…fand ich ein großes Paket. Der Inhalt: Zwei Ausgaben eines Magazins, eine Schürze und ein Begleitschreiben. Ich bin erstaunt, verwirrt und neugierig. Das Magazin heißt “Effilee” und das sehr freundlich gehaltene Begleitschreiben fragt mich: “Kennen Sie schon Effilee?”
“Nein, “Effilee” kenne ich nicht”, schießt es mir sofort durch den Kopf. Warum auch, ich lese kaum Magazine aus diesem Bereich. Nicht das ich was gegen derartige Publikationen hätte, mir fehlt einfach nur die Zeit. Außerdem muss ich zugeben, dass ich schnell gelangweilt bin, weil meistens nicht so viele – für mich – interessante und neue Dinge in solchen Magazinen stehen. Ich bin ein bekennender “Badewannenleser”. Es gibt wenig schöneres, als nach einem langen Arbeitstag in der Badewanne zu liegen und alte “Spirou und Fantasio” und “Gaston” Comics zu lesen. Das ist mein “Leserefugium”, darauf freue ich mich den ganzen Tag.
Aber zurück zum Thema. Wenn der Verlag sich schon die Mühe macht, mir ein Päckchen zu schicken, dann mache ich mir auch die Mühe mir alles näher zu betrachten. Ehrlich gesagt fällt mir das nicht leicht. Mein Blick schweift immer wieder auf die mitgeschickte Schürze. Grundsätzlich freue ich mich ja über Schürzen, die ich geschenkt bekomme. Als passionierter Griller kann ich die immer gut gebrauchen. Diese Schürze werde ich allerdings nicht behalten. Ich werde sie verschenken. Vielleicht an den Hausmeister Karl Keule, damit er beim nächsten Grillkontest eine “bella figura” macht. Behalten kann ich sie jedenfalls nicht, sonst leidet die Objektivität…
Ich schweife ab, wie immer… Also, zweiter Anlauf. Die Anmutung gefällt mir. Das Design des Magazins trifft ziemlich genau meinen Geschmack. Die Fotos sind fantastisch und lassen erkennen, dass hier Profis am Werk sind. Die Themen gefallen mir auch. Ich wundere mich über mich selbst. Die meisten Texte heben sich wohltuend von dem üblichen “Gourmet- und Weingebrabbel” ab. Selten habe ich eine so packende Weinverkostung gelesen wie die über einen Pfälzer Riesling aus dem Jahr 1998. Ich habe das Gefühl, dass hier tatsächlich der Genuß und der Spaß im Vordergrund stehen. Nicht die übliche sakrale und besserwisserische Predigt. Ganz im Gegenteil. Die Beschreibung des Weines rutscht in den Hintergrund und ich nehme Anteil an der Gefühlswelt und den Erlebnissen des Autors. So macht das Spaß.
Überhaupt macht das ganze Heft Spaß. Jedenfalls auf den ersten Blick. Ich werde mir es heute Abend noch genauer betrachten. Eine Geschichte fiel mir direkt ins Auge: “Wilfrieds Wild – Eine Geschichte über Wilfried, den Landmaschinenschlosser, der nach der Arbeitslosigkeit das Jagen und Wursten lernte”. Mein Vater hieß “Wilfried” und der mochte überhaupt kein Wild. Das muss ich einfach lesen. Ich habe das Magazin schon einmal an die Badewanne gelegt.
Die twittern auch unter @effilee, lg Don
Kenne das Magazin, da Bernd von @gutsweine es mir mal mitgeschickt hatte…
Tolles Layout, frische Autoren und so gar nicht spießig, wie der mich mittlerweile langweilende “Feinschmecker”!
Sorry Madelaine…
LG
Der Direttore
Kann dem Direttore nur beipflichten. Die gängigen Magazine dienen nur noch für Tipps an Restaurants oder ähnlichem. Effilee macht richtig Spaß zu lesen. Vorallem liebe ich den schnellen Teller.
Hallo zusammen!
Kann meinen Vorrednern nur beipflichten! Und der Feinschmecker langweilt mich auch von Ausgabe zu Ausgabe mehr…
grüße jens
Das Mag ist klasse, bin seit drei Ausgaben Stammleser!
und da ist sie wieder: Die Socialmedia bzw. Crossmarketing
Sieht aber gut aus dieses Magazin.