Willkommen im Sommerloch! Die wirklichen Aufreger-Themen in der Weinwelt fehlen in diesem Sommer. Was war das letztes Jahr so spannend mit dem Gault-Millau. Zeit genug also, einmal einen Blick auf die aktuelle Situation der deutschsprachigen Wein-Print-Medien zu werfen. Insbesondere, da ja nun bald das Erscheinen der deutschen “Falstaff” Ausgabe ansteht und gerade auch die aktuellen Zahlen der IVW für das zweite Quartal online einsehbar sind.
Ich gebe es gerne zu, ich bin total gespannt auf die deutsche Ausgabe des “Falstaff”. Ich höre viel davon, meistens nur gerüchteweise, aber es klingt spannend. Selbst wenn ich den “Stille-Post-Filter” einbaue, bleibt eine Sache übrig: Der “Falstaff” will auf dem bundesdeutschen Markt die Nummer eins werden. Wie das gehen wird und soll, weiss ich nicht. Was ich bisher im Magazin an deutschen Beiträgen gesehen habe, war keine wirkliche Offenbarung, sah teilweise nach Zweitverwertung aus oder sprach mich als Zielgruppe nicht an. Das wird sich aber sicherlich ändern. Der Buschfunk meldet, dass der “Falstaff” mit einer Auflage von um die 40.000 Exemplare auf den Markt kommen wird. Das ist ein Wort und eine deutliche Kampfansage an die “VINUM” und die “Weinwelt”. Diese beiden Magazine bewegen sich mal mehr, mal weniger in diesen Auflagensphären.
Wenn man sich die aktuellen IVW-Zahlen dieser beiden Magazine anschaut, kann man schon ziemlich staunen. Da klafft die Schere gewaltig auseinander. Bei der “VINUM” steht über allem ein großes Minus, bei der “Weinwelt” ein Plus. Jetzt bin ich natürlich kein Auflagenzahlenexperte (und ich weiss mittlerweile, wie kompliziert diese Zahlen zu lesen und zu deuten sind), aber es gibt ja Telefone, da kann man dann anrufen und einfach einmal fragen. Die “VINUM” hat beispielsweise im zweiten Quartal ziemlich genau 2.000 (!) Abonnenten verloren und hat jetzt noch 9.654 Abonnenten. Das ist eine Zahl, die mich doch sehr erschrocken hat. Die Erklärung für diese Zahl ist allerdings so einfach, wie logisch. Da wurden die ganzen unbezahlten Abos, die jahrelang in der Statistik mitgezählt wurden, bereinigt, so jedenfalls die telefonische Auskunft des Verlages. Britta Wiegelmann, die Chefredakteurin der “VINUM”, erklärte uns am Telefon folgendes: “Die Zahl, die die IVW bezüglich unserer Abonnenten für das erste Quartal ausgegeben hat, war nicht korrekt. Wir haben ihnen die richtige Zahl zwar mitgeteilt, allerdings wurde diese nicht eingepflegt”. Die korrekte Zahl lautete 9.876 Abonnenten im ersten Quartal. Macht irgendwie Sinn, finde ich. Ansonsten ist man bei dem Verlag sehr zufrieden und positiv gestimmt.
Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die reinen Weinmagazine doch sehr starken Schwankungen unterliegen. Im Gegensatz zu Magazinen wie dem “FEINSCHMECKER”, die mehrere Themen abdecken. Dessen verbreitete Auflage bleibt relativ konstant. Mal sind es 100.000 Exemplare, dann wieder nur 92.000. Konstant ist hier auch die Zahl der Abonnenten, 32.000 “PI mal Daumen”. In dieser Größenordnung bewegen sich allerdings auch ziemlich konstant die Remittenden. Das dürfte die “Rechner” im Verlag weniger erfreuen. Ich kann nicht beurteilen, ob der “FEINSCHMECKER” mit solchen Zahlen zufrieden ist, gelesen wird er in jedem Fall.
