Alles über Wein und den Rest der Welt…

Lesetipp – Weinblogger

Heute hat der geschätzte Blogger-Kollege Michael Liebert, seines Zeichens Sommelier und Berater, einen interessanten Beitrag über die Weinblogger in Deutschland veröffentlicht.

Liebert bloggt regelmäßig ein Ranking deutscher Blogger und ist übrigens auch für das Wikio-Ranking verantwortlich. Ich bin zugegebenermaßen kein großer Freund von Ranglisten, aber dennoch ist die Liebert´sche immer ganz interessant, insbesondere die Reaktionen auf sein monatliches Ranking :-)  Die Liste die er heute veröffentlicht hat, dreht sich allerdings nicht nur um Zugriffszahlen und ist gerade deswegen so spannend.

Und um es einmal ganz klar und deutlich zu sagen: Ich finde die deutsche Weinbloggerszene, ob Profi oder Amateur, spannend und abwechslungsreich. Das ist vielleicht bei meinem Beitrag neulich nicht ganz so deutlich klar geworden. Wobei mir ehrlich gesagt gar nicht so ganz klar ist, wie man sich über diesen Beitrag aufregen konnte. Aber ich habe ihn ja mit einem zweiten Posting etwas relativiert. Gerade weil ich die deutsche Blogger-Szene mag, lese ich sie auch und habe sie auch verlinkt. Weitestgehend jedenfalls. Manche lese ich täglich, manche eher selten. Den Liebert lese ich regelmäßig, und nicht nur wegen den Ranglisten, sondern gerade wegen seiner Affinität zu Italien. Da habe ich, aber das ist ja bekannt, großen “Lernbedarf”.

Das einzige was mir manchmal fehlt in der deutschen Blogger-Welt ist ein wenig mehr Bewegung und ein wenig mehr netzwerken… aber das habe ich ja auch schon öfter gesagt und geschrieben. 2011 wird sich das aber sicherlich ändern!

44 Kommentare zu “Lesetipp – Weinblogger

  • Der Captain

    Ein Netzwerken in Richtung Monetarisierung wäre gut. Ich sage ja immer: Was wäre das für ein gutes tägliches Weinmagazin. Und es würde sogar Geld verdienen..

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  • Thomas

    tse, ich seh das natürlich wieder mal völlig anders, muss aber sagen das es extrem spannend ist wie unterschiedlich der Begriff “wichtig” interpretiert werden kann :-)

    Zum Thema Netzwerken, es ist schade, du hättest die Weinblogger Community nutzen können solange es sie noch gab um zu netzwerken, da waren mehr als 50 Blogger dabei und haben gewartet das einer beginnt, schliesslich war sie ja genau dafür da ;-)

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    • Dirk Würtz Post author

      @Thomas
      Was wichtig ist und was nicht, liegt glücklicherweise im im Auge des Betrachters ;-)

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  • Der Direttore

    Wie sagt der Direttore immer; Weinblogging ist wie Jazz, nur ohne die Musik…
    Die unkommerziellen Blogs können sich sicherlich pushen durch Netzwerken, für die kommerziellen wäre dies ja ein Widerspruch in sich, wenn sie jeweils ehrlich sind.
    Wobei ein gemeinsames Marketingpaket für Gault Millau, Drink Tank und Captain Cork sicherlich sehr….na ja…zumindest amüsant wäre!

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  • Helmut O. Knall

    Es gibt nach wie vor eine Weinblogger-Community, da waren grad im Oktober 250 davon aus aller Welt in Wien. 50 Blogger, die auf einen Guru warten, netzwerken hingegen nicht, sondern machen wohl was falsch ;-) Und die deutsche Weinblogger-Szene streitet halt lieber, als zu networken.
    Den Rest hab ich schon beim Michael Liebert kommentiert. Lieben Gruss Knalli

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  • Michael Liebert

    Meine Rede, im Zusammenspiel hätten wir ein tolles Weinmagazin. Und immer aktuell. Hab mir gerade mit der App Flipboard auf dem ipad mein eigenes, immer aktuelles Weinmagazin gebastelt…

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  • Michael Liebert

    Einen Guru brauchen wir sicherlich nicht! Kontroverse Meinungen sind das Salz in der Suppe und mit einer gewissen Streitkultur, kann auch daraus ein gewisses Miteinander entstehen. Wir nehmen zwar oft unterschiedliche Standpunkte ein, teilen uns aber die Leser… Und da ist die Frage, wie wir UNSEREN Lesern einen besseren Service bieten können.

