von Dr. Motz
Da war er also wieder, der klassische Wessi. Kaum hatte ich erzählt, dienstlich in Dresden gewesen zu sein, da kam auch schon die reflexartige Reaktion: “Waaas, in Dunkel-Deutschland?”. Dass so mancher von uns auch 20 Jahre nach der Wende noch immer Probleme mit dem Soli-Beitrag oder dem einen oder anderen sächselnden Ossi hat, kann ich durchaus noch nachvollziehen. Wer aber selbst noch nie “drüben” gewesen ist, der ist nicht ein Ignorant, er hat vor allem auch etwas verpasst. Gerade das Elbsandsteingebirge – vom Westen aus gesehen unmittelbar hinter Dresden gelegen – ist schlichtweg ein Traum! Ich bin durchaus schon ein wenig rumgekommen, habe aber noch kaum eine Landschaft gesehen, die mich mehr beeindruckt hat. Was die Stadt selbst betrifft, stehe ich zwar mehr auf Leipzig, aber auch das ist schließlich nur eine gute Autostunde entfernt. Und noch ein Tipp, auch wenn der nicht gerade zur Jahreszeit passen mag: Wochenend-Skifahren in Spindlermühle in Tschechien – ebenfalls nicht weit entfernt – ist absolut zu empfehlen. Der direkte Weg dorthin führt übrigens (ihr ahnt es schon): Von Dresden quer durchs Elbsandsteingebirge, das selbst im Winter mehr als nur einen Abstecher wert ist. Einziges Manko: Der sächsische Wein ist eher ungenießbar. Zumindest der, den man im Konsum (der Konsum heißt tatsächlich in vielen Orten immer noch Konsum) kaufen kann. Oder um es mit meinem Blog-Warts zu sagen: “Nur gruselich!”
PS (nur für meinen treuen Lieblings-User Friedrich Bolle): Ich hoffe, mir ist diesmal ausnahmsweise kein geografischer Fauxpas passiert;-)
- Riesling
- Silvaner
- Chardonnay
- Pinot Noir
Dresden bei Nacht habe ich erst vorigen Sonnabend wieder erleben können.
Weltstadtgewimmel mit wunderschönen Gaststätten. Es war wieder ein Genuss. Also Dresden ist schon eine Reise wert. Das andere stimmt alles.
Aber ganz am Rande (am Rande von Deutschland gibt es weitere schöne Ecken wie z. B. die Oberlausitz oder das Zittauer Gebirge, welches nicht nur für Wanderfreaks interessant ist. Sucht einfach nach z.B. Oybin.
Hain, Jonsdorf. Kurorte die einen Besuch wert sind. Leider etwas schwerlich z.b. über A4 bis Bautzen und dann 45 km auf der F96, die sehr befahren ist zu erreichen.
Sächischer Wein ist etwas herb und wegen der geringen Anbaufläche auch
verhältnismäßig teuer, aber muß man ja auch nicht trinken.
Viele Grüße ein Lokalpatriot aus Sachsen
Jörg der Biosachse
Apropos Wein und Manko: Die Konsummärkte sind an sich, nicht schlecht. Aber daran die Weinqualität der Region festzumachen, taugt ebenso wenig wie bei den Edekamärkten in Rheinhessen. Sag ich mal.
Als Tipp: Aust, Zimmerling, Schwarz und – auch weil am einfachsten zu bekommen – Schloss Proschwitz. In Supermärkten gibt’s allerdings keinen davon.
Das mit dem Wein kann man nicht so stehen lassen! Hat auch bei mir eine Weile gedauert, bis ich mal wußte was man zum Beispiel aus Gold-Riesling für tolle Weine machen kann. Das nächste Mal kurz einen Funk geben und wir treffen uns hier http://www.weingut-zimmerling.de/