz George.

  60. Wolfgang Juni 15, 2011 13:40

    @wasa69 Käs…das geht viel besser!
    Was Manfred Klimekt für Cork…ist Johnny Depp Pirates of the Caribbean!

    Hier ist geschafft worden das beide Ihr Ziel Erfolgreich in DIE Breite tragen konnten!

  61. Magnus Heinz Juni 18, 2011 21:18

    Jedem sein persönlciehr Depp.

  62. Magnus Heinz Juni 18, 2011 21:19

    oder richtiger: jedem sein persönlicher Depp.

  63. S. Ungerbühler Juni 19, 2011 16:44

    “…innerhalb von 2 Jahren das führende journalistische Weinportal im deutschsprachigen Raum geworden. Mit enormen Zugriffszahlen…”

    Bei einem aktuellen Alexa-Trendrank von 25.000 (DE) eine ziemlich vage Aussage, das zeigen auch Alexa-Analysen der Bannerwerbenden Seiten. 25.000er Alexa bedeutet max. 1000 Visits täglich, davon 70% durch Bots – also schätzungsweise max. 300 echte Leser täglich – das wären aber dann ja
    keine “enormen” Zugrifsszahlen.

    Als so stark involvierter in das ‘Führende Weinportal’, müßte man eigentlich auch wissen, daß IP-Datenspeicherung über die Verbindungsdauer hinweg rechtswidrig ist (z.B. (AG Meldorf, Urt. v. 29.03.2011 – Az.: 81 C 1403/10). “werde ich meine Anwälte bemühen, Namen und Adresse zu ermitteln um Sie zur Verantwortung zu ziehen.” wie lächerlich ist das denn, dem armen Herrn Würtz hier noch so einzuschenken, denn wenn sich in dessen Logfiles IP-Adressen wiederfinden, hat er ein Problem.

  64. [...] dem Blog “Würtz-Wein” ist ein Beitrag vom 10.Juni unter der Überschrift “Der Captain ist von Bord” erschienen, der unrichtige Behauptungen enthält, die ich wie folgt [...]

  65. Manfred Klimek Juni 20, 2011 10:56

    Lieber Herr Ungerbühler, glauben Sie mir, Alexa ist völlig gleichgültig, es zählt nur Analytics. Und da konnte ich Zahlen nachlesen, die Cork mit Abstand zum Marktführer machen (Würtz kommt da übrigens ganz nahe). Diese Zahlen haben Werbetreibende auch kommuniziert bekommen. Und deswegen ist die Seite nach wie vor gut gebucht..

  66. Manfred Klimek Juni 20, 2011 10:59

    @Magnus Heinz: Nicht ganz aufgeregt schreiben. Wo doch das Schreiben, Ihr Metier ist. Und weil ich guter Laune bin, habe ich einen Interpunktionsfehler eingebaut, den Sie finden dürfen. Und sich mit den Brüsten finden…ähh, umgekehrt..

  67. Magnus Heinz Juni 21, 2011 21:18

    @Klimek: nein, nein und nochmals nein, schreiben ist mitnichten, mein Metier. Das mit den Brüsten ist bei Ihnen ja so ne Sache. Irgenwo muss der Kleinskandal her. Gerne wüsste ich natürlich, für welchen autor aus Ihrer Feindbildschaft Sie mich halten. Seien Sie versichert, Sie haben einen harmlosen Weinfreund mit leidlichen Grundkenntnissen der hier allgemein benutzten Sprache vor sich.

  68. Manfred Klimek Juni 21, 2011 23:38

    ist mir egal, ehrlich..

  69. Pit Juni 22, 2011 00:52

    “Alexa ist völlig gleichgültig, es zählt nur Analytics”
    Falsch, es zählen nur Logfiles. Mit Alexa Trendrank 24.500 (DE) kann man kein führenes Portal sein, weiß jeder Webmaster.

  70. Werner Elflein Juni 22, 2011 09:15

    Richtig, es zählen nur Logfiles. Zur Problematik der Speicherung von IP-Adressen: Sollte es nicht mehr erlaubt sein, IP-Adressen in Logfiles zu speichern, ist dies noch lange kein Hinderungsgrund für statistische Auswertungen. IP-Adressen lassen sich anonymisieren. Ersetzt man jede IP-Adresse durch einen Hash-Code, ist man datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite. Ich frage mich allerdings, wie ich mich als Webseitenbetreiber dann noch effektiv gegen kriminelle Aktivitäten wehren soll. Die Berliner Richter, die 2007 dieses bescheuerte Urteil gefällt haben, sind weltfremd. Aber das sind wir von deutschen Gerichten nicht nur beim Thema Internet inzwischen nicht anders gewohnt.

  71. Manfred Klimek Juni 22, 2011 10:26

    @Pit: Ich sage es ungern: All das war den Inserenten egal. Sie haben die Zahlen gesehen. Und inseriert. Er war (ist) das größte deutschsprachige Weinportal. Punkt.

  72. [...] Meistgeklickter Link das letzte Mal in “Gemischte Links” war das Interview mit Manfred Klimek über sein Verlassen des Captain Cork Teams: http://wuertz-wein.de [...]

  73. Ungerbuehler August 9, 2011 23:59

    Vielleicht war, ist, wird cc das groesste weinportal. In Kilobytes mag das sein. Webmaster verkaufen sie nicht für blöde und jeder erfahrene seo und webmaster weiss, dass das Bullshit ist, von dem sie mangels technischer Kenntnisse glauben, dies sei extern nicht verifizierbar. Dem ist nicht so. Punkt. Cc ist Mickey Maus und wird’s auch bleiben.

  74. [...] einigen Monaten ging der “Captain” von Bord, nachzulesen hier inklusive Gegendarstellung hier, jetzt sieht es so aus, als käme er wieder zurück. Jedenfalls [...]

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