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  • Helmut O. Knall

    Ich habe mich auf den comment von thomas bezogen:
    “um Thema Netzwerken, es ist schade, du hättest die Weinblogger Community nutzen können solange es sie noch gab um zu netzwerken, da waren mehr als 50 Blogger dabei und haben gewartet das einer beginnt, schliesslich war sie ja genau dafür da”
    das klingt doch so, wie da sitzen 60 und warten auf den guru… ;-)

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  • Iris

    Interessant finde ich aber vor allen Dingen, dass Winzerblogs inzwischen nicht einmal mehr als Kategorie vorkommen – da unterscheiden sich die 300 französischen Blogs rund um Wein doch gewaltig in ihrer Zusammensetzung von der deutschen “Szene” – für mich gehören aber Blogs wie der von Thomas, Bernhard Fiedler, Harald Steffens oder seit letztem Jahr auch Gottfried Lamprecht schon zu den lesenswerteren Blogs – und irgendwie hat die Entstehung von Wein in Weinberg und Keller vielleicht doch auch noch was mit Wein zu tun – der wird ja nicht nur vermarktet und manchmal getrunken….

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  • Der Captain

    Es braucht keinen Guru, es braucht einen Chefredakteur, einen Herausgeber und einen Geldgeber, der sich traut, 3 Jahre lang, jedes Jahr 200000 Euro zu investieren. Nachteil: Auch wenn es funktioniert kann man jedes Jahr nur 100000 Gewinn lukrieren (maximal). Und das interessiert keinen Verlag wie Burda oder Gruner. Ist zu wenig. Weiß ich aus persönlichen Gesprächen. Die würden das nur machen, wenn es Prestige bringt und man ein Shop aufbauen kann..

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  • Eckhard Supp

    Darüber diskutieren wir doch jetzt (in wechselnden Konstellationen) seit mindestens drei Jahren. Dass die zersplitterte Weinweb-Szene einheitlicher auftreten müsste (das heißt nicht, ohne Diskussion und von mir aus auch Streit), wurde in der ganzen Zeit von niemandem bestritten. Jedesmal aber, wenn jemand wagte, das Ganze etwas konkreter zu denken, verfilibustierten sich einer nach dem anderen alle Diskutanten.

    Dabei liegen die Alternativen für mich immer noch klar auf dem Tisch:

    a) reines Anzeigennetzwerk, in dem die unterschiedlichsten Ansätze nebeneinander existieren – bringt Masse, aber konfrontiert uns mit der Schwierigkeit, dem Inserenten klar zu machen, dass er hier “hochwertiges” Publikum hat, das auch sehr viel höhere Preise rechtfertigt als die gängigen Anzeigennetzwerke (so funktioniert das ja auch bei den Print-Titeln, wo der TKP für Special Interest deutlich höher ist als bei Massentiteln).

    b) Schaffung einer wirklich schlagkräftigen, großen Marke der Online-Weinpublizistik, was aber die Schwierigkeit mit sich bringt, die vielen unterschiedlichen Ansätze unter einen Hut zu bringen. Ein nicht zu unterschätzender Nachteil dabei: Ein Gutteil der lebhaften Diskussionen, die das Salz in der Suppe unserer verschiedenen Medien sind, liefe Gefahr, zu versanden, verflachen, von einem Chefredakteur platt gemacht zu werden. Ein Negativbeispiel für solche Fusionen war Vinum-Alles über Wein, wo 1 + 1 am Ende nicht mal 1,1 waren, eher 0,8 oder 0,7.

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  • Bernhard

    Merci beaucoup, Iris!

    Mir hat diese Kategorie auch gleich gefehlt. Nicht weil ich da gerne drin stünde (sonst würde ich ja auch bei Gelegenheit mit Zugriffszahlen um mich werfen), sondern weil der Artikel ohne die Produzentenblogs längst nicht so ein umfassendes Abbild der Szene ist, wie er tut/wirkt.

