Und zwar schon immer, seit ich 16 Jahre alt bin. Mein Uropa war schon in der SPD und mein Opa ist sogar für die Partei gestorben – das hat jedenfalls meine Oma immer gesagt. Ich war auch mal richtig aktiv und wollte eigentlich Politiker werden. Warum ich das alles sage? Es kamen so viele Mails seit meiner letzten “Meldung des Tages”. Natürlich bekommen nur Parteimitglieder Post von Münte, das ist doch klar. Aber liebe Leute, was heißt das denn… Ich bin das, was man lndläufig einen “Generationssozi” nennt. Alle meine Vorfahren waren in der Partei, meine politische Willensbildung im zarten Alter von 15 Jahren war relativ leicht vorhersehbar. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich diese Partei auch nach wie vor wähle. Ich habe mittlerweile genug politischen Verstand und Abstand um frei zu entscheiden, was und wen ich wähle. Daraus mache ich noch nicht einmal ein Geheimnis. Ich werde Euch allen mitteilen, wen ich im September gewählt habe. Im Moment weiss ich noch nicht wer das sein wird. Ich sage auch ganz ehrlich, das mich die Aussicht auf rot-rot nicht wirklich begeistert (glücklicherweise ist die auch eher unwahrscheinlich). Ich bin noch offen für alle guten Argumente, wenn es denn welche gibt…
Über mir kreisen die Geister meiner Vorfahren, das ist ja sicherlich klar. Aber ich bin ja mittlerweile 40 Jahre alt und nicht mehr ganz so ängstlich!
Würtz,
mein Opa und dessen Vater waren in der NSDAP und in der Waffen SS.Da müßte ich laut deinem Rükschluss ein “Generationsnazi” sein?!
Bin ich aber nicht. Mein Vater hat durch seine Zugehörogkeit zu der SPD diese Tradition schon gebrochen und ich mit meiner Mitgliedschaft bei den Freien Demokraten noch eins obendrauf gesetzt!
Ich denke auch im Jugendalter kann und darf man sich ohne Einfluss der Eltern(vor allem, wer will das denn in der Jugend??) Gedanken machen, welche politische Richtung man für erstrebenswert hält.
Zu Wahlen grundsätzlich ein Kommentar des Direttore aus seinem Blog;
die “vorgestrigen Wahlen”, bzw. die niedrige Wahlbeteiligung in zwei, der drei Bundesländer, haben erneut gezeigt, wie wichtig es ist unser demokratisches Wahlrecht auszüben. Mit Politikverdrossenheit und Desinterresse ebnen wir ausschließlich den Weg für Wahlerfolge für die rechte NPD und ihr, meiner Meinung nach, linkes Pendant die Linke.
Doch ist es ausschließlich immer nur Politikverdrossenheit die es verhindert, dass Menschen den Gang zur Urne verweigern?
Ich denke nicht! Man muss sich doch nur einmal die Strukturen in der heutigen Gesellschaft näher anschauen. Es wird sehr schnell konsumiert, wenig hinterfragt. Informationen müßen sofort angeboten werden (Twitter, Facebook), ihre Wertigkeiten spielen aber keine große Rolle. Das “Normale” reizt nicht mehr, deswegen wird vor allem im Medienbereich Fernsehlandschaft immer mehr auf extremere Perversionen gesetzt, um den Plebs bei Laune zu halten. Es fehlt ganz einfach die Weitsichtigkeit!
Politik wird als etwas wahrgenommen, dass irgendwo in Berlin gemacht wird und gegen das man machtlos ist. Sowieso ist die Menschengattung Politiker korrupt und will vor allem eins für Deutschland und den Steuerzahler; Das Schlechteste!
Durch diese pauschale Meinung schafft man sich die Legitimation nicht wählen zu gehen und wenn, ja dann eben nur das extrem Perverse! Rechte Schaumschläger oder linke Enteignungswahnsinnige mit Parolen, wie “Reichtum für alle”, der dann aber wiederum voll besteuert werden soll. Gebt es den Schäfchen, nehmt es den Schäfchen wieder!
Die Einfachheit des Anspruchs, ist das eigentliche Debakel der Politiklandschaft. Wie soll ein enagierter Politiker den seine Neuerungsvorschläge, die ein Land mit 80 Millionen Einwohnern treffen, in 4 Bildzeitungssätzen erklären? Wer ließt sich denn noch Parteiprogramme durch vor den Wahlen, anstatt schon vorher zu wissen für was alles Schlechtes die Parteien stehen? Ist den Menschen eigentlich bewußt, welch hohes Gut das Wahlrecht, auch in Hinsicht unserer jüngeren deutschen Geschichte spielt?
Politiker sind heute gezwungen sich mit Parolen voneinander abzuheben, weil für mehr hat in unserer schnelllebigen Gesellschaft keiner mehr Zeit! Politik wird nicht mehr als Möglichkeit verstanden, sondern dämonisiert!
Ich möchte betonen, dass ich absolut nicht die schwarzen Schaafe unter den Politikern verteidigen möchte. Korruption, Fehlentscheidung und Geldverschwendungen tauchen gerade in diesem Bereich vermehrt auf, keine Frage, aber ist das in der Wirtschaft anders? Haben sie in der Gegend nicht irgendwo einen mittelständischen Betrieb, der genau so eine Vetternwirtschaft betreibt? Politiker entspringen eben auch unserer Mitte und es gilt die Guten hervorzuheben und die Schlechten ducrh Abwahl zu bestrafen!
Mir geht es letztendlich darum, dass man die Nichtwähler in zwei Gruppen aufteilen sollte. Die Politikverdrossenen, die seit Jahrzehnten von den Machthabern enttäuscht worden sind und höchstens noch zum Proteswählen tendieren. Diese Gruppe sehe ich als verloren an, aber ohne dies zu werten. Die Menschen werden schon ihre Gründe haben.
Die zweite Gruppe aber gilt es noch zu retten! Die Politikdesinteressierten. Dieser Gruppe muss man durch Aufklärung beweisen, wie wichtig die Wahrnehmung ihres demokratischen Wahlrechts eben ist! Dass die Entscheidungen aus Berlin ihr Leben alltäglich beeinflussen! Das Politik etwas ist, dass ihre Zukunft entscheidend steuern wird! Dass sie auch selber aktiv am politischen Leben teilnehmen können, indem sie sich zum Beispiel vor Ort engagieren!
Deshalb das Appell vom Direttore; Gehen Sie am 27.09.2009 zum wählen und entscheiden Sie ihre Zukunft mit!
@dirk würtz
solange es menschen, wie albrecht müller gibt,
der mit seiner internetseite ‘nachdenkseiten’
als immer noch spd mitglied mehr als
“genug politischen Verstand ” verbreitet,
hab ich die hoffnung auf vernunft innerhalb
dieser immer kleiner werdenden politischen
gruppierung noch nicht ganz verloren.
(ob sie dadurch für mich wählbar wird, sag ich nicht…!
aber wählen geh ich schon noch ….)
prost hans
(übrigens glaub ich, dass die geister deiner
vorfahren sich vor w.clement oder den russischen gasminister schröder
gegraust hätten)
Wie willst du Schwarz-Gelb verhindern, wenn du nicht gleichzeitig Nein zu Rot-Rot sagst? Wobei es da natürlich noch die Variante Rot-Rot-Grün gibt. Allerdings müsste man die SPD aufgrund ihres neoliberalen Anstrichs eigentlich nicht mehr Rot nennen, sondern Gelb/Rot-gestreift, mit deutlich mehr Farbanteilen von Gelb, als von Rot.