Das große Plus der Zahlen bei der “Weinwelt” ist auch nicht wirklich verwunderlich. Betrachtet man sich die IVW-Zahlen zurück bis 2008, so war das im zweiten Quartal immer der Fall. Es hat den Anschein, als ob das zweite Quartal hier immer für Werbezwecke genutzt wird – völlig in Ordnung. Ansonsten bewegt sich das Magazin auch sehr konstant in den Abonnenten-Zahlen zwischen 6.000 und 7.000 .
Und nun? Tja… Grundsätzlich gibt es natürlich einen Trend – und der geht nach unten. Das geht allerdings dem “stern” und dem “SPIEGEL” auch nicht anders. Gleichzeitig gehen die Zugriffszahlen im Online-Bereich nach oben. Ja, ja… die alte Leier!!! Man kann es aber gar nicht oft genug betonen. Wenn ein reines Weinmagazin, egal welcher Couleur, als “Marktführer” maximal knapp 10.000 Abonnenten hat, dann kommen wir mit den Online-Zahlen doch gewaltig nahe, wenn nicht sogar darüber. Natürlich kann man im Web 2.0, außer bei “weinplus”, keine Abos zählen. Man kann allerdings ziemlich genau die Besucherströme analysieren. Einmalige Besucher, wiederkehrende Besucher, Verweildauer und vieles mehr. Wenn ich mir das genauer betrachte und in Relation zu den Wein-Print-Medien setze, dann kann ich nur eines sagen: Wir Onliner haben Euch Printler überholt! Darauf einen Tusch!!!
Allerdings nur einen ganz kleinen… jedenfalls im Moment… Da gibt es dann doch noch gewaltige Unterschiede. Der sicherlich größte Unterschied ist, dass das Thema “Wein” als “Spezialthema” im Print-Bereich Geld verdient. Bei den Onlinern sieht das doch noch reichlich mau aus. “Noch” wohlgemerkt. Auch das wird sich irgendwann sicherlich ändern. Mal abgesehen davon, dass es sich ändern “muss”. Ansonsten werden viele Onliner ihr Engagement kaum noch aufrecht erhalten können. Wie das gehen wird, ist mir persönlich noch nicht ganz klar. Kaum einer ist bereit, im Netz Geld für Inhalte zu bezahlen. Werbung wirkt auf viele abstoßend, freiwilligen Bezahlen wie “Flattr” ist momentan wenig effektiv. Eine tatsächliche Monetarisierung kann zur Zeit nur über Umwege funktionieren. Wirklich gute Inhalte gibt es aber in den seltesten Fällen für umsonst. Welcher Profi-Journalist kann es sich leisten Artikel zu verfassen, um sie zu verschenken? Keiner wahrscheinlich…
Trotzdem, ganz ehrlich, quasi als Schlußsatz… Ich bin fest davon überzeugt, dass Printmagazine irgendwann den gleichen Status haben werden wie Vinyl-Schallplatten. Ein liebenswerter Anachronismus für eine kleine Gruppe von Menschen…
Ich persönlich finde es schade, wenn Print stirbt, auch bei Weinmedien. Ich halte gerne ein gut gemachtes, journalistisch fundiertes Machwerk aus Papier in Händen und schmökere darin. Ist für mich ein ganz anderes Lesen und mit den Inhalten auseinandersetzen als beim – eher flüchtigen – Lesen am Bildschirm, iPad oder was auch immer für einen Reader man verwendet.