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    • Dirk Würtz Post author

      @Bernhard
      In der Tat kommen die “reinen Winzerblogs” immer ein wenig kurz. Ich finde das auch sehr schade!

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  • Der Captain

    @Supp: Ein Nachrichtenmagazin entsteht auch immer aus der Summe der Einzelmeinungen. Und hat einen Chefredakteur. Oder zwei. Und ohne Dachmarke und Layout wird es die Werbewirtschaft nicht die Bohne interessieren. Die brauchen auch was zum Herzeigen. Wo der Banner landet..

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  • Michael Pleitgen

    Die Szene lebt von der Vielfalt und der Widerstreit der Meinungen wirkt doch eherr belebend. Für wen sollte denn ein solches gemeinsames Magazin geschrieben werden? Wenn es um Rankings geht: in der bisherigen Form sind sie überholt – deshalb hat ja Mario Scheuermann damit aufgehört. Einen Marketer, der einigermaßen auf der Höhe der Zeitt ist, beieindruckt man mit PIs undSVs nicht mehr. Man sollte mal nach Reichweite und Relevanz für die entsprechenden Gruppen fragen.

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  • Thomas

    Das wird jetzt etwas länger hier, sorry dafür!

    Wunderbar, Iris bringt es auf den Punkt. Das meinte ich mit wichtig! Die Produzenten, bzw. Winzerblogs fehlen völlig und läßt man gerne mal unter den Tisch fallen :-(

    @Supp und @Captain
    Wer ein Werbenetzerk will, bzw ein Magazin aufbauen möchte kann das sofort und direkt tun, kein Problem. Die entsprechenden Leute FREUNDLICH kontaktieren, Interesse abfragen dann Karten auf den Tisch, Pflichten und Rechte definieren, Verteilung regeln und gut ist. Muß halt fair und gerecht zugehen, das ist eben schwer. Die Kohle für den Herrn Chefredakteur und die Contentbeschaffung für den Weinblogger funktioniert eben nicht mehr!

    @Michael Liebert
    UNSERE Leser interessieren sich nicht für Blogs, Blogzahlen oder Bloggerstreitereien. Dieser Artikel z.B. ist für einen Leser der sich eigentlich für Wein interessiert so etwas von unspannend, im Gegenteil sogar abschreckend! Ein großer Service wäre es die Streitkultur zu verändern, oder die Streitereien aus den Blogs zu verbannen. Wohlgemerkt, ich meine damit sicht den streit um einen Wein, sondern Bloggerkram wie z.B. einen Streit um Klickizahlen, Werbung, Ranking, usw.

    @Knalli
    Du hast vollkommen Recht Knalli, auf internationaler Bühne klappt alles beser! Der Tonfall ist deutlich freundlicher, der Umgang von Profis und Nichtprofis miteinander ist wohltuend angenehm und befruchtend für beide Seiten. Fairerweise sei aber auch gesagt, es ist wirklich einfacher einem internationalen Arschloch aus dem Weg zu gehen als einem deutschen Arschloch. Das ist echt so und zumindest meine Meinung.

    Wer ein Netzwerk aufbauen will braucht einen neutralen Platz an dem ungestört geredet bzw gestritten wird und das selbstverständlich abseits der Öffentlichkeit! Irgendwann wird es dafür ein geschlossenes Blog, ein Forum oder eine Facebookgruppe geben und dann haben wir wieder was es schon vor 2 Jahren gab, eben eine geschlossene Weinblogger Community :-(
    Aber das alles hatten wir schon einmal wenn es so einen Platz wieder irgendwo gibt meldet euch, ich bin gerne mit dabei.

    Nur um das klar zu stellen, das Bild das die internationale Blogosphäre von der deutschsprachigen Weinblogwelt hat ist mehr als jämmerlich und peinlich. Zoff und Zankerei in der Öffentlichkeit sind schlichtweg zum kotzen und führt zu dieser Schräglage. Das ich selber involviert bin ärgert mich am meisten und wenn ich mein Blog dann wieder als Überdruckventil gebrauche ist es mehr als deprimierend. Löschorgien verbieten sich jedoch, damit muß ich dann leben.

