Gault Millau – letzter Akt…

Der Christian Verlag hat heute ein offizielle Erklärung zum gestrigen Rücktritt Armin Diels verschickt. Ich nehme mal an, oder hoffe jedenfalls, dass dies dann jetzt der vorerst letzte Akt in dieser Geschichte war. Für diejenigen, die es interessiert, nachfolgend die Erklärung im Wortlaut:


Der GAULT MILLAU WeinGuide war und bleibt unbestechlich

Nachdem aus der Kritik einiger Winzer an einer einzelnen Marketingaktion des Christian Verlags eine medial viel beachtete Kampagne gegen den GAULT MILLAU WeinGuide geworden war, hat Armin Diel am 9. Juli 2009 seinen sofortigen Rücktritt von beiden Funktionen erklärt. Diel, seit 1993 Chefredakteur und Herausgeber des GAULT MILLAU WeinGuide, sah sich zunehmend persönlichen Angriffen ausgesetzt. So begründet er seinen Schritt damit, dass es an der Zeit sei, »Schaden von meiner Familie, meinem Weingut, dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter VDP und nicht zuletzt vom GAULT MILLAU WeinGuide abzuwenden«.

Tage zuvor war in den Medien lanciert worden, dass der GAULT MILLAU WeinGuide künftig für die Bewertung und Aufnahme von Weingütern Geld verlangt. Dieser Vorwurf ist völlig haltlos: die Aufnahme und Bewertung im GAULT MILLAU WeinGuide sind nicht käuflich.

Clemens Hahn, Programmleiter GAULT MILLAU im Christian Verlag, gab bereits ein offizielles Statement ab: »Die Aufnahme von Weingütern und de-ren Bewertung im GAULT MILLAU WeinGuide ist völlig unabhängig von der Buchung eines von uns offerierten, kostenpflichtigen Marketingpakets. Die Redaktion des GAULT MILLAU WeinGuide ist gänzlich frei in der Auswahl und Bewertung der Weingüter und der vorgestellten Weine. Und selbstver-ständlich ist es auch weiterhin so, dass für die Verkostung der Weine und deren Veröffentlichung im WeinGuide kein wie auch immer gearteter Beitrag zu entrichten ist! Es ist sogar sichergestellt, dass die Redaktion garantiert nicht erfährt, welcher Betrieb das Marketingpaket bestellt hat und welcher nicht«.

Die saubere Trennung von Redaktion auf der einen Seite und Vertriebs- und Anzeigengeschäft auf der anderen gehören für den Christian Verlag zu den Grundlagen journalistischer und verlegerischer Prinzipien.

Alle im GAULT MILLAU WeinGuide vertretenen Weinbaubetriebe haben Hahns Statement erhalten. Wenn in einigen Medienberichten nun noch im-mer von einem »Zwangsbeitrag« die Rede ist oder davon, Winzer könnten sich einen Eintrag im GAULT MILLAU WeinGuide erkaufen, entbehrt dies jeder Grundlage.

München, 10. Juli 2009

1 Kommentar »

  1. der Ultes Juli 10, 2009 18:05

    Wer zahlt die Rechnung?…

    …die rund ein Dutzend deutscher Weingüter ins Leben gerufen haben, dreht sich um die Bitte des Christian Verlag als Herausgeber des Gault Millau, sich als Weingut mittels eines “freiwilligen Beitrags” von 195,- € “fü…

comments

Please be polite and on topic. Your e-mail will never be published.