Wie bereits angekündigt, war es gestern soweit. Wir hatten dank der WOSA (Wines of South-Africa) die Gelegenheit knapp 40 Sauvignon Blanc aus dem Jahrgang 2009 aus Südafrika zu verkosten. Die Probe war erstaunlich und sehr aufschlußreich.
Eines vorweg: Alle Weine haben sich auf einem guten Niveau bewegt. Ob der Jahrgang 2009 jetzt tatsächlich der “Überflieger” Jahrgang in Südafrika ist, wagen wir momentan final nicht zu beurteilen. Dazu müssen wir erst noch die anderen Weine, insbesondere die Rotweine, verkosten. Fakt ist aber, dass die Sauvignon Blancs sich in der Mehrzahl sehr frisch und gut ausbalanciert gezeigt haben und in den meisten Fällen das Preis-Leistungs-Verhältnis ganz hervorragend war. Um ein wenig Ordnung und natürlich auch eine (subjektive) Wertung in die ganze Angelegenheit zu bringen, werden wir nachfolgend einige der Weine beschreiben und in Kategorien einordnen:
Kategorie 1 – unbedingt kaufen und mit viel Spaß trinken
2009 De Grendel Sauvignon Blanc, Durbanville
Ein Paradebeispiel eines typischen Sauvignon Blancs. Expressive grüne Beerenaromen, ein Hauch von Brennesel und frisch gemähter Wiese. Genialer Stoff und eine echte Entdeckung für uns. Bezug über Witt Weinimport
2009 De Grendel Koetshuis, Durbanville
Viel Paprika und eine schier unendliche Mineralität. Ziemlich dicker Stoff, versteckt unter einem eher puristischen Gewand. Bezugsquelle folgt demnächst
2009 Porcupine Ridge, Western Cape
Rauchig, beerig, mineralisch, knackig, genial. Fertig! Bezug über Hawesko
2009 Havanna Hills, Philadelphia
“Urlaub für die Nase”, riecht nach Sonne und Frühling, frischen Gräsern und Spargel. Mehr Trinkspaß geht kaum noch! Bezug über Heinz Hein Weine
2009 Fleur du Kap – unfiltered, Coastal Region
Ein kleines “Rauchbömbchen” mit enormer Länge und einer perfekten Balance von Frucht und Säure. Bezugsquellen über Segnitz Weinimport
Kategorie 2 – die Preis-Leistungs-Hämmer
2009 Stella Organics, Olifants River
Die Ausgeburt an Kalk und Mineralität, ein Hauch von feuchter Erde nach einem warmen Sommerregen, unglaublich viel Spiel und Dynamik. Hier handelt es sich, wie der Name schon sagt, um einen “Öko-Wein” mitsamt dem Fair Trade Logo drauf. Bezugsquellen über Peter Riegel Weinimporte
2009 Ruyter´s Bin KWV, Western Cape
Ein Hauch von Kräutern und Limette, einfach aufmachen und mit viel Spaß trinken. Bezugsquellen über Eggers Sohn GmbH
2009 Nederburg Foundation, Western Cape
Ein kleines Stachelbeertöpfchen das ziemlich kräftig daher kommt. Ein eher maskuliner Wein, der viel Spaß bereitet. Bezugsquellen über Mack & Schühle
Teil 2 der Verkostung folgt demnächst. Hier aber noch eine spannende Anmerkung. Fast alle Weine hatten einen Schraubverschluß. Der erste Wein in der Probe, der einen Naturkorken hatte, war auch sofort korkig…
Pöser, Pöser Kork! Mit läuft beim Lesen der Notizen das Wasser im Mund zusammen, es wird Zeit das man auch die gemähten Wiesen endlich sieht…
Da schließ ich mich gleich an, das Wasser läuft mir im Mund zusammen. Südafrika ist stark im kommen, und dieser Artikel ist ein weiterer Beweis dafür. Werd mir mal wieder einige Flaschen in den Weinkeller legen.