Allerdings habe ich um bei den Weinmagazinen zu bleiben, immer mehr den Eindruck von Wiederholungen, Artikeln, die in die Feder diktiert wurden und Mainstream-Themen. Wo sind die Weinentdeckungen und Geheimtipps, zu denen Weinkenner unterwegs zu unbekannteren Winzern waren, um sie zu finden? Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal, wodurch sich die Magazine abheben könnte und das den Kauf es wert machen würden. Dazu noch ein gut ausgebautes Online-Archiv für Abonnenten, alle Artikel als PDF, wenn man schnell was nachlesen will (ich will die ganzen Papierausgaben nicht jahrelang bei mir horten), eine Datenbank über alle bisher verkosteten Weine, die gut durchsuchbar ist. In den Magazinen echte Bezugsangaben und Marktpreise nennen, nicht nur den Importeur oder das Gut und ca-Preise in Form von 1-3 Gläsern oder ähnliches. Wenn mir das Magazin die Recherche von Bezugsquellen im FH, LEH oder bei verschiedenen Online-Händlern abnehmen würde, wäre mir das auch den Kaufpreis des Magazins wert.
So aber wird über Weinreisen geschrieben (sorry, aber wieviel Prozent der Leser machen sowas dann wirklich?), zum x-ten Mal über Bordeaux-Senstationen oder der Petrus angehimmmelt (und wohl kaum ein Leser wird einen der teureren Bordeaux oder einen Petrus im Keller liegen haben können)… Hier wird irgendwie an der Leserschaft vorbeigeschrieben. Oder lesen die Magazine nur gut betuchte Weingenießer, die jeden Betrag hinblättern können?
Erwarte dir beim deutschen Falstaff kein reines Wein-Magazin, das ist er auch in Österreich nicht, das wird eher ein Feinschmecker-ähnliches Blatt.
mmmh, ja Print wird langsam irgendwie … langsam? Was werden wir Anfang August an NEUIGKEITEN aus den monatlichen Printmedien erfahren? Der Zug zum bezahlten onlinecontent dagegen ist lange abgefahren. Und man könnte aus purer Langeweile glatt einen Präzedenzfall stricken und das Sommerloch mit einer Klage gegen einen großen Hamburger Verlag füllen. Dort zB muss man nur meinen Namen eintippen, um wenigstens 12 Artikel angezeigt zu bekommen, die ich irgendwann mal dort publizieren durfe. Gegen Geld versteht sich. Heute ist das Lesen dieser (MEINER) Artikel kostenpflichtig. Ich hingegen habe – wie alle anderen Autoren – keinen Cent für die erneute Veröffentlichung im Netz gesehen. Was lehrt uns das? Die VER.DI hat versagt. Und viele andere auch. Und ich muss jetzt ins Bett. Morgen um elf habe ich einen Termin im Soho House Berlin. Zur Recherche. Für eine Zeitschrift, die mir Geld dafür geboten hat.
Man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ich sehe nicht so sehr den Unterschied zwischen web und print, sondern eher den zwischen gratis und bezahlt. Pay-TV hat auch weniger Zuschauer als RTL. Das Problem wird am Ende sein, dass sich kaum jemand seriösen Journalismus ohne Bezahlung leisten kann. Was bleibt, ist auch im web immer unverhohlenere Reklame als Information geschminkt und fleissige Altruisten, die ihren Lebensunterhalt anderswo verdienen. Ist das die Zukunft des Journalismus?