    Streitereien auf den großen deutschsprachigen Weinblogs scheinen normal aber was bitte soll da ein Aussenstehender über unsere Blogosphäre denken?

    Bis da was geht versuche ich mich selber in Zaum zu halten und mich so wenig wie möglich zu involvieren, zu viel Zeit habe ich mit so was verloren.

    Ich konzentriere mich auf die Produzentenblogs, bei denen ist klar woran man ist. Es wird Wein gemacht und darüber geschrieben, da sind Klickizahlen so was von Scheißegal

    Ach ja, und auf der ProWein laufen wir wieder alle aneinander vorbei, treffen uns nicht mit ausländischen Weinbloggern und sprechen nicht miteinander und machen keine gemeinsame Weinprobe bei bloggenden Weingütern und und und …….

    Dann wünsche ich noch allseits einen schönen Tag, man liest sich oder halt auch nicht :-)

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    • Dirk Würtz Post author

      @Thomas
      Sowas meinte ich. Treffen an der ProWein, gemeinsame Gespräche etc, etc. Letztes Jahr hatte Michael Pleitgen zu einem solchen Treffen eingeladen. Die Resonanz war bescheiden…

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  • Charles

    Den Ruf nach einem Netzwerk gibt es in der Weinbloggerszene ja mindestens so lange wie Weinblogger selbst. Das einzige Blogger-Netzwerk überhaupt, welches – nach meiner Erkenntnis – den Namen je verdient hat, war die sog. Kolchose von Spreeblick. Mit viel Tamtam gestartet und dann wieder sang und klanglos eingeschlafen. Und dabei waren die sehr Win-win oder bunt aufgestellt und nicht nur monothematisch wie Weinblogs.
    Aber warum soll es eigentlich ein solches Netzwerk geben? Offenbar um die Blogs zu monetisieren.
    Gut, stellen wir uns mal vor, dass tatsächlich jemand Geld in die Hand nimmt um das Ding anzuwerfen. Der will natürlich irgendwann wieder Geld sehen. Und das soll ja sicher über Werbeeinnahmen oder – wie Captain Cork schrieb – über einen Shop kommen. Und wir stellen uns weiter vor, einer dieser Werbekunden ist die Korkindustrie. Die würde es sicher witzig finden Artikel in der Richtung “Korken sind Schrott…” oder andere “Der Wein ist Scheiße, kann man aber im Shop kaufen…” im Netzwerk zu finden.
    Und falls doch, wie würde die Kohle an die Blogger fließen? Würde sie das denn überhaupt oder haben die nur die Arbeit (und den Ruhm, natürlich)? Oder bekommen die nur die etwas, die am besten PI’s faken… ähh… generieren können? Oder jene, welche die meisten Gefälligkeitsartikel schreiben? Obwohl, Kandidaten gäbe es ja genug…
    Ich sage es mal mit Johann Wolfgang: “Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube…”

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  • Michael Liebert

    @Michael Pleitgen
    Ich bin ja schon eine ganze Weile der Meinung, das Ranking wäre bei Ihnen besser aufgehoben… Die Aussage solche Ranking sind überholt, steht zum großen Interesse daran… 250 Leser in den ersten Stunden, da scheint sich nicht nur der harte Kern zu interessieren…
    @Iris @Bernhard
    Stimmt, nur ging mir irgendwann die Puste aus… Und man muss einfach sehen, dass es – außer dem Würtz – noch keiner geschafft hat, einen größeren Leserkreis aufzubauen. Schade, und wohl die große Aufgabe für 2011! Wobei ich gerade Deine Beiträge, Bernard, für sehr gut und fundiert erachte…
    @Thomas
    Bei dem Ranking ging es einzig und allein darum, die Vielfalt, die wir auch in Deutschland haben, darzustellen. Und von Streit kann doch wohl hier nicht die Rede sein…

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  • Thomas

    @Dirk
    Ja? Dann frag dich doch einfach warum sie bescheiden war?
    Vielleicht wäre eine andere Form, anderer Platz angebrachter? Zeitpunkt?
    Könnte ja sein?
    @Michael Liebert
    Ich glaube du ahnst nicht im geringsten wie groß die Reichweite dieser Blogs tatsächlich ist. Ich lege meinen Winzerblog noch gerne dazu und bin mir sicher du wärst sehr überrascht über die Reichweite! Du nimmst einfach irgend etwas an :-) Woher hast du Zahlen was z.B. bei Bernhard oder mir in Punkto Reichweite geht?

