Was soll ich sagen… dem geneigten Blogleser ist ja bekannt woher der Würtz kommt. Aus der Pfalz, genauer gesagt aus der Vorderpfalz, ganz genau aus Ludwigshafen am Rhein und am allergenauesten: er ist in Friesenheim geboren und dann irgendwann nach Oggersheim gezogen.
Klingt bekannt? Logisch! Genau das ist die Vita – jedenfalls räumlich – von Helmut Kohl. Ich kann noch einen draufsetzen: ich war sogar in der gleichen Schule. Alle weiteren Deckungsgleichheiten erspare ich mir jetzt an dieser Stelle. Warum ich das hier schreibe? Ganz einfach. Heute Abend strahlt das ZDF das Geschichtsdrama “Der Mann aus der Pfalz” aus. Grund genug für Dr. Motz und den Blogggwart eine kleine Recherchetour nach Ludwigshafen zu unternehmen. Wir hatten da einen Tipp für eine wirklich gute Geschichte. Angeblich sei das Grab von Hannelore Kohl in einem erbärmlichen Zustand. Das wäre natürlich eine Geschichte gewesen. Und was für eine. Boulevard zwar, aber gut! War es aber nicht. Im Gegenteil, es ist sogar sehr gut gepflegt, wovon sich anhand des Fotos das ich nicht veröffentlichen darf, jeder überzeugen könnte. Eigentlich hätten wir gleich wieder gehen können, wenn uns nicht schlagartig die Dimension dieses Ortes bewußt geworden wäre. Irgendwann einmal, wird man an diesem Grab nicht mehr einfach so stehen können. Nämlich dann, wenn Helmut Kohl ebenfalls darin begraben wird (Ich wünsche ihm natürlich noch ein langes Leben!!!). Spätestens dann wird das eine Wallfahrtsstätte, eine Art “politisches Graceland”. Man kann ja zu Helmut Kohl stehen wie man will. Mein Dr. Motz ist ein Riesenfan des “Einheitskanzlers”, ich war es nie. Ohne Zweifel handelt es sich bei Kohl allerdings um einen der wichtigsten, wenn nicht sogar den wichtigsten, Politiker der Bundesrepublik. Das werden die allermeisten allerdings erst realisieren, wenn er einmal nicht mehr ist…
Da wir dann schon einmal in “Kanzlerhafen” waren, haben wir die Zeit genutzt und ich habe unserem Dr. Motz mal einen kleinen kohlschen Einführungskurs gegeben. Geburtshaus (100 Meter neben dem des Blogggwarts), Schule (die des Blogggwarts), Wohnhaus (300 Meter neben dem ehemaligen des Blogggwarts) und so weiter und so fort. Vom Wohnhaus und der angrenzenden Polizeistation haben wir übrigens schöne Bilder gemacht. Die dürfen wir aber auch nicht zeigen. Das meinte jedenfalls einer der freundlichen Beamten, die uns überprüft haben…
alles geheim. sonst findet nochjemand oggersheim. wusstest du nicht, dass vond emort keine fotos existieren dürfen? ist es der CIA? Oder doch “nur” der BND? Müssen wir jetzt alle in Angst leben? Immerhin ist das Grab gepflegt. Aber kann man das glauben?
Seit wann schreibt man Blogggwadd mit “r”?
“Birne”, wie unser Alt-Bundeskanzler mehr oder weniger liebevoll genannt wird, ist wahrlich ein Schwergewicht – für Deutschland vor allem ein politisch-historisches. Ohne ihn sähe unsere Republik heute ganz anders aus und gäb’s auch im individuellen, persönlichen Umfeld eines jeden von uns Vieles nicht, was heute ist. Ihm gebührt, gleich, ob man sich nun zu seinen Freunden zählt oder nicht, Ehre. Umso beruhigender, dass die Mär vom verwahrlosten Grab Hannelores auch (unnötige) Mär bleibt. Ohne Hannelore wäre Helmut nicht unser “Einheitskanzler” geworden; und Hannelores Los war schon zu Lebzeiten tragisch genug. Eine wertschätzende Behandlung posthum hat sie mehr als verdient.
dafür hat der deidesheimer hof seit kohls tagen schwer nachgelassen, guten service gab es dort indes wohl sowieso noch nie.
sehr empfehlenswert dagegen ist das nur noch antiquarisch zu habende standardwerk von eckhard henscheid, “helmut kohl, biographie einer jugend”, zb hier http://www.abebooks.de/9783251000616/Helmut-Kohl-Biographie-Jugend-Henscheid-3251000616/plp – für lachhafte 68 cent + porto.