@Jürgen Mathäß
“Die unverhohlene Reklame als Information geschminkt” ist sicherlich ein Problem, allerdings kein “web-spezifisches”. Das gibts ja auch zur Genüge im Print. Die Altruisten sind sicherlich zur Zeit im web noch in der Überzahl, die Journalisten eher in der Unterzahl. Das liegt logischerweise am fehlenden Bezahl- und Geldverdien-System. Das gilt es zu entwickeln, damit die Zukunft des Journalismus im Netz gesichert ist. Die Frage ist nur wie…
@ Jürgen Mathäß Zukunft Journalismus: Was viele Redakteure heute nebenberuflich machen, machen immer mehr zum Hauptberuf. Sie geben Nachhilfestunden, sind Krisenhelfer, beraten Banken und Versicherungen und leisten sich nebenher noch eine Weinzeitung (siehe unter Meister, Wolfram). Eine Studie vom Medienstandort Zürich. Könnte interessant sein, das einmal bei uns zu untersuchen + in der Weinbranche zu unetsruchen http://bit.ly/aLqkRg
Die Zeit, da auch alle lesenswerten Online-Artikel etwas kosten, wird kommen. Keiner macht auf Dauer etwas, ohne dafür wenigstens eine kleine Anerkennung (meist monetärer Art) zu bekommen…
Wieso überholt? Dann mal Butter bei die Fische lieber Dirk. Wieviele Unique User hast Du im Monat? Ich lese meine Vinum, indem ich sie fünf bis sechs mal zur Hand nehme, darin blättere und einzelne Artikel lese. Das wären vermutlich 7 bis 10 Visits mit je 20 Page Impressions pro Heft, dazu mindestens einmal im Monat ein Blick in drei ältere Exemplare auf der Suche nach irgendwas. Ich bin vermutlich ein normaler Leser. Dazu kommen die Menschen, die im Geschäft oder beim Weinhändler in ein ausliegendes Exemplar schauen. Die muss man auch mitzählen, es zählt bei Dir ja auch derjenige Nutzer mit, der über eine Googel-Suche nach (beispielsweise) ‘des Königs Mühle’ (was immer das sein soll) kommt und gleich wieder geht, weil er sich nicht für Wein interessiert.
Damit kommt eine Vinum auf ein Äquivalent von Pi mal Daumen weit über einer Million Page Impressions (vermutlich näher an zwei Mio). Blogoscoop weist für Dich vermutlich ein vierzigstel aus, oder? Das erinnert mich an das Duell in Monty Python’s Ritter der Kokosnuss. Einigen wir uns auf unentschieden…
@Peter
Da muss ich ja mal kräftig lachen…was hast Du denn für Probleme…
Erstens sprach ich von den Onlinern insgesamt und nicht von einem Einzelnen, zweitens gings um die Abos. Also ganz ruhig Brauner…erstmal Luft holen… Wenn Du alles zum Thema Print./.Online auf meinem Blog richtig liest, wirst auch du sicherlich merken, dass ich einer der wenigen bin, der nicht einfach nur draufhaut. Hast Du es schon gemerkt??? Ich habs eigentlich ja auch deutlich geschrieben: Wiederkehrende Besucher uswuswusw… Ach ja und die “Könisgmühle” ist nicht was auch immer, sondern der Platz an dem ich lebe und arbeite. Das ist auch relativ einfach auf dem Blog zu sehen…wenn man will und kann! Sorry, dass ich da jetzt so draufhaue, aber der Kommentar… na ja…
Ach so… und noch was… So wie man in einer alten VINUM blättert, kann man auch in einem Blog “blättern”.
‘Des Königs Mühle’ bezog sich auf eine Suche, die erst mal nicht sinnvoll erscheint, aber auf die schnelle als Beispiel herhalten musste. Was die Königsmühle angeht, bin ich im Bilde und sowieso völlig ruhig, wenn auch nicht braun. Wie man in einer Vinum blättert, kann man in einem Blog blättern. Das habe ich auch geschrieben, ich meinte lediglich, dass man es bei der Vinum dann auch zählen muss, denn im Blog wird es auch gezählt. Sag mal, hast Du meinen Kommentar überhaupt gelesen? Und ja, nicht mal alle Deutschen Weinblogs zusammen kommen auf 2 Millionen Pageimpressions und auch nicht auf 10.000 unterschiedliche RSS-Feed-Abonennten. Daher habe ich, ohne jede Unhöflichkeit aber mit der Aufforderung ‘Butter bei die Fische’, gefragt, welche Zahl Du zum Anlass nimmst, von überholen zu sprechen. Von draufhauen hast nur Du gesprochen, dass habe ich Dir mit keiner Silbe vorgeworfen.