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    • Dirk Würtz Post author

      @Thomas
      Klar, kann alles möglich sein. Sollen wir es dieses Jahr noch einmal versuchen…ich meine mit einem Treffen an der ProWein?

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  • Michael Liebert

    @Lieber Thomas,
    maul nicht rum, wie eine beleidigte Leberwurst, sondern mach lieber einen entsprechenden Gegenvorschlag. Ich hab nie behauptet, dass meine Liste vollständig ist, noch dass die Rubriken der Weisheit letzter Schluss sind. Also bitte konstruktiv…
    Ich hab weder von Dir noch vom Bernhard irgendwelche Zahlen, werde Euch aber sofort entsprechend berücksichtigen, wenn Ihr mir welche zur Verfügung stellt.
    Mein Ziel war es, die Diskussion über eine mögliche Zusammenarbeit mal wieder anzustoßen. Und das hab ich ja wohl auch erreicht… Nur weil es in der Vergangenheit nie funktioniert hat, muss das nicht für alle Zukunft gelten. Meines Erachtens ändert sich das Leseverhalten im Netz gerade gewaltig…

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  • Bernhard

    @Michael Liebert:

    Ich veröffentliche aus Prinzip keine Zugriffszahlen, bin aber fair genug, dann auch nicht darüber zu maulen, in diversen Listen nicht oder nicht richtig gereiht vorzukommen. (Siehe dazu meinen diesbezüglichen Zusatz in meinem vorigen Posting.)

    Von Leuten, die Listen veröffentlichen würde ich mir aber im Gegenzug auch zumindest die Fairness erwarten, keine solchen Aussagen zu treffen: “Und man muss einfach sehen, dass es – außer dem Würtz – noch keiner geschafft hat, einen größeren Leserkreis aufzubauen.”

    Wenn man keine Daten hat, dann kann man gar nichts sehen. Es scheint aber halt so zu sein, dass solche, die nur laut genug schreien auch ohne Daten hochgestuft und die Leisen ohne Daten gleich in der untersten Schublade verräumt werden.

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    • Dirk Würtz Post author

      @Bernhard
      Ich glaube der Michael hat das so nicht gemeint, mal abgesehen davon, dass er es auch nicht wissen kann. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass gerade solche “reinen Winzerblogs” eine sehr gute und relativ große Leserschaft haben.
      Ansonsten kann ich mich nur immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen. Rankings braucht kein Mensch, außer im Sport und da vorzugsweise beim Fußball!

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  • Der Captain

    Es braucht kein Netzwerk, es braucht ein gemeinsames Medium, das Content geriert und den Werbetreibenden einen Markt bietet. So viel ich erkennen kann, sind wir die Einzigen, die unser Medium erfolgreich monetarisieren. Und das hat freilich seine Gründe..

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  • Bernhard

    Also ich finde das schon irgendwie lustig, dass ausgerechnet die hier kommentierenden Nichtblogger den Bloggern eine Kommerzialisierungsdiskussion aufzwingen wollen.

    Ist es eigentlich wirklich so schwer zu verstehen, dass es Leute gibt, die in erster Linie aus Spaß an der Sache bloggen? Und dass das Wort Vernetzung kein Synonym für (versuchtes) Geldscheffeln ist?

    Fürs Vernetzen braucht es auch garantiert keine Rankings, die ohnehin nur auf fragwürdigen Daten basieren. Die eine oder andere Verlinkung in einem Beitrag wäre da schon eher hilfreich. Das Weiterspinnen des Gedankens eines befreundeten Bloggers in einem eigenen Beitrag. Das Kommentieren in den Blogs der Kollegen und nicht nur auf Twitter oder Facebook. Das stärkere Einbinden von http://www.genussblogs.net in die eigene Bloggerei, denn dort gibt es seit langer Zeit (und völlig unkommerzialisiert) eine Übersicht über alle aktuellen Beiträge und die sind auch noch eingebettet in die viel größere Kochblogosphäre.

