Es gibt, gerade in den USA, ein Thema, dass extrem wichtig ist. “The carbon footprint”, ganz frei übersetzt die CO2 Bilanz. Versendet man Weine rund um die Welt, ist das natürlich ökologisch wenig sinnvoll. Wie es auch anders geht, zeigt jetzt ein bekanntes bordelaiser Weingut. Per Segelschiff…
Am 21.Juli sticht die “Bessie Ellen” in See. Von Bordeaux aus segelt das über einhundert Jahre alte Schiff nach Montreal. An Bord befinden sich 20.000 Flaschen Wein. Unter anderem von dem Weingut Smith-Haut-Lafitte. Klingt spannend und irgendwie auch sinnvoll. Selbst wenn das Ganze nur ein Marketing Scherz sein sollte, ist es trotzdem gut. Die CO2 Bilanz dürfte annähernd unschlagbar sein. Teurer als per Container auf dem üblichen Weg ist es natürlich auch. Bei den aktuellen Bordeaux Preisen spielt das aber wohl keine Rolle mehr…
Dem Wein wird es sicher nicht schaden. Im Gegenteil. Früher, so erzählt man sich, hat man gerne mal die Fässer über den Kanal geschippert, um den Wein beim Reifen zu unterstützen. Man darf gespannt sein, ob dieses Experiment Schule macht und wir künftig öfter mal Segelschiffe sehen…
Das Ganze gelesen heute im “Decanter”
Generell sind in New York zum Beispiel Europaeische Weine, die mit einem normalen Frachter rueberkommen gekommen sind im Vorteil gegenueber Amerikanischen Weinen, die per LKW transportiert worden sind, was den carbon footprint betrifft.