Ganz freundliche Grüße und in der Hoffnung, diesmal Deinen Beissreflex nicht ausgelöst zu haben…
@Peter
Ich war vorhin in der Tat etwas in Wallung…
Also, dann nochmal ganz ruhig
Page Impressions interessieren gar nicht. Erstens kann man die ganz leicht selbst generieren (das wird ja dann auch schön von Blogoscoop gezählt… ups…) und damit fehlt ihnen zweitens die Aussagekraft. Wenn wir die Zahl der Abonennten überhaupt mit etwas vergleichen können, dann mit eindeutigen Besuchern. Es sei denn, wie bei “weinplus”, wenn es Abos gibt. “Weinplus” alleine würde übrigens schon dicke langen um Deine PI Rechnung zu sprengen. Ich gehe mal davon aus, dass es momentan im deutschsprachigen Web eine Zahl von ungefähr 20.000 Menschen gibt, die als Leser von Weinthemen in Frage kommen. Alleine an dieser lächerlichen Zahl sieht man schon einmal wie unwichtig wir alle sind…aber das nur nebenbei. Nehmen wir mal an, es sind diese 20.000, dann dürften die RELATIV deckungsgleich sein mit der Zielgruppe, die auch von Wein-Print-Medien angesprochen wird. Fakt ist, dass diese Zielgruppe ihre Abos immer häufiger kündigt, oder wie auch immer los wird. Das belegen die IVW Zahlen eindeutig. Wenn, wie beispielsweise letzte Woche geschehen, ein online Beitrag vom geschätzten CaptainCork 100.000 mal gelesen wird, wird es noch dunkler. Wenn ich hier im Monat um die 30.000 Besucher habe (mal mehr, mal weniger), wovon ein sehr hoher Anteil immer wiederkehrende Besucher sind, und es andere Weinblogs gibt, die ebenfalls in dieser Kategorie besucht werden, dann denke ich, kann man schon sagen, dass WIR (die Gesamtheit) die Printler ein- und überholt haben (Oh Gott was für ein Satz!!!). Für uns hier, sind diese Zahlen nicht so wichtig, da wir keine Werbung verkaufen. Unwichtig sind sie natürlich auch nicht. Schließlich will man ja wissen, ob man gelesen wird oder eben nicht. Übrigens sind mir alle diese Menschen die immer sagen, dass es ihnen völlig egal sei, wieviele Besucher oder was auch immer sie haben, sehr suspekt. Man bloggt, weil man sich mitteilen möchte. Und wer sich mitteilen möchte, will auch gehört werden. Oder zumindest wissen, dass er gehört wird. Ansonsten könnte er ja auch schweigen. Übrigens werden wir, sobald der Blogumbau abgeschlossen ist in diesem Kontext eine Sache entscheidend verändern. Kein Blogoscoop mehr und wie das alles heißt, sondern ein öffentlicher Zugang zu unserem Google Analytics. Einfach wegen der Transparenz und um diverse Diskussionen zu vermeiden.
Das war jetzt doch alles ohne Beissreflex, oder
Nu kommt natürlich mein Beissreflex
Du hast also 30.000 Besucher, die um einen Beitrag lesen zu können, mindestens 2 Pageimpressions auslösen müssen, da Dein Layout dies verlangt. Da man keine Kommentar-Benachrichtigungen abonnieren kann, habe ich zum Beispiel hier heute mindestens 20 Impressions ausgelöst. Blogoscoop misst für Dich aber nicht 60 oder 80 Tausend Impressions, sondern maximal die hälfte. Elflein behauptet, Capt. Kork behauptet, Niko meldet sich bei Blogoscoop ab und alle die sich wirklich messen lassen, kommen mit ganz kleinen Zahlen. Es sind keine 20.000 Weininteressierte im Web, es sind vielleicht 2000. Denn anders als bei Weinwelt, Weinwirtschaft, Vinum, Fine usw. abonniert niemand alle Zeitschriften, die Blogger als kleine Szene lesen aber wohl durchaus alle alles. Ich bin gespannt auf deine Google Analytics Zahlen, sage aber auch da eines vorweg. Fast alle Weininteressierten surfen von zuhause, vom Arbeitsplatz und 20% sogar noch vom iPhone. Google zählt die alle als Uniques. Wenn Du 10.000 regelmäßige Leser hast, entspräche das vermutlich 22.000 Google-Uniques. Ich bin gespannt.