    Solange dazu kein Wille vorhanden ist, braucht man über anderes nicht wirklich nachdenken, glaube ich. Ich bin da mit Charles bei Goethe.

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    • Dirk Würtz Post author

      @Bernhard
      Genussblogs nutze ich schon lange als eine Art “Weintageszeitung”, und für mich ist Vernetzen etwas anderes als Geld scheffeln.

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  • Iris

    …und da es ja unter andrem dann wohl wieder die Winzer sind, denen man diese schönen Werbeplätze verkaufen will, ist es vielleicht auch nicht verwunderlich, wenn deren selbständige Aktivitäten ungeliebt durchs Raster fallen…oder seh ich das ganz falsch;-)? Natürlich hatman als Mensch, der den ganzen Tag alleine in Weinberg oder Keller arbeitet auch eine andere Vorstellung von Kommunikation, Austausch und Vernetzung und der Rolle des Internets dabei – vom hohen Weinberg irgendwo im Nirgendwo aus gesehen, ist das eben auch ein wenig die Verbindung zur weiten Welt:-), auch wenn das jetzt für Euch wohl ziemlich altmodisch klingt..

    Reply
  • Der Captain

    In Deutschland gibt es eine seltsame Neigung, alles was mit Geldverdienen zu tun hat in erster Linie abzulehnen. Seriöser Journalismus aber muss Geld verdienen, nur so kann er unabhängig bleiben und sich bewähren…

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  • Michael Liebert

    Ich will ja mal nichts sagen, aber wenn ich mir die Liste der raus gegangenen Klicks in den letzten zwei Tagen ansehe, dann dürfte sich manches Forum und mancher Blog mächtig freuen über den zusätzlichen Traffic. Ich mag jetzt nicht mehr zählen, aber ich hab in den letzten 24 Stunden annähernd 250 Klicks auf die Weinszene verteilt. Nur so viel zum Gedanken des Netzwerkens…

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  • Bernhard

    @Der Captain:

    Na wie gut, dass ich Österreicher bin. Im Übrigen steht zumindest in meinen Postings nirgendwo, dass ich das Geldverdienen ablehne. Nur tue ich das nicht mit dem Schreiben, ergo bin ich zumindest meiner Definition nach (und da bin ich sicher nicht ganz allein) kein Journalist, sondern ein Blogger. Und um die geht es hier, zumindest der Überschrift und den meisten Postings nach in erster Linie.

    BTW: Es macht übrigens auch (und gerade) unabhängig, genug Geld in einem anderen Bereich als dem eigenen Blog zu verdienen, aber wahrscheinlich ist das für einen Nicht-Blogger schwer zu verstehen.

    @Michael Liebert:

    Schon mal daran gedacht, dass es sich bei diesen Clicks primär um den kleinen Kreis der um sich selbst drehenden Blogosphäre (inklusive mich) handeln könnte, und nicht wirklich um jenes weininteressierte und internetaffine Publikum, das den Weinbloggern (so sie das wollen) dauerhaft und nicht nur sensationsgeile neue und zusätzliche Leser bescheren würde?

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  • Der Captain

    @Fiedler: Das sind zwei paar Schuhe. Ich meinte, es gibt eine Ablehnung kommerzieller Interessen, die aus einer rigiden antikapitalistischen Romantik herrührt. So entstand auch der Schnäppchen-Wahn, der Deutschland als einziges Land Europas vollkommen durchwirkt. Aber das würde jetzt zu weit führen..

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  • Bernhard

    @Der Captain: Das mag ja sein, nur hat es mit dieser Diskussion nichts zu tun und führt tatsächlich zu weit. Der unkommerzielle Ansatz von Blogs liegt in der Entstehungsgeschichte des Web (vor allem 2.0) begründet und ist nicht länderspezifisch.

