Liebe Gastronomen…

hier in Deutschland. Euch geht es doch gerade nicht sooo gut… Weniger Gäste, rückläufige Zahlen, die Krise ist ja wohl allgegenwärtig.Das dieses Problem nicht nur der gegenwärtigen Situation geschuldet ist, ist allerdings auch irgendwie klar. Über viele Jahre hinweg hat sich die “Spitzengastronomie” in derartige Höhen geschossen, dass sie kaum noch sichtbar war. Völlig abgedrehte Gerichte (Nein, ich mag keine Molekularküche) zu aberwitzigen Preisen. Sowas hält nicht lange. Ich erinnere mich noch gut an ein Menü in einem solchen Restaurant. Ich habe von der Vorspeise ab nicht wirklich verstanden was ich esse und wie ich es essen soll… Wahrscheinlich lag es an mir! Wie auch immer. Ich habe gerade erlebt, wie Spitzengastronomie auch sein kann. Und zwar hier. Das “Jean Georges” hat DREI(!) Michelin Sterne und bietet ein Mittagsmenü für ganze 26 Dollar an. Kein Scherz! Und das Tollste ist, das ist nicht so ein lieblos zusammengekochtes Ding aus der Bankettküche. Nein, man sitzt im Restaurant und hat die Auswahl aus knapp 20 einzelnen Gängen. Die Weine dazu kann man sich von der regulären Restaurantkarte aussuchen, die ebenfalls sensationel ist. Der Laden war logischerweise rappelvoll. Liebe deutsche Gastronomen, macht doch sowas auch mal…

3 Kommentare »

  1. hans September 19, 2009 10:59

    ich bin selten in new york, aber wenn hier um die ecke in dortmund sowas mal aufmacht, wär ich jeden tag da (für 26 dollar allemal!) smile
    10 einzelne gänge würde mir schon vollkommen ausreichen!
    wirklich!
    träum
    prost hans

  2. W.Diel September 20, 2009 15:35

    Liewer Wärtz, ich war voriges Jahr in New York. Und ich war mit meinen beiden Frauen bei Thomas Keller, nur Steinwurf weit weg von “Jean Georges” zum Dinner. Und soll ich Dir mal genau vom Gegenteil berichten?
    1.000 $ für ein Abendessen, das durchaus respektabel war, aber von deutscher ***Küche meilenweit entfernt. Nix mit einem gemütlichen Lemmerabend, sondern getaktet, minutiös geplant und exakt für die x-te Belegung dieses Tisches an diesem Tag ausgelegt. “do you like a coffee? No, thank´s” und bums kam die Rechnung. Vielleicht war ich ja bei den falschen drei Sternen.
    Gruss Wolfgang Diel

  3. Friedrich Bolle September 21, 2009 06:18

    Warum so lange über den Atlantik rudern……

    Im Taunus und in Nantes gibt es doch schon lange ein Krisenmenu:

    http://www.news.at/articles/0902/622/230258/delikatessendaemmerung-frankreich-fast-food-diskont-menues-erfolgskurs

    @W. Diel

    Im per se kann man auch ein Menu für 125 US-Dollar genießen.

    Und was die Taktung betrifft, die gibt es leider auch in den US bei den O-Sterne Restaurants :-)

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