und P.S. Lass Wein plus weg. Das ist kein Blog. Es gibt in den Foren reichlich Teilnehmer, die bestätigen, dass sie ein W+ Abo haben, bei den Weinfreaks oder taw mitdiskutieren, aber keine Lust auf/keine Zeit für Blogs haben. Und wenn Du mir dann sagst, Du hättest ja auch ‘wir onliner’ geschrieben, dann antworte ich, die Vinum-Leute sind auch onliner, lass uns über Blogger reden.
@Peter
Cork behauptet nicht, er zählt! Und Nikos Gründe sich bei Blogoscoop abzumelden kenne ich. Du auch? Ich kenne ja nicht mal Dich..@Peter… SUPER…und weiter… Du bist es doch, der Behauptungen aufstellt. Wir wollen ja aber nicht kleinkariert diskutieren, sondern uns einer großen und wirklichen Lösung nähern.
Wie kommst Du darauf, dass es im web nur 2.000 Menschen gibt, die sich für das Thema Wein interessieren. Es gibt vieleeicht nur 2.000 oder noch viel weniger Weinfreaks, das mag sein, wobei, wenn ich mir anschaue wieviele Mitglieder manche Weinforen haben, sind es doch wohl mehr. Es gibt diverse Menschen, die sich ganz genau mit der potenziellen Zielgruppe und deren Größe auseinandergesetzt haben, diese sogar untersúcht haben. Da geht es nämlich darum, irgendwann einmal Geld zu verdienen. Was meinst Du denn mit “wirklich messen lassen”??? Wenn Werner Elflein sagt, er hat soundsoviele Besucher, dann glaube ich ihm das. Erstens weil ich ihn kenne und zweitens weil es für ihn nun mal gar keinen Grund gäbe Blödsinn zu erzählen. Außer vielleicht übertriebene Eitelkeit. Die hat er nur manchmal… gell Werner
Ich gehöre zu denjenigen, die seit langer Zeit sagen, es müßte, wenn schon, eine einheitliche Zählweise her. Wie bereits erwähnt, ich verkaufe keine Werbung auf meinem Blog, insofern könnte es mir egal sein. Ist es aber nicht. Hier geht es nämlich nicht um einen Einzelnen, sondern um die Gesamtheit der Blogger. Wir bräuchten auch so etwas wie die IVW. Darüber rede ich seit langem mit den mir bekannten Bloggern und Seitenbetreibern. Das ist leider nicht so einfach, denn dann müßte ja jeder die Hosen runterlassen. Das es da einige gib, die das nicht wollen, ist klar. Diese Szene ist nämlich keinesfalls (leider) homogen.
Das niemand alle Zeitschriften abonniert oder liest, mag ja Deinem Leseverhalten entsprechen. Das ist wohl kaum auf die Allgemeinheit übertragbar. Gerade beim Thema Wein ist es eben genauso, das ganz viele alles lesen. Es ist ja auch nicht so viel… Ich weiss nicht, was Dich dazu bringt zu glauben, das nur die “kleine Szene” der Blogger alles liest. Das ist Quatsch.
@Peter
Nein, Einspruch! Warum sollten wir nur über Blogger reden. Wir reden von Online und Print… und da gehört W+ nun einmal, quasi als einer der Vorreiter, dazu. Nebenbei: Ich bekomme einen Haufen Traffic von zwei dieser von Dir genannten Foren. Die wenigen die da überhaupt noch mitdiskutieren und explizit sagen, sie würden keine Blogs konsumieren, sind, so leid mir das für Deine Argumentation tut, nicht aussagekräftig. Im Übrigen hat die VINUM auch einen Blog…
@Peter
Und noch etwas ganz Grundsätzliches. Warum benutzt Du hier eigentlich den Namen Peter, wo Du doch ganz anders heißt. Was sollen denn so merkwürdige anonyme Spielchen.