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  • Gerald

    Nun, wenn man den Vergleich mit Tageszeitungen heranziehen darf, sind ja die mit der höchsten Reichweite (und damit wohl auch Anzeigeneinnahmen) in der Praxis nicht unbedingt die, die man landläufig als “Qualitätszeitungen” bezeichnen würde, oder?
    Auf Blogs übertragen: wenn man vor allem auf Qualität der Beiträge setzt, wird man wahrscheinlich nicht ganz vorne bei den Zugriffszahlen liegen …

    Reply
  • Michael Liebert

    @Gerald
    Ergo, sind also die Blogs und Webseiten, die keiner liest die qualitativ hochwertigsten? Und die Weine, die keiner trinken mag, sind dann die besten? Auch für eine “Qualitätszeitung” sind eine entsprechende Leserschaft und eine entsprechende Auflage Grundvoraussetzung. Ob Spiegel, SZ oder FAZ, sie haben alle eine entsprechende Auflage…

    @Bernhard
    Der Artikel wurde in den 50 Stunden, in denen er online ist, genau 570 aufgerufen. In der Zeit hatte ich 318 ausgehende Klicks… Entweder ist der “kleinen Kreis der um sich selbst drehenden Blogosphäre” erheblich größer, wie wir alle meinen oder es hat doch der eine oder andere Besucher genutzt, sich mal in der Szene der Weinschreiber umzusehen. Meinst Du wirklich, ich hab damit der Szene einen Bärendienst erwiesen? (Die Idee auch was über Produzentenblogs zu machen hab ich in der Schublade versenkt und werde damit Euren Wunsch nach Ruhe respektieren…)

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  • Bernhard

    @Michael Liebert: Es ist nicht wirklich einfach, mit jemandem zu diskutieren, der Gegenargumenten und Kritik nicht sachlich entgegnet, sondern diese falsch versteht (oder verstehen will?) und darauf vorwiegend beleidigt und trotzig reagiert.

    Ich zumindest kann die Stelle nicht finden, an der Gerald behauptet hätte, die Zeitungen ohne Leser wären die besten. Ich weiß aber sehr wohl, dass die Bild mehr Leser hat, als die FAZ.

    Ich kann mich auch nicht erinnern, bezüglich Weinblogrankings von einem Bärendienst geschrieben zu haben und einen Wunsch nach Ruhe geäußert zu haben. Wenn ich richtig lese, habe ich lediglich darauf hingewiesen, dass es keine Rankings für eine bessere Weinblogvernetzung braucht.

    Und ich kann auch an der Kritik von Thomas (und mir), dass manchen Blogs ohne jegliche statistische Grundlage ein größerer Leserkreis abgesprochen wird kein Herummaulen und kein beleidigtes Leberwursttum erkennen. Sehrwohl sehe ich aber deine Nicht-Reaktion auf diesen Schwachpunkt des Rankings.

    Eine weitere Diskussion scheint mir auf dieser Ebene wenig sinnvoll. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag.

    Reply
  • Michael Liebert

    Lieber Bernhard,
    ich mag ja das eine oder andere etwas pointiert formuliert haben, aber beleidigt oder gar trotzig? Neeee, das steht absolut nicht dafür…

    Und wie ich gestern erst in einer Antwort auf einen Kommentar von Gerald in meinem Blog geschrieben hab, schätze ich Deine Artikel…
    Und damit beenden wir die Diskussion in Frieden!
    Lieben Gruß und ein spannendes 2011
    Michael

    Reply
  • Gerald

    @Michael
    “Ergo, sind also die Blogs und Webseiten, die keiner liest die qualitativ hochwertigsten? Und die Weine, die keiner trinken mag, sind dann die besten?”
    Das habe ich ja nicht behauptet, sondern nur dass kein direkter Zusammenhang besteht. Und um den Vergleich mit den Weinen zurückzukommen: ein Ranking der Blogs nach Zugriffszahlen ist ungefähr so wie ein Ranking der Weingüter nach produzierter Menge. Das ist aus wirtschaftlicher Sicht bestimmt interessant, für den reinen Weinliebhaber aber eher von eingeschränkter Bedeutung.

    Reply

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